Wegen Covid-19: MedMobil-Aktion pausiert

Wegen Covid-19: MedMobil-Aktion pausiert

Allgemein MedWisser Niederlassen! Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium Seminare

Mit unseren MedMobilen machen wir euch normalerweise mobil. Ob zur Famulatur, dem PJ oder einfach in die Uni – in den letzten Jahren haben zahlreiche Medizinstudierende in Hessen von der Aktion profitiert. Aktuell müssen wir unsere Flitzer allerdings – wie schon im letzten Jahr – zweckentfremden. Die KV Hessen benötigt sie aufgrund der Covid-19-Situation für andere Zwecke, sodass die Autos leider bis auf Weiteres nicht von Studierenden genutzt werden können und die Verlosungen pausieren müssen.

Wir sind natürlich trotzdem weiterhin an eurer Seite und unterstützen euch zum Beispiel mit finanzieller Förderung, Beratung und bald auch wieder mit unseren Liveaktionen. Danke für euer Verständnis und bleibt gesund!   

 

 

 

 

Fünf Tipps für ein gelungenes digitales Vorstellungsgespräch

Fünf Tipps für ein gelungenes digitales Vorstellungsgespräch

Allgemein MedWisser Niederlassen! Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium Seminare

Das Praktische Jahr steht vor der Tür? Oder vielleicht sogar die Zeit als Assistenzärzt*in? Wer aktuell auf Praktikums- oder Jobsuche ist, wird häufig zu digitalen Bewerbungsgesprächen eingeladen. Egal ob via Zoom, Skype oder Teams – es gibt einige Dinge, die ihr bei einem Videointerview auf dem Zettel haben solltet. Wir haben ein paar Tipps für euch vorbereitet, damit es mit dem Gespräch und der Traumstelle auf jeden Fall klappt!

1.Technik & Einstellungen

Bei einem analogen Vorstellungsgespräch ist der Arbeitgeber in der Pflicht, für die richtigen Gesprächsbedingungen zu sorgen. Bei einem Videointerview seid ihr selbst dafür verantwortlich. Ist die Internetverbindung stabil? Funktionieren Kamera und Mikrofon? Sind Licht und Bildausschnitt angemessen? Nehmt euch auf jeden Fall ausreichend Zeit, um die Technik aufzusetzen und auszuprobieren. Macht unbedingt einen Probedurchgang bzw. -anruf mit einer Vertrauensperson und lasst euch Feedback zu eurem Set up geben. Denn nichts ist ärgerlicher, als wenn der Wunschjob daran scheitert, dass ihr im Videointerview nicht zu verstehen wart.

2.Hintergrund & Outfit

Auch wenn das Gespräch in eurem WG-Zimmer oder auf der Couch stattfindet: Es ist immer noch ein Bewerbungsgespräch. Wählt deshalb ein dem Anlass angemessenes Outfit. Und ja, das kann bedeuten, dass ihr zu Hause mit Hemd und Schlips vor der Kamera sitzt. Mit eurer Kleidung endet der optische Eindruck aber noch nicht. Auch auf den Hintergrund solltet ihr ein Auge haben. Im Idealfall ist er ruhig, neutral und enthält keine persönlichen Gegenstände (Poster, Fotos o. ä.). Gut geeignet sind helle Wände oder auch Bücherregale.

Viele Onlinetools bieten zudem die Möglichkeit, den Hintergrund via Kameraeffekt unscharf zu stellen. Solltet ihr solch ein Feature benutzen wollen, testet es unbedingt vorher und probiert aus, ob der Effekt auch bei Bewegung noch vorteilhaft wirkt. Im Zweifelsfall solltet ihr lieber darauf verzichten und einen anderen Ort mit geeigneterem Hintergrund wählen.

3.Ruhe & Konzentration

Natürlich habt ihr keinen Einfluss darauf, was eure Nachbarn in der Zeit eures Videointerviews machen. Aber trotzdem könnt ihr viele Faktoren für ein ungestörtes Gespräch kontrollieren. Informiert ggf. Mitbewohner*innen oder Familienangehörige über euren Termin und bittet darum, in dieser Zeit nicht gestört zu werden. Schließt Fenster und Türen und stellt euer Handy auf lautlos.

Um konzentriert und entspannt in das Gespräch gehen zu können, empfiehlt es sich außerdem, etwas mehr Zeit für die Vorbereitung sowie als Puffer danach einzuplanen. Wenn ein einstündiges Gespräch angesetzt ist, seid am besten schon 15 bis 30 Minuten vorher bereit und entspannt euch z. B. noch kurz mit einer Atemübung. Wer einen Zeitpuffer im Anschluss einplant, muss sich während des Gesprächs keine Gedanken darüber machen, am Ende in Zeitnot zu geraten oder das Gespräch gar selbst abbrechen zu müssen. Letzteres solltet ihr unbedingt vermeiden.

4.Gestik, Mimik und Körperhaltung

Im Videointerview wird man sich aufgrund der Kamera manchmal besonders seiner eigenen Gestik, Mimik und Körperhaltung bewusst. Versucht am besten, entspannt und dennoch aufrecht zu sitzen und durchgehend eine freundliche Mimik zu bewahren. Vorsichtig solltet ihr mit Gesten sein und sie nur sparsam einsetzen. Zu viel Bewegung, und sei es nur das mehrfache Zurückstreichen der Haare hinters Ohr, wirkt schnell hektisch oder unruhig und kann sich negativ auf die Gesprächsatmosphäre auswirken.

Konzentriert euch am besten auf euer Gegenüber und vermeidet es, ständig euer Aussehen in der Kamera zu kontrollieren. Ein kleiner Spickzettel, der euch an eine gerade Sitzposition oder ein Lächeln auf den Lippen erinnert, schadt aber natürlich nicht.   

5.Vorbereitung & Fokus

Ein digitales Vorstellungsgespräch ist immer noch das: ein Vorstellungsgespräch. Dementsprechend solltet ihr euch darauf genauso vorbereiten wie auf ein „echtes“ Gespräch vor Ort. Informiert euch über die Einrichtung, bei der ihr euch beworben habt, bereitet Antworten auf Standardfragen vor und überlegt euch Fragen an eure Gesprächspartner*innen.

Während des Gesprächs solltet ihr 100 % konzentriert sein und euch völlig darauf einlassen. Alles, was euch irgendwie ablenken könnte, entfernt ihr für diesen Zeitraum am besten aus eurer Reichweite und eurem Blickwinkel. Denn jetzt geht es gerade um einen Job, den ihr unbedingt wollt – und dafür sind voller Fokus und Einsatz gefordert!

Fazit: Digitales Vorstellungsgespräch – gute Vorbereitung ist alles!

Die gute Nachricht ist: Beim digitalen Vorstellungsgespräch sucht ihr euch die Location selbst aus und könnt für räumliche Bedingungen sorgen, in denen ihr euch wohlfühlt. Die schlechte Nachricht: Es bleibt trotz allem ein berufliches Gespräch, das eure Zukunft maßgeblich mitgestalten kann. Eine dementsprechend hohe Priorität solltet ihr ihm einräumen und euch angemessen vorbereiten – sowohl inhaltlich als auch technisch. Denn mit einem erfolgreichen digitalen Vorstellungsgespräch seid ihr eurer Wunschstelle wahrscheinlich schon ein ganzes Stückchen näher!

 

 

 

 

Hausarztfamulatur – Das musst du wissen!

Hausarztfamulatur – Das musst du wissen!

Allgemein MedWisser Niederlassen! Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium Seminare

Endlich Zeit für Praxis – Hausarztpraxis! Auch wenn die Hausarztfamulatur für viele nicht zu den liebsten Praxisstationen gehört, so ist sie doch Pflicht und ihr solltet die Chance nutzen, einmal unverbindlich in den Bereich Allgemeinmedizin bzw. hausärztliche Grundversorgung einzutauchen. Selbst wenn ihr euch später für eine Laufbahn in der Klinik entscheidet, könnt ihr hier viel lernen und ein grundlegendes Verständnis für Praxisabläufe erwerben. Denn in vielen Fachgebieten ist die Zusammenarbeit mit Hausärzt*innen wichtig für die optimale Versorgung von Patient*innen.  

Rechtliche Vorgaben der Hausarztfamulatur

Seit Änderung der Approbationsordnung vor einigen Jahren ist eine Famulatur im hausärztlichen Versorgungsbereich für alle Medizinstudierenden Pflicht. Im Klartext heißt das: Wer in Deutschland Ärzt*in werden möchte, der muss nachweisen, dass im klinischen Teil des Studiums vier Wochen in diesem Bereich hospitiert wurde. Nur dann ist eine Zulassung zur Zweiten Ärztlichen Prüfung (Hammerexamen) möglich.

Lernziele der Hausarztfamulatur

Warum eigentlich eine Hausarztfamulatur? Die Idee dahinter ist ganz einfach: Medizinstudent*innen sollen die Chance haben, die Freude an der Allgemeinmedizin zu entdecken und sie vielleicht sogar als ernsthafte berufliche Option in Erwägung zu ziehen. Fakt ist nämlich: In den nächsten Jahren gehen tausende von niedergelassenen Allgemeinmedziner*innen in den Ruhestand und Hessen bzw. ganz Deutschland droht eine hausärztliche Mangelversorgung. Mit der Hausarztfamulatur gibt es also die unverbindliche, aber verpflichtende Chance, einfach mal in das Tätigkeitsfeld hineinzuschnuppern und vielleicht ein Interesse daran zu entwickeln. Denn nur wer etwas ausprobiert, kann auch wirklich sagen, dass es nichts für sie oder ihn ist, oder?

Zeitpunkt und Durchführungsort der Hausarztfamulatur

Wann und wo ihr die Hausarztfamulatur durchführt, bleibt euch weitestgehend selbst überlassen. Wer sich noch nicht bereit für die Klink fühlt, wählt sie vielleicht als erste Famulatur zu Beginn des klinischen Studienteils. Genauso kann es sinnvoll sein, sie ans Ende zu setzen, wenn ihr konkrete Vorstellungen davon habt, was ihr in eurer Zeit in einer hausärztlichen Praxis lernen möchtet. Wichtig ist, dass die Famulatur rechtzeitig vor dem Hammerexamen beendet ist (Bescheinigung nicht vergessen!).

Es bietet sich an, die vierwöchige Phase in der vorlesungsfreien Zeit zu absolvieren. Bedenkt nämlich unbedingt, dass die Famulaturen Vollzeitpraktika an fünf Tagen die Woche sind. Sie neben den regulären Studienveranstaltungen zu absolvieren, wird deshalb schwierig. Natürlich könnt ihr auch ein Urlaubssemester nehmen und in dieser Zeit alle Famulaturen nacheinander absolvieren. Wie gesagt – hier seid ihr relativ flexibel.

Auch was den Durchführungsort anbelangt, habt ihr viele Wahlmöglichkeiten. Neben Allgemeinärzt*innen kommen auch Kinderärzt*innen oder Internist*innen ohne Schwerpunktbezeichnung für die Hausarztfamulatur in Frage. Wichtig ist, dass die Ausbilder*innen vom jeweiligen Landesprüfungsamt als solche anerkannt werden. Das ist in den meisten Fällen aber reine Formsache.

Macht euch unbedingt auch Gedanken, ob ihr eure Hausarztfamulatur in der Stadt oder im ländlichen Raum absolvieren möchtet. Gerade auf dem Land dürfte es einfacher sein, einen Platz zu finden. Außerdem gibt euch das die tolle Chance, einmal in den abwechslungsreichen Arbeitsalltag von Landärzt*innen hineinzuschnuppern – und das ganz unverbindlich.

Förderung der Hausarztfamulatur

Wie auch die anderen zu absolvierenden Famulaturen wird die Hausarztfamulatur eigentlich nicht vergütet. Weil sie aber Pflicht ist und wir sie unglaublich wichtig finden, bietet die KV Hessen Studierenden eine finanzielle Förderung von 595,00 € monatlich an, wenn sie die Famulatur in einer Einrichtung der hausärztlichen Versorgung im ländlichen Raum durchführen. Informiert euch gleich hier über die Bewerbung und alle Förderungsvoraussetzungen.

Bewerbung für die Hausarztfamulatur

Wenn ihr auf der Suche nach einem Platz für eure Hausarztfamulatur seid, dann findet ihr online Stellenbörsen, in denen Praxen Plätze ausschreiben. Habt ihr schon eine Praxis oder Einrichtung ins Auge gefasst? Dann fragt einfach einmal nach, ob generell Famulaturplätze angeboten werden. Im Idealfall könnt ihr bereits euren Wunschzeitraum benennen und so konkret erfahren, ob in dieser Praxis eine Chance auf einen Platz besteht. Übrigens: Es kann auch hilfreich sein, einfach mal bei Studierenden aus höheren Semestern zu fragen, wo sie ihre Famulaturen verbracht haben und ob sie die Praxis weiterempfehlen können. Solche Informationen aus erster Hand sind Gold wert!

Fazit: Hausarztfamulatur – Pflichtfamulatur mit Gestaltungsspielraum

Um die Hausarztfamulatur kommt niemand herum. Aber wer nach einer Praxis sucht, die zu den eigenen Lernwünschen passt, kann aus diesen vier Wochen viel mitnehmen. Hausärzt*innen leisten jeden Tag wichtige medizinische Basisversorgung und haben ein sehr breites Behandlungsspektrum, das viele Berührungspunkte mit anderen Fachgebieten aufweist. Auch wenn ihr später nicht in der Allgemeinmedizin arbeiten möchtet, könnt ihr in dieser Famulatur grundlegendes Wissen über Praxisabläufe und wichtige praktische, medizinische Grundlagen erwerben. Das wird euch nicht nur in weiteren Famulaturen, sondern auch im Praktischen Jahr oder eurer Zeit als Assistenzärzt*in nützlich sein.

Viele weitere Infos zu den Famulaturen findet ihr in unserem Blogbeitrag. Informiert euch auch unbedingt über unsere einfach zu beantragenden Fördermöglichkeiten für die Hausarztfamulatur.

 

 

 

Dein Fahrplan durchs Medizinstudium

Dein Fahrplan durchs Medizinstudium

Allgemein MedWisser Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium

Was, wann, wie und wo – wir verraten dir in Kürze, worauf du dich in jeder Phase deines Studiums freuen kannst und wie wir dich unterstützen. So verlierst du nie den Überblick und weißt immer genau, was ansteht und wo du dir Hilfe holen kannst!

Erstmal ankommen: Vorklinik (1. – 4. Semester)

In den ersten vier Semestern des Medizinstudiums steht vor allem Theorie auf dem Stundenplan. Diese Zeit solltest du nutzen, um dich an der Uni und an deinem Studienort gut einzuleben, dich mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut zu machen und für dich herauszufinden, wie du am besten lernst. Denn am Ende der Vorklinik steht mit dem Physikum bereits eine wichtige Prüfung an. In unserem MedWisser-Bereich findest du deshalb eine Sammlung mit den wichtigsten Fragen und Antworten zu diesem Thema.

Richtig loslegen: Klinik (5. – 10. Semester)

Das Physikum ist geschafft – dann geht’s jetzt richtig los. In der Klinik warten viele neue Fächer und Themen auf dich. Außerdem absolvierst du während dieser Zeit vier Famulaturen und erhältst dabei wertvolle Einblicke in den Berufsalltag. Perfekt vorbereitet auf die erste Praxisphase bist du mit unseren Kursen, in denen wir dir relevantes Wissen z. B. zu den Themen Sonografie, EKG oder Nähen vermitteln. Auch praktische Übungen kommen hier nicht zu kurz. Natürlich stehen wir dir auch finanziell zur Seite und fördern dich während der Famulatur mit bis zu 595,00 € Euro im Monat. Oder du bewirbst dich für eines unserer MedMobile und kannst damit deinen Famulaturort völlig unabhängig von der Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln wählen. Am Ende des 10. Semesters wird es dann mit dem Hammerexamen noch einmal richtig ernst. Als Belohnung wartet das Ende der Zeit an der Uni auf dich, denn danach geht es wirklich in die Praxis!

Raus aus dem Hörsaal: Praktisches Jahr (11./12. Semester)

Darauf hast du sechs Jahre hingearbeitet – jetzt geht es in die Praxis! Im Praktischen Jahr lernst du in drei Tertialen über insgesamt 48 Wochen mindestens drei verschiedene Fachgebiete kennen. Dazu gehören auf jeden Fall die Innere Medizin, die Chirurgie sowie ein Gebiet deiner Wahl. Das Wahltertial kannst du aber auch aufsplitten und so in ein zusätzliches, viertes Fachgebiet hineinschnuppern. Klingt gut, oder? In unserem MedWisser-Bereich findest du viele Infos zum Praktischen Jahr und auch Tipps, was du bei der Bewerbung für einen Platz beachten solltest.

Auch im PJ sind wir natürlich für dich da und greifen dir im Wahltertial finanziell unter die Arme. Zusätzlich vergeben wir unsere MedMobile regelmäßig an Studierende, die ihr Praktisches Jahr absolvieren. So kommst du unkompliziert und fix von A nach B.

Nach dem Praktischen Jahr steht dann mit der mündlich-praktischen Prüfung der dritte und letzte Abschnitt der Ärztlichen Prüfung an. Danach ist dein Studium offiziell beendet und du kannst als Ärzt*in loslegen!

Expert*in werden: Facharztweiterbildung

Mit dem Lernen ist es nach dem Medizinstudium allerdings noch nicht vorbei, denn jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Expert*in zu werden. In 60 bis 72 Monaten – je nach gewähltem Gebiet – kannst du dich zum/zur Fachärzt*in weiterbilden. Dabei unterstützt die KV Hessen die Praxis, in der du deine Weiterbildung absolvierst, bei einer Vollzeitstelle mit 5000,00 € monatlich, die als Gehalt direkt an dich weitergegeben werden.

Während der Facharztweiterbildung kannst du dir auch schon Gedanken machen, wie und wo du danach arbeiten möchtest. Wenn du gerne als niedergelassene*r Ärztin tätig sein würdest, nimm doch an unserem Doc’s Camp teil oder nutze die Beratungsangebote der KV Hessen. So kannst du dich ganz entspannt niederlassen und als Ärzt*in durchstarten!

Etwas anders, trotzdem ein Erfolg: Summerschool 2020

Etwas anders, trotzdem ein Erfolg: Summerschool 2020

Allgemein Events MedWisser Rund ums Studium Termine

Lange war nicht klar, ob und wie wir dieses Jahr eine Summerschool würden anbieten können. In enger Abstimmung mit dem Veranstaltungsort, den Referent*innen sowie den Teilnehmer*innen hat sich allerdings gezeigt: Wenn alle mitmachen, sind unter den aktuellen Einschränkungen auch mehrtägige Seminare inklusive Freizeitprogramm möglich. Deshalb sind wir umso glücklicher, dass wir 15 angehende Mediziner*innen umfassend über das Thema Niederlassung informieren konnten.

„Die Niederlassung ist für Ärzt*innen so ähnlich wie blind Auto zu fahren.“

„Die Patient*innen auf dem Beifahrersitz wollen, dass du schneller fährst; die KV zeigt dir, wo die Blitzer stehen, damit du diese umgehen kannst und erinnert dich an Geschwindigkeitsbegrenzungen. Wenn du als niedergelassene*r Ärzt*in diese Beratung von der KV nicht in Anspruch nimmst, ist es nicht verwunderlich, dass du geblitzt wirst oder einen Unfall baust.“

So bildlich beschrieb ein Dozent den Prozess der Niederlassung in seinem Vortrag. Das macht deutlich: Es ist nie zu früh, sich über Fallstricke auf dem Weg in die Selbstständigkeit zu informieren, um diesen gekonnt auszuweichen. Gerade für die erste umfassende Orientierung ist die Summerschool ideal. Mit Vorträgen zu den Themen „Meine Rolle im Gesundheitswesen“, „Mein Traum von der eigenen Praxis“, „Hier werden Sie gefördert!“, „Ich will doch kein*e Unternehmer*in werden, sondern Ärzt*in!“, „Ich als Chef: Meine Rolle als Führungskraft“, „Grundlagen der Kommunikation“ sowie „Bericht aus dem Praxisalltag: Erfahrungen mit der Niederlassung aus erster Hand“ wurden in vier Tagen Punkte angesprochen, die im Studium keine Rolle spielen, aber für den Sprung in die eigene Praxis enorm wichtig sind. Dafür waren wie auch in den vergangenen Jahren Expert*innen von der KV Hessen und der apo Bank, ein Kommunikationstrainer sowie ein niedergelassener Arzt vor Ort, um Input zu geben und sämtliche Fragen der Teilnehmer*innen zu beantworten.

Auch coronakonform ein tolles Wochenende

Wie gewohnt bestand auch die Summerschool 2020 aus einem guten Mix aus geballtem Wissen und abwechslungsreichem Freizeitprogramm. Auch mit Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln sowie unter Verwendung von Mund-Nasen-Masken war die Stimmung sehr gut und der Austausch rege. Dank der Lage des Veranstaltungshotels in Willingen (Upland) mitten in den Bergen konnten gerade Freizeitaktivitäten an der frischen Luft problemlos durchgeführt werden.

Nach der Veranstaltung zeigten die Teilnehmer*innen sich dankbar darüber, an einem Wochenende nicht nur geballte Informationen zur Niederlassung erhalten und mit den Dozent*innen auf Augenhöhe über ihre Zukunft in der Medizin gesprochen zu haben, sondern auch darüber, dass in entspannter Atmosphäre neue Kontakte geknüpft werden konnten. Auch Hemmungen, sich bei Unsicherheiten zur Niederlassung einfach an die KV Hessen zu werden, wurden abgebaut: „Ich habe jetzt gar keine Scheu mehr, einfach mal bei der KV Hessen anzurufen, wenn ich eine Frage habe.“

Weitere Termine für MedWisser-Kurse stehen fest!

Weitere Termine für MedWisser-Kurse stehen fest!

Allgemein Events MedWisser Rund ums Studium Termine

Die Premieren Anfang September sind geglückt und deshalb freuen wir uns, dass wir euch zeitnah weitere Termine für unsere kostenlosen MedWisser-Kurse anbieten können. Am 17. und 18.10.2020. machen euch unsere Expert*innen in einem eintägigen Seminar fit in Sachen Ultraschall. Denn dann findet wieder unser Sonografiekurs statt, für den ihr euch ab sofort im geschützten MedWisser-Bereich anmelden könnt. Im Kurs erwerbt ihr jede Menge Grundlagenwissen und könnt auch selbst in entspannter Atmosphäre dem Umgang mit dem Ultraschallgerät üben. Aufgrund der aktuellen Situation haben wir die Teilnehmerzahl reduziert, sodass an beiden Tagen nun jeweils zwölf Studierende mitmachen können. So stellen wir sicher, dass Mindestabstände gewährt werden. Bitte bringt zum Kurs auch einen Mund-Nasen-Schutz mit und beachtet die Hygieneregeln vor Ort.

Endlich wieder Live-Action: MedWisser-Kurse melden sich zurück!

Endlich wieder Live-Action: MedWisser-Kurse melden sich zurück!

Allgemein Events Hessen - Leben & Arbeiten MedWisser Rund ums Studium Termine

Ein echter Grund zur Freude: Anfang September konnten zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie wieder unsere kostenlosen Kurse für MedWisser stattfinden. Und auch, wenn einiges nun etwas anders abläuft und die Gruppen kleiner sind, ist es einfach toll, dass wir dieses beliebte Angebot 2020 doch noch für euch auf die Beine stellen konnten. Am 05.09. und 06.09. begrüßten unsere Dozenten Dr. Ramin Najafi und Dr. Philipp Neuhoff (Nahtkurs) sowie Dr. David Schaack und Dr. Sebastian Wolf deshalb Studierende aus Frankfurt, Gießen und Marburg im Hotel Essential by Dorint in Frankfurt zu einem EKG-Kurs für Einsteiger bzw. einem Nahtkurs. In entspannter Atmosphäre führten die Experten durch die Kurse, die wie immer eine Mischung aus theoretischem Input und praktischen Übungen umfassten. So lernten die Teilnehmer*innen im Nahtkurs etwas über den Aufbau der Haut, die Wundheilung und verschiedene Nahtmethoden, bevor sie selbst mit Nadel und Faden loslegten. Im EKG-Kurs standen u. a. Aufbau, Befund und Beurteilung des EKGs auf dem Plan. Im zweiten Schritt wurden dann echte Fälle unter die Lupe genommen.

Auch unter den besonderen Umständen war die Stimmung vor Ort wie immer kommunikativ, konzentriert und motiviert. Das Konzept, die Kurse als eine Art „Wochenend-Trainingslager“ anzubieten, in dem man keine Angst hat, etwas nachzufragen und in dem gemeinsam intensiv geübt werden kann, fand bei allen Teilnehmer*innen großen Zuspruch. Ein Grund dafür ist natürlich auch, dass unsere Dozenten aus der Praxis kommen und deshalb direkt aus dem Klinikalltag berichten können. Das überzeugt viele MedWisser besonders: „Am besten gefallen hat es mir, dass der Kurs so praxisbezogen war und dass man von den Dozenten wirklich hilfreiche Tipps für den Alltag in der Klinik bekommen hat“.

Übrigens: Falls ihr die beiden Kurse verpasst habt, seid nichts traurig. Wir planen gerade eifrig weitere Termine für den Herbst und Winter und halten euch darüber natürlich hier und auf unseren Social-Media-Kanälen auf dem Laufenden. Seid gespannt!

Lust auf Poetry Slam? Auf zu Morbus Goethe, der Slam Show für Medwisser

Lust auf Poetry Slam? Auf zu Morbus Goethe, der Slam Show für Medwisser

Allgemein Events Hessen - Leben & Arbeiten MedWisser Rund ums Studium Termine

Aller guten Dinge sind drei: Auch dieses Jahr gibt’s vor dem Start des neuen Semesters noch mal ein Highlight für alle MedWisser. Wir laden euch zu einem literarischen Abend der anderen Art ein, denn bei „Morbus Goethe – Die Medizin Poetry Slam Show“ geben sich bekannte Slammer*innen am 10.09.2020 das Mikro in die Hand.

Die modernen Dichterwettkämpfe haben etwas von einer Medizinvorlesung: Es wird viel erzählt, einiges ist total wichtig, man versteht nicht alles und am Ende wird geklatscht. Was aber passiert, wenn Studierende der Medizin selbst zum Mikrofon greifen? Welche Texte schreiben sie  im ersten Semester, wie klingen die Reime der Famulatur und wie ist die Metrik des PJ? Dass Mediziner*innen einen Hang zur Poesie haben, wissen wir nicht erst seit Gottfried Benn oder Georg Büchner. Deswegen lassen wir sie beim Mediziner Poetry Slam zu Wort kommen. Unter der Leitung des bekannten Slam-Moderators Stefan Dörsing verabreichen wir eine Überdosis Poesie mit vier erfolgreichen Poetry Slammer*nnen aus ganz Europa. Luca Schuhstar aus Wien und Joel Perrin aus Zürich sind mit ihrem Medizinstudium schon weit fortgeschritten und haben bereits einige Geschichten aus der Studienzeit zu erzählen. Barbara Roherwasser aus Mannheim macht ihre Fachärztin für Psychiatrie und kann vielen Studierenden aus der Seele sprechen. Beim vierten Teilnehmenden hat die Abi-Note leider nicht für Medizin gereicht, also wurde er Künstler, Rapper und Kunst-Rapper. Jakob Schwerdtfeger ist Poetry-Slam- und Freestylekünstler und wird mit euren Worten über Medizin rappen.

Los geht’s ab 18 Uhr im überdachten Außenbereich des Oosten in Frankfurt (Mayfarthstraße 4, 60314 Frankfurt am Main).

Auf alle Gäste wartet ein unterhaltsamer Abend mit coolen Texten, leckeren Snacks und Drinks for free. Wir freuen uns auf euch!

„Morbus Goethe – Die Medizin Poetry Slam Show“ findet exklusiv für MedWisser statt und der Einlass erfolgt ausschließlich per Gästeliste. Aufgrund der aktuellen Abstands- und Kontaktregeln können maximal 40 Studierende an der Veranstaltung teilnehmen. Bis beachtet außerdem die vor Ort geltenden Hygieneregeln.

Ab sofort könnt ihr euch im geschützten MedWisser-Bereich unserer Website dafür anmelden. Noch kein MedWisser? Hier geht’s zur kostenlosen Registrierung.

Darum solltet ihr euch in Hessen niederlassen (und nicht woanders)!

Darum solltet ihr euch in Hessen niederlassen (und nicht woanders)!

Allgemein Hessen - Leben & Arbeiten MedWisser Niederlassen! Rund ums Studium

Es ist nie zu früh, sich mit der eigenen beruflichen Zukunft zu beschäftigen. Und auch nie zu spät! Denn ganz egal, ob ihr noch mitten im Studium seid, euch gerade zum Facharzt weiterbildet oder schon einige Jahre Berufserfahrung mitbringt: Eine Niederlassung ist sowohl aus Berufseinsteiger als auch als „alter Hase“ möglich. Warum ihr euch gerade in Hessen niederlassen solltet? Dafür gibt es viele gute Gründe. Drei davon stellen wir euch einmal näher vor

Hat Zukunft: als niedergelassene*r Ärztin in Hessen arbeiten

Man kann es gar nicht oft genug sagen: Bis zum Jahr 2030 werden sieben von zehn Praxisinhaber*innen in Hessen in den Ruhestand gehen. Und die meisten davon suchen bereits frühzeitig eine*n Nachfolger*in. Nicht nur, um die Versorgungslage in der Region sicher zu stellen, sondern auch, um ihre Patient*innen in gute Hände abzugeben oder ggf. sogar eine Zeitlang gemeinsam mit der Nachfolgerin oder dem Nachfolger zu praktizieren und die Übergabe fließend zu gestalten.

Und weil der Bedarf an (jungen) Ärzten in der ambulanten Versorgung so groß ist, steht euch praktisch das ganze Bundesland offen – egal, ob ihr im städtischen oder ländlichen Raum eure eigene Praxis führen möchtet. Chancen für die Niederlassung gibt es genug. Und mit immer weniger ambulant praktizierenden Ärzt*innen und steigenden Patientenzahlen müsst ihr euch als niedergelassene*r Mediziner*in auch keinerlei Sorgen machen, dass die Selbstständigkeit ein Flop wird. Gerade auf dem Land seid ihr vielleicht sogar komplett konkurrenzlos. Wo gibt es das sonst schon?

Macht Spaß: in einer der abwechslungsreichsten Regionen Deutschlands leben

Tradition und Moderne, Großstadtflair und Landidylle – Hessen ist ein höchst abwechslungsreiches Bundesland. Neben ländlich geprägten Regionen wie dem Vogelsberg, dem Odenwald oder der Bergstraße prägen Städte wie Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden, Gießen und Kassel das Bundesland. Damit gibt es in Hessen fast nichts, was es nicht gibt. Profitiert von der guten Infrastruktur, die gerade die großen Städte wie Frankfurt als Bankenmetropole und europäischer Verkehrsknotenpunkt Nummer 1 bieten. Oder genießt das ruhige Leben in einer der zahlreichen Kleinstädte oder Orte. Findet euren ganz eigenen Platz in unserem vielseitigen Bundesland im Herzen Deutschlands.

Hilft weiter: von der KV Hessen gefördert werden

Vor, während, aber auch nach dem Prozess der Niederlassung tauchen viele Fragen auf. Das ist ganz normal, kann aber ganz schön stressen. Darum sind wir von der KV Hessen die ganze Zeit an eurer Seite. Mit unseren Beratungsangeboten, aber auch konkreter finanzieller Unterstützung, z. B. dem Startkapital für die eigene Praxis, Honorargarantie oder der Übernahme der Kinderbetreuungskosten. Und auch mit euren ganz konkreten, praktischen Fragen lassen wir euch nicht allein, sondern sind telefonisch, per mail oder persönlich immer erreichbar. Alle Informationen zu unseren Beratungsangebote und Finanzhilfen erhaltet ihr auf https://www.kvhessen.de/niederlassung/. Schaut einfach mal rein!

Fazit: Beste Zukunftsaussichten für Mediziner*inner in einer attraktiven Region

Wer mit dem Gedanken spielt, seine eigene Praxis zu eröffnen, der findet in Hessen beste Bedingungen vor. Neben viel Hilfe von der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen warten ausgezeichnete Berufsaussichten in fast allen Regionen des Bundeslandes auf Ärzt*innen. Und ganz nebenbei macht das Leben in Hessen mit all seinen Annehmlichkeiten auch einfach Spaß!

Alle Infos zum Thema Niederlassung gibt es natürlich bei der KV Hessen (Link: https://www.kvhessen.de/niederlassung/). Lest hier (Link: https://www.arzt-in-hessen.de/tag/niederlassen/) auch noch einmal alle unsere Blogbeiträge rund um die Praxisgründung oder -übernahme.  

 

 

 

 

 

Allgemeinmedizin – warum eigentlich nicht?

Allgemeinmedizin – warum eigentlich nicht?

Allgemein Hessen - Leben & Arbeiten Niederlassen! Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium Seminare Termine

Allgemeinmedizin – warum eigentlich nicht?

Wer Medizin studiert, für den stellt sich irgendwann zwangsläufig die Frage: Welches Fachgebiet soll es eigentlich mal werden? Hoch im Kurs bei Studierenden stehen seit Langem zum Beispiel die Chirurgie, die Innere Medizin oder auch die Anästhesiologie. Viele können sich auch gut vorstellen, Kinderärzt*in zu werden. Kaum aber jemand träumt von der Allgemeinmedizin. Warum eigentlich nicht?

Vielseitig und ganz nah dran

Fachärzt*innen sind echte Profis auf ihrem Gebiet. Das gilt für Allgemeinmediziner*innen ganz genauso wie für z. B. Radiolog*innen, Hautärzt*innen oder Orthopäd*innen. Während Letztere allerdings wirklich tief in das Spezialwissen ihres Fachgebiets eintauchen, eignen sich Allgemeinmediziner*innen während der Facharztausbildung grundlegende Kenntnisse aus zig Fachbereichen an. Dabei gehen sie natürlich inhaltlich nicht so sehr in die Tiefe wie ihre speziell ausgebildeten Fachkolleg*innen, erwerben aber ein breites medizinisches Wissen, aus dem sie im Alltag tagtäglich schöpfen können. Denn wenn die Allgemeinmedizin eines ist, dann unglaublich vielseitig und abwechslungsreich. Zu den am häufigsten behandelten Krankheitsbildern gehören Krankheiten des Muskel-, Skelett- und Bindegewebssystems, Krankheiten der Atemwege, Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychische Probleme und Verhaltensstörungen.

Die meisten Allgemeinmediziner*innen sind als Hausärzt*in tätig. Allein daraus ergibt sich das breite Behandlungsspektrum. Gerade in ländlichen Regionen ist der Weg in eine Facharztpraxis oft weit, sodass die Hausärztin oder der Hausarzt erste* Ansprechpartner*in bei medizinischen Problemen ist. Von der Erkältung über die Sportverletzung bis hin zu Demenz ist alles dabei. Wer sich für die Allgemeinmedizin entscheidet, den erwartet also ein abwechslungsreicher Alltag, in dem Menschen mit ganz unterschiedlichen Anliegen in der Praxis vorstellig werden. Oft baut sich im Laufe der Zeit eine echte Bindung zwischen Patient*in und Ärzt*in auf und beide lernen sich gut kennen. Gerade weil die Hausärztin bzw. der Hausarzt viel über die Krankengeschichte von Patient*innen weiß, kommt ihr oder ihm eine Schnitt- und Koordinationsfunktion zu, z. B. wenn Überweisungen zu Fachärzt*innen anderer Fachgebiete oder zu Therapeut*innen notwendig sind. Hausärzt*innen sollten also auch kommunikativ sein und Behandlungen gerne in Abstimmung mit anderen Praxen organiseren.

Beruf und Familie kombinieren

Schon bei der Berufswahl spielt für viele junge Menschen heutzutage die Frage nach der Vereinbarkeit von Karriere und Familie eine große Rolle – natürlich auch in der Medizin. Der Großteil der Medizinstudierenden ist weiblich, aber auch immer mehr angehende Ärzte haben keine Lust auf 80-Stunden-Arbeitswochen, Schichtdienste und Bereitschaften. Als Allgemeinmediziner*in in der ambulanten Versorgung ist es möglich, ein erfülltes Berufs- und Familienleben zu haben. Gerade wer eine eigene Praxis gründet, legt z. B. die Arbeitszeiten selbst fest. Immer mehr junge Ärzt*innen entscheiden sich außerdem für die Gründung einer Praxisgemeinschaft, in der auch problemlos in Teilzeit gearbeitet werden kann.

Und durch die Aufhebung der Residenzpflicht ist auch die Niederlassung als Allgemeinärzt*in im ländlichen Raum noch einmal deutlich attraktiver geworden. Wohnen in der Stadt, arbeiten auf dem Land – das geht inzwischen problemlos. Hinzu kommt: In den kommenden Jahren gehen auch in Hessen tausende Allgemeinmediziner*innen bzw. Hausärzt*innen in den Ruhestand und suchen Nachfolger*innen. Die Chancen, eine gut gehende Praxis zu übernehmen, sind aktuell also hervorragend.

Dein eigenes Ding machen

Aber nicht nur aufgrund der guten Berufsaussichten und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist es lohnenswert, eine Laufbahn als Allgemeinmediziner*in in Betracht zu ziehen. Auch finanziell rechnet es sich, denn Hausärzt*innen verdienen gutes Geld. Über 220.000 Euro an Honorarumsatz waren es durchschnittlich im Jahr 2015 in Hessen. Natürlich hängt der Verdienst auch mit dem Behandlungsspektrum zusammen. Hier bietet die Allgemeinmedizin Fachärzt*innen spannende Zusatzqualifikationen, z. B. in den Bereichen Sportmedizin, Suchtmedizin, Tropenmedizin oder Akupunktur. Damit könnt ihr auch als Allgemeinmediziner*in euer Profil schärfen und eure Praxis noch einmal weiterentwickeln.

Fazit: Allgemeinmedizin – viel spannender als ihr Ruf!

Als Allgemeinmediziner*in/Hausärzt*in in der ambulanten Versorgung zu arbeiten, hat leider immer noch keinen besonders guten Ruf. Dabei ist die Tätigkeit vielseitig und lässt sich gut mit dem Familienleben vereinbaren. Hinzu kommt die Langzeitbetreuung von Patient*innen, die viele Hausärzt*innen als sehr spannend und wertvoll beschreiben. Nicht zuletzt sind die Verdienstmöglichkeiten für niedergelassene Hausärzt*innen nicht zu verachten. Wer ein abwechslungsreiches Fachgebiet mit einem breiten Behandlungsspektrum sucht, sollte deshalb einen zweiten Blick auf die Allgemeinmedizin werfen!

Lust auf mehr zum Thema? Alle Beiträge zur Allgemeinmedizin findet ihr hier:  https://www.arzt-in-hessen.de/tag/allgemeinmedizin/