Neu für euch: bis zu 42 Monate Förderung in der Weiterbildung Allgemeinmedizin

Neu für euch: bis zu 42 Monate Förderung in der Weiterbildung Allgemeinmedizin

Allgemein Rund um die Weiterbildung

Habt ihr schon gewusst? Seit 1. Juli 2016 gelten die neue Bundesvereinbarung zur Förderung der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner und die dazu gehörige hessische Richtlinie – und ihr könnt von den Änderungen profitieren!

Die wichtigste Neuerung für euch –  wenn ihr Ärztin oder Arzt in Weiterbildung seid bzw. werden wollt – ist die Verlängerung der Förderdauer. Denn seit Juli werden nicht mehr nur die 24 Monate ambulante Weiterbildungszeit, sondern noch weitere 18 Monate, die gemäß der Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer Hessen zusätzlich im ambulanten Bereich abgeleistet werden dürfen, von der KV Hessen gefördert. Die Zeit, in der eure Weiterbildung gefördert wird, erhöht sich damit auf bis zu 42 Monate. Also ganze dreieinhalb Jahre.

Jetzt gibt’s monatlich 4.800 Euro
Ebenfalls erhöht ist der Förderbetrag. So bekommen die Weiterbildungspraxen statt bisher 3.500 Euro jetzt 4.800 Euro pro Monat. Wichtig für euch: Die 4.800 Euro sind als monatliches Bruttogehalt in voller Höhe an die Ärztin oder den Arzt in Weiterbildung, also euch, auszuzahlen. Im vierten und fünften Jahr eurer Weiterbildung wird das Bruttogehalt zudem auf das im Krankenhaus übliche Tarifniveau angehoben. So seid ihr genauso gut gestellt wie eure Kollegen im stationären Bereich.

Euer Interesse für eine Weiterbildung ist geweckt? Dann besucht unsere Website www.kvhessen.de/foerderung_allgemeinmedizin und informiert euch über die neue Förderung. Außerdem findet ihr dort alle erforderlichen Anträge und Merkblätter, um die Förderung zu beantragen.

Bei Fragen rund um das Thema Förderung der Weiterbildung steht euch auch unser Team Förderung Weiterbildung gerne zur Verfügung.

Tel.: 069 24741-6682 oder 069 24741-6991
Fax: 069 24741-68843
E-Mail: foerderung-allgemeinmedizin@kvhessen.de

Richtig gut: Mehr BAföG für mehr Studierende

Richtig gut: Mehr BAföG für mehr Studierende

Rund ums Studium

Gute Nachrichten für alle Studierende: Ab dem kommenden Wintersemester greift die BAföG-Reform. Dann gibt es mehr Geld für noch mehr Studierende.

Das lange Warten hat ein Ende: Zum ersten Mal seit sechs Jahren steigen die BAföG-Bedarfssätze für Studierende in Deutschland – und zwar um ganze 7 Prozent. Wenn das kein Grund zur Freude ist. Ab sofort bekommen Studierende, die noch bei ihren Eltern wohnen, bis zu 537 Euro. Und das pro Monat. Das sind stolze 42 Euro oder zwei Kinobesuche inklusive Popcorn mehr als vorher. Wer nicht mehr bei seinen Eltern, sondern in den eigenen vier Wänden wohnt, kann sogar bis zu 735 Euro einheimsen. Und damit jeden Monat 65 Euro mehr ausgeben als bisher.

Übrigens: Auch die BAföG-Freibeträge werden um 7 Prozent angehoben. Dadurch erhöht sich zum Beispiel der Freibetrag bei verheirateten Eltern um 90 Euro auf 1.715 Euro. So können nun noch mehr Studierende von der Förderung profitieren. Warum? Ganz einfach: Die Freibeträge sind die Beträge, die vom Einkommen der Eltern abgezogen werden. Sie sind die Grundlage für die Berechnung des BAföG. Und je höher der Freibetrag, desto mehr BAföG-berechtigte Studierende gibt es. Logisch, oder!?

Alle neuen Freibeträge findet ihr übrigens auf der Website des Deutschen Studentenwerk.

50 Euro mehr im Nebenjob
Noch besser kommt es für Studierende mit einem Nebenjob. Sie dürfen monatlich bis zu 450 Euro verdienen, die nicht auf das BAföG angerechnet werden. Das sind satte 12,5 Prozent mehr als vorher (400 Euro). Außerdem wird der Freibetrag für das eigene Vermögen um 2.300 Euro angehoben – auf dann 7.500 Euro.

Zum Hintergrund: Das BAföG, Bundesausbildungsförderungsgesetz, wurde bereits 1971 eingeführt. Studierende erhalten heute die Hälfte der Fördersumme als Zuschuss. Die andere Hälfte ist ein zinsloses Darlehen, von dem jedoch höchstens 10.000 Euro zurückgezahlt werden müssen.

Noch mehr Informationen zur Reform des BAföG findet ihr beim Deutschen Studentenwerk.

Es geht los: Die Famulatur-Förderung ist gestartet

Es geht los: Die Famulatur-Förderung ist gestartet

Rund ums Studium

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration fördert und unterstützt gemeinsam mit den Partnern des Hessischen Gesundheitspaktes u.a. die ambulante ärztliche Versorgung in ländlichen Regionen.

Hierbei kommt der ärztlichen Aus- und Weiterbildung eine besondere Bedeutung zu. Gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen und den Landesverbänden der Krankenkassen und Ersatzkassen in Hessen wird ein System von Fördermaßnahmen und Anreizsystemen von der ärztlichen Aus- und Weiterbildung bis zur Niederlassung geschaffen.

Die KV Hessen fördert im Auftrag des Landes Medizin-Studierende, die sich im Rahmen ihrer Famulatur für eine hausärztliche Vertragsarztpraxis gemäß § 73 Abs. 1a SGB V in einer ländlichen Region Hessens entscheiden.

Basis ist die neue Richtlinie zur finanziellen Förderung von Famulatur-Abschnitten in hessischen Hausarztpraxen in den Jahren 2015 bis 2018. Die Richtlinie tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.

Die Förderhöhe beträgt 595,00€ pro Monat. Die maximale Förderdauer für den Famulus beträgt zwei Monate in der hausärztlichen Vertragsartpraxis.

Antragsvoraussetzungen sind:

  • das Studium der Humanmedizin an einer deutschen Universität und
  • die Ableistung der Famulatur in einer hausärztlichen Vertragsarztpraxis in einer hessischen Stadt oder Gemeinde mit bis zu 20.000 Einwohnern.

Der Förderantrag muss vor der Aufnahme der Famulatur in der hessischen Vertragsarztpraxis bei der KV Hessen gestellt werden. Eine rückwirkende Antragstellung ist ausgeschlossen. Davon ausgenommen sind Famulaturen im Anschluss an das Wintersemester 2015/2016; hier darf der Antrag auch rückwirkend erfolgen.

Dem Antrag sind beizufügen:

  • eine aktuelle Immatrikulationsbescheinigung an einer deutschen Universität
  • eine Kopie des Zeugnisses über die erfolgreiche Ablegung des Ersten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung
  • eine Bestätigung der hessischen Vertragsarztpraxis, dass die Ableistung der Famulatur im Zeitraum von … bis … in der Praxis vereinbart wurde

Nach Beendigung der Famulatur hat der Studierende der KV Hessen unaufgefordert die ausgefüllte und durch die hessische Vertragsarztpraxis unterschriebene Bescheinigung (siehe Anlage 6 der ÄApprO 2002 „Zeugnis über die Tätigkeit als Famulus“) über die erfolgreiche Absolvierung der Famulatur einzureichen. Die Zahlung des Förderbetrags erfolgt nach Abschluss der Famulatur auf das Konto des Studierenden.

Weitere Informationen gibt es auf der Website der KV Hessen unter www.kvhessen.de.

Die Allgemeinmedizin – besser als ihr Ruf!

Die Allgemeinmedizin – besser als ihr Ruf!

Rund ums Studium

Langweilige Fälle und „Fließbandarbeit“ – Wahrscheinlich kennt ihr auch die vielen Vorurteile, mit denen die Allgemeinmedizin zu kämpfen hat. Lernen sich Student und Fachrichtung erstmal besser kennen, zum Beispiel im Rahmen des Praktischen Jahrs, schmilzt das Eis aber meistens doch. So ging es auch Wiba Keke Wermann, einer frisch gebackenen Ärztin, die ihr PJ in der Allgemeinmedizin gemacht hat – und dabei von der KV Hessen unterstützt wurde.

Yeah, das Studium ist geschafft! Was jetzt?

Ich schwanke zwischen Allgemein- und Innerer Medizin. Mein Praktisches Jahr hat aber mein Interesse für die Allgemeinmedizin gestärkt – das lag vor allem an der Arbeit in der Praxis, in der ich mein PJ absolviert habe. In dieser Zeit merkte ich: die Allgemeinmedizin wird nie langweilig! Als Allgemeinmedizinerin muss man sich ständig weiterbilden und einen Überblick über viele Fachgebiete behalten. Der Ansatz ist immer ein ganzheitlicher, das finde ich gut. In der Inneren Medizin kann man sich wiederum extrem spezialisieren, was auch seine Reize hat. Hämatologie und Onkologie finde ich interessant. Wenn man da noch forschen könnte, zum Beispiel an der Universität, wäre das perfekt. Denn grundsätzlich bin ich auch an der Lehre interessiert.

Stichwort PJ – Du hast die Förderung der KV Hessen in Anspruch genommen. Wie hast du davon erfahren?

Durch unser PJ-Seminar. Dort wurden wir darauf hingewiesen, dass es eine finanzielle Förderung durch die Kassenärztliche Vereinigung Hessen gibt. Der Leiter dieses Seminares hatte uns auch dazu ermutigt, das PJ in einer Allgemeinmedizinischen Praxis zu durchlaufen. Ich finde es toll, dass durch die Förderung die Arbeit, die wir Studenten in der Zeit absolvieren, Wertschätzung erfährt. Die Betreuung durch die KV Hessen, beziehungsweise die Koordinierungsstelle Weiterbildung, fand ich mehr als zufriedenstellend. Ich habe die Infos und Unterstützung bekommen, die ich brauchte!

Die Allgemeinmedizin ist also für dich eine Option. Eine Niederlassung auch?

Der Vorteil einer eigenen Praxis wäre, dass ich meine eigene Chefin sein könnte. Ich hätte die Möglichkeit, die Praxisstruktur vorzugeben und meinen Beruf so zu „leben“, wie ich es für richtig halte. Allerdings haben wir im Studium keinerlei betriebswirtschaftliches Know-How beigebracht bekommen. Das fehlt mir. Deshalb ist die Anstellung eine weitere denkbare Option. Oder eine Berufsausübungsgemeinschaft. Gerade wenn man die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Blick hat. In einem tollen Team kann man sich gegenseitig unterstützen, der fachliche Austausch ist intensiver und man kann sich womöglich mehr Freiräume leisten.

Stadt oder Land – Wo zieht es dich hin?

Ich bin in der Stadt aufgewachsen, bin sehr an dieses Leben gewöhnt und schätze die kurzen Wege hier. Aber ein Familienleben stelle ich mir eher im ländlichen Bereich Hessens vor. Und was eine Tätigkeit als niedergelassene Ärztin anbelangt: Ich denke mir, dass der Kontakt auf dem Land zwischen Ärztin und ihren Patienten persönlicher wird, was die Arbeit vielleicht angenehmer macht. Gleichzeitig kann es aber auch sein, dass deine Patienten dich auch außerhalb der Sprechstunden als Ansprechpartnerin sehen. Mhm … Stadt oder Land? Beides hat Vor- und Nachteile. Bis jetzt bin ich noch nicht entschieden.