Wegen Covid-19: MedMobil-Aktion pausiert

Wegen Covid-19: MedMobil-Aktion pausiert

Allgemein MedWisser Niederlassen! Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium Seminare

Mit unseren MedMobilen machen wir euch normalerweise mobil. Ob zur Famulatur, dem PJ oder einfach in die Uni – in den letzten Jahren haben zahlreiche Medizinstudierende in Hessen von der Aktion profitiert. Aktuell müssen wir unsere Flitzer allerdings – wie schon im letzten Jahr – zweckentfremden. Die KV Hessen benötigt sie aufgrund der Covid-19-Situation für andere Zwecke, sodass die Autos leider bis auf Weiteres nicht von Studierenden genutzt werden können und die Verlosungen pausieren müssen.

Wir sind natürlich trotzdem weiterhin an eurer Seite und unterstützen euch zum Beispiel mit finanzieller Förderung, Beratung und bald auch wieder mit unseren Liveaktionen. Danke für euer Verständnis und bleibt gesund!   

 

 

 

 

Fünf Tipps für ein gelungenes digitales Vorstellungsgespräch

Fünf Tipps für ein gelungenes digitales Vorstellungsgespräch

Allgemein MedWisser Niederlassen! Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium Seminare

Das Praktische Jahr steht vor der Tür? Oder vielleicht sogar die Zeit als Assistenzärzt*in? Wer aktuell auf Praktikums- oder Jobsuche ist, wird häufig zu digitalen Bewerbungsgesprächen eingeladen. Egal ob via Zoom, Skype oder Teams – es gibt einige Dinge, die ihr bei einem Videointerview auf dem Zettel haben solltet. Wir haben ein paar Tipps für euch vorbereitet, damit es mit dem Gespräch und der Traumstelle auf jeden Fall klappt!

1.Technik & Einstellungen

Bei einem analogen Vorstellungsgespräch ist der Arbeitgeber in der Pflicht, für die richtigen Gesprächsbedingungen zu sorgen. Bei einem Videointerview seid ihr selbst dafür verantwortlich. Ist die Internetverbindung stabil? Funktionieren Kamera und Mikrofon? Sind Licht und Bildausschnitt angemessen? Nehmt euch auf jeden Fall ausreichend Zeit, um die Technik aufzusetzen und auszuprobieren. Macht unbedingt einen Probedurchgang bzw. -anruf mit einer Vertrauensperson und lasst euch Feedback zu eurem Set up geben. Denn nichts ist ärgerlicher, als wenn der Wunschjob daran scheitert, dass ihr im Videointerview nicht zu verstehen wart.

2.Hintergrund & Outfit

Auch wenn das Gespräch in eurem WG-Zimmer oder auf der Couch stattfindet: Es ist immer noch ein Bewerbungsgespräch. Wählt deshalb ein dem Anlass angemessenes Outfit. Und ja, das kann bedeuten, dass ihr zu Hause mit Hemd und Schlips vor der Kamera sitzt. Mit eurer Kleidung endet der optische Eindruck aber noch nicht. Auch auf den Hintergrund solltet ihr ein Auge haben. Im Idealfall ist er ruhig, neutral und enthält keine persönlichen Gegenstände (Poster, Fotos o. ä.). Gut geeignet sind helle Wände oder auch Bücherregale.

Viele Onlinetools bieten zudem die Möglichkeit, den Hintergrund via Kameraeffekt unscharf zu stellen. Solltet ihr solch ein Feature benutzen wollen, testet es unbedingt vorher und probiert aus, ob der Effekt auch bei Bewegung noch vorteilhaft wirkt. Im Zweifelsfall solltet ihr lieber darauf verzichten und einen anderen Ort mit geeigneterem Hintergrund wählen.

3.Ruhe & Konzentration

Natürlich habt ihr keinen Einfluss darauf, was eure Nachbarn in der Zeit eures Videointerviews machen. Aber trotzdem könnt ihr viele Faktoren für ein ungestörtes Gespräch kontrollieren. Informiert ggf. Mitbewohner*innen oder Familienangehörige über euren Termin und bittet darum, in dieser Zeit nicht gestört zu werden. Schließt Fenster und Türen und stellt euer Handy auf lautlos.

Um konzentriert und entspannt in das Gespräch gehen zu können, empfiehlt es sich außerdem, etwas mehr Zeit für die Vorbereitung sowie als Puffer danach einzuplanen. Wenn ein einstündiges Gespräch angesetzt ist, seid am besten schon 15 bis 30 Minuten vorher bereit und entspannt euch z. B. noch kurz mit einer Atemübung. Wer einen Zeitpuffer im Anschluss einplant, muss sich während des Gesprächs keine Gedanken darüber machen, am Ende in Zeitnot zu geraten oder das Gespräch gar selbst abbrechen zu müssen. Letzteres solltet ihr unbedingt vermeiden.

4.Gestik, Mimik und Körperhaltung

Im Videointerview wird man sich aufgrund der Kamera manchmal besonders seiner eigenen Gestik, Mimik und Körperhaltung bewusst. Versucht am besten, entspannt und dennoch aufrecht zu sitzen und durchgehend eine freundliche Mimik zu bewahren. Vorsichtig solltet ihr mit Gesten sein und sie nur sparsam einsetzen. Zu viel Bewegung, und sei es nur das mehrfache Zurückstreichen der Haare hinters Ohr, wirkt schnell hektisch oder unruhig und kann sich negativ auf die Gesprächsatmosphäre auswirken.

Konzentriert euch am besten auf euer Gegenüber und vermeidet es, ständig euer Aussehen in der Kamera zu kontrollieren. Ein kleiner Spickzettel, der euch an eine gerade Sitzposition oder ein Lächeln auf den Lippen erinnert, schadt aber natürlich nicht.   

5.Vorbereitung & Fokus

Ein digitales Vorstellungsgespräch ist immer noch das: ein Vorstellungsgespräch. Dementsprechend solltet ihr euch darauf genauso vorbereiten wie auf ein „echtes“ Gespräch vor Ort. Informiert euch über die Einrichtung, bei der ihr euch beworben habt, bereitet Antworten auf Standardfragen vor und überlegt euch Fragen an eure Gesprächspartner*innen.

Während des Gesprächs solltet ihr 100 % konzentriert sein und euch völlig darauf einlassen. Alles, was euch irgendwie ablenken könnte, entfernt ihr für diesen Zeitraum am besten aus eurer Reichweite und eurem Blickwinkel. Denn jetzt geht es gerade um einen Job, den ihr unbedingt wollt – und dafür sind voller Fokus und Einsatz gefordert!

Fazit: Digitales Vorstellungsgespräch – gute Vorbereitung ist alles!

Die gute Nachricht ist: Beim digitalen Vorstellungsgespräch sucht ihr euch die Location selbst aus und könnt für räumliche Bedingungen sorgen, in denen ihr euch wohlfühlt. Die schlechte Nachricht: Es bleibt trotz allem ein berufliches Gespräch, das eure Zukunft maßgeblich mitgestalten kann. Eine dementsprechend hohe Priorität solltet ihr ihm einräumen und euch angemessen vorbereiten – sowohl inhaltlich als auch technisch. Denn mit einem erfolgreichen digitalen Vorstellungsgespräch seid ihr eurer Wunschstelle wahrscheinlich schon ein ganzes Stückchen näher!

 

 

 

 

Hausarztfamulatur – Das musst du wissen!

Hausarztfamulatur – Das musst du wissen!

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Endlich Zeit für Praxis – Hausarztpraxis! Auch wenn die Hausarztfamulatur für viele nicht zu den liebsten Praxisstationen gehört, so ist sie doch Pflicht und ihr solltet die Chance nutzen, einmal unverbindlich in den Bereich Allgemeinmedizin bzw. hausärztliche Grundversorgung einzutauchen. Selbst wenn ihr euch später für eine Laufbahn in der Klinik entscheidet, könnt ihr hier viel lernen und ein grundlegendes Verständnis für Praxisabläufe erwerben. Denn in vielen Fachgebieten ist die Zusammenarbeit mit Hausärzt*innen wichtig für die optimale Versorgung von Patient*innen.  

Rechtliche Vorgaben der Hausarztfamulatur

Seit Änderung der Approbationsordnung vor einigen Jahren ist eine Famulatur im hausärztlichen Versorgungsbereich für alle Medizinstudierenden Pflicht. Im Klartext heißt das: Wer in Deutschland Ärzt*in werden möchte, der muss nachweisen, dass im klinischen Teil des Studiums vier Wochen in diesem Bereich hospitiert wurde. Nur dann ist eine Zulassung zur Zweiten Ärztlichen Prüfung (Hammerexamen) möglich.

Lernziele der Hausarztfamulatur

Warum eigentlich eine Hausarztfamulatur? Die Idee dahinter ist ganz einfach: Medizinstudent*innen sollen die Chance haben, die Freude an der Allgemeinmedizin zu entdecken und sie vielleicht sogar als ernsthafte berufliche Option in Erwägung zu ziehen. Fakt ist nämlich: In den nächsten Jahren gehen tausende von niedergelassenen Allgemeinmedziner*innen in den Ruhestand und Hessen bzw. ganz Deutschland droht eine hausärztliche Mangelversorgung. Mit der Hausarztfamulatur gibt es also die unverbindliche, aber verpflichtende Chance, einfach mal in das Tätigkeitsfeld hineinzuschnuppern und vielleicht ein Interesse daran zu entwickeln. Denn nur wer etwas ausprobiert, kann auch wirklich sagen, dass es nichts für sie oder ihn ist, oder?

Zeitpunkt und Durchführungsort der Hausarztfamulatur

Wann und wo ihr die Hausarztfamulatur durchführt, bleibt euch weitestgehend selbst überlassen. Wer sich noch nicht bereit für die Klink fühlt, wählt sie vielleicht als erste Famulatur zu Beginn des klinischen Studienteils. Genauso kann es sinnvoll sein, sie ans Ende zu setzen, wenn ihr konkrete Vorstellungen davon habt, was ihr in eurer Zeit in einer hausärztlichen Praxis lernen möchtet. Wichtig ist, dass die Famulatur rechtzeitig vor dem Hammerexamen beendet ist (Bescheinigung nicht vergessen!).

Es bietet sich an, die vierwöchige Phase in der vorlesungsfreien Zeit zu absolvieren. Bedenkt nämlich unbedingt, dass die Famulaturen Vollzeitpraktika an fünf Tagen die Woche sind. Sie neben den regulären Studienveranstaltungen zu absolvieren, wird deshalb schwierig. Natürlich könnt ihr auch ein Urlaubssemester nehmen und in dieser Zeit alle Famulaturen nacheinander absolvieren. Wie gesagt – hier seid ihr relativ flexibel.

Auch was den Durchführungsort anbelangt, habt ihr viele Wahlmöglichkeiten. Neben Allgemeinärzt*innen kommen auch Kinderärzt*innen oder Internist*innen ohne Schwerpunktbezeichnung für die Hausarztfamulatur in Frage. Wichtig ist, dass die Ausbilder*innen vom jeweiligen Landesprüfungsamt als solche anerkannt werden. Das ist in den meisten Fällen aber reine Formsache.

Macht euch unbedingt auch Gedanken, ob ihr eure Hausarztfamulatur in der Stadt oder im ländlichen Raum absolvieren möchtet. Gerade auf dem Land dürfte es einfacher sein, einen Platz zu finden. Außerdem gibt euch das die tolle Chance, einmal in den abwechslungsreichen Arbeitsalltag von Landärzt*innen hineinzuschnuppern – und das ganz unverbindlich.

Förderung der Hausarztfamulatur

Wie auch die anderen zu absolvierenden Famulaturen wird die Hausarztfamulatur eigentlich nicht vergütet. Weil sie aber Pflicht ist und wir sie unglaublich wichtig finden, bietet die KV Hessen Studierenden eine finanzielle Förderung von 595,00 € monatlich an, wenn sie die Famulatur in einer Einrichtung der hausärztlichen Versorgung im ländlichen Raum durchführen. Informiert euch gleich hier über die Bewerbung und alle Förderungsvoraussetzungen.

Bewerbung für die Hausarztfamulatur

Wenn ihr auf der Suche nach einem Platz für eure Hausarztfamulatur seid, dann findet ihr online Stellenbörsen, in denen Praxen Plätze ausschreiben. Habt ihr schon eine Praxis oder Einrichtung ins Auge gefasst? Dann fragt einfach einmal nach, ob generell Famulaturplätze angeboten werden. Im Idealfall könnt ihr bereits euren Wunschzeitraum benennen und so konkret erfahren, ob in dieser Praxis eine Chance auf einen Platz besteht. Übrigens: Es kann auch hilfreich sein, einfach mal bei Studierenden aus höheren Semestern zu fragen, wo sie ihre Famulaturen verbracht haben und ob sie die Praxis weiterempfehlen können. Solche Informationen aus erster Hand sind Gold wert!

Fazit: Hausarztfamulatur – Pflichtfamulatur mit Gestaltungsspielraum

Um die Hausarztfamulatur kommt niemand herum. Aber wer nach einer Praxis sucht, die zu den eigenen Lernwünschen passt, kann aus diesen vier Wochen viel mitnehmen. Hausärzt*innen leisten jeden Tag wichtige medizinische Basisversorgung und haben ein sehr breites Behandlungsspektrum, das viele Berührungspunkte mit anderen Fachgebieten aufweist. Auch wenn ihr später nicht in der Allgemeinmedizin arbeiten möchtet, könnt ihr in dieser Famulatur grundlegendes Wissen über Praxisabläufe und wichtige praktische, medizinische Grundlagen erwerben. Das wird euch nicht nur in weiteren Famulaturen, sondern auch im Praktischen Jahr oder eurer Zeit als Assistenzärzt*in nützlich sein.

Viele weitere Infos zu den Famulaturen findet ihr in unserem Blogbeitrag. Informiert euch auch unbedingt über unsere einfach zu beantragenden Fördermöglichkeiten für die Hausarztfamulatur.

 

 

 

Nach dem Studium: So klappt’s mit dem Berufseinstieg

Nach dem Studium: So klappt’s mit dem Berufseinstieg

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Sechs Jahre Studium sind rum, das Staatsexamen geschafft – jetzt kann es losgehen mit der Karriere als Ärzt*in! Leider hält die Euphorie nach dem Abschluss oft nur kurz an, denn der Berufseinstieg ist für Mediziner*innen gar nicht so einfach. Die passende Stelle finden, mit der neuen Verantwortung klarkommen, sich in Arbeitsprozesse einfinden, an wechselnde Arbeitszeiten (Schichtdienst) gewöhnen, die eigene Weiterbildung organisieren und und und – die Liste an potentiell schwierigen Themen für Berufseinsteiger*innen ist lang. Dennoch kein Grund, um frustriert zu sein oder Angst vor der Zeit nach dem Studium zu haben. Wir haben einige Tipps für mehr Gelassenheit in den ersten Arbeitswochen als Assistenzärzt*in in der Klinik für euch!

1. Augen auf bei der Stellenwahl

Damit es mit dem Berufseinstieg klappt, überlegt euch unbedingt vorher, welche Klinikstelle zu euren Berufszielen passt. Möchtet ihr eine akademische Laufbahn einschlagen, ist ein Universitätsklinikum die richtige Wahl. Wer viele verschiedene Krankheitsbilder sehen möchte und vielleicht auch noch nicht genau weiß, wohin die Berufsreise gehen soll, ist in einem Haus mit Maximalversorgung sicherlich gut aufgehoben. Wer sich eher für Basisversorgung interessiert, wird in einer kleinen Klinik viel lernen.

Wenn die Zeit es erlaubt, kann eine Hospitation sinnvoll und sehr aufschlussreich sein. So könnt ihr herausfinden, ob die Aufgaben und das Team zu euren Wünschen passen. Habt ihr eine Stelle gefunden, die zu euch zusagt, lösen sich andere Probleme des Berufseinstiegs zwar nicht in Luft auf. Aber es ist deutlich einfacher, motiviert zu bleiben, wenn ihr euch bewusst für diesen Weg entschieden habt und wisst, dass er zu eurem beruflichen Ziel passt. 

2. Die neue Rolle annehmen

Vor dem ersten Tag solltet ihr euch auf jeden Fall die Zeit nehmen, eure neue Rolle und Position zu reflektieren. Ihr seid nun kein*e Student*innen mehr, sondern vollwertige Mitarbeiter*innen der Klinik. Auch wenn die Entscheidungsspielräume anfangs noch begrenzt sind, so tragt ihr echte Verantwortung für das Wohl der Patient*innen und müsst medizinische Entscheidungen treffen. Als Neulinge seid ihr trotzdem erst einmal das kleinste Rad im Getriebe und dementsprechend solltet ihr euch verhalten. Von Pflegekräften, die theoretisch weder über noch unter euch stehen, könnt ihr viel Organisatorisches lernen, was das Einfinden in die neue Arbeit und Umgebung erleichtert. Den Patient*innen hingegen ist es egal, dass ihr noch Anfänger*innen bist. Sie erwarten klare Kommunikation und verbindliche Diagnosen. Wenn ihr verinnerlicht habt, welche Rolle ihr in eurem neuen Job einnehmt und wie ihr euch Kolleg*innen und Patient*innen gegenüber am besten verhaltet, könnt ihr mit dem nötigen, aber nicht übertriebenen Selbstbewusstsein durchstarten!

3. Fragen stellen und Hilfe holen

Kein*e Assistenzärzt*in muss vom ersten Tag an alles wissen und alles alleine machen. Ohne Berufserfahrung ist es unmöglich, immer sofort eine Antwort parat zu haben. Deshalb solltet ihr Hilfe annehmen und akzeptieren, dass Nachfragen völlig in Ordnung sind. Vielleicht kann eine routinierte Pflegekraft weiterhelfen, vielleicht – bei Fragen zu Behandlungsschemata oder Routineabläufen – auch erfahrene Assistenzärzt*innen. Und wenn das alles nichts bringt, dann ist immer noch ein*e Oberärzt*in da, um euch ganz konkret zu unterstützen.

Kleiner Tipp: Statt zu jammern und langatmig Probleme zu schildern, stellt Vorgesetzten besser konkrete Fragen, z. B. zur Auswahl des passenden Medikaments oder dem nächsten Behandlungsschritt. So zeigt ihr, dass ihr fokussiert arbeitet, sinnvoll kommuniziert und etwas lernen möchtet.

4. Teamplayer*in sein und Verbündete suchen

Jede*r kämpft für sich allein? Auf keinen Fall. Gute Ärzt*innen sind Teamplayer*innen und unterstützen sich gegenseitig. Mit ihrer fachlichen Kompetenz, im Bereich Organisation oder einfach dadurch, dass sie aufeinander Acht geben und Hilfe anbieten (und zulassen!). Vielleicht gibt es in eurem Krankenhaus oder auf eurer Station ja einen Stammtisch oder ein anderes Forum, in dem Assistenzärzt*innen sich austauschen können? Ihr sitzt schließlich alle im selben Boot und eure Kolleg*innen haben bestimmt noch ein paar gute Tipps parat, die im Stationsalltag helfen.

Fazit: Gut vorbereiten, klare Ziele haben und nicht entmutigen lassen!

Der Berufseinstieg ist für Mediziner*innen keine einfache Phase. Wer sich über die eigenen beruflichen Wünsche und Ziele aber klare Gedanken macht, sich eine passende Stelle sucht und seine neue Rolle annimmt, hat schon große Hürden auf dem Weg genommen. Die Routine bei der Behandlung von Patient*innen kommt durch das stetig wachsende Fach- und Praxiswissen dann Im Laufe der Zeit ganz von selbst. Deshalb: Nicht entmutigen lassen, dranbleiben und euch freuen, dass ihr einen so spannenden und abwechslungsreichen Beruf gewählt habt!

Quellen:

https://www.praktischarzt.de/magazin/10-tipps-fuer-assistenzaerzte/

https://arztundkarriere.com/ratgeber/berufseinstieg-fuer-aerzte/

https://m.thieme.de/viamedici/arzt-im-beruf-weiterbildungs-coach-allgemeine-infos-1570/a/die-besten-tipps-zum-klinikeinstieg-26893.htm

 

 

 

Famulatur: Das musst du wissen!

Famulatur: Das musst du wissen!

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Jedes Studium sieht irgendeine Form von Praxis vor. Aber vermutlich gibt es nur wenige Studiengänge, in denen die praktischen Phasen so genau definiert und von vornherein festgelegt sind wie die Medizin. Gerade im zweiten, klinischen Abschnitt des Studiums wartet mit der Famulatur ein spannender Einblick in die Tätigkeit als Ärzt*in auf euch. Es lohnt sich also, sich Dauer, Aufbau und Ablauf der Famulatur einmal näher anzuschauen.

Ein Begriff, vier Phasen

Der Begriff „Famulatur“ kann in die Irre führen, denn er erweckt den Eindruck, es handele sich dabei nur um ein einziges Praktikum. Das stimmt so aber nicht. Denn darunter subsumieren sich vier Praxisphasen a 30 Tagen, also insgesamt 120 Tage belaufen. Achtet also unbedingt darauf, immer volle 30 Kalendertage (und nicht etwa 4 Wochen) abzuleisten und bescheinigt zu bekommen, denn sonst kann eure Famulatur als ungültig abgelehnt werden – und die Famulaturzeugnisse braucht ihr für die Anmeldung zum Praktischen Jahr. Alle Famulaturen sind in den vorlesungsfreien Zeiten, also den Semesterferien bzw. den offiziellen Ferien (etwa über Weihnachten) zu absolvieren. Alternativ könnt ihr dafür aber auch ein Urlaubssemester nehmen und die Famulaturen nacheinander am Stück ableisten.

Egal für welche Variante ihr euch entscheidet – bis zur Zweiten Ärztlichen Prüfung müsst ihr die Nachweise beisammenhaben. Ihr habt also gemessen an der Regelstudienzeit vier Jahre Zeit dafür. Was ihr bei der Planung und Organisation unbedingt bedenken solltet: Die Famulaturen sind Vollzeitpraktika, also ganztägig an fünf Tagen die Woche zu absolvieren, und im Normalfall nicht vergütet. Euren Nebenjob oder weitere in den vorlesungsfreien Zeiten zu erbringende Leistungen müsst ihr also darauf abstimmen bzw. vielleicht sogar eine Zeitlang verschieben.

Vier Phasen, drei Stationen

Aber nicht nur, wie lange die Famulaturen dauern und bis wann sie abzuleisten sind, ist klar geregelt. Auch das „Wo“ steht von vornherein fest. Ihr durchlauft in den Famulaturen nämlich insgesamt drei Stationen der Patientenversorgung:

Stationär: Zwei Famulaturen sind in einem Krankenhaus oder alternativ in einer stationären Rehabilitationseinrichtung zu absolvieren.

Ambulant: Eine Famulatur muss in einer ambulanten, ärztlich geleiteten Einrichtung abgeleistet werden. Darunter fallen nicht nur Arztpraxen, sondern auch Ambulanzen, Notaufnahmen oder Polikliniken.

Hausärztlich: Seit 2012 ist ein weiterer Monat der Famulatur im hausärztlichen Versorgungsbereich Pflicht. Dazu gehören neben Allgemeinärzten auch Kinderärzte sowie Internisten, die keine Schwerpunktbezeichnung aufweisen.

Spezielle Regeln einzelner Bundesländer und Auslandsaufenthalte

Für Medizinstudierende in Hessen gilt: Die Famulatur muss in vier Abschnitten von je 30 Tagen abgeleistet werden. Andere Bundesländer, zum Beispiel Baden-Württemberg oder Schleswig-Holstein, lassen hingegen auch eine Aufsplittung in Intervalle von 15 Tagen zu. Es lohnt sich also, sich vorab zu informieren, was an eurem Studienort bzw. in eurem Bundesland möglich ist oder nicht.

Famulaturen könnt ihr grundsätzlich auch im Ausland durchführen. Tatsächlich wählen jedes Jahr viele Studierende diesen Weg, praktische Erfahrung und Auslandsaufenthalt zu kombinieren. Informiert euch einfach mal an eurer Uni oder bei Austauschorganisationen. Die Anerkennung ist in der Regel problemlos möglich, wenn die oben genannten Regeln (Dauer, Station) erfüllt sind und ihr ein entsprechendes Zeugnis (auf Deutsch oder als beglaubigte Übersetzung) vorlegen könnt.

Unsere Unterstützung für eure Famulatur!

Die vier Famulaturabschnitte sind spannende Möglichkeiten, zum ersten Mal richtig in euren zukünftigen Beruf hineinzuschnuppern und vielleicht sogar schon Fachgebiete zu entdecken, mit denen ihr euch nach dem Studium vertieft beschäftigen möchtet. Nichtsdestotrotz ist die Organisation und Finanzierung der Famulaturen nicht immer einfach. Deshalb unterstützen wir euch dabei. Die KV Hessen fördert euch z. B. bei eurer Famulatur in einer hausärztlichen Praxis in einer ländlichen Region Hessens. Und das für bis zu 60 Tage, wenn ihr die Abschnitte ambulante und hausärztliche Patientenversorgung dort kombiniert absolviert. Informiert euch gleich hier über diese und alle weiteren unserer Förderungsmöglichkeiten für Medizinstudierende.

 

 

We care: Unsere Überraschungsbox für euch!

We care: Unsere Überraschungsbox für euch!

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Dass wir uns im letzten Jahr nicht wie üblich regelmäßig in Kursen oder bei Veranstaltungen an den hessischen Unis sehen konnten, finden wir immer noch sehr schade. Und wenn wir ehrlich sind, wissen wir auch jetzt noch nicht, was 2021 wieder möglich sein wird und was nicht. Trotzdem sind wir weiterhin mit unseren Angeboten – von Beratung bis Förderung – für euch da. Und weil wir wissen, wie schwierig und auch belastend die aktuelle Situation für Studierende ist, möchten wir unseren MedWissern gerne eine kleine Freude machen und euch eine kleine Selfcare-Box zuschicken. Was drin ist? Das verraten wir vorab natürlich nicht. Loggt euch einfach in euren MedWisser-Account ein, füllt unser Anmeldeformular aus und dann macht sich die We-care-Box schon bald auf den Weg zu euch.

Falls ihr euch fragt, warum ihr euch für die Box noch einmal anmelden müsst und wir sie nicht einfach an alle registrierten MedWisser schicken: Weil wir wollen, dass sie wirklich bei euch ankommt. Und weil einige Adressen vielleicht nicht mehr aktuell sind oder ihr euch eventuell gar nicht in eurer Unistadt aufhaltet im Moment, gehen wir diesen Weg. Das Ausfüllen des Formulars geht aber ratzfatz (versprochen!) und dann haltet ihr die Box schon bald in euren Händen. Erzählt auch gerne anderen Medizinstudierenden vom MedWisser-Angebot und unserer Aktion. Wir möchten schließlich, dass möglichst viele von euch sich über die Selfcare-Box freuen können.

Registriert euch als MedWisser oder loggt euch direkt ein: Zum Login

Niederlassung – so unterstützt die KV Hessen euch!

Niederlassung – so unterstützt die KV Hessen euch!

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Die Selbstständigkeit klingt reizvoll, ist aber ein großer Schritt, auf den ihr euch nicht vorbereitet fühlt und der auch finanziell riskant erscheint? Verständlich. Deshalb ist es uns wichtig, dass sich niemand bei der Niederlassung allein gelassen fühlt. Unsere kostenlosen Beratungsangebote sind für alle da, die sich unverbindlich und umfassend über Chancen und Risiken der Selbstständigkeit informieren möchten und Ängste nehmen. Und wenn ihr schon einen Schritt weiter seid, können wir euch mit finanziellen Hilfen unter die Arme greifen, die euch gerade in der Anfangszeit entlasten und Risiken minimieren. Hier ein kleiner Überblick über unsere Angebote:

 

Beratung

Summer- und Winterschool

Ein langes Wochenende voll mit geballtem Wissen rund um das Thema Niederlassung und einem abwechslungsreichen Freizeitprogramm: Die Summer- und Winterschool bieten zweimal im Jahr grundlegende Informationsmöglichkeiten für fortgeschrittene Studierende, die sich für eine Niederlassung interessieren. Außerdem gibt`s jede Menge Spaß und die Chance zum Austausch mit anderen.

Doc’s Camp

Zwei Wochenenden für eure Zukunftsplanung: Im Doc’s Camp erfahren Assistenzärzt*innen in Weiterbildung (ÄiW) alles, was sie schon jetzt über die Niederlassung wissen sollten. Außerdem habt ihr die Möglichkeit, dort eure Fragen mit qualifizierten Referent*innen und niedergelassenen Ärzten verschiedener Fachrichtungen zu diskutieren. Die perfekte Gelegenheit, sich vertieft mit der eigenen beruflichen Zukunft zu beschäftigen.

 

Finanzielle Förderung

Start gut!

Mit einer eigenen Praxis tragt ihr als Ärzt*in dazu bei, die ambulante medizinische Versorgung zu sichern. Es gibt allerdings immer wieder Regionen, in denen sich zu wenige Mediziner*innen bestimmter Fachrichtungen niederlassen. Wer einen besonderen Versorgungsbedarf deckt, kann dafür dank „Start gut!“ 24 Monate finanzielle Förderung erhalten – und das sogar schon während der Facharztweiterbildung.

Honorargarantie

Der Start in die Selbstständigkeit ist herausfordernd – gerade finanziell. Deshalb gibt es die Möglichkeit der Honorargarantie für die ersten zwei Quartale nach Praxisstart. Sie gilt für Ärzt*innen bestimmter Fachgebiete, die sich in Regionen mit besonderem Versorgungsbedarf niederlassen.

Umzugszuschuss

Ihr lasst euch zum ersten Mal nieder und müsst dafür umziehen? Dann könnt ihr unter bestimmten Voraussetzungen vom Umzugszuschuss der KV Hessen profitieren. Einzige Bedingung: Ihr lasst euch als Haus- oder Fachärzt*in einem Gebiet mit besonderem Versorgungsbedarf nieder.

Kinderbetreuung

Selbstständig mit Kind? Manchmal ein ganz schöner Spagat. Deshalb unterstützt die KV Hessen Ärzt*innen in Weiterbildung in einem Gebiet mit besonderem Versorgungsbedarf bzw. Haus- und Fachärzt*innen, die sich in einem solchen Gebiet erstmalig niederlassen besonders. Bis zu drei Jahre lang könnt ihr euch monatlich Kinderbetreuungskosten in Höhe von maximal 400 € erstatten lassen.

Lust auf noch mehr Infos zum Thema Niederlassung? Dann schaut mal auf unserem Blog vorbei!

Dein Leben. Deine Praxis! – Niederlassung ganz individuell

Dein Leben. Deine Praxis! – Niederlassung ganz individuell

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Jeden Tag Sprechstunde ab 8.00 Uhr, wenig Zeit für Pausen und keine Möglichkeit zum Austausch mit Kolleg*innen – so stellen sich viele den Arbeitsalltag als niedergelassene*r Ärzt*in immer noch vor. Dabei ist das Bild des Einzelkämpfers überholt und auch Behandlungszeiten orientieren sich längst nicht mehr nur an Frühaufstehern. Stattdessen haben Mediziner*innen, die sich niederlassen wollen, viele verschiedene Möglichkeiten, die sich mit ganz unterschiedlichen Lebensmodellen vereinbaren lassen. Denn als niedergelassene*r Ärz*tin muss heute niemand mehr alles alleine machen – und auch nicht unbedingt Vollzeit arbeiten.

Denn Fakt ist: Wer selbstständig tätig ist, hat deutlich mehr Kontrolle über Angebotsspektrum und Arbeitszeiten als jemand, der angestellt arbeitet. Trotzdem schließen sich beide Modelle nicht aus. Vielleicht ist es als Berufseinsteiger*in erst einmal attraktiv, als angestellte*r Ärzt*in zu arbeiten und in die ambulante Praxistätigkeit hineinzuschnuppern, bevor der Sprung in die Selbstständigkeit gewagt wird. So ähnlich funktioniert auch das Jobsharing, bei dem sich ein*e Seniorpartner*in und ein*e neu hinzukommende*r Juniorpartner*in der gleichen Fachrichtung einen Arztsitz teilen. Auch hier ist es möglich, als Juniorpartner*in zunächst oder sogar dauerhaft im Angestelltenverhältnis tätig zu sein.

Wer mehr Freiheiten sucht und wirklich sein*e eigene*r Chef*in sein will, für den gibt es ebenfalls diverse Lösungen. Hier gilt: Es gibt keine Praxisform, die für jede*n passt, sondern es sollte immer genau geschaut werden, welche fachlichen und organisatorischen Präferenzen jemand hat. Ob klassische Einzelpraxis, organisatorische Praxisgemeinschaft mit anderen oder fachrichtungsübergreifende Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) an einem oder mehreren Orten – es lohnt sich, sich über die Vor- und Nachteile all dieser Möglichkeiten genau zu informieren.

Denn eine Niederlassung ist eine langfristige Entscheidung und dabei sollten auch zukünftige berufliche Wünsche sowie mögliche Änderungen der privaten Situation bedacht werden: Gibt mir die gewählte Art der Niederlassung die Möglichkeit, mein Behandlungsspektrum zu erweitern/verändern? Was passiert mit der Praxis, wenn ich in Elternzeit gehe? Ist der Standort richtig für mich oder sehe ich mich in zehn Jahren an einem anderen Ort? Wer sich genau überlegt, wie das eigene Berufs- und Privatleben aussehen soll, für den wird sich mit der Zeit herauskristallisieren, welche Arbeits- und Praxisformen in Frage kommen und welche keine Option sind.

Die KV Hessen gibt gerne Starthilfe, damit der Schritt in die Selbstständigkeit so unkompliziert wie möglich gelingt. Die Berater*innen unterstützen in allen Fragen rund um Praxisform, Standort und Finanzierungsmöglichkeiten. Viele Informationen rund um die Niederlassung gibt es außerdem auf https://www.kvhessen.de/niederlassung/ sowie im Niederlassungsfahrplan: https://www.kvhessen.de/publikationen/niederlassungsfahrplan/

 

 

 

 

Niederlassung: Diese Möglichkeiten hast du!

Niederlassung: Diese Möglichkeiten hast du!

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Eine Tätigkeit im Krankenhaus ist für junge Ärzt*innen eine tolle Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, ohne sich schon final auf eine Fachrichtung oder einen Ort festlegen zu müssen. Denn wer weiß nach dem Studium schon auf Anhieb, in welche Richtung das Berufsleben verlaufen soll oder wird? Dennoch gibt es neben der Karriere im Krankenhaus auch noch viele weitere spannende Berufsoptionen für Absolvent*innen – auch solche, die du als berufsanfänger*in ausüben kannst, ohne dich direkt niederlassen zu müssen. Welche Berufsoptionen außerhalb des Krankenhauses für dich passen, hängt maßgeblich von zwei Entscheidungen ab:

  1. Möchtest du lieber alleine oder mit anderen zusammen arbeiten?
  2. Möchtest du dein*e eigene*r Chef*in oder angestellt sein?

Nachfolgend haben wir die Möglichkeiten, ambulant als Ärzt*in zu arbeiten, einmal nach diesen beiden Faktoren zusammengestellt.

Allein & selbstständig: Einzelpraxis

Du willst dein eigenes Ding machen und selbst entscheiden, welche Leistungen du anbietest, wann du arbeitest und wie du deine Praxis einrichtest und organisierst? Wenn du dir viele Freiheiten wünschst und dir vorstellen kannst, das unternehmerische Risiko allein zu tragen, dann ist eine Einzelpraxis eine tolle berufliche Option für dich. Und auch wenn du keine anderen Ärzt*innen als direkte Kolleg*innen hast, kannst du dir ein tolles Team zusammenstellen und mit ihm zusammen richtig was für deine Patient*innen bewegen.

Zusammen & angestellt: Praxis, MVZ & Jobsharing

Kein finanzielles Risiko, kein dauerhaftes Festlegen auf einen Standort und ein direkter Draht zu anderen Ärzt*innen: Die Tätigkeit als Angestellte*r in einer Praxis oder einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) bringt einige Vorteile mit sich. Hier kannst du eigene Patient*innen ambulant behandeln, ohne selbst einen Arztsitz haben oder dich selbstständig machen zu müssen. Zwar hast du hier weniger Freiheiten als in deiner eigenen Praxis, trägst aber auch keinerlei finanzielles Risiko. Übrigens: Auch beim Jobsharing ist es möglich, als Juniorpartner*in angestellt zu arbeiten. Dafür benötigst du ebenfalls keine eigene Zulassung.

Zusammen & selbstständig mit eigener Praxis: Praxisgemeinschaft

Wer Lust auf Gemeinschaft hat und bereit ist, Kompromisse zu machen, für den bietet es sich an, Teil einer Praxisgemeinschaft zu werden. Hier nutzen mehrere Ärzt*innen Räume und Gerätschaften gemeinsam, betreiben aber rechtlich alle eine eigene Praxis und rechnen auch jedes Quartal getrennt ab. In einer Praxisgemeinschaft liegt der Vorteil darin, dass z. B. die Kosten für (oftmals teure) Untersuchungsgeräte oder die Miete der Praxisräume gemeinsam geschultert werden können. Andererseits musst du dir diese Geräte natürlich mit anderen teilen und hast ggf. nicht jederzeit Zugriff darauf. Auch bei der Praxisorganisation musst du dich mit deinen selbstständigen Kolleg*innen verständigen, um eine reibungslose Organisation für die Patient*innen zu ermöglichen. Dafür sind deine finanziellen Belastungen möglicherweise geringer als in einer Einzelpraxis.

Zusammen & gemeinsam selbstständig: Jobsharing, Berufsausübungsgemeinschaft

Du bist gerne Teil eines Teams und kannst dir auch gut vorstellen, Patient*innen gemeinsam mit Kolleg*innen zu behandeln? Dann ist die Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) für dich interessant. Denn hier kannst du dich mit anderen Ärzt*innen aus deinem Fachbereich oder sogar aus anderen Fachbereichen zusammenschließen. Das bietet dir spannende fachliche Möglichkeiten und Einblicke in andere medizinische Bereiche. Berufsausübungsgemeinschaften nutzen eine gemeinsame Patientenkartei und rechnen auch zusammen ab. Das finanzielle Risiko der Selbstständigkeit verteilt sich also auf mehrere Schultern. Besonders spannend: Die an einer BAG beteiligten Ärzt*innen müssen nicht alle in den gleichen Räumen arbeiten. Auch Jobsharing wird oft als Berufsausübungsgemeinschaft ausgeübt. Dabei teilen Senior- und Juniorpartner*in sich gleichberechtigt einen Arztsitz. Als Juniorpartner*in erhältst du bei dieser Variante eine beschränkte Zulassung, die an die BAG gebunden ist.

Ein Beruf – unglaublich viele Möglichkeiten!

Auch abseits des Krankenhauses warten für Ärzt*innen spannende berufliche Optionen. Von der Tätigkeit als Angestellte*r über die Einzelselbstständigkeit bis zum Jobsharing hast du vielfältige Möglichkeiten. Einige davon eignen sich auch perfekt, wenn du noch nicht genau weißt, ob eine ambulante Tätigkeit für dich die richtige Wahl ist oder du unsicher bist, ob du wirklich dein*e eigene*r Chef*in sein möchtest. Egal, für welche Variante du dich interessierst – die KV Hessen ist bei allen Fragen rund um Berufseinstieg und Niederlassung für dich da. Hier findest du viele Informationen und alle Ansprechpartner*innen: https://www.kvhessen.de/niederlassung/

Wir freuen uns, wenn wir dir weiterhelfen können!

 

 

 

 

Runde 2: KV Hessen verteilt erneut Mund-Nasen-Bedeckungen

Runde 2: KV Hessen verteilt erneut Mund-Nasen-Bedeckungen

Allgemein MedWisser Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium

Hygieneregeln einhalten, auf Abstand achten, Maske tragen – mit diesen drei Grundregeln verhindern wir zusammen weitere Ansteckungen mit dem Corona-Virus. Damit das klappt, möchten wir euch kurz vor Weihnachten mit Geschenken überraschen. Denn wir verteilen kurzfristig noch einmal vor den Kliniken in Frankfurt, Marburg und Gießen unsere beliebten, wiederverwendbaren Mund-Nasen-Bedeckungen!

Hier einmal die konkreten Daten und Standorte unserer Aktion:

08.12.2020 Frankfurt: 10:00-15:00 Uhr vor dem Dekanat (Haus 10 A)
09.12.2020 Gießen: 10.00-15.00 Uhr auf dem Gelände des Medizinischen Lehrzentrums, Klinikstr. 29.
10.12.2020 Marburg: 10.00-14.00 Uhr im linken Außenbereich des Haupteingangs, Baldingerstraße.

Natürlich achten wir bei der Verteilung darauf, dass alle aktuellen Bestimmungen eingehalten werden. Unterstützt uns bitte dabei, indem ihr z. B. in der Warteschlange Abstand haltet. 

Als besondere Überraschung erhaltet ihr unsere Masken dieses Mal übrigens im exklusiven „Arzt-in-Hessen“-Turnbeutel. Aber Achtung: Nur solange der Vorrat reicht! Wir freuen uns, wenn ihr uns an unserem Aktionsstand besucht. Bleibt gesund!

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