Gestresst, aber trotzdem mit Spaß dabei

Gestresst, aber trotzdem mit Spaß dabei

Studierende in Deutschland fühlen sich gestresst. Auch das Medizinstudium verlangt den Nachwuchsärztinnen und -ärzten einiges ab, macht den meisten aber trotzdem richtig Spaß.

Vorlesungen, Seminare, Lernen, Prüfungen – das Studium ist nicht nur die schönste Zeit des Lebens, sondern oft auch ziemlich stressig. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Umfrage der AOK. Das Ergebnis: Deutschlands Studierende sind gestresster als der durchschnittliche Arbeitnehmer.

Befragt wurden für die Studie mehr als 18.000 Studentinnen und Studenten. Mehr als die Hälfte, nämlich 53 Prozent, fühlen sich durch ihr Studium gestresst. Bei den Arbeitnehmern sind es dagegen „nur“ 50 Prozent. Außerdem fühlen sich manche Gruppen stärker belastet als andere: Frauen beispielsweise geben ein höheres Stressniveau an als ihre männlichen Kommilitonen.

Auch das Medizinstudium ist – wie ihr natürlich wisst – nicht mal eben mit links gemacht. Fächer wie Anatomie, Physiologie und Biochemie verlangen euch einiges ab. Nicht zu vergessen das Physikum am Ende der Vorklinik und die Abschnitte zwei und drei der ärztlichen Prüfung. Und zum Abschluss will dann oft noch eine Promotion geschrieben werden. Kurz gesagt: Euer Studium ist wirklich nicht ohne.

Doch was bereitet euch und anderen Studierenden eigentlich den meisten Stress? Laut Umfrage sind es die Prüfungsvorbereitungen. Den zweitgrößten Stressfaktor hat die Abschluss- bzw. – wie in eurem Fall –  die Doktorarbeit. Hinzu kommt der Druck, den sich viele Studentinnen und Studenten selbst machen. Im Schnitt wendet ihr deshalb laut Deutschem Studentenwerk (DSW) 35 Stunden pro Woche für euer Studium auf. Das ist tatsächlich nicht wenig. Und bei manchen von euch kommen ja auch noch ein oder mehrere Nebenjobs dazu.

Trotzdem, und das finden wir natürlich super, sagen 70 Prozent der Studierenden, dass ihnen das Studium Spaß mache. 78 Prozent sind außerdem sicher, ihr Studium erfolgreich zu beenden. Das hat das DSW herausgefunden. Uns, die wir uns für den Nachwuchs in der ambulanten Versorgung engagieren, macht das sehr hoffnungsfroh. Denn je mehr Medizinstudierende Spaß an ihrem Studium haben, desto größer ist die Zahl der Nachwuchsärztinnen und -ärzte, die sich eine Niederlassung in der eigenen Praxis vorstellen können. Und genau das brauchen wir!

Zur AOK-Studie geht es hier.

 

Fotos: © Fotolia – pathdoc, kontrastwerkstatt

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