Nach dem Studium: So klappt’s mit dem Berufseinstieg

Nach dem Studium: So klappt’s mit dem Berufseinstieg

Allgemein Hessen - Leben & Arbeiten MedWisser Niederlassen! Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium Seminare

Sechs Jahre Studium sind rum, das Staatsexamen geschafft – jetzt kann es losgehen mit der Karriere als Ärzt*in! Leider hält die Euphorie nach dem Abschluss oft nur kurz an, denn der Berufseinstieg ist für Mediziner*innen gar nicht so einfach. Die passende Stelle finden, mit der neuen Verantwortung klarkommen, sich in Arbeitsprozesse einfinden, an wechselnde Arbeitszeiten (Schichtdienst) gewöhnen, die eigene Weiterbildung organisieren und und und – die Liste an potentiell schwierigen Themen für Berufseinsteiger*innen ist lang. Dennoch kein Grund, um frustriert zu sein oder Angst vor der Zeit nach dem Studium zu haben. Wir haben einige Tipps für mehr Gelassenheit in den ersten Arbeitswochen als Assistenzärzt*in in der Klinik für euch!

1. Augen auf bei der Stellenwahl

Damit es mit dem Berufseinstieg klappt, überlegt euch unbedingt vorher, welche Klinikstelle zu euren Berufszielen passt. Möchtet ihr eine akademische Laufbahn einschlagen, ist ein Universitätsklinikum die richtige Wahl. Wer viele verschiedene Krankheitsbilder sehen möchte und vielleicht auch noch nicht genau weiß, wohin die Berufsreise gehen soll, ist in einem Haus mit Maximalversorgung sicherlich gut aufgehoben. Wer sich eher für Basisversorgung interessiert, wird in einer kleinen Klinik viel lernen.

Wenn die Zeit es erlaubt, kann eine Hospitation sinnvoll und sehr aufschlussreich sein. So könnt ihr herausfinden, ob die Aufgaben und das Team zu euren Wünschen passen. Habt ihr eine Stelle gefunden, die zu euch zusagt, lösen sich andere Probleme des Berufseinstiegs zwar nicht in Luft auf. Aber es ist deutlich einfacher, motiviert zu bleiben, wenn ihr euch bewusst für diesen Weg entschieden habt und wisst, dass er zu eurem beruflichen Ziel passt. 

2. Die neue Rolle annehmen

Vor dem ersten Tag solltet ihr euch auf jeden Fall die Zeit nehmen, eure neue Rolle und Position zu reflektieren. Ihr seid nun kein*e Student*innen mehr, sondern vollwertige Mitarbeiter*innen der Klinik. Auch wenn die Entscheidungsspielräume anfangs noch begrenzt sind, so tragt ihr echte Verantwortung für das Wohl der Patient*innen und müsst medizinische Entscheidungen treffen. Als Neulinge seid ihr trotzdem erst einmal das kleinste Rad im Getriebe und dementsprechend solltet ihr euch verhalten. Von Pflegekräften, die theoretisch weder über noch unter euch stehen, könnt ihr viel Organisatorisches lernen, was das Einfinden in die neue Arbeit und Umgebung erleichtert. Den Patient*innen hingegen ist es egal, dass ihr noch Anfänger*innen bist. Sie erwarten klare Kommunikation und verbindliche Diagnosen. Wenn ihr verinnerlicht habt, welche Rolle ihr in eurem neuen Job einnehmt und wie ihr euch Kolleg*innen und Patient*innen gegenüber am besten verhaltet, könnt ihr mit dem nötigen, aber nicht übertriebenen Selbstbewusstsein durchstarten!

3. Fragen stellen und Hilfe holen

Kein*e Assistenzärzt*in muss vom ersten Tag an alles wissen und alles alleine machen. Ohne Berufserfahrung ist es unmöglich, immer sofort eine Antwort parat zu haben. Deshalb solltet ihr Hilfe annehmen und akzeptieren, dass Nachfragen völlig in Ordnung sind. Vielleicht kann eine routinierte Pflegekraft weiterhelfen, vielleicht – bei Fragen zu Behandlungsschemata oder Routineabläufen – auch erfahrene Assistenzärzt*innen. Und wenn das alles nichts bringt, dann ist immer noch ein*e Oberärzt*in da, um euch ganz konkret zu unterstützen.

Kleiner Tipp: Statt zu jammern und langatmig Probleme zu schildern, stellt Vorgesetzten besser konkrete Fragen, z. B. zur Auswahl des passenden Medikaments oder dem nächsten Behandlungsschritt. So zeigt ihr, dass ihr fokussiert arbeitet, sinnvoll kommuniziert und etwas lernen möchtet.

4. Teamplayer*in sein und Verbündete suchen

Jede*r kämpft für sich allein? Auf keinen Fall. Gute Ärzt*innen sind Teamplayer*innen und unterstützen sich gegenseitig. Mit ihrer fachlichen Kompetenz, im Bereich Organisation oder einfach dadurch, dass sie aufeinander Acht geben und Hilfe anbieten (und zulassen!). Vielleicht gibt es in eurem Krankenhaus oder auf eurer Station ja einen Stammtisch oder ein anderes Forum, in dem Assistenzärzt*innen sich austauschen können? Ihr sitzt schließlich alle im selben Boot und eure Kolleg*innen haben bestimmt noch ein paar gute Tipps parat, die im Stationsalltag helfen.

Fazit: Gut vorbereiten, klare Ziele haben und nicht entmutigen lassen!

Der Berufseinstieg ist für Mediziner*innen keine einfache Phase. Wer sich über die eigenen beruflichen Wünsche und Ziele aber klare Gedanken macht, sich eine passende Stelle sucht und seine neue Rolle annimmt, hat schon große Hürden auf dem Weg genommen. Die Routine bei der Behandlung von Patient*innen kommt durch das stetig wachsende Fach- und Praxiswissen dann Im Laufe der Zeit ganz von selbst. Deshalb: Nicht entmutigen lassen, dranbleiben und euch freuen, dass ihr einen so spannenden und abwechslungsreichen Beruf gewählt habt!

Quellen:

https://www.praktischarzt.de/magazin/10-tipps-fuer-assistenzaerzte/

https://arztundkarriere.com/ratgeber/berufseinstieg-fuer-aerzte/

https://m.thieme.de/viamedici/arzt-im-beruf-weiterbildungs-coach-allgemeine-infos-1570/a/die-besten-tipps-zum-klinikeinstieg-26893.htm

 

 

 

Famulatur: Das musst du wissen!

Famulatur: Das musst du wissen!

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Jedes Studium sieht irgendeine Form von Praxis vor. Aber vermutlich gibt es nur wenige Studiengänge, in denen die praktischen Phasen so genau definiert und von vornherein festgelegt sind wie die Medizin. Gerade im zweiten, klinischen Abschnitt des Studiums wartet mit der Famulatur ein spannender Einblick in die Tätigkeit als Ärzt*in auf euch. Es lohnt sich also, sich Dauer, Aufbau und Ablauf der Famulatur einmal näher anzuschauen.

Ein Begriff, vier Phasen

Der Begriff „Famulatur“ kann in die Irre führen, denn er erweckt den Eindruck, es handele sich dabei nur um ein einziges Praktikum. Das stimmt so aber nicht. Denn darunter subsumieren sich vier Praxisphasen a 30 Tagen, also insgesamt 120 Tage belaufen. Achtet also unbedingt darauf, immer volle 30 Kalendertage (und nicht etwa 4 Wochen) abzuleisten und bescheinigt zu bekommen, denn sonst kann eure Famulatur als ungültig abgelehnt werden – und die Famulaturzeugnisse braucht ihr für die Anmeldung zum Praktischen Jahr. Alle Famulaturen sind in den vorlesungsfreien Zeiten, also den Semesterferien bzw. den offiziellen Ferien (etwa über Weihnachten) zu absolvieren. Alternativ könnt ihr dafür aber auch ein Urlaubssemester nehmen und die Famulaturen nacheinander am Stück ableisten.

Egal für welche Variante ihr euch entscheidet – bis zur Zweiten Ärztlichen Prüfung müsst ihr die Nachweise beisammenhaben. Ihr habt also gemessen an der Regelstudienzeit vier Jahre Zeit dafür. Was ihr bei der Planung und Organisation unbedingt bedenken solltet: Die Famulaturen sind Vollzeitpraktika, also ganztägig an fünf Tagen die Woche zu absolvieren, und im Normalfall nicht vergütet. Euren Nebenjob oder weitere in den vorlesungsfreien Zeiten zu erbringende Leistungen müsst ihr also darauf abstimmen bzw. vielleicht sogar eine Zeitlang verschieben.

Vier Phasen, drei Stationen

Aber nicht nur, wie lange die Famulaturen dauern und bis wann sie abzuleisten sind, ist klar geregelt. Auch das „Wo“ steht von vornherein fest. Ihr durchlauft in den Famulaturen nämlich insgesamt drei Stationen der Patientenversorgung:

Stationär: Zwei Famulaturen sind in einem Krankenhaus oder alternativ in einer stationären Rehabilitationseinrichtung zu absolvieren.

Ambulant: Eine Famulatur muss in einer ambulanten, ärztlich geleiteten Einrichtung abgeleistet werden. Darunter fallen nicht nur Arztpraxen, sondern auch Ambulanzen, Notaufnahmen oder Polikliniken.

Hausärztlich: Seit 2012 ist ein weiterer Monat der Famulatur im hausärztlichen Versorgungsbereich Pflicht. Dazu gehören neben Allgemeinärzten auch Kinderärzte sowie Internisten, die keine Schwerpunktbezeichnung aufweisen.

Spezielle Regeln einzelner Bundesländer und Auslandsaufenthalte

Für Medizinstudierende in Hessen gilt: Die Famulatur muss in vier Abschnitten von je 30 Tagen abgeleistet werden. Andere Bundesländer, zum Beispiel Baden-Württemberg oder Schleswig-Holstein, lassen hingegen auch eine Aufsplittung in Intervalle von 15 Tagen zu. Es lohnt sich also, sich vorab zu informieren, was an eurem Studienort bzw. in eurem Bundesland möglich ist oder nicht.

Famulaturen könnt ihr grundsätzlich auch im Ausland durchführen. Tatsächlich wählen jedes Jahr viele Studierende diesen Weg, praktische Erfahrung und Auslandsaufenthalt zu kombinieren. Informiert euch einfach mal an eurer Uni oder bei Austauschorganisationen. Die Anerkennung ist in der Regel problemlos möglich, wenn die oben genannten Regeln (Dauer, Station) erfüllt sind und ihr ein entsprechendes Zeugnis (auf Deutsch oder als beglaubigte Übersetzung) vorlegen könnt.

Unsere Unterstützung für eure Famulatur!

Die vier Famulaturabschnitte sind spannende Möglichkeiten, zum ersten Mal richtig in euren zukünftigen Beruf hineinzuschnuppern und vielleicht sogar schon Fachgebiete zu entdecken, mit denen ihr euch nach dem Studium vertieft beschäftigen möchtet. Nichtsdestotrotz ist die Organisation und Finanzierung der Famulaturen nicht immer einfach. Deshalb unterstützen wir euch dabei. Die KV Hessen fördert euch z. B. bei eurer Famulatur in einer hausärztlichen Praxis in einer ländlichen Region Hessens. Und das für bis zu 60 Tage, wenn ihr die Abschnitte ambulante und hausärztliche Patientenversorgung dort kombiniert absolviert. Informiert euch gleich hier über diese und alle weiteren unserer Förderungsmöglichkeiten für Medizinstudierende.

 

 

We care: Unsere Überraschungsbox für euch!

We care: Unsere Überraschungsbox für euch!

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Dass wir uns im letzten Jahr nicht wie üblich regelmäßig in Kursen oder bei Veranstaltungen an den hessischen Unis sehen konnten, finden wir immer noch sehr schade. Und wenn wir ehrlich sind, wissen wir auch jetzt noch nicht, was 2021 wieder möglich sein wird und was nicht. Trotzdem sind wir weiterhin mit unseren Angeboten – von Beratung bis Förderung – für euch da. Und weil wir wissen, wie schwierig und auch belastend die aktuelle Situation für Studierende ist, möchten wir unseren MedWissern gerne eine kleine Freude machen und euch eine kleine Selfcare-Box zuschicken. Was drin ist? Das verraten wir vorab natürlich nicht. Loggt euch einfach in euren MedWisser-Account ein, füllt unser Anmeldeformular aus und dann macht sich die We-care-Box schon bald auf den Weg zu euch.

Falls ihr euch fragt, warum ihr euch für die Box noch einmal anmelden müsst und wir sie nicht einfach an alle registrierten MedWisser schicken: Weil wir wollen, dass sie wirklich bei euch ankommt. Und weil einige Adressen vielleicht nicht mehr aktuell sind oder ihr euch eventuell gar nicht in eurer Unistadt aufhaltet im Moment, gehen wir diesen Weg. Das Ausfüllen des Formulars geht aber ratzfatz (versprochen!) und dann haltet ihr die Box schon bald in euren Händen. Erzählt auch gerne anderen Medizinstudierenden vom MedWisser-Angebot und unserer Aktion. Wir möchten schließlich, dass möglichst viele von euch sich über die Selfcare-Box freuen können.

Registriert euch als MedWisser oder loggt euch direkt ein: Zum Login

Niederlassung – so unterstützt die KV Hessen euch!

Niederlassung – so unterstützt die KV Hessen euch!

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Die Selbstständigkeit klingt reizvoll, ist aber ein großer Schritt, auf den ihr euch nicht vorbereitet fühlt und der auch finanziell riskant erscheint? Verständlich. Deshalb ist es uns wichtig, dass sich niemand bei der Niederlassung allein gelassen fühlt. Unsere kostenlosen Beratungsangebote sind für alle da, die sich unverbindlich und umfassend über Chancen und Risiken der Selbstständigkeit informieren möchten und Ängste nehmen. Und wenn ihr schon einen Schritt weiter seid, können wir euch mit finanziellen Hilfen unter die Arme greifen, die euch gerade in der Anfangszeit entlasten und Risiken minimieren. Hier ein kleiner Überblick über unsere Angebote:

 

Beratung

Summer- und Winterschool

Ein langes Wochenende voll mit geballtem Wissen rund um das Thema Niederlassung und einem abwechslungsreichen Freizeitprogramm: Die Summer- und Winterschool bieten zweimal im Jahr grundlegende Informationsmöglichkeiten für fortgeschrittene Studierende, die sich für eine Niederlassung interessieren. Außerdem gibt`s jede Menge Spaß und die Chance zum Austausch mit anderen.

Doc’s Camp

Zwei Wochenenden für eure Zukunftsplanung: Im Doc’s Camp erfahren Assistenzärzt*innen in Weiterbildung (ÄiW) alles, was sie schon jetzt über die Niederlassung wissen sollten. Außerdem habt ihr die Möglichkeit, dort eure Fragen mit qualifizierten Referent*innen und niedergelassenen Ärzten verschiedener Fachrichtungen zu diskutieren. Die perfekte Gelegenheit, sich vertieft mit der eigenen beruflichen Zukunft zu beschäftigen.

 

Finanzielle Förderung

Start gut!

Mit einer eigenen Praxis tragt ihr als Ärzt*in dazu bei, die ambulante medizinische Versorgung zu sichern. Es gibt allerdings immer wieder Regionen, in denen sich zu wenige Mediziner*innen bestimmter Fachrichtungen niederlassen. Wer einen besonderen Versorgungsbedarf deckt, kann dafür dank „Start gut!“ 24 Monate finanzielle Förderung erhalten – und das sogar schon während der Facharztweiterbildung.

Honorargarantie

Der Start in die Selbstständigkeit ist herausfordernd – gerade finanziell. Deshalb gibt es die Möglichkeit der Honorargarantie für die ersten zwei Quartale nach Praxisstart. Sie gilt für Ärzt*innen bestimmter Fachgebiete, die sich in Regionen mit besonderem Versorgungsbedarf niederlassen.

Umzugszuschuss

Ihr lasst euch zum ersten Mal nieder und müsst dafür umziehen? Dann könnt ihr unter bestimmten Voraussetzungen vom Umzugszuschuss der KV Hessen profitieren. Einzige Bedingung: Ihr lasst euch als Haus- oder Fachärzt*in einem Gebiet mit besonderem Versorgungsbedarf nieder.

Kinderbetreuung

Selbstständig mit Kind? Manchmal ein ganz schöner Spagat. Deshalb unterstützt die KV Hessen Ärzt*innen in Weiterbildung in einem Gebiet mit besonderem Versorgungsbedarf bzw. Haus- und Fachärzt*innen, die sich in einem solchen Gebiet erstmalig niederlassen besonders. Bis zu drei Jahre lang könnt ihr euch monatlich Kinderbetreuungskosten in Höhe von maximal 400 € erstatten lassen.

Lust auf noch mehr Infos zum Thema Niederlassung? Dann schaut mal auf unserem Blog vorbei!

Summerschool 2020: Die Praxis ruft!

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„Ich will Ärztin oder Arzt werden!“ – Auch wenn der Berufswunsch Studierende der Humanmedizin eint, gibt es nach dem Staatsexamen und der Facharztausbildung doch viele Optionen. Eine Beschäftigung im Krankenhaus bringt ganz andere Vor- und Nachteile mit sich als eine Tätigkeit als angestellte Ärztin oder angestellter Arzt in einer Praxis oder einem medizinischen Versorgungszentrum. Wer richtig viel Freiheit und Entscheidungsspielraum sucht, für den kann die Selbstständigkeit der richtige Weg sein. Grund genug, sich schon frühzeitig mit dem Thema Niederlassung zu beschäftigen. Darum führen wir schon seit mehreren Jahren unsere Winter- und Summerschool durch.

Jedes Jahr im Winter und im Sommer laden wir 15 Medizinstudierende, bevorzugt aus höheren Semestern, ein, sich ein verlängertes Wochenende lang ausgiebig mit dem Thema Selbstständigkeit zu befassen. Mit dabei: Qualifizierte Referent*innen, die verschiedene Aspekte der Niederlassung erklären, Antworten auf wichtige Fragen im Gepäck haben und Tipps für den erfolgreichen Praxisstart geben. Neben der ganzen Theorie kommt aber auch der Spaß nicht zu kurz, denn nachmittags und abends organisieren wir für die Teilnehmer*innen verschiedene Freizeitaktivitäten und gemeinsame Abendessen. Alles natürlich komplett kostenfrei – Übernachtung, Verpflegung, Vorträge und Aktivitäten werden von der KV Hessen gebucht und bezahlt.

Die nächste Summerschool  findet vom 23. bis 27.07.2020 in Willingen statt. Wie immer ist die Teilnehmerzahl auf 15 Studierende begrenzt. Du willst dabei sein? Dann melde dich jetzt noch schnell verbindlich an und sichere dir einen der begehrten Plätze: https://www.kvhessen.de/termine-fortbildung/fortbildung/veranstaltungsdetails/event/summer-winterschool-338/

Sollte es mehr Anmeldungen als Plätze geben, entscheidet das Losverfahren. Und wer im Sommer aus terminlichen Gründen nicht dabei sein kann: Auch im Wintersemester 2020/2021 bieten wir eine Winterschool zum Thema Niederlassung an. Ein Video dazu könnt ihr euch hier vorab schon mal anschauen!

Summerschool 2019: Keine Scheu vor der Niederlassung!

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Eine eigene Praxis zu haben, ist für viele Medizinstudierende ein Traum. Aber lohnt sich das wirklich? Welche rechtlichen Aspekte müssen bedacht werden? Und wie werde ich eigentlich ein guter Chef? Diese und viele weitere praxisrelevante Fragen rund um die Niederlassung als Ärztin oder Arzt in Hessen standen im Zentrum unserer Summerschool 2019.

Praxis aus der Praxis

Auf die 15 Teilnehmer/innen wartete auch in diesem Jahr ein spannendes Programm. An vier Tagen gab es im nordhessischen Willingen einen gelungenen Mix aus Seminarprogramm und Freizeit. Nach der Anreise und einem Begrüßungsabendessen führte Ünal Yaramaz (KVH) die Studierenden aus verschiedenen Semestern am Freitag durch die ersten Module „Meine Rolle im Gesundheitswesen“ und „Mein Traum von der eigenen Praxis“. Der Samstag stand ganz im Zeichen der Themen Förderung und Unternehmertum. Mara Klahr von der Koordinierungsstelle Weiterbildung Allgemeinmedizin der KVH gab einen Überblick über Förderprogramme für die Niederlassung. Im Anschluss drehte sich bei Patricia Busch vom KVH-BeratungsCenter und Anne-Kathrin Becker von der apo-Bank alles um das Thema „Ich will doch kein Unternehmer werden, sondern Arzt!“. Wie schon am Tag zuvor gab es in beiden Vorträgen die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen, was auch gern und häufig genutzt wurde. Am letzten Seminartag rückte ein anderes wichtiges Thema in den Vordergrund, nämlich die Frage danach, wie es eigentlich wirklich ist, sein eigener Chef zu sein und Mitarbeiter/innen zu führen. Dazu gab Holger Haug von „Die Seminarschneider“ hilfreiche Tipps. Den Abschluss bildete ein Einblick in den Praxisalltag. Dafür berichtete Dr. Ortwin Schuchardt von seinen Erfahrungen als niedergelassener Arzt und stand den Ärztinnen und Ärzten von morgen Rede und Antwort.

„Meine Erwartungen wurden weit übertroffen.“

Neben dem fachlichen Aspekt kommt bei der Summerschool aber auch der Spaß nicht zu kurz. In diesem Jahr brachen die Teilnehmer/innen nach den Seminaren z. B. zu einer Mountainbike-Tour auf, nahmen an einer Spaßolympiade teil oder entspannten im Wellnessbereich des Hotels Hochheide. Abends wurde traditionell zusammen gegessen und gefeiert. Die Stimmung war das ganze Wochenende über ausgelassen, locker und kommunikativ. Die Studierenden haben sich sehr gut verstanden und die Chance genutzt, all ihre Fragen rund um die Niederlassung an Fachleute zu stellen und sich untereinander auszutauschen. Die Möglichkeit, sich so geballt über das Thema Niederlassung in Hessen zu informieren, gibt es abseits der Summerschool nämlich sonst nirgendwo. Gerade das macht dieses Angebot so einzigartig und auch so beliebt. Am Ende stand die Erkenntnis, dass viele Vorurteile und Informationen rund um die Niederlassung kursieren, die bei näherer Betrachtung nicht haltbar sind. Gerade deshalb ist es so wichtig, sich Informationen aus erster Hand zu holen, zum Beispiel von der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen.

Nächster Halt: Winterschool

Summerschool verpasst? Macht nichts. Auch im Winter veranstalten wir wieder eine kostenlose Studentenakademie zum Thema „Niederlassung“. Spannende Vorträge, ein abwechslungsreiches Freizeitangebot, Übernachtung und Verpflegung warten auf euch – und das alles kostenfrei. Zu den Infos und zur Anmeldung geht’s hier.  

Summerschool 2019: Meine eigene Praxis!

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Soll ich oder soll ich nicht? Schon im Studium beschäftigen sich viele Medizinstudenten mit der Frage, ob sie später ihr eigener Chef sein oder lieber angestellt praktizieren möchten. Kein Wunder also, dass unsere kostenfreie Summerschool zum Thema „Niederlassung“ auch dieses Jahr in kürzester Zeit ausgebucht war.

Mit Plan in die Praxis

Vom 19. bis 23.09 erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hier nämlich aus erster Hand, wie es ist, als niedergelassener Arzt tätig zu sein. Dabei geht es nicht nur um Besonderheiten, die eine ambulante Patientenversorgung mit sich bringt, sondern auch um unternehmerische Aspekte einer eigenen Praxis. Nebenbei geben unsere Fachreferenten echte Einblicke in den Berufsalltag und Tipps für den erfolgreichen Start in der eigenen Praxis.

Chancen und Risiken der Niederlassung

„Ich als Chef“ – in diesem Modul der Summerschool dreht sich alles darum, welche Risiken, aber vor allem auch welche Chancen auf Mediziner warten, die sich mit einer eigenen Praxis niederlassen. Dafür haben wir einen Facharzt für Allgemeinmedizin als Referenten eingeladen. Er betreibt eine eigene Praxis und kann nicht nur aus dem Alltag berichten, sondern informiert euch auch über die Unterschiede zwischen Stadt und Land und über hausärztliche Versorgungslücken. Schon heute droht nämlich in mehreren hessischen Planungsbereichen eine Unterversorgung. Die Aussichten für niedergelassene Ärzte sind als gut – und gerade für alle, die sich Freiheiten im Beruf wünschen, ist eine eigene Praxis eine große Chance.

Tipps aus der Praxis

Muss ich Hausbesuche machen? Wie viel Büroarbeit kommt auf mich zu? Und wie viel verdient eigentlich ein niedergelassener Arzt? Auch auf diese brennenden Fragen gibt es natürlich Antworten in der Summerschool. Zum Abschluss bekommt ihr noch wertvolle Tipps für die ersten Berufsjahre mit auf den Weg.

Nach der Summerschool ist vor der Winterschool

Die diesjährige Summerschool ist leider schon komplett ausgebucht. Aber auch im Winter veranstalten wir wieder eine kostenlose Studentenakademie zum Thema „Niederlassung“: Spannende Vorträge, ein abwechslungsreiches Freizeitangebot, Übernachtung und Verpflegung inklusive. Termin und Anmeldezeitraum erfahrt ihr natürlich rechtzeitig hier auf unserer Website. Bis dahin schaut euch doch das Video zu einer unserer früheren Winterschools an!

Winterschool 2019 – Wissen, Action und Schnee in Willingen

Allgemein Rund ums Studium

Spannende Workshops mit vielen Infos rund um die Tätigkeit als Vertragsarzt. Kombiniert mit einem actionreichen Freizeitprogramm aus Klettern, Bogenschießen und Eislaufen. Garniert mit einem gemeinsamen Spitzendinner zum Abschluss. Das ist die Winterschool der KVH. Auch dieses Mal kam das beliebte Format der KVH bei den 14 teilnehmenden Medizinstudenten aus Hessen wichtiger richtig gut an. Kein Wunder. Aber seht selbst. Hier gibt’s das Video.

 

 

Summerschool 2018: Ich als Chef

Allgemein Rund ums Studium

Zahlreiche Medizinstudenten haben sich – nach den vergangenen Jahren sehr erfolgreichen Summer- und Winterschools – auch für das kommende Event vom 6. bis 10. September 2018 in Willingen angemeldet. Ein paar wenige freie Plätze gibt’s allerdings noch. Also schnell sein lohnt sich jetzt! Wir berichten was euch erwartet.

Der Plan von der eigenen Praxis

Träumt ihr von einer eigenen Praxis? Ihr interessiert euch für die unternehmerischen Aspekte einer Niederlassung und wollte echte Einblicke in den Praxisalltag bekommen? Unsere Fachreferenten bei der Summerschool informieren euch über die Besonderheiten in der ambulanten Versorgung und berichten aus erster Hand über die Rolle eines niedergelassenen Arztes im deutschen Gesundheitswesen.

Niederlassung: Chancen und Risiken

Spannend wird es beispielsweise im Modul „Ich als Chef“: Ein Facharzt für Allgemeinmedizin berichtet in seinem Vortrag über die Chancen, aber auch über die Risiken einer eigenen Praxis. Und er sagt Wer Freiraum haben möchte, ist in der Niederlassung sehr gut aufgehoben.“

Er selbst betreibt eine Praxis in Stadtallendorf und stellt euch die verschiedenen Praxisvarianten vor. Auch die Unterschiede zwischen Stand und Land lernt ihr kennen. Besonders interessant sind die Ausführungen zu den hausärztlichen Versorgungslücken – in mehreren hessischen Planungsbereichen droht nämlich bereits eine Unterversorgung. Was das bedeutet und was passiert, wenn in bestimmten Gebieten eine ärztliche Unterversorgung eintritt, erfahrt ihr in der Summerschool.

Aus der Praxis

Ob Hausbesuche, Büroarbeit oder Sprechstunden – wie hoch ist eigentlich die tatsächliche Arbeitsbelastung und wie viel verdient ein niedergelassener Arzt? Auch drauf gibt’s Antworten direkt aus der Praxis.

Zum Abschluss gibt’s natürlich auch noch wertvolle Tipps für die ersten Berufsjahre für euch. Welche Fehler sollten junge Ärzte unbedingt vermeiden? Was gilt es zu beachten?

Jetzt kostenlos anmelden

Klingt spannend? Dann sichert euch jetzt eure Teilnahme an unserer Winterschool in Willingen vom 6. bis 10. September 2018!

Auf dem Programm stehen neben den Fachvorträgen auch jede Menge Spaß und Aktion. Übrigens: Übernachtung, Verpflegung, Seminar- und Freizeitangebot sind für euch natürlich kostenfrei!

Neugierig? Dann schaut euch das Video zu unserer letzten Winterschool an. Hier bekommt ihr einen tollen Eindruck von unserer Studentenakademie.

Zur Anmeldung und zum detaillierten Programm geht’s hier.

„Ich wäre sofort wieder dabei!“

Niederlassen!

Die erste Summerschool in Willingen ist vorbei. Ramazan war als Teilnehmer mit dabei und hat uns in einem kurzen Interview erzählt, wie es ihm gefallen hat.

Arzt in Hessen: Ramazan, du bist bei der Premiere der Summerschool in Willingen mit dabei gewesen. Wie hat es dir gefallen?
Ramazan: Kurz gesagt: Richtig gut! Die Summerschool war die perfekte Mischung. Vormittags gab es interessante Seminare und nachmittags sorgten eine geführten Mountainbike-Tour und eine Kletterpartie im Hochseilgarten für Abwechslung. Passend zum Motto „Morgens Theorie, nachmittags Socializing“. Wir konnten sogar den Wellnessbereich des Hotels nutzen, das war super. Insgesamt war es ein tolles verlängertes Wochenende in ganz entspannter Lernatmosphäre.

Arzt in Hessen: Mit welchen Erwartungen bist du denn nach Willingen gekommen?
Ramazan: Der Gedanke, mich später einmal als Arzt niederzulassen, begleitete mich schon mein ganzes Studium lang. Ich hatte daher viele Fragen zu den finanziellen, organisatorischen und auch arbeitsrechtlichen Aspekten einer Niederlassung. Von der Summerschool habe ich mir möglichst viele Antworten erhofft – und ich wurde nicht enttäuscht. Ich kann sogar sagen: Meine Erwartungen wurden dank der vielen interessanten Informationen und Gespräche sogar übertroffen.

Arzt in Hessen: Du konntest also etwas für deinen weiteren Weg als Arzt mitnehmen?
Ramazan: Ja, absolut. Ich habe zum Bespiel viel über die verschiedenen Niederlassungsformen sowie deren Vor- und Nachteile erfahren. Außerdem bin ich nun in Sachen Bedarfsplanung und Finanzierungsmöglichkeiten deutlich fitter als vorher. Wichtig war für mich auch die Erkenntnis, dass mir die KV Hessen als Ansprechpartner rund um die Niederlassung immer zur Seite steht.

Arzt in Hessen: Die Summerschool hat dich also darin bestärkt, dich später einmal als Arzt niederzulassen?
Ramazan: Das kann man definitiv so sagen. Viele meiner Bedenken und offenen Fragen haben sich durch die Summerschool quasi in Luft aufgelöst. Denn mit dem neuen Wissen habe ich jetzt eine aktualisierte Basis für meine weiteren Überlegungen.

Arzt in Hessen: Würdest du denn noch einmal an der Summerschool teilnehmen bzw. anderen Studenten eine Teilnahme empfehlen?
Ramazan: Ich wäre sofort wieder dabei! Die Teilnahme an der Summerschool ist auf jeden Fall sinnvoll, wenn man sich eine Niederlassung vorstellen kann und mehr darüber erfahren möchte. Die Organisation war perfekt und die Inhalte sowie das Rahmenprogramm waren klasse. Ich kann die Summerschool wirklich empfehlen und möchte mich beim Team auf diesem Weg noch einmal für die vier Tage bedanken.