Bestens vorbereitet in die Praxis – mit den kostenlosen MedWisser-Kursen

Bestens vorbereitet in die Praxis – mit den kostenlosen MedWisser-Kursen

Allgemein Events MedWisser Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium Seminare Seminare

Das Medizinstudium ist vollgepackt mit Theorie und Wissenschaft. Das ist auch richtig und wichtig, denn das theoretische Wissen bildet die Grundlage, um später korrekte Diagnosen zu stellen und Behandlungen durchzuführen. Was im Studium manchmal aber fehlt, ist eine Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis. Denn wie ein EKG ganz konkret geschrieben oder eine Donati-Naht gemacht wird, lernt man eben nicht nur durchs Zugucken. Das muss man schon selbst gemacht haben.

Genau deshalb haben wir von der KV Hessen 2018 angefangen, kostenlose Praxiskurse zu organisieren. Inzwischen sind sie fester Bestandteil des MedWisser-Angebots und erfreuen sich großer Beliebtheit. An dieser Stelle möchten wir euch einen Überblick über die Seminare geben, auf die ihr euch 2020 freuen könnt. Natürlich bleiben sie auch im neuen Jahr kostenlos und sind exklusiv unseren MedWissern vorbehalten.

  1. EKG-Kurs: Im achtstündigen EKG-Kurs dreht sich alles um Befund und Beurteilung physiologischer EKGs, wichtige Pathologien (Erregungsrückbildungsstörungen, Tachykarde Herzrhythmusstöungen und Bradykarde Herzrhythmusstörungen) sowie die praktische Durchführung der Untersuchung. Dafür werden die notwendigen theoretischen Grundlagen vermittelt, bevor die Teilnehmer*innen in Kleingruppen gemeinsam EKGs schreiben und befunden.
    Nächster Termin: Den nächsten Termin erfahrt ihr frühzeitig auf unserer Website und auf www.facebook.com/arztinhessen/. 
  2. Medical English: Optimal vorbereitet auf den Auslandsaufenthalt! In unserem Intensivkurs lernen die Teilnehmer*innen unter anderem, wie sie auf Englisch Fragen stellen, um eine Anamnese zu erheben. Aber auch Begriffe und Formulierungen, um Untersuchungen zu beschreiben, Diagnosen und Therapiemöglichkeiten zu erklären oder präventive Empfehlungen zu geben stehen auf dem Kursplan. Für den optimalen Lernerfolg sollten die Teilnehmer*innen über gute Englischkenntnisse verfügen.
    Nächster Termin: Den nächsten Termin erfahrt ihr frühzeitig auf unserer Website und auf www.facebook.com/arztinhessen/. 
  3. Nahtkurs: Wie definieren sich primäre und sekundäre Wundheilung und wo liegen die Unterschiede? Was gilt es bei der Indikation und Durchführung einer chirurgischen Naht zu beachten? Welche Instrumente und Nahtmaterialien werden dafür verwendet? Diese und viele weitere Fragen werden zunächst theoretisch betrachtet, bevor es in die Praxis geht. Mit dem von der KVH gestellten Nahtset werden am Nahtkissen und Schweinefuß selbstständig verschiedene Nahttechniken geprobt und verfeinert sowie chirurgische Knotentechniken und Ligaturen geübt.
    Nächster Termin: Den nächsten Termin erfahrt ihr frühzeitig auf unserer Website und auf www.facebook.com/arztinhessen/. 
  4. Sonografie-Kurs: In einer Mischung aus Impulsvorträgen und Übungsphasen tauchen die Studierenden ein in die Welt der Sonografie. Von der Leber und Gallenblase, über Milz, Niere und die Harnwege bis zur Schilddrüse werden verschiedene Organe genauer unter die Lupe genommen. Auch Notfallsonografie ist Bestandteil des Kurses, in dem die Teilnehmer*innen sich unter fachmännischer Anleitung ganz praktisch mit dem Sonografiegerät vertraut machen und jede Menge Fragen stellen können.
    Nächster Termin: Den nächsten Termin erfahrt ihr frühzeitig auf unserer Website und auf www.facebook.com/arztinhessen/.

Ihr habt jetzt auch Lust, an einem (oder mehreren) unserer Kurse teilzunehmen? Dann registriert euch gleich kostenlos als MedWisser und meldet euch an: https://www.arzt-in-hessen.de/darum-medwisser/anmelden/

Die Winterlounge 2020 steht in den Startlöchern!

Die Winterlounge 2020 steht in den Startlöchern!

Allgemein Events Hessen - Leben & Arbeiten MedWisser

Nicht mehr lange, dann versüßen wir euch wieder den Start in das Jahr. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, denn natürlich haben wir bei unseren Winterlounges wieder Kuchen im Gepäck.

Dieses Jahr macht die Winterlounge zu folgenden Terminen in den hessischen Universitätsstädten Station:

Frankfurt: 27.01. – 28.01.2020, Haus 22
Marburg: 29.01.2020, Mensa Lahnberge

Gießen: In Gießen findet die Winterlounge aus organisatorischen Gründen dieses Jahr zu einem späteren Zeitpunkt statt. Das genaue Datum steht noch nicht fest. Wir informieren euch rechtzeitig über den Termin.

Neben kleinen Leckereien gibt’s natürlich auch etwas zum Aufwärmen, denn wir bringen heißen Kaffee für euch mit. Auch die beliebten Postkarten und andere Goodies haben wir selbstverständlich dabei. Besucht uns zwischen euren Vorlesungen und gönnt euch eine Pause, in der ihr euch auch gleich über das Förderungs- und Weiterbildungsangebot der KV Hessen informieren könnt. Wusstet ihr zum Beispiel, dass wir euch finanziell während der Famulatur und des Praktischen Jahrs unterstützen? Natürlich gibt’s während der Winterlounge auch alle Infos rund um die MedWisser-Angebote. Im neuen Jahr warten dort neben den begehrten Kursen (EKG, Sonografie, Nahttechniken, Medical English) weitere spannende Aktionen und Events für euch.

Meldet euch jetzt schon kostenlos an und erfahrt immer zuerst von den aktuellen Terminen: https://www.arzt-in-hessen.de/darum-medwisser/anmelden/

Wir machen euch mobil! – Mit dem MedMobil zur Famulatur oder ins PJ

Wir machen euch mobil! – Mit dem MedMobil zur Famulatur oder ins PJ

Gewinnspiele Hessen - Leben & Arbeiten MedWisser

Die Berufsaussichten für alle, die aktuell Medizin studieren, sind großartig. In den nächsten Jahren gehen nämlich bundesweit – also auch in Hessen – zahlreiche Ärztinnen und Ärzte in den Ruhestand. Gerade im ländlichen Raum werden dann massiv Praxisnachfolger*innen gebraucht.

Genau aus diesem Grund möchten wir von der KV Hessen Studierende schon während des Studiums für die Niederlassung als Fach- oder Hausarzt begeistern. Und wie ginge das besser als durch authentische Einblicke in den Praxisalltag?

 

Besonders die (inzwischen verpflichtende) Hausarztfamulatur und das Wahltertial des Praktischen Jahrs eignen sich hervorragend, um Praxisluft in einer Kleinstadt oder dem ländlichen Raum zu schnuppern. Dort ist nicht nur der Lernzuwachs durch die intensive Betreuung (oft 1:1) enorm, sondern Studierende können live erleben, welche Vorteile eine Tätigkeit als niedergelassene Ärztin oder niedergelassener Arzt bietet. Geregelte Arbeitszeiten, großer Einfluss auf das Behandlungsspektrum, Einrichtung der Praxis nach den eigenen Wünschen und Bedürfnissen sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind nur einige der Anreize. Auch finanziell lohnt sich eine eigene Praxis heute allemal.

Damit das „Hineinschnuppern“ in den Praxisalltag im ländlichen Raum nicht an einer schlechten Verkehrsanbindung scheitert, weiten wir 2020 unser MedMobil-Angebot deutlich aus. Ab sofort gehören sechs Mini Countryman zu unserer Flotte, die Studierenden vorbehalten sind, die sich kostenlos als MedWisser registrieren und

  • ihre Hausarztfamulatur nachweislich in einer hausärztlichen Vertragsarztpraxis in einer hessischen Stadt oder Gemeinde mit maximal 25.000 Einwohnern absolvieren oder
  • das Wahl-Tertial des PJs (Wahlfach Allgemeinmedizin, Pädiatrie oder ein Wahlfach der allgemeinen fachärztlichen Versorgungsebene) in einer akkreditierten akademischen Lehrpraxis im Geltungsbereich der KVH durchführen.

Für die Hausarztfamulatur erhaltet ihr das MedMobil für 30 Tage, für das Wahltertial des PJs 16 Wochen.

Die Bewerbung ist ab sofort möglich. Alle Infos zu den genauen Teilnahmevoraussetzungen erhaltet ihr hier:

Med Mobil Hausarztfamulatur:
https://www.arzt-in-hessen.de/darum-medwisser/jetzt-mitmachen-und-medmobil-gewinnen-3/

MedMobil Wahltertial Praktisches Jahr:
https://www.arzt-in-hessen.de/darum-medwisser/jetzt-mitmachen-und-medmobil-gewinnen-2/

Ihr seid noch keine MedWisser? Dann meldet euch direkt an:
https://www.arzt-in-hessen.de/darum-medwisser/anmelden/

„Praxis.erleben!“ – live, vor Ort und in Farbe

„Praxis.erleben!“ – live, vor Ort und in Farbe

Niederlassen!

Echte Einblicke gibt’s nur im echten Leben. Deshalb nehmen wir euch jetzt mit in die Praxis. Wir zeigen euch, was es heißt, als Arzt jeden Tag für die Menschen und ihre Probleme, aber natürlich auch für ihre Krankheiten da zu sein.

Von kleinen Wehwehchen bis zum großen Check-Up – als selbstständiger Arzt ist man jeden Tag mit den verschiedensten Herausforderungen konfrontiert. Damit ihr euch jetzt schon einen ersten Eindruck vom Alltag eines praktizierenden Arztes machen könnt, bringen wir euch in verschiedene Praxen in ganz Hessen und ermöglichen euch so einen ersten intensiven Einblick.

Erlebt, was es bedeutet in einer Landarztpraxis zu arbeiten, schaut verschiedenen Ärzten einer Gemeinschaftspraxis über die Schultern und besucht einen hochmodernen Praxisneubau.

Macht euch ein eigenes Bild auf der „Praxis.erleben!“-Tour am 14.11.2017 in diesen Praxen:

Die Tour startet am 14.11.2017 in Gießen und ist für euch selbstverständlich kostenlos und all-inclusive. Das heißt für Transport, Transfer aus Frankfurt und Marburg nach Gießen, sowie die Verpflegung sorgen wir!

Du willst dich anmelden? Als Teil des MedWisser Teams ist das kostenlos möglich.

Hier geht’s zu weiteren Infos und der Anmeldung.

Die große Chance für den Ärztenachwuchs

Die große Chance für den Ärztenachwuchs

Allgemein Niederlassen!

Medizinstudierende von heute werden gebraucht, um den drohenden Ärztemangel von morgen zu verhindern.

Sicher habt auch ihr es schon mitbekommen: Die ambulante Versorgungslage in Hessen (und in Deutschland) wird sich in den nächsten Jahren verschlechtern, bis zum Jahr 2030 sogar dramatisch zuspitzen. Es drohen Ärztemangel und Unterversorgung – vor allem in den ländlicheren Gebieten. Zu dieser Prognose kommt unsere neue Publikationsreihe FOKUS: GESUNDHEIT (Download).

Wie aber ist es möglich, dass wir in Hessen trotz konstant wachsender Zahl der Medizinstudierenden in den nächsten Jahren zu wenige Ärztinnen und Ärzte haben? Ganz einfach: Immer weniger Nachwuchsärztinnen und -ärzte möchten, z. B. als Allgemeinmedizinerin oder -mediziner, in die ambulante Versorgung gehen. Sich mit einer eigenen Praxis niederzulassen oder als angestellter Haus- oder Facharzt zu praktizieren, ist für viele leider keine Option. Und das, wo der Bedarf an ambulanter Versorgung beinahe von Jahr zu Jahr größer wird. Ein weiterer wichtiger Aspekt: Die Medizin ist und wird zunehmend weiblich. Das seht ihr, wenn ihr euch in den Hörsälen umschaut. Und das wiederum bedeutet, dass Themen wie Teilzeitarbeit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine noch größere Rolle spielen als bisher.

Ohne Nachwuchs keine Praxen

Ihr, die Ärztinnen und Ärzte von morgen, werdet also dringend gebraucht. Wie dringend, macht eine Zahl aus dem hausärztlichen Bereich deutlich: 65 Prozent, also etwa sieben von zehn derzeitigen Praxisinhaberinnen und -inhabern, werden sich bis 2030 zur Ruhe setzen. Im Idealfall geben sie ihre Praxen an eine junge Nachfolgerin oder einen jungen Nachfolger ab. Und genau da kommt ihr ins Spiel.

Sicher, bis zum Jahr 2030 ist es noch eine ganze Weile hin. Und während eures Studiums habt ihr bestimmt erst einmal andere Sorgen. Aber: Ihr seid die nächste Ärztegeneration. Durch euch ist es möglich, die Versorgung in allen Regionen Hessens auch in den nächsten Jahren sicherzustellen.

Eigener Chef(-arzt) sein

Auch wenn ihr euch im Moment noch nicht vorstellen könnt, beispielsweise als Facharzt für Allgemeinmedizin zu praktizieren, solltet ihr wissen, dass die Situation für euch eine große Chance ist. Der Hausarztjob hat nämlich eine Menge zu bieten und ihr werdet Teil einer immer begehrteren, weil selteneren Berufsgruppe: Ihr könnt euer eigener Chef(-arzt) sein und habt die wirklich tolle Gelegenheit, eure Patienten über einen langen Zeitraum zu begleiten und eine enge Arzt-Patienten-Beziehung aufzubauen. Ihr habt es mit vielfältigen Krankheitsbildern zu tun und steht jeden Tag vor neuen Herausforderungen. Und, ihr verdient als Hausarzt wirklich gutes Geld. Über 220.000 Euro waren es durchschnittlich im Jahr 2015 in Hessen an Honorarumsatz. Ganz ohne Nacht- und 24-Stunden-Schichten.

Außerdem werdet ihr natürlich die Möglichkeit haben, euch unter super geführten und wirtschaftlich erfolgreichen Praxen die passende herauszusuchen. Noch dazu habt ihr wahrscheinlich die freie Wahl, wo in Hessen ihr euch niederlassen möchtet. Denn – ob Praxisübernahme oder Neugründung – in den nächsten Jahren warten viele freie Arztsitze auf euch.

Klingt gut, eine Praxis auf dem Land könnt ihr euch aber so gar nicht vorstellen? Dann überlegt doch einfach mal, was eigentlich dagegen spricht. Hat so eine Praxis nicht auch echte Vorteile? Sie hat! So ist beispielsweise die Konkurrenzsituation, sagen wir mal, ein wenig komfortabler, als in Frankfurt, Kassel oder Darmstadt. Denn während in den Großstädten die nächste Arztpraxis direkt um die Ecke ist, seid ihr in der Kleinstadt vielleicht sogar die einzige Ärztin bzw. der einzige Arzt. Und die Patienten werden nicht weniger. Kurzum: Eine „Landarztpraxis“ ist in vielerlei Hinsicht viel attraktiver, als die meisten von euch glauben.

 

Viele Informationen rund um die Niederlassung findet ihr auch in unserer Broschüre „Lass dich nieder!“ (Download).

„Man sollte die Chance nutzen!“

„Man sollte die Chance nutzen!“

Allgemein Rund ums Studium

Nicola Buß studiert Humanmedizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Während ihrer einmonatigen Famulatur in einer hausärztlichen Praxis schnupperte sie das erste Mal Praxisluft und begleitete eine Allgemeinmedizinerin und einen Internisten aus Münzenberg bei ihrer täglichen Arbeit. In unserem Interview berichtet sie über ihre guten Erfahrungen.

Welche Erwartungen hattest du an die Famulatur in der hausärztlichen Praxis?
Grundsätzlich wollte ich mich einfach überraschen lassen. Natürlich war ich vor Beginn meiner Famulatur sehr gespannt, die Arbeit eines niedergelassenen Arztes und die Unterschiede zwischen Klinik und Praxis – insbesondere im Hinblick auf den Arzt-Patientenkontakt – kennenzulernen.
Der Umgang mit den Patienten hat mich dann auch sehr beeindruckt. Die Ärzte kennen ihre Patienten sehr gut, es besteht ein großes Vertrauensverhältnis. Viele Patienten haben wir gesagt, dass sie sich in der Praxis wohl und gut aufgehoben fühlen.

Wie genau sah denn dein Arbeitstag aus?
Los ging es jeden Morgen um 8 Uhr. Ich habe dann erst einmal bei den Blutabnahmen unterstützt. Gut war, dass ich die Gelegenheit hatte, in zwei Bereiche – also in die Allgemeinmedizin und die Innere Medizin – hinein zu schnuppern. So konnte ich jeden Tag entscheiden, welchen der beiden Praxisinhaber ich begleiten möchte.

Welche Aufgaben hattest du neben der Blutabnahme?
Ich durfte mit dem Stethoskop Patienten abhören und Venenzugänge legen. Außerdem konnte ich EKGs schreiben und im letzten Teil der Famulatur sogar eigenständig Gesundheitschecks durchführen. Besonders gut hat mir gefallen, dass ich auch bei den Hausbesuchen dabei sein durfte.

Nicola konnte ihre praktischen Fähigkeiten während der Famulatur u. a. beim Blutabnehmen und beim EKG schreiben verbessern.
Nicola konnte ihre praktischen Fähigkeiten während der Famulatur u. a. beim Blutabnehmen und beim EKG schreiben verbessern.

Hört sich an, als hätte dir der Monat in der Praxis gefallen. Konntest du denn auch etwas aus deiner Famulatur mitnehmen?
Mir hat es Spaß gemacht, das Erlernte aus zweieinhalb Jahren Studium endlich anwenden zu können. Theorie und Praxis sind eben doch zwei verschiedene Paar Schuhe. Definitiv verbessern konnte ich meine praktischen Fähigkeiten, zum Beispiel das Blutabnehmen oder das Abhören von Herz und Lunge.

Und, kannst du dir auch vorstellen, später in der Allgemeinmedizin zu arbeiten?
Ich kann mir – auch dank der Famulatur – gut vorstellen, Allgemeinmedizinerin zu werden und mich in einer ländlichen Region niederzulassen. Wirklich festgelegt habe ich mich aber noch nicht. Die Medizin bietet ja auch ein sehr breites Spektrum.

Hast Du zum Abschluss einen Tipp für andere Famulanten?
Man sollte die Chance nutzen, den oder die Praxisinhaber viel zu fragen. Durch den intensiven Austausch habe ich in der kurzen Zeit wirklich viel gelernt. Außerdem ist es wichtig, einen guten Kontakt zum Praxisteam aufzubauen, denn die Patienten registrieren den freundlichen Umgang und die positive Stimmung und fühlen sich gleich wohl in der Praxis.

Neu für euch: bis zu 42 Monate Förderung in der Weiterbildung Allgemeinmedizin

Neu für euch: bis zu 42 Monate Förderung in der Weiterbildung Allgemeinmedizin

Allgemein Rund um die Weiterbildung

Habt ihr schon gewusst? Seit 1. Juli 2016 gelten die neue Bundesvereinbarung zur Förderung der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner und die dazu gehörige hessische Richtlinie – und ihr könnt von den Änderungen profitieren!

Die wichtigste Neuerung für euch –  wenn ihr Ärztin oder Arzt in Weiterbildung seid bzw. werden wollt – ist die Verlängerung der Förderdauer. Denn seit Juli werden nicht mehr nur die 24 Monate ambulante Weiterbildungszeit, sondern noch weitere 18 Monate, die gemäß der Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer Hessen zusätzlich im ambulanten Bereich abgeleistet werden dürfen, von der KV Hessen gefördert. Die Zeit, in der eure Weiterbildung gefördert wird, erhöht sich damit auf bis zu 42 Monate. Also ganze dreieinhalb Jahre.

Jetzt gibt’s monatlich 4.800 Euro
Ebenfalls erhöht ist der Förderbetrag. So bekommen die Weiterbildungspraxen statt bisher 3.500 Euro jetzt 4.800 Euro pro Monat. Wichtig für euch: Die 4.800 Euro sind als monatliches Bruttogehalt in voller Höhe an die Ärztin oder den Arzt in Weiterbildung, also euch, auszuzahlen. Im vierten und fünften Jahr eurer Weiterbildung wird das Bruttogehalt zudem auf das im Krankenhaus übliche Tarifniveau angehoben. So seid ihr genauso gut gestellt wie eure Kollegen im stationären Bereich.

Euer Interesse für eine Weiterbildung ist geweckt? Dann besucht unsere Website www.kvhessen.de/foerderung_allgemeinmedizin und informiert euch über die neue Förderung. Außerdem findet ihr dort alle erforderlichen Anträge und Merkblätter, um die Förderung zu beantragen.

Bei Fragen rund um das Thema Förderung der Weiterbildung steht euch auch unser Team Förderung Weiterbildung gerne zur Verfügung.

Tel.: 069 24741-6682 oder 069 24741-6991
Fax: 069 24741-68843
E-Mail: foerderung-allgemeinmedizin@kvhessen.de

Hausärzte braucht das Land

Hausärzte braucht das Land

Niederlassen!

Die bundesweite Medizinerdichte nimmt zu, und das seit vielen Jahren. 4,1 praktizierende Ärzte pro 1.000 Einwohner waren es zuletzt. Das zeigt der kürzlich vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) veröffentlichte Ärzteatlas 2016.

Die Zahlen stimmen also. Doch wo sind die Ärzte eigentlich niedergelassen? Auffällig ist, dass sich immer mehr Fach- und Hausärzte in den Großstädten tummeln. Beliebte Orte für eine Niederlassung sind pulsierende Städte wie Berlin, München, Hamburg oder auch Frankfurt. Kurzum: Die große Mehrheit der berufstätigen Ärzte lebt und praktiziert in den Ballungsgebieten. Auch den Medizinernachwuchs zieht es verstärkt in die Metropolen, also dorthin, wo auch außerhalb der Praxis etwas geboten ist. Nicht umsonst ist die sogenannte Work-Life-Balance in aller Munde – auch bei Ärzten. Das gilt insbesondere für den steigenden Anteil junger Ärztinnen, die neben ihrer ärztlichen Tätigkeit oftmals auch eine Familie gründen möchten.

Schwierige Nachfolgersuche

Wie aber sieht es in den ländlichen Region Deutschlands aus, wenn immer mehr Mediziner den Weg in die Stadt suchen? Die Situation ist zumindest nicht einfach. Insbesondere im hausärztlichen Bereich, in dem rund ein Drittel der Ärzte mindestens 60 Jahre alt ist, gestaltet sich die Suche nach möglichen Praxisnachfolgern immer schwieriger. Denn zum einen hält die heranwachsende Medizinergeneration das Leben auf dem Land für wenig attraktiv und zum anderen können sich immer weniger Medizinstudierende und junge Ärzte überhaupt eine Tätigkeit als Allgemeinmediziner bzw. Hausarzt vorstellen. Dabei ist ärztlicher Nachwuchs in den kommenden Jahren vor allem in diesen Bereichen notwendig.

Für Allgemeinmedizin begeistern

Die KV Hessen versucht daher, Studierende an den Universitäten in Hessen und Nachwuchsärzte für die Allgemeinmedizin zu begeistern. Dazu hat die KV bereits vor drei Jahren die Kampagne „Arzt in Hessen – Sei Arzt. In Praxis. Leb Hessen.“ ins Leben gerufen. Mit verschiedenen Veranstaltungen, Aktionen und Informationsmaterialien sollen die jungen Mediziner über die Situation in der Allgemeinmedizin aufgeklärt und für eine spätere Niederlassung als Hausarzt gewonnen werden. Weitere Angebote wie die neue Förderung der Famulatur in einer hausärztlichen Praxis oder das Doc’s Camp sollen ebenfalls dabei unterstützen, dass auch die allgemeinmedizinische Versorgung weiterhin überall gesichert ist.

Hier gibt es den Ärzteatlas 2016 zum Download.

Eine (leider) seltene Ausnahme – die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin

Eine (leider) seltene Ausnahme – die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin

Rund um die Weiterbildung

Rund 90 Prozent der Medizinstudierenden machen ihre Facharztausbildung ausschließlich in der Klinik. Gerade einmal zehn Prozent der Nachwuchsmediziner können sich vorstellen, später hausärztlich tätig zu sein. Zu ihnen gehört Kathrin Müller. Die 34-jährige absolviert eine Weiterbildung in Allgemeinmedizin in einer ambulanten Praxis und hat sich ganz bewusst dazu entschieden, Hausärztin zu werden.

In der aktuellen Ausgabe des KBV Klartext geben die junge Ärztin und ihr Chef Dr. Thomas Maibaum einen Einblick in den Alltag in einer hausärztlichen Praxis und berichten, welche Fähigkeiten Allgemeinmediziner mitbringen müssen. Außerdem gibt der Artikel einen Überblick über die Zukunft und Förderung der Allgemeinmedizin. Wir finden: Absolut lesenswert!

Hier geht’s zum Artikel.

Fotos: Kristin Kahl

Es geht los: Die Famulatur-Förderung ist gestartet

Es geht los: Die Famulatur-Förderung ist gestartet

Rund ums Studium

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration fördert und unterstützt gemeinsam mit den Partnern des Hessischen Gesundheitspaktes u.a. die ambulante ärztliche Versorgung in ländlichen Regionen.

Hierbei kommt der ärztlichen Aus- und Weiterbildung eine besondere Bedeutung zu. Gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen und den Landesverbänden der Krankenkassen und Ersatzkassen in Hessen wird ein System von Fördermaßnahmen und Anreizsystemen von der ärztlichen Aus- und Weiterbildung bis zur Niederlassung geschaffen.

Die KV Hessen fördert im Auftrag des Landes Medizin-Studierende, die sich im Rahmen ihrer Famulatur für eine hausärztliche Vertragsarztpraxis gemäß § 73 Abs. 1a SGB V in einer ländlichen Region Hessens entscheiden.

Basis ist die neue Richtlinie zur finanziellen Förderung von Famulatur-Abschnitten in hessischen Hausarztpraxen in den Jahren 2015 bis 2018. Die Richtlinie tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.

Die Förderhöhe beträgt 595,00€ pro Monat. Die maximale Förderdauer für den Famulus beträgt zwei Monate in der hausärztlichen Vertragsartpraxis.

Antragsvoraussetzungen sind:

  • das Studium der Humanmedizin an einer deutschen Universität und
  • die Ableistung der Famulatur in einer hausärztlichen Vertragsarztpraxis in einer hessischen Stadt oder Gemeinde mit bis zu 20.000 Einwohnern.

Der Förderantrag muss vor der Aufnahme der Famulatur in der hessischen Vertragsarztpraxis bei der KV Hessen gestellt werden. Eine rückwirkende Antragstellung ist ausgeschlossen. Davon ausgenommen sind Famulaturen im Anschluss an das Wintersemester 2015/2016; hier darf der Antrag auch rückwirkend erfolgen.

Dem Antrag sind beizufügen:

  • eine aktuelle Immatrikulationsbescheinigung an einer deutschen Universität
  • eine Kopie des Zeugnisses über die erfolgreiche Ablegung des Ersten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung
  • eine Bestätigung der hessischen Vertragsarztpraxis, dass die Ableistung der Famulatur im Zeitraum von … bis … in der Praxis vereinbart wurde

Nach Beendigung der Famulatur hat der Studierende der KV Hessen unaufgefordert die ausgefüllte und durch die hessische Vertragsarztpraxis unterschriebene Bescheinigung (siehe Anlage 6 der ÄApprO 2002 „Zeugnis über die Tätigkeit als Famulus“) über die erfolgreiche Absolvierung der Famulatur einzureichen. Die Zahlung des Förderbetrags erfolgt nach Abschluss der Famulatur auf das Konto des Studierenden.

Weitere Informationen gibt es auf der Website der KV Hessen unter www.kvhessen.de.