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Persönliche Weiterentwicklung und Förderung
Wie bewerbe ich mich richtig?

Einführung

Wissen Sie, wie man sich korrekt im Bewerbungsgespräch verhält oder ob Ihr Anschreiben auf andere interessant wirkt? Immer wieder im Leben muss man sich für einen Job, einen Studienplatz oder eine Weiterbildung bewerben. Hierfür sollten Ihre Unterlagen vollständig und up to date sein und Sie sollten wissen, was Sie in einem Vorstellungsgespräch erwartet. Nachfolgend haben wir Ihnen einige Tipps und Tricks für ein sicheres Auftreten im Bewerbungsverfahren, zusammengefasst.

Grundsätzlich gilt: alle Dokumente, die Ihre fachliche Fähigkeit darlegen, sollten eingereicht werden. Ein Praktikumszeugnis aus Ihrer Schulzeit ist somit nicht notwendig. Folgende Unterlagen sollten aber auf gar keinen Fall fehlen:

Viele Arbeitgeber verzichten mittlerweile auf ein Anschreiben bzw setzen es nicht mehr als Voraussetzung für eine vollständige Bewerbung. Das Anschreiben ist aber Ihre Möglichkeit, sich kurz und knapp vorzustellen und bei dem Unternehmen das Interesse auf mehr Informationen zu Ihnen zu wecken. Es kommt zudem gut an, die für die Stellenbesetzung zuständige Person direkt anzusprechen.

Beim Anschreiben sollten einige wenige, jedoch nicht unwichtige Punkte berücksichtigt werden, sodass Ihre Bewerbung schon auf dem ersten Blick ins Auge sticht.

  • Sprechen Sie die für die Stellenbesetzung zuständige Person direkt an und vermeiden Sie das unpersönliche „Sehr geehrte Damen und Herren“. Wenn aus der Stellenanzeige nicht ersichtlich ist, wer als Ihre Ansprechperson fungiert, nehmen Sie gerne Kontakt zu dem Haus auf und fragen Sie nach. Das zeigt Initiative.
  • Verzichten Sie, wenn möglich, auf Standardfloskeln. „Hiermit bewerbe ich mich um die Stelle…“ wirkt wenig kreativ. Nehmen Sie gerne Bezug darauf, wie Sie zu der Stellenausschreibung gefunden haben. Haben Sie bereits Kontakt mit dem Haus gehabt, bspw. weil Sie den Namen des Recruiters erfragt haben, nehmen Sie gerne darauf Bezug: „Wie bereits in unserem Telefonat/Mailverkehr vom …“
  • Teilen Sie nur das Wichtigste und für die angestrebte Stelle Essentielle mit. Ihr Anschreiben sollte bei der Leserin oder dem Leser das Interesse nach mehr Informationen über Sie wecken und diese nicht überschütten. Demnach sollte das Anschreiben nicht länger als eine Seite sein.
  • Behalten Sie beim Anschreiben als auch beim Lebenslauf ein einheitliches Layout. Nachstehend geben wir Ihnen einige Tipps dafür:
    • Nutzen Sie eine angenehme und gut lesbare Schriftart: Arial, Times New Roman, Book, Lato, Garamond, Helvetica
    • Schriftgröße 10 bis max. 14
    • 1,5-facher Zeilenabstand
    • Leerzeilen (z.B. zwischen Betreff und Anrede, Textabschnitten) bilden sinnvolle Absätze

Der Lebenslauf ist das A und O, um einen detaillierten Überblick über Ihre erworbenen Fähigkeiten und Qualifikationen zu bekommen. Wichtig ist demnach, dass Sie nachvollziehbar alle relevanten Daten auflisten.

Anfangen sollte der Lebenslauf mit Ihren aktuellen, persönlichen Daten. Hier sind vor allem Name, Vorname, Anschrift, Geburtsort und -datum sowie Kontaktdaten wie Telefonnummer und Mailadresse von Relevanz.

Die Karriere- und Ausbildungsstationen sollten dann in chronologischer Reihenfolge aufgelistet werden, wobei von aktuell nach alt gelistet wird. Sodann sollten folgende Inhalte im Lebenslauf aufgeführt werden:

  • Aktuelle Tätigkeit
  • Berufsausbildung und Studium
  • Bildungsweg
  • Sonstige Fähigkeiten und Interessen

Wie eingangs bereits erwähnt, sollte auf Informationen verzichtet werden, die für den Bewerbungsprozess irrelevant sind. Ob Sie mittwochs Yoga machen, ist für die Einstellung nicht relevant. Zielführend wäre jedoch eine Angabe über ehrenamtliche oder soziale Tätigkeiten.

Bitte beachten Sie: an sich muss über die Religionszugehörigkeit keine Angabe gemacht werden und in einem Bewerbungsgespräch dürfen Sie hiernach nicht gefragt werden. Die Ausnahme von dieser Regel sind Einrichtungen, welche unter christlicher Trägerschaft stehen. Diese legen oftmals Wert auf gleiche Konfession und Glaubensbilder und haben zudem das Recht, eine Einstellung auf Grundlage der Konfession abzulehnen.

Kein Muss, aber ein Kann.

Seit einiger Zeit ist es keine Verpflichtung mehr der Bewerbung ein aktuelles Bewerbungsbild beizulegen. Dennoch kann es vorteilhaft sein, bereits zu Beginn der Bewerbung ein Gesicht vor Augen haben.

Ob Sie ein Bild der Bewerbung beifügen, ist Ihnen überlassen. Entscheiden Sie sich dafür, sollten Sie ein professionelles Bild beifügen und keine Bilder aus einem Fotoautomaten oder gar vom Handy. Das Foto sollte dann auf dem Deckblatt Ihrer Bewerbung, falls vorhanden, oder auf dem Lebenslauf abgebildet werden.

Auch hier ist es von Vorteil, wenn Sie die Unterlagen sortiert einreichen. Am besten nach Relevanz und Aktualität, sodass analog zu Ihrem Lebenslauf alle notwendigen Zeugnisse und Qualifikationen eingesehen werden können. Sofern in der Stellenausschreibung nicht anders geschrieben, ist es ausreichend alle Dokumente in einfacher Kopie einzureichen.

Folgende Unterlagen, sofern vorhanden, sollten Sie Ihrer Bewerbung beilegen:

  • Approbationsurkunde
  • Zeugnis der ärztlichen Prüfungen
  • Promotionsurkunde
  • Fachkundenachweise (Fortbildungszertifikate, Qualifikationen)
  • Empfehlungsschreiben
  • PJ & Famulaturzeugnisse
  • Sonstige Arbeitszeugnisse

Befinden Sie sich noch im Studium und bewerben sich um ein PJ oder die Famulatur, sollte zudem eine Immatrikulationsbescheinigung Ihrer Universität beigefügt werden.

Einige Unternehmen und Einrichtungen akzeptieren mittlerweile nur noch Online-Bewerbungen über ein dafür eingerichtetes Bewerbungsportal. Bewerbungen, welche per Post oder Mail zugestellt werden, werden oftmals nicht berücksichtigt. Achten Sie demnach darauf, was in der Stellenausschreibung bezüglich des Einreichens der Bewerbung angegeben wird.

Reichen Sie Ihre Bewerbung per Mail an, so ist es sinnvoll, das Anschreiben der Mail anzuhängen und im Textfeld der Mail nur kurz auf die angehängte Bewerbung zu verweisen als auch in der Mailsignatur nochmal Ihre Kontaktdaten anzugeben. Die angehängten Dateien sollten Sie sinnvoll und nachvollziehbar beschriften, vorzugsweise mit Ihrem Nachnamen und dem entsprechenden Schreiben (bsp: Müller_Approbation).

Entscheiden Sie sich für den postalischen Weg, nutzen Sie gerne dickeres Papier. Das liegt angenehmer und edler in der Hand und kann nicht so schnell zerknittern. Für ein geordnetes Bild Ihrer Unterlagen, nutzen Sie am besten eine Bewerbungsmappe, vorzugsweise aus Pappe statt aus Plastik.

Ihre Bewerbungsunterlagen haben überzeugt! Sie bekommen eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Die Nervosität steigt, Sie wollen sich möglichst gut und überzeugend präsentieren. Doch wie stellt man das am besten an? Zur optimalen Vorbereitung gilt es mehrere Punkte zu beachten.

Natürlich haben Sie sich im Vornhinein zu Ihrer Bewerbung über das Krankenhaus oder die Praxis informiert, in der Sie tätig werden möchten. Auch für die Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch sollten Sie sich noch einmal die Webseite der Einrichtung ansehen, die Namen der Zuständigen merken und Ihre Bewerbungsunterlagen sichten. Diese können Sie auch gerne zum Gespräch mitführen und können somit den Fragen beispielsweise zum Lebenslauf, besser folgen. Falls seit Absenden Ihrer Bewerbung weitere Unterlagen hinzugekommen sind, nehmen Sie hiervon gerne Kopien mit und reichen diese nach. Das gilt natürlich nur für Unterlagen, welche für Ihre Bewerbung und Ihre Qualifikationen relevant sind.

Üben Sie zudem Ihre Selbstpräsentation. Ganz sicher werden Sie am Anfang des Gesprächs gebeten, sich in Ihren eigenen Worten vorzustellen und einen kurzen Überblick über Ihr (berufliches) Leben zu geben. Damit diese Vorstellung möglichst flüssig und nachvollziehbar erfolgt, üben Sie das am besten vorher. So vermeiden Sie unnötige Sprechpausen und nutzen seltener unschöne Füllwörter, wie ähm.

Der erste Eindruck zählt. Spätestens nach 90 Sekunden haben wir uns eine erste Meinung gebildet, wobei vor allem das Unterbewusstsein eine entscheidende Rolle spielt. Wie Sie also in den ersten Sekunden des Aufeinandertreffens wirken, kann schon einen großen Einfluss auf das weitere Gespräch haben. Neben der entsprechenden Begrüßung, welche wir im Laufe auch noch thematisieren werden, springt zuerst Ihr gewähltes Outfit in den Blick.

Generell gilt: Kleider machen Leute und Sie sollten sich der Situation angemessen kleiden. Vermeiden Sie jedoch ein „Verkleiden“. In dem Moment, in dem Sie sich unwohl in Ihrer Haut fühlen, strahlen Sie eine Nervosität und Unsicherheit aus, die sich sodann negativ auf Ihr Gespräch auswirken kann. Achten Sie vielmehr darauf, dass Ihre Kleidung sauber und ordentlich ist und sitzt. Natürlich können Sie Ihrem Outfit auch eine persönliche Note geben, achten Sie hierbei jedoch, dass Sie weder over- noch underdressed sind.

Pandemiebedingt haben sich hier einige Veränderungen ergeben. Wo früher noch ein fester Handschlag vorausgesetzt wurde, wird heute auf Abstand und ein freundliches Lächeln gesetzt. Bietet Ihnen Ihr Gegenüber jedoch den Handschlag zur Begrüßung oder Verabschiedung an, dann nehmen Sie diesen gerne an. Wichtig hierbei sind ein fester Händedruck, eine freundliche Miene und ein Blick in die Augen.

Fühlen Sie sich dabei jedoch pandemiebedingt unwohl, können Sie den Handschlag natürlich gerne, aber höflich ablehnen! Ihr Gegenüber wird es Ihnen nicht übelnehmen.

Nachfolgend stellen wir Ihnen ein paar Fragen vor, die ziemlich sicher im Verlauf des Gesprächs auf Sie zukommen werden. Bereiten Sie sich gerne vorneweg auf diese Fragen vor!

  • Warum haben Sie sich bei uns beworben? Was reizt Sie an der Stelle/an unserer Praxis/Klinik?
  • Inwieweit würden wir von Ihnen als Arbeitnehmer profitieren?
  • Welche beruflichen Ziele verfolgen Sie?
  • Welche Erwartungen haben Sie an die Stelle/ an Ihren Vorgesetzten/die Kolleginnen und Kollegen?

Generell gilt: Ehrlichkeit währt am längsten. Beantworten Sie also alle Fragen so wahrheitsgetreu wie möglich, bleiben Sie dabei jedoch fachlich!

Im Laufe des Gesprächs werden Sie sicher auch gefragt werden, ob Sie noch Fragen zur Stelle oder zur Einrichtung haben. Interesse äußern Sie durch gezielte und höfliche Fragen. Bereiten Sie hier gerne auch wieder im Vorfeld ein paar Fragen vor. Beispiele hierfür wären:

  • Wie ist die Einarbeitung geplant?
  • Wie sieht das Schichtsystem aus?
  • Gibt es die Möglichkeit, sich in Forschung oder Lehre zu engagieren?
  • Wie ist die Teamstruktur?

Einige Fragen werden sicher schon im Laufe des Gesprächs geklärt werden, haben Sie demnach gerne ein paar weitere Fragen in petto.

Mit diesen Tipps wünschen wir Ihnen viel Erfolg in der Bewerbungsphase!