Dein Fahrplan durchs Medizinstudium

Dein Fahrplan durchs Medizinstudium

Allgemein MedWisser Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium

Was, wann, wie und wo – wir verraten dir in Kürze, worauf du dich in jeder Phase deines Studiums freuen kannst und wie wir dich unterstützen. So verlierst du nie den Überblick und weißt immer genau, was ansteht und wo du dir Hilfe holen kannst!

Erstmal ankommen: Vorklinik (1. – 4. Semester)

In den ersten vier Semestern des Medizinstudiums steht vor allem Theorie auf dem Stundenplan. Diese Zeit solltest du nutzen, um dich an der Uni und an deinem Studienort gut einzuleben, dich mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut zu machen und für dich herauszufinden, wie du am besten lernst. Denn am Ende der Vorklinik steht mit dem Physikum bereits eine wichtige Prüfung an. In unserem MedWisser-Bereich findest du deshalb eine Sammlung mit den wichtigsten Fragen und Antworten zu diesem Thema.

Richtig loslegen: Klinik (5. – 10. Semester)

Das Physikum ist geschafft – dann geht’s jetzt richtig los. In der Klinik warten viele neue Fächer und Themen auf dich. Außerdem absolvierst du während dieser Zeit vier Famulaturen und erhältst dabei wertvolle Einblicke in den Berufsalltag. Perfekt vorbereitet auf die erste Praxisphase bist du mit unseren Kursen, in denen wir dir relevantes Wissen z. B. zu den Themen Sonografie, EKG oder Nähen vermitteln. Auch praktische Übungen kommen hier nicht zu kurz. Natürlich stehen wir dir auch finanziell zur Seite und fördern dich während der Famulatur mit bis zu 595,00 € Euro im Monat. Oder du bewirbst dich für eines unserer MedMobile und kannst damit deinen Famulaturort völlig unabhängig von der Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln wählen. Am Ende des 10. Semesters wird es dann mit dem Hammerexamen noch einmal richtig ernst. Als Belohnung wartet das Ende der Zeit an der Uni auf dich, denn danach geht es wirklich in die Praxis!

Raus aus dem Hörsaal: Praktisches Jahr (11./12. Semester)

Darauf hast du sechs Jahre hingearbeitet – jetzt geht es in die Praxis! Im Praktischen Jahr lernst du in drei Tertialen über insgesamt 48 Wochen mindestens drei verschiedene Fachgebiete kennen. Dazu gehören auf jeden Fall die Innere Medizin, die Chirurgie sowie ein Gebiet deiner Wahl. Das Wahltertial kannst du aber auch aufsplitten und so in ein zusätzliches, viertes Fachgebiet hineinschnuppern. Klingt gut, oder? In unserem MedWisser-Bereich findest du viele Infos zum Praktischen Jahr und auch Tipps, was du bei der Bewerbung für einen Platz beachten solltest.

Auch im PJ sind wir natürlich für dich da und greifen dir im Wahltertial finanziell unter die Arme. Zusätzlich vergeben wir unsere MedMobile regelmäßig an Studierende, die ihr Praktisches Jahr absolvieren. So kommst du unkompliziert und fix von A nach B.

Nach dem Praktischen Jahr steht dann mit der mündlich-praktischen Prüfung der dritte und letzte Abschnitt der Ärztlichen Prüfung an. Danach ist dein Studium offiziell beendet und du kannst als Ärzt*in loslegen!

Expert*in werden: Facharztweiterbildung

Mit dem Lernen ist es nach dem Medizinstudium allerdings noch nicht vorbei, denn jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Expert*in zu werden. In 60 bis 72 Monaten – je nach gewähltem Gebiet – kannst du dich zum/zur Fachärzt*in weiterbilden. Dabei unterstützt die KV Hessen die Praxis, in der du deine Weiterbildung absolvierst, bei einer Vollzeitstelle mit 5000,00 € monatlich, die als Gehalt direkt an dich weitergegeben werden.

Während der Facharztweiterbildung kannst du dir auch schon Gedanken machen, wie und wo du danach arbeiten möchtest. Wenn du gerne als niedergelassene*r Ärztin tätig sein würdest, nimm doch an unserem Doc’s Camp teil oder nutze die Beratungsangebote der KV Hessen. So kannst du dich ganz entspannt niederlassen und als Ärzt*in durchstarten!

Allgemeinmedizin – warum eigentlich nicht?

Allgemeinmedizin – warum eigentlich nicht?

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Allgemeinmedizin – warum eigentlich nicht?

Wer Medizin studiert, für den stellt sich irgendwann zwangsläufig die Frage: Welches Fachgebiet soll es eigentlich mal werden? Hoch im Kurs bei Studierenden stehen seit Langem zum Beispiel die Chirurgie, die Innere Medizin oder auch die Anästhesiologie. Viele können sich auch gut vorstellen, Kinderärzt*in zu werden. Kaum aber jemand träumt von der Allgemeinmedizin. Warum eigentlich nicht?

Vielseitig und ganz nah dran

Fachärzt*innen sind echte Profis auf ihrem Gebiet. Das gilt für Allgemeinmediziner*innen ganz genauso wie für z. B. Radiolog*innen, Hautärzt*innen oder Orthopäd*innen. Während Letztere allerdings wirklich tief in das Spezialwissen ihres Fachgebiets eintauchen, eignen sich Allgemeinmediziner*innen während der Facharztausbildung grundlegende Kenntnisse aus zig Fachbereichen an. Dabei gehen sie natürlich inhaltlich nicht so sehr in die Tiefe wie ihre speziell ausgebildeten Fachkolleg*innen, erwerben aber ein breites medizinisches Wissen, aus dem sie im Alltag tagtäglich schöpfen können. Denn wenn die Allgemeinmedizin eines ist, dann unglaublich vielseitig und abwechslungsreich. Zu den am häufigsten behandelten Krankheitsbildern gehören Krankheiten des Muskel-, Skelett- und Bindegewebssystems, Krankheiten der Atemwege, Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychische Probleme und Verhaltensstörungen.

Die meisten Allgemeinmediziner*innen sind als Hausärzt*in tätig. Allein daraus ergibt sich das breite Behandlungsspektrum. Gerade in ländlichen Regionen ist der Weg in eine Facharztpraxis oft weit, sodass die Hausärztin oder der Hausarzt erste* Ansprechpartner*in bei medizinischen Problemen ist. Von der Erkältung über die Sportverletzung bis hin zu Demenz ist alles dabei. Wer sich für die Allgemeinmedizin entscheidet, den erwartet also ein abwechslungsreicher Alltag, in dem Menschen mit ganz unterschiedlichen Anliegen in der Praxis vorstellig werden. Oft baut sich im Laufe der Zeit eine echte Bindung zwischen Patient*in und Ärzt*in auf und beide lernen sich gut kennen. Gerade weil die Hausärztin bzw. der Hausarzt viel über die Krankengeschichte von Patient*innen weiß, kommt ihr oder ihm eine Schnitt- und Koordinationsfunktion zu, z. B. wenn Überweisungen zu Fachärzt*innen anderer Fachgebiete oder zu Therapeut*innen notwendig sind. Hausärzt*innen sollten also auch kommunikativ sein und Behandlungen gerne in Abstimmung mit anderen Praxen organiseren.

Beruf und Familie kombinieren

Schon bei der Berufswahl spielt für viele junge Menschen heutzutage die Frage nach der Vereinbarkeit von Karriere und Familie eine große Rolle – natürlich auch in der Medizin. Der Großteil der Medizinstudierenden ist weiblich, aber auch immer mehr angehende Ärzte haben keine Lust auf 80-Stunden-Arbeitswochen, Schichtdienste und Bereitschaften. Als Allgemeinmediziner*in in der ambulanten Versorgung ist es möglich, ein erfülltes Berufs- und Familienleben zu haben. Gerade wer eine eigene Praxis gründet, legt z. B. die Arbeitszeiten selbst fest. Immer mehr junge Ärzt*innen entscheiden sich außerdem für die Gründung einer Praxisgemeinschaft, in der auch problemlos in Teilzeit gearbeitet werden kann.

Und durch die Aufhebung der Residenzpflicht ist auch die Niederlassung als Allgemeinärzt*in im ländlichen Raum noch einmal deutlich attraktiver geworden. Wohnen in der Stadt, arbeiten auf dem Land – das geht inzwischen problemlos. Hinzu kommt: In den kommenden Jahren gehen auch in Hessen tausende Allgemeinmediziner*innen bzw. Hausärzt*innen in den Ruhestand und suchen Nachfolger*innen. Die Chancen, eine gut gehende Praxis zu übernehmen, sind aktuell also hervorragend.

Dein eigenes Ding machen

Aber nicht nur aufgrund der guten Berufsaussichten und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist es lohnenswert, eine Laufbahn als Allgemeinmediziner*in in Betracht zu ziehen. Auch finanziell rechnet es sich, denn Hausärzt*innen verdienen gutes Geld. Über 220.000 Euro an Honorarumsatz waren es durchschnittlich im Jahr 2015 in Hessen. Natürlich hängt der Verdienst auch mit dem Behandlungsspektrum zusammen. Hier bietet die Allgemeinmedizin Fachärzt*innen spannende Zusatzqualifikationen, z. B. in den Bereichen Sportmedizin, Suchtmedizin, Tropenmedizin oder Akupunktur. Damit könnt ihr auch als Allgemeinmediziner*in euer Profil schärfen und eure Praxis noch einmal weiterentwickeln.

Fazit: Allgemeinmedizin – viel spannender als ihr Ruf!

Als Allgemeinmediziner*in/Hausärzt*in in der ambulanten Versorgung zu arbeiten, hat leider immer noch keinen besonders guten Ruf. Dabei ist die Tätigkeit vielseitig und lässt sich gut mit dem Familienleben vereinbaren. Hinzu kommt die Langzeitbetreuung von Patient*innen, die viele Hausärzt*innen als sehr spannend und wertvoll beschreiben. Nicht zuletzt sind die Verdienstmöglichkeiten für niedergelassene Hausärzt*innen nicht zu verachten. Wer ein abwechslungsreiches Fachgebiet mit einem breiten Behandlungsspektrum sucht, sollte deshalb einen zweiten Blick auf die Allgemeinmedizin werfen!

Lust auf mehr zum Thema? Alle Beiträge zur Allgemeinmedizin findet ihr hier:  https://www.arzt-in-hessen.de/tag/allgemeinmedizin/

 

 

Mit Abstand die beste Medizin – KVH verteilt Mund-Nasen-Bedeckungen

Mit Abstand die beste Medizin – KVH verteilt Mund-Nasen-Bedeckungen

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Ob beim Einkaufen oder in Bus und Bahn: Auch in Hessen gilt in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens eine Maskenpflicht. Zwar nehmen immer mehr Geschäfte wiederverwendbare Masken in ihr Sortiment auf, aber trotzdem ist der Bedarf danach noch lange nicht gedeckt. Das hat die Kassenärztliche Vereinigung Hessen zum Anlass genommen, selbst textile Mund-Nasen-Bedeckungen zu produzieren und sie vor den Universitätskliniken des Landes an Studierende und Personal zu verteilen. Natürlich wurde dafür ein Design im „Arzt in Hessen“-Kampagnenlook inklusive passendem Spruch gewählt.

An drei Tagen war unser Team in den Städten Frankfurt, Marburg und Gießen vor Ort und konnte vor den Haupt- oder Mitarbeitereingängen kontaktlos kostenlose Masken an die Menschen verteilen, die aktuell stark gefordert sind und sie auch außerhalb des Arbeitsplatzes dringend benötigen. Insgesamt wurden so über 1000 Studierende und Mitarbeiter*innen erreicht, die sich durchweg positiv über das Angebot äußerten. Viele waren überrascht, dass die Masken ihnen kostenfrei zur Verfügung gestellt werden und freuten sich über die solidarische Aktion.

Wir bedanken uns noch einmal bei allen, die unseren Stand besucht und sich kontaktlos einen Mund-Nasen-Schutz abgeholt haben. Bleibt gesund und bis hoffentlich bald bei einer weiteren Live-Aktion (sofern die Infektionslage es zulässt natürlich)!

 

Fit für die Praxis – unsere EKG-Kurse!

Fit für die Praxis – unsere EKG-Kurse!

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Ein EKG schreiben und befunden – gar nicht so leicht. Vor allem nicht, wenn man noch im Medizinstudium steckt und in der Uni wenig Möglichkeiten hat, dies wirklich zu üben. Hier setzt unser kostenloser EKG-Kurs an, den wir letztes Jahr zum ersten Mal angeboten haben und der von Anfang an ein großer Erfolg war. Kein Wunder also, dass wir ihn auch 2020 fortsetzen möchten – allerdings in leicht veränderter Form. Unsere Erfahrung hat nämlich gezeigt, dass die Vorkenntnisse der MedWisser*innen sehr unterschiedlich sind. Darauf reagieren wir und bieten ab sofort die Kurse „EKG für Einsteiger“ sowie „EKG für Fortgeschrittene“ an. Der Anfängerkurs findet am Kurswochenende immer samstags statt, der Fortgeschrittenenkurs sonntags.

Themen und Inhalte der EKG-Kurse

Aufgrund der unterschiedlichen Ausrichtung unterscheiden sich natürlich auch die Inhalte der Kurse. Im Anfängerkurs geht es um die Basics: Die Teilnehmer*innen beschäftigen sich mit den Grundlagen und dem Aufbau eines EKGs, lernen alles über Befund und Beurteilung und darüber, wie man ein EKG schreibt. Weiter steht der Einstieg in die Themen Ischämie und Herzrhythmusstörungen auf dem Programm. Natürlich kommt auch die praktische Arbeit an echten Fällen nicht zu kurz. Am Ende des eintägigen Kurses können die Teilnehmer*innen sicher ein EKG schreiben und wenden das erlernte Befundungsschema selbstständig an. Außerdem erkennen sie typische Ischämiezeichen und Grundlagen von Herzrhythmusstörungen im EKG

Im Fortgeschrittenenkurs werden Grundlagenwissen zum Umgang mit dem EKG und über Ischämie und Herzrhythmusstörungen bereits vorausgesetzt. Hier dreht sich alles um die Themen EKG und Ischämie, tachykarde und bradykarde Herzrhythmusstörungen, Schrittmacher und EKG, EKG bei Synkopen und die praktische Befundung echter Fälle. Nach dem Kurs können die Teilnehmer*innen typische Ischämiezeichen im EKG erkennen, sie einzelnen Versorgungsgebieten zuordnen und mögliche Differentialdiagnosen benennen. Außerdem teilen sie tachykarde und bradykarde Herzrhythmusstörungen ein, differenzieren supraventrikuäre und ventrikuläre Herzrhythmusstörungen und benennen die häufigsten davon sicher im EKG benennen (u. a. Vorhofflimmern, Vorhofflattern, AT). Auch Schrittmacheraktionen werden nach dem Kurs im EKG erkannt und der Stimulationsort korrekt benannt.

Ablauf & Materialien

Die EKG-Kurse finden im Tagungszentrum des Hotels Essential by Dorint in der Hahnstraße 9 in 60528 Frankfurt (Niederrad). Es können maximal 20 Studierenden daran teilnehmen und von 9.00-16.00 Uhr (inkl. einstündiger Mittagspause) Praxiswissen sammeln. Für Verpflegung ist gesorgt und auch die benötigte Technik stellen wir natürlich zur Verfügung. Für die EKG-Kurse stehen den Teilnehmer*innen iPads zur Verfügung, sodass in kleinen Gruppen die während der Vorträge besprochenen EKGs verfolgt und die Fallbeispiele eigenständig bearbeitet werden können. Der praktische Übungsteil wird im Rotationsprinzip durchgeführt. An acht Stationen werden Fallbeispiele befundet. Jede*r Teilnehmer*in klebt und schreibt selbst ein EKG und schlüpft einmal in die Rolle der Patientin oder des Patienten. Am Ende erhalten alle Teilnehmer*innen ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme am EKG-Kurs.

Termine 2020

Aufgrund der aktuellen Situation können wir leider noch nicht abschätzen, wann die EKG-Kurse wieder stattfinden können. Über die nächsten Termine informieren wir euch natürlich, sobald sie feststehen. Schaut deshalb immer mal wieder hier auf der Website und auf Facebook und Instagram vorbei. Wir hoffen, unser Kursprogamm bald wieder aufnehmen zu können, um euch mit Praxiswissen zu unterstützen!

Praktisches Jahr: Das müsst ihr wissen!

Praktisches Jahr: Das müsst ihr wissen!

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Raus aus der Uni, rein in die Praxis – das ist das Motto des Praktischen Jahres (PJ). Es bildet den letzten Abschnitt des Medizinstudiums und stellt erstmals die Ausbildung an Patient*innen in den Mittelpunkt. Ihr vertieft und erweitert also die während des Studiums erworbenen ärztlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten und sammelt wertvolle Praxiserfahrung für eure nicht mehr weit entfernte Berufstätigkeit. Weil sich das Praktische Jahr doch sehr vom restlichen Medizinstudium unterscheidet, möchten wir euch an dieser Stelle ein paar grundlegende Infos zum Ablauf, den Startterminen und Förderungsmöglichkeiten mit auf den Weg geben.

Dauer und Ablauf des Praktischen Jahrs

Das Praktische Jahr findet immer in den letzten zwölf Monaten des Medizinstudiums statt. Wichtig zu wissen ist, dass ihr erst ins Praktische Jahr starten könnt, nachdem ihr den zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (schriftlicher Teil) bestanden habt. Das ist die Grundvoraussetzung. Ist diese erfüllt, liegen insgesamt 48 PJ-Wochen vor euch, die sich in drei Ausbildungsabschnitte (Tertiale) unterteilen lassen. Ihr verbringt je 16 Wochen im Fachgebiet Innere Medizin, Chirurgie und einem Wahlfach (Allgemeinmedizin oder eines der übrigen klinischpraktischen Fachgebiete). In welcher Reihenfolge ihr die Fachgebiete durchlauft, bleibt euch überlassen.

Start ins Praktische Jahr

Das Praktische Jahr kann immer im Mai oder November zu festgelegten Terminen begonnen werden. Die nächsten Termine sind der 18.05.2020 sowie der 16.11.2020. Wann das jeweilige zweite und dritte Tertial startet, lässt sich ganz leicht ausrechnen, indem ihr 16 bzw. 32 Wochen zu den genannten Startdaten addiert. Wer am 18.05.2020 das erste Tertial beginnt, wechselt am 07.09.2020 ins zweite und am 28.12.2020 ins dritte. Offizielles Ende des PJs ist dann der 18.04.2021.

Förderungsmöglichkeiten im Praktischen Jahr

Aktuell gibt es keine gesetzliche Pflicht, eine Vergütung für das Praktische Jahr zu gewähren. Manche Kliniken zahlen eine Aufwandsentschädigung, andere nicht. Aber auch im Praktischen Jahr stehen wir von der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) euch natürlich zur Seite und fördern euch mit 595 Euro pro Monat für die Dauer des Wahl-Tertials. Bei Vollzeitausbildung sind das insgesamt 2.380 Euro.

Beantragen könnt ihr die Förderung ganz unkompliziert. Allerdings ist der Zeitpunkt sehr wichtig: Den Antrag reicht ihr VOR Aufnahme der Tätigkeit in der akkreditierten akademischen Lehrpraxis gemeinsam mit folgenden Unterlagen bei der KVH ein:

  • Immatrikulationsbescheinigung einer deutschen Universität
  • Bescheinigung über die erfolgreiche Ablegung des Zweiten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung
  • Bestätigung durch eine akkreditierte akademische Lehrpraxis im Geltungsbereich der KVH über die Ableistung des Wahl-Tertials.

Mehr Informationen dazu findet ihr auch auf https://www.kvhessen.de/studium/praktisches-jahr/ und in unserem Merkblatt: https://www.kvhessen.de/fileadmin/user_upload/kvhessen/Berufseinsteiger/Studium/STUDIUM_PJ_Merkblatt_Foerderung_24052018.pdf   

Ihr möchtet noch mehr Infos zum Praktischen Jahr? Dann schaut mal in unserem MedWisser-Bereich vorbei. Dort beantworten wir häufige Fragen rund ums PJ oder geben euch ausführliche Tipps, was ihr vor der Bewerbung alles bedenken solltet. Einfach einloggen und mehr wissen: https://www.arzt-in-hessen.de/darum-medwisser/login/

Noch kein MedWisser? Kein Problem, die Registrierung ist kostenfrei und ganz einfach: https://www.arzt-in-hessen.de/darum-medwisser/anmelden/

Fit für die Praxis – unser Nahtkurs!

Fit für die Praxis – unser Nahtkurs!

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Egal für welches Fachgebiet ihr euch später entscheidet – in fast jedem sind Grundkenntnisse chirurgischer Nähte und Knoten gefragt. Trotzdem kommt dieses Thema im Medizinstudium oft zu kurz. Es fehlt vor allem an praktischen Übungsmöglichkeiten für Studierende. In unserem kostenlosen Nahtkurs möchten wir euch deshalb die Chance geben, Nähte und Knoten unter fachmännischer Anleitung selbst auszuprobieren. In diesem eintägigen Kurs bringen euch unsere Expert*innen die wichtigsten Grundlange innerhalb von sieben Stunden bei. So startet ihr richtig gut vorbereitet in das Praktische Jahr oder die Berufstätigkeit.

Themen und Inhalte des Nahtkurses

Wie in all unseren Kursen verzahnen wir auch im Nahtkurs Theorie und Praxis. Ihr erwerbt während des Kurses Grundkenntnisse in folgenden Bereichen:

  • Anatomischer Aufbau der Haut
  • Primäre und sekundäre Wundheilung
  • Chirurgische Instrumente
  • Verschiedene Nahtmaterialien
  • Indikation und Durchführung einer chirurgischen Naht

Im Praxisteil legt ihr dann an Modellen selbst los. Aber natürlich immer gut vorbereitet, denn alle Nähte und Knoten zeigen euch unsere Expert*innen vorab in ausführlichen Videodemonstrationen. Und auch im Praxisteil sind sie immer in eurer Nähe und helfen weiter, während ihr verschiedene Nahttechniken am Nahtkissen und Schweineohr übt. Dazu gehören unter anderem Einzelknopfnaht, Fortlaufende Naht, Subkutane Naht, Rückstichnaht nach Donati und Matratzennaht. Auch chirurgische Knotentechniken und Ligaturen stehen auf dem Praxisprogramm. Fortgeschrittene Teilnehmer*innen können außerdem lokale Lappenplastiken am Schweineohr durchführen.

Ablauf und Materialien

Der Nahtkurs findet im Tagungszentrum des Hotels Essential by Dorint in der Hahnstraße 9 in 60528 Frankfurt (Niederrad). Es können maximal 20 Studierende daran teilnehmen und von 9.00 bis 16.00 Uhr (inkl. einstündiger Mittagspause) Praxiswissen sammeln. Für Verpflegung ist gesorgt und auch die benötigten Materialen (Übungsnahtset, Nahtmaterial, Schweineohr) stellen wir natürlich zur Verfügung. In den Übungsnahtsets sind alle Instrumente inklusive eines Nahtkissens und eines Knotentrainers enthalten. Am Ende erhaltet ihr ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme am Nahtkurs.

Termine 2020

Aufgrund der aktuellen Situation können wir leider noch nicht abschätzen, wann der Nahtkurs wieder stattfinden kann. Über die nächsten Termine informieren wir euch natürlich, sobald sie feststehen. Schaut deshalb immer mal wieder hier auf der Website und auf Facebook und Instagram vorbei. Wir hoffen, unser Kursprogamm bald wieder aufnehmen zu können, um euch mit Praxiswissen zu unterstützen!

MedWisser-Kurse 2020: Das müsst ihr wissen!

MedWisser-Kurse 2020: Das müsst ihr wissen!

Allgemein Events MedWisser Niederlassen! Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium Seminare Seminare Termine

Von Anfang an waren unsere MedWisser-Kurse eines unserer beliebtesten Angebote. Mehrmals im Jahr bieten wir euch dort kompaktes Wissen inklusive Praxisteil zu Themen, die im Studium zu kurz kommen, aber für den Alltag von Ärzt*innen absolut relevant sind. Auch wenn wir aufgrund der aktuellen Situation noch nicht genau sagen können, wann unsere MedWisser-Kurse 2020 stattfinden, möchten wir euch trotzdem schon einmal über Themen, Ziele, Ablauf und Dozent*innen informieren.

Allgemeine Kursinfos

Alle unsere Kurse finden unabhängig vom Thema (Ausnahme: Medical English) im Tagungszentrum des Hotels Essential by Dorint in der Hahnstraße 9 in 60528 Frankfurt (Niederrad) statt. Los geht’s jeweils um 9.00 Uhr. Die Kurse enden um 16.00 Uhr. Pausenzeiten sind natürlich schon mit eingerechnet. Aufgrund der technischen Kapazitäten können wir leider nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung stellen:

  • EKG-Kurse: je 20 Plätze
  • Nahtkurse: je 20 Plätze
  • Sonografie-Kurse: je 18 Plätze

Kursziele

Die MedWisser-Kurse sind sehr praxisbezogen und sollen allen Teilnehmer*innen die Möglichkeit geben, intensiv zu üben. Sie zielen darauf ab, bestimmte Basiskompetenzen, die im klinischen Alltag (zum Beispiel im Praktischen Jahr) unerlässlich sind, insbesondere in der Notfallmedizin und der Allgemeinmedizin, nachzuholen, aufzufrischen oder zu festigen. Da wichtige Themen wie EKG, Sonografie und Naht- und Knotentechniken innerhalb des Medizinstudiums in der studentischen Lehre zu kurz kommen, möchten wir euch mit unseren Kursen fachlich unter die Arme greifen und euch auf die Herausforderungen im späteren Berufsalltag vorbereiten.

Kursthemen und Dozent*innen

In den letzten Jahren haben wir die Erfahrung gemacht, dass unsere Kurse euren Nerv treffen und Themenfelder aufgreifen, zu denen es sonst kaum praktische Übungsmöglichkeiten gibt. Aus diesem Grund führen wir folgende Angebote auch 2020 weiter:

  • EKG-Kurs (neu: Ausweitung des Angebots in EKG für Einsteiger und EKG für Fortgeschrittene)
  • Nahtkurs
  • Sonografiekurs
  • Medical English

In allen Kursen werdet ihr von erfahrenen Profis angeleitet, die euch nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch wertvolle Praxiserfahrung sowie Tipps und Tricks mit euch teilen. Zu unseren Dozent*innen gehören:

  • med. David Schaack (EKG- & Sonografie-Kurse): Kardiologie und Innere Medizin, Sana Klinikum Offenbach
  • med. Julian Sahm (EKG-& Sonografie-Kurse): Kardiologie und Innere Medizin, Sana Klinikum Offenbach
  • med. Lukas Seifert (Naht- & Sonografie-Kurse): Klinik für Mund-, Kiefer-, Plastische Gesichtschirurgie, Uniklinik Frankfurt
  • med. Julian Büssow (Naht- & Sonografie-Kurse): HNO, Klinikum Höchst
  • med. Sebastian Wolf (EKG- & Sonografie-Kurse): Hämatologie/Onkologie und Innere Medizin, Uniklinik Frankfurt
  • med. Alawia Coppola (Nahtkurse): Klinik für Mund-, Kiefer-, Plastische Gesichtschirurgie, Uniklinik Frankfurt

Auch wenn wir euch aktuell noch nicht sagen können, wann wir mit unseren Kursen wieder durchstarten, freuen wir uns schon jetzt, vielen von euch die Möglichkeit zu geben, sich kostenlos mit praxisrelevanten Themen zu beschäftigen. Sobald die neuen Termine für das laufende Jahr feststehen, teilen wir sie euch hier, bei Facebook und Instagram sowie über unseren Newsletter mit. Bis es soweit ist versorgen wir euch natürlich weiter digital mit hilfreichen Tipps und Infos rund um Medizinstudium und Weiterbildung in Hessen!

Summerschool 2020: Die Praxis ruft!

Summerschool 2020: Die Praxis ruft!

Allgemein Events MedWisser Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium Seminare Seminare Termine

„Ich will Ärztin oder Arzt werden!“ – Auch wenn der Berufswunsch Studierende der Humanmedizin eint, gibt es nach dem Staatsexamen und der Facharztausbildung doch viele Optionen. Eine Beschäftigung im Krankenhaus bringt ganz andere Vor- und Nachteile mit sich als eine Tätigkeit als angestellte Ärztin oder angestellter Arzt in einer Praxis oder einem medizinischen Versorgungszentrum. Wer richtig viel Freiheit und Entscheidungsspielraum sucht, für den kann die Selbstständigkeit der richtige Weg sein. Grund genug, sich schon frühzeitig mit dem Thema Niederlassung zu beschäftigen. Darum führen wir schon seit mehreren Jahren unsere Winter- und Summerschool durch.

Jedes Jahr im Winter und im Sommer laden wir 15 Medizinstudierende, bevorzugt aus höheren Semestern, ein, sich ein verlängertes Wochenende lang ausgiebig mit dem Thema Selbstständigkeit zu befassen. Mit dabei: Qualifizierte Referent*innen, die verschiedene Aspekte der Niederlassung erklären, Antworten auf wichtige Fragen im Gepäck haben und Tipps für den erfolgreichen Praxisstart geben. Neben der ganzen Theorie kommt aber auch der Spaß nicht zu kurz, denn nachmittags und abends organisieren wir für die Teilnehmer*innen verschiedene Freizeitaktivitäten und gemeinsame Abendessen. Alles natürlich komplett kostenfrei – Übernachtung, Verpflegung, Vorträge und Aktivitäten werden von der KV Hessen gebucht und bezahlt.

Die nächste Summerschool  findet vom 23. bis 27.07.2020 in Willingen statt. Wie immer ist die Teilnehmerzahl auf 15 Studierende begrenzt. Du willst dabei sein? Dann melde dich jetzt noch schnell verbindlich an und sichere dir einen der begehrten Plätze: https://www.kvhessen.de/termine-fortbildung/fortbildung/veranstaltungsdetails/event/summer-winterschool-338/

Sollte es mehr Anmeldungen als Plätze geben, entscheidet das Losverfahren. Und wer im Sommer aus terminlichen Gründen nicht dabei sein kann: Auch im Wintersemester 2020/2021 bieten wir eine Winterschool zum Thema Niederlassung an. Ein Video dazu könnt ihr euch hier vorab schon mal anschauen!

Gut informiert ins neue Jahr – Winterlounge 2020

Gut informiert ins neue Jahr – Winterlounge 2020

Allgemein Events MedWisser Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium Seminare

Wenn wir Heißgetränke, Süßes und jede Menge Infos einpacken, kann das nur eines bedeuten: Es ist wieder Zeit für die Winterlounge! Letze Woche war es so weit: Am 27. und 28.01. waren wir am Uniklinikum Frankfurt im Foyer von Haus 22 und einen Tag später im Mensa-Foyer des Campus Lahnberge der Uni Marburg zu Besuch.

Einfach entspannt informiert
Von jeweils 10 bis 14 Uhr haben wir an beiden Standorten unsere mitgebrachten Leckereien und kleinen Geschenke verteilt und so für eine entspannte Pause bei den angehenden Mediziner*innen gesorgt. Auch wenn das Wetter nicht wirklich winterlich war, waren Kaffee, Kakao und der Blechkuchen bei allen beliebt. In den drei Tagen konnten wir etwa 800 Medizinstudierende an unserem Stand begrüßen und ihnen die Zeit zwischen den Veranstaltungen versüßen.

MedWisser-Angebote nach wie vor beliebt
Neben den Leckereien gab es für alle natürlich auch wertvolle Tipps und Infos zu den Angeboten der KV Hessen. Die Förderungen für Famulatur und Praktisches Jahr waren dabei ein genauso beliebtes und nachgefragtes Thema wie die Medwisser-Angebote. Gerade unsere MedMobil-Aktionen und die kostenlosen MedWisser-Kurse stoßen immer wieder auf großes Interesse und waren auch bei der Winterlounge ein häufiges Thema. Kein Wunder also, dass sich viele Interessierte direkt an unserem Stand als MedWisser registrierten, um keine Aktions- oder Kursankündigung mehr zu verpassen.

Zum Abschluss der Lounges freuten sich die Studierenden darüber, dass sie die Emaille-Becher, in denen wir Kaffee und Kakao ausgeschenkt haben, behalten durften. Da sie jedes Jahr ein neues Design haben, sind sie begehrte Sammlerstücke, die sich laut Aussage vieler Studierender gut in ihren WG-Küchen machen. Auch die anderen Goodies (Postkarten, Post-it-Kits, T-Shirts) fanden schnell neue Besitzer*innen.

Nach der Winterlounge ist vor der Sommerlounge!
Wir freuen uns, dass die Winterlounge erneut ein so großer Erfolg war und wir viele von euch mit nützlichen Infos und kleinen Leckereien und Geschenken versorgen konnten. Wenn ihr in Gießen studiert und die Winterlounges in Frankfurt und Marburg verpasst habt, müsst ihr übrigens nicht traurig sein: Auch in Gießen werden wir zu einem späteren Zeitpunkt noch mit unserer Lounge zu Gast sein. Den Termin geben wir rechtzeitig hier und auf unserer Facebookseite bekannt. An allen drei Unistandorten sind wir im Sommersemester natürlich auch wieder mit unserer Summerlounge am Start. Wir freuen uns auch dann wieder auf euren Besuch!

I will undersearch you now – medizinisches Englisch für den Praxisalltag

I will undersearch you now – medizinisches Englisch für den Praxisalltag

Allgemein Rund ums Studium

Englisch wird immer wichtiger. Auch im Alltag als Arzt ist Englisch nicht mehr weg zu denken.

Damit ihr von Beginn an optimal vorbereitet seid, unterstützen wir euch: In unserem kostenlosen Intensivkurs „Medical English“ lernt ihr alles, was für euren späteren Alltag als Arzt wichtig ist: Wie befrage ich einen Patienten? Wie stelle ich eine korrekte Diagnose? Und wie kommuniziere ich verständlich mit Patienten? Wir machen euch fit für die Zukunft.

Ihr lernt:

  • Fragen zu stellen, um eine Anamnese zu erheben
  • wie Patienten Beschwerden schildern und wie ihr damit umgehen könnt
  • Begriffe, um Untersuchungen zu beschreiben, evtl. um eine Diagnose mitzuteilen und Therapiemöglichkeiten zu erläutern
  • präventive Empfehlungen zu formulieren

Los geht’s am Samstag, 26. Oktober 2019 um 9 Uhr bei der KVH Frankfurt. Die Veranstaltung richtet sich an Medizinstudenten, die bisher kein Semester im englischsprachigen Ausland absolviert haben, und wird ausschließlich in englischer Sprache durchgeführt. Gute Vorkenntnisse in Englisch sind daher erforderlich. Bitte bringt außerdem ein Deutsch-Englisch-Wörterbuch mit.

Du willst dich anmelden? Als Teil des MedWisser Teams ist das kostenlos möglich.

Hier geht’s zu weiteren Infos und der Anmeldung.