Immer für dich da – die Angebote der KV Hessen

Immer für dich da – die Angebote der KV Hessen

Allgemein MedWisser Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium

Die KV Hessen ist nur für ausgebildete Ärzte da? Weit gefehlt! Auch im Studium und in der Facharztweiterbildung unterstützen wir dich dabei, deinen Berufswunsch Ärzt*in zu realisieren – und zwar mit unseren Angeboten in verschiedenen Bereichen.

Für sorgenfreie Praxisphasen: Finanzielle Förderung

In der Famulatur und dem Praktischen Jahr lernst du den Arztberuf ganz praktisch kennen und machst wichtige Erfahrungen für dein späteres Berufsleben. Damit du dich dabei voll auf deine neuen Aufgaben konzentrieren kannst, fördern wir dich. Du kannst 595,00 € pro Monat von uns bekommen für deine Hausarztfamulatur in einer Praxis im ländlichen Raum (Dauer max. 2 Monate) oder das Wahltertials deines Praktischen Jahres 8Dauer max. vier Monate).

Außerdem fördern wir deine Weiterbildung zum/zur Fachärzt*in mit 5.000 € monatlich, wenn du dich für den Fachbereich Allgemeinmedizin oder einen anderen förderungsfähigen Zweig entscheidest. Alle Infos zu den Förderungsmöglichkeiten durch die KV Hessen findet du hier: https://www.arzt-in-hessen.de/themen/foerderung/

Für maximale Freiheit: MedMobile

Du möchtest für Famulatur und Praktisches Jahr mal raus aus deinem Studienort? Nur zu! Bewirb dich für eines unserer MedMobile und schon bist du unabhängig von Entfernungen und öffentlichen Verkehrsmitteln. Wir vergeben unsere Minis regelmäßig an Studierende, die ihre Hausarztfamulatur im ländlichen Raum absolvieren oder das Wahltertial ihres PJs in der allgemeinmedizinischen Versorgung ableisten. Vielleicht auch für dich eine spannende Möglichkeit? Dann schau mal hier vorbei:

https://www.arzt-in-hessen.de/medmobil-hausarztfamulatur/
https://www.arzt-in-hessen.de/medmobil-pj-wahltertial/

Für perfekte Vorbereitung: kostenlose Praxiskurse

Wie geht eigentlich eine Einzelknopfnaht und was muss beim Schreiben eines EKGs bedacht werden? Viele praxisrelevante Themen kommen im Studium zu kurz. Deshalb bieten wir euch regelmäßig kostenlose Praxiskurse an, zum Beispiel zu den Themen Sonografie, EKG und Nahttechniken. Auch Medical English steht regelmäßig auf unserem Kursprogramm. Aufgrund der aktuellen Situation können die Kurse nicht so regelmäßig stattfinden, wie wir sie euch gerne anbieten würden. Wir hoffen aber, dass sich das zeitnah wieder ändern!

Für entspannte Zukunftsaussichten: Alles zur Niederlassung

Irgendwann stellt sich zwangsläufig die Frage: Niederlassen oder lieber nicht? Weil diese Frage viel zu wichtig ist, um sie aufzuschieben, bieten wir dir schon im Studium bzw. während der Assistenzarztzeit/Facharztweiterbildung Hilfe an. Nimm als Studierende*r zum Beispiel an unserer Summer- oder Winterschool in Willingen teil. Hier bekommst du in nur vier Tagen von unseren Expert*innen geballtes Wissen rund um die Niederlassung – kombiniert mit einem abwechslungsreichen Freizeitprogramm und genug Zeit zum Netzwerken und Austauschen mit anderen. Für alle, die schon als Assistenzärzt*in tätig sind oder in der Facharztweiterbildung stecken, ist das Doc’s Camp der richtige Rahmen. An zwei Wochenenden erfährst du hier alles, was du über die Niederlassung wissen solltest. Deine Fragen kannst du mit qualifizierten Referent*innen und niedergelassenen Ärzt*innen verschiedener Fachrichtungen diskutieren und dir so einen umfassenden Überblick darüber verfassen, was bei der Niederlassung auf dich zukommt.

Für deine Fragen: Infos & Beratung

Neben unserem Blog und den Social-Media-Kanälen halten wir noch viele weitere Informationsangebote für dich bereit. Bist du schon Mitglied in unserem MedWisser-Team? Als registrierter MedWisser hast du Zugriff auf exklusiven Content und kannst an unseren Gewinnspielen teilnehmen. Außerdem bekommst du regelmäßig unseren Newsletter und erfährst die neuesten Termine und Aktionen so zuerst. Und falls doch noch konkrete Fragen offen sind, kannst du dich jederzeit an uns wenden. Nutze einfach das Kontaktformular oder melde dich in einem unserem BeratungsCenter: https://www.arzt-in-hessen.de/kontakt/

 

 

 

 

Praxisphasen im Medizinstudium

Praxisphasen im Medizinstudium

Allgemein MedWisser Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium

Theorie ist gut und schön. Aber als Ärzt*in musst du später dein theoretisches Wissen in der Praxis anwenden. Und damit das auch klappt, sind schon im (oder sogar vor dem) Studium Praxisphasen ein wichtiger Teil der Ausbildung. In diesem Beitrag geben wir dir einen allgemeinen Überblick, welche das sind, wann und wo du sie absolviert und was du bei der Planung berücksichtigen solltet.

Das Krankenpflegepraktikum

Bevor du in die Tätigkeit als Ärzt*in hineinschnupperst, ist es essenziell, dich damit vertraut zu machen, wie der Betrieb und die Organisation in einem Krankenhaus funktionieren und welche Aufgaben in der Krankenpflege anfallen. Dafür absolvierst du vor dem Studium, während der ersten vier Semester oder während eines Urlaubssemesters ein dreimonatiges Krankenpflegepraktikum. Dieses Praktikum kannst du auch in drei Abschnitte à 30 Tage aufteilen und in verschiedenen Institutionen ableisten. Wichtig ist jedoch, dass es sich dabei um bettenführende Krankenhäuser oder Rehaeinrichtungen handelt. Ausschließlich ambulante Einrichtungen sind nicht geeignet. Außerdem solltest du bedenken, dass eventuelle Pflegepraktika, die du schon während der Schulzeit bzw. vor Schulabschluss absolviert hast, nicht auf das im Studium vorgeschriebene Krankenpflegepraktikum angerechnet werden können. Ausgenommen davon sind z. B. eine abgeschlossene Ausbildung im medizinischen Bereich oder ein in einer entsprechenden Einrichtung abgeleistetes soziales Jahr bzw. ein Bundesfreiwilligendienst. Gut zu wissen für dich: Dein Krankenpflegepraktikum kannst du auch im Ausland machen – perfekt, wenn du internationale Erfahrung mit einer sinnvollen Aufgabe kombinieren möchtest. Das Krankenpflegepraktikum muss bis zum Ende des vierten Semesters abgeschlossen sein, da es eine Voraussetzung zur Teilnahme am Physikum ist.

Die Famulatur

Der Begriff Famulatur ist etwas irreführend, da er den Eindruck erweckt, es handele sich um ein einziges Praktikum. Faktisch sind es aber mehrere Praxisphasen während der klinischen Phase des Studiums, die sich auf insgesamt vier Monate belaufen. Im Rahmen der Famulatur verbringst du zwei Monate im Krankenhaus oder einer stationären Rehabilitationseinrichtung, und zwar ausschließlich im Bereich der stationären Krankenversorgung. Ein weiterer Monat ist in einer Praxis, die für eine ganztägige Ausbildung in der ambulanten Krankenversorgung geeignet ist oder in einer ärztlich geleiteten Einrichtung der ambulanten Krankenversorgung wie z. B. im Sanitätsdienst der Bundeswehr, in einer Poliklinik oder in einer Krankenhausambulanz, vorgesehen. Den letzten Monat leistet du im Rahmen der Hausarztfamulatur in einer Einrichtung der hausärztlichen Versorgung ab (Allgemeinärzt*in, Kinderärzt*in, Internist*in ohne Versorgungsschwerpunkt). Informiere dich hier unbedingt über unsere Fördermöglichleiten für Studierende, die ihre Hausarztfamulatur im ländlichen Raum planen!

Die Famulatur kannst du in maximal fünf Abschnitte aufteilen. Achte nur darauf, dass die Mindestdauer eines Abschnitts nicht weniger als 14 Kalendertage betragen darf und dass eine gesplittete Famulatur über Weihnachten und Ostern nur zulässig ist, wenn die auf einen Werktag fallenden Feiertage unmittelbar nachgeholt werden können.

Die Famulaturen absolvierst du in der unterrichtsfreien Zeit. Sie sind ganztägig und als Fünf-Tage-Woche geplant. Für die Ableistung hast du insgesamt vier Jahre Zeit, denn bis zum Hammerexamen (Zweite Ärztliche Prüfung) musst du die vier Monate bzw. drei Stationen beendet haben. Mit Ausnahme der Hausarztfamulaturen kannst du alle Famulaturen auch im Ausland ableisten.

Praktisches Jahr

Die letzte Praxisphase bevor du in den Beruf einsteigst, ist das Praktische Jahr. Es beginnt immer zu festen Terminen im Mai und November und dauert insgesamt 48 Wochen. Diese Zeitspanne wird in drei Tertiale à 16 Wochen aufgeteilt, in denen du in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie und einem Fach deiner Wahl Praxisluft schnupperst. Um in diesen letzten Studienabschnitt (11./12 Semester) starten zu können, musst du die Zweite Ärztliche Prüfung (Hammerexamen) bestanden und dich rechtzeitig um entsprechende PJ-Plätze gekümmert bzw. dich dafür beworben haben. Deine Heimatuniversität muss dir einen Platz zur Verfügung stellen, aber viele Studierende nutzen diese Praxisphase auch, um in einem anderen Bundesland oder sogar im Ausland zu arbeiten. Achte hier auf ggf. abweichende Bewerbungsfristen und -modalitäten! Wie auch die Famulatur wird das Praktische Jahr in der Regel in Vollzeit absolviert und muss nicht vergütet werden. Einige Einrichtungen zahlen allerdings eine Aufwandsentschädigung von maximal 597,00 €. Informiere dich unbedingt vorab, ob deine Wunschklink/-praxis dazugehört und kümmere dich ggf. um alternative Finanzierungsformen (z. B. eine Förderung der KV Hessen). Seit einiger Zeit ist es möglich, das Praktische Jahr auch in Teilzeit (50 % oder 75 %) zu absolvieren. Die Dauer verlängert sich dann entsprechend.

Fazit: Studium? Ganz schön praktisch!

Das Medizinstudium findet definitiv nicht nur im Hörsaal statt. In jedem Abschnitt hast du die Gelegenheit, wertvolle Praxiserfahrung zu sammeln und den Weg für deinen späteren Beruf zu ebnen. Nutze die Chance deshalb unbedingt und suche dir Famulatur- bzw. PJ-Plätze, die deinen Interessen entsprechen. Die KV Hessen unterstützt dich in den Praxisphasen des Studiums finanziell. Informiere dich am besten gleich über deine Förderungsmöglichkeiten: https://www.arzt-in-hessen.de/themen/foerderung/

 

 

 

Darum solltet ihr euch in Hessen niederlassen (und nicht woanders)!

Darum solltet ihr euch in Hessen niederlassen (und nicht woanders)!

Allgemein Hessen - Leben & Arbeiten MedWisser Niederlassen! Rund ums Studium

Es ist nie zu früh, sich mit der eigenen beruflichen Zukunft zu beschäftigen. Und auch nie zu spät! Denn ganz egal, ob ihr noch mitten im Studium seid, euch gerade zum Facharzt weiterbildet oder schon einige Jahre Berufserfahrung mitbringt: Eine Niederlassung ist sowohl aus Berufseinsteiger als auch als „alter Hase“ möglich. Warum ihr euch gerade in Hessen niederlassen solltet? Dafür gibt es viele gute Gründe. Drei davon stellen wir euch einmal näher vor

Hat Zukunft: als niedergelassene*r Ärztin in Hessen arbeiten

Man kann es gar nicht oft genug sagen: Bis zum Jahr 2030 werden sieben von zehn Praxisinhaber*innen in Hessen in den Ruhestand gehen. Und die meisten davon suchen bereits frühzeitig eine*n Nachfolger*in. Nicht nur, um die Versorgungslage in der Region sicher zu stellen, sondern auch, um ihre Patient*innen in gute Hände abzugeben oder ggf. sogar eine Zeitlang gemeinsam mit der Nachfolgerin oder dem Nachfolger zu praktizieren und die Übergabe fließend zu gestalten.

Und weil der Bedarf an (jungen) Ärzten in der ambulanten Versorgung so groß ist, steht euch praktisch das ganze Bundesland offen – egal, ob ihr im städtischen oder ländlichen Raum eure eigene Praxis führen möchtet. Chancen für die Niederlassung gibt es genug. Und mit immer weniger ambulant praktizierenden Ärzt*innen und steigenden Patientenzahlen müsst ihr euch als niedergelassene*r Mediziner*in auch keinerlei Sorgen machen, dass die Selbstständigkeit ein Flop wird. Gerade auf dem Land seid ihr vielleicht sogar komplett konkurrenzlos. Wo gibt es das sonst schon?

Macht Spaß: in einer der abwechslungsreichsten Regionen Deutschlands leben

Tradition und Moderne, Großstadtflair und Landidylle – Hessen ist ein höchst abwechslungsreiches Bundesland. Neben ländlich geprägten Regionen wie dem Vogelsberg, dem Odenwald oder der Bergstraße prägen Städte wie Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden, Gießen und Kassel das Bundesland. Damit gibt es in Hessen fast nichts, was es nicht gibt. Profitiert von der guten Infrastruktur, die gerade die großen Städte wie Frankfurt als Bankenmetropole und europäischer Verkehrsknotenpunkt Nummer 1 bieten. Oder genießt das ruhige Leben in einer der zahlreichen Kleinstädte oder Orte. Findet euren ganz eigenen Platz in unserem vielseitigen Bundesland im Herzen Deutschlands.

Hilft weiter: von der KV Hessen gefördert werden

Vor, während, aber auch nach dem Prozess der Niederlassung tauchen viele Fragen auf. Das ist ganz normal, kann aber ganz schön stressen. Darum sind wir von der KV Hessen die ganze Zeit an eurer Seite. Mit unseren Beratungsangeboten, aber auch konkreter finanzieller Unterstützung, z. B. dem Startkapital für die eigene Praxis, Honorargarantie oder der Übernahme der Kinderbetreuungskosten. Und auch mit euren ganz konkreten, praktischen Fragen lassen wir euch nicht allein, sondern sind telefonisch, per mail oder persönlich immer erreichbar. Alle Informationen zu unseren Beratungsangebote und Finanzhilfen erhaltet ihr auf https://www.kvhessen.de/niederlassung/. Schaut einfach mal rein!

Fazit: Beste Zukunftsaussichten für Mediziner*inner in einer attraktiven Region

Wer mit dem Gedanken spielt, seine eigene Praxis zu eröffnen, der findet in Hessen beste Bedingungen vor. Neben viel Hilfe von der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen warten ausgezeichnete Berufsaussichten in fast allen Regionen des Bundeslandes auf Ärzt*innen. Und ganz nebenbei macht das Leben in Hessen mit all seinen Annehmlichkeiten auch einfach Spaß!

Alle Infos zum Thema Niederlassung gibt es natürlich bei der KV Hessen (Link: https://www.kvhessen.de/niederlassung/). Lest hier (Link: https://www.arzt-in-hessen.de/tag/niederlassen/) auch noch einmal alle unsere Blogbeiträge rund um die Praxisgründung oder -übernahme.  

 

 

 

 

 

Wir fördern eure Facharztweiterbildung!

Wir fördern eure Facharztweiterbildung!

Allgemein MedWisser Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium

Das Studium ist geschafft, die Approbationsurkunde ist da – jetzt kann es losgehen mit dem Berufseinstieg! Für viele Ärzt*innen bedeutet dieser Schritt aber trotzdem noch lange nicht das Ende der Ausbildung. Denn alle, die die ärztliche Ausbildung abgeschlossen und die Erlaubnis zur Ausübung der ärztlichen Tätigkeit haben, können sich weiterbilden lassen, um in einem bestimmten Gebiet als Fachärzt*in zu arbeiten.

Die Facharztweiterbildung

Das Wichtigste vorab: Die Weiterbildung unterscheidet sich von Facharzt zu Facharzt stark. Sie kann zum Beispiel in einen stationären und einen ambulanten Abschnitt unterteilt sein. Die Aufteilung der Weiterbildungsabschnitte hängt auch hier von der gewählten Fachrichtung ab. Ist eine ambulante Weiterbildung vorgesehen, könnt ihr diese zum Beispiel in einer Einzelpraxis, einer Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) oder einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) absolvieren. Gegen Ende der Weiterbildung meldet ihr euch dann bei der Landesärztekammer Hessen (LÄKH) zur Facharztprüfung an und legt dort nach dem Ende der kompletten Weiterbildungszeit die Facharztprüfung ab.

Insgesamt könnt ihr aus 33 fachärztlichen Gebieten wählen, in welchem ihr euch weiterbilden lassen möchtet. Ein Gebiet ist ein definierter Teil einer medizinischen Fachrichtung und bestimmt auch die Grenzen für die Ausübung eurer fachärztlichen Tätigkeit – also ganz konkret: Was dürft ihr als Fachärzt*in, was nicht?

Die Weiterbildungsdauer unterscheidet sich dabei von Gebiet zu Gebiet teilweise erheblich: Während für Biochemie „nur“ 48 Monaten vorgesehen sind, sind es in der Neurochirurgie 71 Monate.

Wir fördern eure Facharztausbildung!

Wie schon im Studium ist die KV Hessen auch in der Facharztweiterbildung an eurer Seite. Aufgrund des prognostizierten Mangels an Hausärzt*innen in Hessen in einigen Jahren fördern wir besonders Mediziner*innen, die sich für eine Weiterbildung im Bereich Allgemeinmedizin entscheiden. Hier erhält die Praxis, in der ihr den ambulanten Teil eurer Weiterbildung absolviert, bis zu 42 Monate lang 5.000 € Förderung, die euch in voller Höhe als monatliches Bruttogehalt auszuzahlen sind.

Allgemeinmedizin ist nicht euer Wunschgebiet? Auch in anderen Bereichen können Praxen die Weiterbildungsförderung erhalten. Die förderfähigen Gebiete werden immer zum 1. Oktober des Jahres festgelegt. Aktuell gehören dazu: Allgemeine Chirurgie, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Innere Medizin und Rheumatologie, Orthopädie, Psychiatrie, Augenheilkunde, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kinder- und Jugendmedizin, Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Neurologie sowie Urologie.

Wir sind für euch da!

Ihr steht kurz vor dem Abschluss des Studiums? Oder seid noch mittendrin und möchtet euch frühzeitig über Weiterbildungsmöglichkeiten informieren? Wir sind für euch da. Auf https://www.kvhessen.de/facharzt/ findet ihr viele Informationen und auch alle erforderlichen Merkblätter und Anträge rund um die Facharztweiterbildung. Infos zur Weiterbildung Allgemeinmedizin gibt’s zusätzlich hier: https://www.kvhessen.de/allgemeinmedizin/

Bei all euren Fragen rund um das Thema Förderung der fachärztlichen Weiterbildung steht euch unser Team natürlich auch immer gerne zur Verfügung.

Tel: 069 24741-6506

Fax: 069 24741-66843

E-Mail foerderung.fachaerzte@kvhessen.de

 

 

 

 

Mehr als Omas Liebling

Mehr als Omas Liebling

Niederlassen!

„Nur Hausarzt?“ –  Fachärzte für Allgemeinmedizin bekommen manchmal Vorurteile ihrer Kollegen zu spüren. Dr. Carina Strube kann über solche Kommentare locker weghören, denn sie ist Hausärztin aus Überzeugung. In Selters teilt sie sich mit zwei Kollegen eine hausärztliche Gemeinschaftspraxis. Wir haben mit ihr über ihren Beruf als Berufung, die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie und die Herausforderungen als Landarzt gesprochen.

Hausärztin zu werden, ist das von Anfang an Ihr Ziel gewesen, als Sie das Studium begonnen haben?

Carina Strube: Zuerst habe ich überlegt, Biologie zu studieren. Aber ich wollte auch immer schon mit Menschen arbeiten und meine Zeit nicht im Labor verbringen.

Ist die Arbeit als Hausärztin auch Typsache?

Carina Strube: Wie gesagt, ich mag die Arbeit mit und am Menschen. Hausärztin kann man nicht nur der Medizin wegen werden. Ich muss eine Mischung aus Ärztin, Sozialarbeiterin, Pädagogin, Eheberaterin und Mädchen für alles sein. Ich habe auch schon der alten Dame, die partout wegen ihres Wellensittichs nicht ins Krankenhaus wollte, zwei Wochen lang den Vogel gefüttert, damit sie sich auf die nötige Operation einlässt. Hausärzte haben eine enge Bindung zu ihren Patienten. Wie oft könnte ich mich eigentlich nur auf die zu behandelnden Kopfschmerzen oder die Schlaflosigkeit konzentrieren? Aber ich muss den Patienten in seiner Gesamtheit sehen. Und wenn im Laufe des Gesprächs herauskommt, dass es in der Ehe Probleme gibt oder man im Job überlastet ist, hat das auch Einfluss auf die Behandlung. So zu arbeiten, das muss man wollen, und nicht jeder ist ein Typ dafür.

Ihre Praxis in Selters ist eher in einer ländlichen Region. Unterscheiden sich Ihre Patienten von denen zum Beispiel in Frankfurt oder Kassel?

Carina Strube: In den Städten, wo es mehr Ärzte gibt, ist wahrscheinlich die Rate beim „Arzthopping“ höher – und die Arzt-Patienten-Bindung in vielen Fällen nicht so ausgeprägt. Dadurch, dass der Ort weniger anonym ist, sieht man sich auch öfter außerhalb der Praxis. Beim Einkaufen oder Laufen kennt mich jeder. Der ganze Ort kennt meine Familie. Ich mag das aber und gehe deshalb nicht drei Orte weiter einkaufen oder laufe woanders.

Und wie werden Sie von Kollegen der anderen Fachgruppen wahrgenommen?

Carina Strube: In der Kollegenschaft herrscht sicherlich das eine oder andere Vorurteil gegenüber uns Allgemeinmedizinern. Da heißt es schon mal: „Ach, du bist nur Hausärztin?“. Ich stehe drüber. Wir sind oft der wichtigste Arzt für die Menschen. Ich sage immer: „An nichts stirbt es sich so leicht wie an einem schlechten Hausarzt.“ Was wir nicht entdecken, bekommt der Facharzt oft gar nicht zur Behandlung zu Gesicht. Wenn ich nicht erkenne, dass das Kribbeln in der rechten Hand ein Schlaganfall ist und nichts mit der Halswirbelsäule zu tun hat und meinen Patienten entsprechend überweise, gibt es auch keinen Neurologen, der den Schlaganfall behandeln kann.

Sie sind verheiratet und Mutter einer zweieinhalb Jahre alten Tochter. Wie verbinden sich bei Ihnen Berufs- und Privatleben?

Carina Strube: Die Gemeinde Selters ermöglicht uns einen Krippenplatz, obwohl wir nicht unmittelbar hier wohnen. Ich habe es so organisiert, dass mein Kind auch darüber hinaus betreut ist. Ein Balanceakt wird es, wenn die Kleine krank wird oder etwas Unvorhergesehenes passiert. Meine Schwiegereltern wohnen in der Nähe und können mal einspringen, aber das klappt auch nicht immer.

War das so für Sie abzusehen?

Carina Strube: Meine persönliche Familienplanung sah mal drei Kinder vor. Daran ist nicht mehr zu denken, nachdem ich hier den Vertragssitz übernommen habe. Und ich kann und will meinen Patienten nicht sagen, dass ich mich ein, zwei Jahre verabschiede und sie einem Vertreter überlasse. Ich würde in der Zeit sicherlich einige Patienten verlieren. Aber: Ich hadere nicht mit meinem Beruf und der Situation! Hausärztin ist für mich der absolute Traumjob. Deshalb habe ich mein Lebens- und Familienmodell so gewählt.

Das heißt, Sie werden auch längerfristig dem ländlichen Praxisalltag treu bleiben?

Carina Strube: Meine Kollegin Dr. Engels und ich stehen noch am Anfang unserer Zeit als niedergelassene Ärzte. Wir bekommen mit, dass unsere Patienten glücklich sind. Und das bringt man uns auch entgegen. An dieser Situation möchte ich nichts ändern.