Schluss mit Prüfungsangst!

Schluss mit Prüfungsangst!

Ist euch vor einer Prüfung auch schon mal schlecht geworden? Hat das Herz angefangen zu rasen? Hattet ihr das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen und alles vergessen zu haben, was ihr fleißig gelernt habt? Dann geht es euch wie vielen Studierenden und ihr leidet unter Prüfungsangst. Eine Uniklausur, ein Vortrag oder ein Vorstellungsgespräch können sie auslösen und dafür sorgen, dass der Körper in eine extreme Stresssituation gelangt. Die Folge: Eine Reihe körperlicher Symptome, die bis zum kompletten Blackout führen können.

Prüfungsangst: Das hilft!

Die gute Nachricht: Auch wenn ihr von Prüfungsangst betroffen seid, gibt es diverse Möglichkeiten, sie in den Griff zu bekommen. Mit einer Mischung aus Vorsorge und Wissen darum, wie ihr die Angst in der konkreten Situation in Schach haltet, bewahrt ihr vor und während der Prüfungssituation einen klaren Kopf.   

Vorbeugende Maßnahmen

1. Vorbereitung und Organisation

Zu spät mit dem Lernen anzufangen, ist einer der besten Nährböden für Prüfungsangst. Kein Wunder, den wer in wenigen Tagen versucht, den Stoff eines ganzen Semesters in den Kopf zu bekommen, verfällt anhand der großen Menge leicht in Panik. Gedanken wie „Das kann ich mir nie alles merken!“ oder „Das schaffe ich in drei Tagen auf keinen Fall!“ blockieren schon beim Lernen und sorgen dafür, dass ihr mit schlechtem Gefühl in die Prüfung geht.

Besser: Während des Semesters kontinuierlich den Stoff nacharbeiten und für die konkrete Prüfungsvorbereitung noch einmal ausreichend Zeit einplanen. So kann der Lernstoff in kleine Häppchen aufgeteilt werden, die leicht zu bewältigen sind. Das motiviert und gibt das gute Gefühl von Sicherheit und Kontrolle. Mit dieser Methode hat es die Prüfungsangst schon deutlich schwerer, die Oberhand zu gewinnen.

2. Achtsamkeit und Selbstfürsorge

Ja, im Studium gibt es viele Freiheiten. Aber ein Studium ist auch anstrengend, auch wenn einige Menschen das anders sehen. Achtet deshalb unbedingt auf euch und plant ausreichend Zeit für Erholung ein. Am effektivsten ist es, Lernpausen abseits des Schreibtisches zu verbringen. So bekommt ihr den Kopf frei und könnt anschließend gestärkt und motiviert weiterlernen.

Es kann außerdem hilfreich sein, sich die eigenen Leistungsphasen während des Tages bewusst zu machen und diese zu nutzen. Aber Achtung: Egal ob ihr gerne früh anfangt oder lieber abends lernt – eine ausreichende Menge Schlaf ist für Erholung unabdingbar. Also lieber acht Stunden schlafen statt die ganze Nacht zu lernen. Ausgeruht geht ihr auf jeden Fall entspannter in Prüfungen und seid weniger anfällig für Nervosität.

3. Keine Macht der Angst

Egal, welche Form von Prüfung euch bevorsteht – man kann (fast) alle üben. Verabredet euch mit Freund*innen, um gemeinsam Probeklausuren zu lösen. Vorträge oder Präsentationen könnt ihr Mitbewohner*innen, Familie oder Kommiliton*innen vorab vorstellen. Das geht übrigens auch digital, also keine Ausreden!

SOS-Tipps

Die Prüfung steht an und trotz guter Vorbereitung spürt ihr erste Stress- und Angstsymptome? Diese drei Tipps können helfen.

1. Atemübungen nutzen

Prüfungsangst führt oft dazu, dass die Atmung abflacht und das Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Wenn ihr das bei euch bemerkt, haltet kurz inne und atmet bewusst tief durch die Nase in den Bauch ein und durch den Mund wieder aus. Konzentriert euch dabei ganz auf euch selbst und denkt im Idealfall an etwas anderes, zum Beispiel daran, was ihr nach der Prüfung machen werden.

2. Ängste aufschreiben

Damit die Angst während der Prüfung nicht im Kopf herumspukt, hilft es, sich die eigenen Befürchtungen vorab von der Seele zu schreiben. Wovor habt ihr Angst? Was wäre der schlimmste mögliche Fall? Schreibt alles unzensiert auf und zeigt der Angst so, dass sie keine Kontrolle über euch hat.

3. Prioritäten setzen

Die Prüfung hat begonnen und nun gibt es kein Zurück mehr. Um nicht in Panik zu verfallen, schaut ihr die Fragen am besten einmal mit sachlichem Blick an. Es gibt immer Aufgaben, die einem leichter fallen. Solche sollten auf jeden Fall zuerst gelöst werden. Das verschafft Ruhe und Erfolgsgefühle, die Sicherheit für die Bewältigung vermeintlich schwierigerer Aufgaben geben.

Prüfungsangst im Studium: Es gibt Lösungen!

Prüfungsangst ist auch im Studium für viele ein Problem. Mit einfachen Mitteln kann allerdings einiges dafür getan werden, entspannter in Klausuren und Co. zu gehen. Viele Universitäten bieten inzwischen auch Beratungen oder Kurse zu diesem Thema an. Eine gute Möglichkeit, sich der Angst zu stellen und sie auch langfristig erfolgreich zu bekämpfen. Viel Erfolg dabei!

 

 

 

 

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