Fit für die Praxis – unsere EKG-Kurse!

Fit für die Praxis – unsere EKG-Kurse!

Allgemein Hessen - Leben & Arbeiten MedWisser Niederlassen! Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium Seminare Termine

Ein EKG schreiben und befunden – gar nicht so leicht. Vor allem nicht, wenn man noch im Medizinstudium steckt und in der Uni wenig Möglichkeiten hat, dies wirklich zu üben. Hier setzt unser kostenloser EKG-Kurs an, den wir letztes Jahr zum ersten Mal angeboten haben und der von Anfang an ein großer Erfolg war. Kein Wunder also, dass wir ihn auch 2020 fortsetzen möchten – allerdings in leicht veränderter Form. Unsere Erfahrung hat nämlich gezeigt, dass die Vorkenntnisse der MedWisser*innen sehr unterschiedlich sind. Darauf reagieren wir und bieten ab sofort die Kurse „EKG für Einsteiger“ sowie „EKG für Fortgeschrittene“ an. Der Anfängerkurs findet am Kurswochenende immer samstags statt, der Fortgeschrittenenkurs sonntags.

Themen und Inhalte der EKG-Kurse

Aufgrund der unterschiedlichen Ausrichtung unterscheiden sich natürlich auch die Inhalte der Kurse. Im Anfängerkurs geht es um die Basics: Die Teilnehmer*innen beschäftigen sich mit den Grundlagen und dem Aufbau eines EKGs, lernen alles über Befund und Beurteilung und darüber, wie man ein EKG schreibt. Weiter steht der Einstieg in die Themen Ischämie und Herzrhythmusstörungen auf dem Programm. Natürlich kommt auch die praktische Arbeit an echten Fällen nicht zu kurz. Am Ende des eintägigen Kurses können die Teilnehmer*innen sicher ein EKG schreiben und wenden das erlernte Befundungsschema selbstständig an. Außerdem erkennen sie typische Ischämiezeichen und Grundlagen von Herzrhythmusstörungen im EKG

Im Fortgeschrittenenkurs werden Grundlagenwissen zum Umgang mit dem EKG und über Ischämie und Herzrhythmusstörungen bereits vorausgesetzt. Hier dreht sich alles um die Themen EKG und Ischämie, tachykarde und bradykarde Herzrhythmusstörungen, Schrittmacher und EKG, EKG bei Synkopen und die praktische Befundung echter Fälle. Nach dem Kurs können die Teilnehmer*innen typische Ischämiezeichen im EKG erkennen, sie einzelnen Versorgungsgebieten zuordnen und mögliche Differentialdiagnosen benennen. Außerdem teilen sie tachykarde und bradykarde Herzrhythmusstörungen ein, differenzieren supraventrikuäre und ventrikuläre Herzrhythmusstörungen und benennen die häufigsten davon sicher im EKG benennen (u. a. Vorhofflimmern, Vorhofflattern, AT). Auch Schrittmacheraktionen werden nach dem Kurs im EKG erkannt und der Stimulationsort korrekt benannt.

Ablauf & Materialien

Die EKG-Kurse finden im Tagungszentrum des Hotels Essential by Dorint in der Hahnstraße 9 in 60528 Frankfurt (Niederrad). Es können maximal 20 Studierenden daran teilnehmen und von 9.00-16.00 Uhr (inkl. einstündiger Mittagspause) Praxiswissen sammeln. Für Verpflegung ist gesorgt und auch die benötigte Technik stellen wir natürlich zur Verfügung. Für die EKG-Kurse stehen den Teilnehmer*innen iPads zur Verfügung, sodass in kleinen Gruppen die während der Vorträge besprochenen EKGs verfolgt und die Fallbeispiele eigenständig bearbeitet werden können. Der praktische Übungsteil wird im Rotationsprinzip durchgeführt. An acht Stationen werden Fallbeispiele befundet. Jede*r Teilnehmer*in klebt und schreibt selbst ein EKG und schlüpft einmal in die Rolle der Patientin oder des Patienten. Am Ende erhalten alle Teilnehmer*innen ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme am EKG-Kurs.

Termine 2020

Aufgrund der aktuellen Situation können wir leider noch nicht abschätzen, wann die EKG-Kurse wieder stattfinden können. Über die nächsten Termine informieren wir euch natürlich, sobald sie feststehen. Schaut deshalb immer mal wieder hier auf der Website und auf Facebook und Instagram vorbei. Wir hoffen, unser Kursprogamm bald wieder aufnehmen zu können, um euch mit Praxiswissen zu unterstützen!

Praktisches Jahr: Das müsst ihr wissen!

Praktisches Jahr: Das müsst ihr wissen!

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Raus aus der Uni, rein in die Praxis – das ist das Motto des Praktischen Jahres (PJ). Es bildet den letzten Abschnitt des Medizinstudiums und stellt erstmals die Ausbildung an Patient*innen in den Mittelpunkt. Ihr vertieft und erweitert also die während des Studiums erworbenen ärztlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten und sammelt wertvolle Praxiserfahrung für eure nicht mehr weit entfernte Berufstätigkeit. Weil sich das Praktische Jahr doch sehr vom restlichen Medizinstudium unterscheidet, möchten wir euch an dieser Stelle ein paar grundlegende Infos zum Ablauf, den Startterminen und Förderungsmöglichkeiten mit auf den Weg geben.

Dauer und Ablauf des Praktischen Jahrs

Das Praktische Jahr findet immer in den letzten zwölf Monaten des Medizinstudiums statt. Wichtig zu wissen ist, dass ihr erst ins Praktische Jahr starten könnt, nachdem ihr den zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (schriftlicher Teil) bestanden habt. Das ist die Grundvoraussetzung. Ist diese erfüllt, liegen insgesamt 48 PJ-Wochen vor euch, die sich in drei Ausbildungsabschnitte (Tertiale) unterteilen lassen. Ihr verbringt je 16 Wochen im Fachgebiet Innere Medizin, Chirurgie und einem Wahlfach (Allgemeinmedizin oder eines der übrigen klinischpraktischen Fachgebiete). In welcher Reihenfolge ihr die Fachgebiete durchlauft, bleibt euch überlassen.

Start ins Praktische Jahr

Das Praktische Jahr kann immer im Mai oder November zu festgelegten Terminen begonnen werden. Die nächsten Termine sind der 18.05.2020 sowie der 16.11.2020. Wann das jeweilige zweite und dritte Tertial startet, lässt sich ganz leicht ausrechnen, indem ihr 16 bzw. 32 Wochen zu den genannten Startdaten addiert. Wer am 18.05.2020 das erste Tertial beginnt, wechselt am 07.09.2020 ins zweite und am 28.12.2020 ins dritte. Offizielles Ende des PJs ist dann der 18.04.2021.

Förderungsmöglichkeiten im Praktischen Jahr

Aktuell gibt es keine gesetzliche Pflicht, eine Vergütung für das Praktische Jahr zu gewähren. Manche Kliniken zahlen eine Aufwandsentschädigung, andere nicht. Aber auch im Praktischen Jahr stehen wir von der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) euch natürlich zur Seite und fördern euch mit 595 Euro pro Monat für die Dauer des Wahl-Tertials. Bei Vollzeitausbildung sind das insgesamt 2.380 Euro.

Beantragen könnt ihr die Förderung ganz unkompliziert. Allerdings ist der Zeitpunkt sehr wichtig: Den Antrag reicht ihr VOR Aufnahme der Tätigkeit in der akkreditierten akademischen Lehrpraxis gemeinsam mit folgenden Unterlagen bei der KVH ein:

  • Immatrikulationsbescheinigung einer deutschen Universität
  • Bescheinigung über die erfolgreiche Ablegung des Zweiten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung
  • Bestätigung durch eine akkreditierte akademische Lehrpraxis im Geltungsbereich der KVH über die Ableistung des Wahl-Tertials.

Mehr Informationen dazu findet ihr auch auf https://www.kvhessen.de/studium/praktisches-jahr/ und in unserem Merkblatt: https://www.kvhessen.de/fileadmin/user_upload/kvhessen/Berufseinsteiger/Studium/STUDIUM_PJ_Merkblatt_Foerderung_24052018.pdf   

Ihr möchtet noch mehr Infos zum Praktischen Jahr? Dann schaut mal in unserem MedWisser-Bereich vorbei. Dort beantworten wir häufige Fragen rund ums PJ oder geben euch ausführliche Tipps, was ihr vor der Bewerbung alles bedenken solltet. Einfach einloggen und mehr wissen: https://www.arzt-in-hessen.de/darum-medwisser/login/

Noch kein MedWisser? Kein Problem, die Registrierung ist kostenfrei und ganz einfach: https://www.arzt-in-hessen.de/darum-medwisser/anmelden/

„Ich wäre sofort wieder dabei!“

„Ich wäre sofort wieder dabei!“

Niederlassen!

Die erste Summerschool in Willingen ist vorbei. Ramazan war als Teilnehmer mit dabei und hat uns in einem kurzen Interview erzählt, wie es ihm gefallen hat.

Arzt in Hessen: Ramazan, du bist bei der Premiere der Summerschool in Willingen mit dabei gewesen. Wie hat es dir gefallen?
Ramazan: Kurz gesagt: Richtig gut! Die Summerschool war die perfekte Mischung. Vormittags gab es interessante Seminare und nachmittags sorgten eine geführten Mountainbike-Tour und eine Kletterpartie im Hochseilgarten für Abwechslung. Passend zum Motto „Morgens Theorie, nachmittags Socializing“. Wir konnten sogar den Wellnessbereich des Hotels nutzen, das war super. Insgesamt war es ein tolles verlängertes Wochenende in ganz entspannter Lernatmosphäre.

Arzt in Hessen: Mit welchen Erwartungen bist du denn nach Willingen gekommen?
Ramazan: Der Gedanke, mich später einmal als Arzt niederzulassen, begleitete mich schon mein ganzes Studium lang. Ich hatte daher viele Fragen zu den finanziellen, organisatorischen und auch arbeitsrechtlichen Aspekten einer Niederlassung. Von der Summerschool habe ich mir möglichst viele Antworten erhofft – und ich wurde nicht enttäuscht. Ich kann sogar sagen: Meine Erwartungen wurden dank der vielen interessanten Informationen und Gespräche sogar übertroffen.

Arzt in Hessen: Du konntest also etwas für deinen weiteren Weg als Arzt mitnehmen?
Ramazan: Ja, absolut. Ich habe zum Bespiel viel über die verschiedenen Niederlassungsformen sowie deren Vor- und Nachteile erfahren. Außerdem bin ich nun in Sachen Bedarfsplanung und Finanzierungsmöglichkeiten deutlich fitter als vorher. Wichtig war für mich auch die Erkenntnis, dass mir die KV Hessen als Ansprechpartner rund um die Niederlassung immer zur Seite steht.

Arzt in Hessen: Die Summerschool hat dich also darin bestärkt, dich später einmal als Arzt niederzulassen?
Ramazan: Das kann man definitiv so sagen. Viele meiner Bedenken und offenen Fragen haben sich durch die Summerschool quasi in Luft aufgelöst. Denn mit dem neuen Wissen habe ich jetzt eine aktualisierte Basis für meine weiteren Überlegungen.

Arzt in Hessen: Würdest du denn noch einmal an der Summerschool teilnehmen bzw. anderen Studenten eine Teilnahme empfehlen?
Ramazan: Ich wäre sofort wieder dabei! Die Teilnahme an der Summerschool ist auf jeden Fall sinnvoll, wenn man sich eine Niederlassung vorstellen kann und mehr darüber erfahren möchte. Die Organisation war perfekt und die Inhalte sowie das Rahmenprogramm waren klasse. Ich kann die Summerschool wirklich empfehlen und möchte mich beim Team auf diesem Weg noch einmal für die vier Tage bedanken.

Unser Lesetipp: Falk Stirkats „111 Gründe, Arzt zu sein“

Unser Lesetipp: Falk Stirkats „111 Gründe, Arzt zu sein“

Niederlassen!

Warum habt ihr euch eigentlich für das Medizinstudium entschieden? Klar, ihr möchtet Arzt werden, und dazu muss man schließlich Medizin studieren. Aber warum Arzt? Was ist das Besondere am Arzt sein? Die Antwort weiß Falk Stirkat: Denn für den Notfallmediziner – so ist es im Untertitel seines aktuellen Buches zu lesen – ist es ganz einfach der „schönste Beruf der Welt“.

111 Gründe, Arzt zu sein“ ist eine Hommage an den Arztberuf – und für euch absolut lesenswert. Denn Falk Stirkat macht auf jeder Seite deutlich, warum er seinen und euren zukünftigen Job so liebt. Und das besonders unterhaltsam, denn er nimmt sich, seine Kollegen und damit unter anderem euch auch mal auf die Schippe. So lautet sein 56. Grund, Arzt zu sein:  „Weil man Proktologe werden kann – aber zum Glück nicht muss.“

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

111 GRÜNDE, ARZT ZU SEIN - 3D - HiRes_Fotonachweis-Emotion in Frames Photographie

Falk Stirkat
111 GRÜNDE, ARZT ZU SEIN
Eine Hommage an den schönsten Beruf der Welt
256 Seiten | Taschenbuch
ISBN 978-3-86265-551-9
9,99 EUR (D)
Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2016

Foto: Emotion in Frames Photographie