Hausarztfamulatur – Das musst du wissen!

Hausarztfamulatur – Das musst du wissen!

Allgemein MedWisser Niederlassen! Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium Seminare

Endlich Zeit für Praxis – Hausarztpraxis! Auch wenn die Hausarztfamulatur für viele nicht zu den liebsten Praxisstationen gehört, so ist sie doch Pflicht und ihr solltet die Chance nutzen, einmal unverbindlich in den Bereich Allgemeinmedizin bzw. hausärztliche Grundversorgung einzutauchen. Selbst wenn ihr euch später für eine Laufbahn in der Klinik entscheidet, könnt ihr hier viel lernen und ein grundlegendes Verständnis für Praxisabläufe erwerben. Denn in vielen Fachgebieten ist die Zusammenarbeit mit Hausärzt*innen wichtig für die optimale Versorgung von Patient*innen.  

Rechtliche Vorgaben der Hausarztfamulatur

Seit Änderung der Approbationsordnung vor einigen Jahren ist eine Famulatur im hausärztlichen Versorgungsbereich für alle Medizinstudierenden Pflicht. Im Klartext heißt das: Wer in Deutschland Ärzt*in werden möchte, der muss nachweisen, dass im klinischen Teil des Studiums vier Wochen in diesem Bereich hospitiert wurde. Nur dann ist eine Zulassung zur Zweiten Ärztlichen Prüfung (Hammerexamen) möglich.

Lernziele der Hausarztfamulatur

Warum eigentlich eine Hausarztfamulatur? Die Idee dahinter ist ganz einfach: Medizinstudent*innen sollen die Chance haben, die Freude an der Allgemeinmedizin zu entdecken und sie vielleicht sogar als ernsthafte berufliche Option in Erwägung zu ziehen. Fakt ist nämlich: In den nächsten Jahren gehen tausende von niedergelassenen Allgemeinmedziner*innen in den Ruhestand und Hessen bzw. ganz Deutschland droht eine hausärztliche Mangelversorgung. Mit der Hausarztfamulatur gibt es also die unverbindliche, aber verpflichtende Chance, einfach mal in das Tätigkeitsfeld hineinzuschnuppern und vielleicht ein Interesse daran zu entwickeln. Denn nur wer etwas ausprobiert, kann auch wirklich sagen, dass es nichts für sie oder ihn ist, oder?

Zeitpunkt und Durchführungsort der Hausarztfamulatur

Wann und wo ihr die Hausarztfamulatur durchführt, bleibt euch weitestgehend selbst überlassen. Wer sich noch nicht bereit für die Klink fühlt, wählt sie vielleicht als erste Famulatur zu Beginn des klinischen Studienteils. Genauso kann es sinnvoll sein, sie ans Ende zu setzen, wenn ihr konkrete Vorstellungen davon habt, was ihr in eurer Zeit in einer hausärztlichen Praxis lernen möchtet. Wichtig ist, dass die Famulatur rechtzeitig vor dem Hammerexamen beendet ist (Bescheinigung nicht vergessen!).

Es bietet sich an, die vierwöchige Phase in der vorlesungsfreien Zeit zu absolvieren. Bedenkt nämlich unbedingt, dass die Famulaturen Vollzeitpraktika an fünf Tagen die Woche sind. Sie neben den regulären Studienveranstaltungen zu absolvieren, wird deshalb schwierig. Natürlich könnt ihr auch ein Urlaubssemester nehmen und in dieser Zeit alle Famulaturen nacheinander absolvieren. Wie gesagt – hier seid ihr relativ flexibel.

Auch was den Durchführungsort anbelangt, habt ihr viele Wahlmöglichkeiten. Neben Allgemeinärzt*innen kommen auch Kinderärzt*innen oder Internist*innen ohne Schwerpunktbezeichnung für die Hausarztfamulatur in Frage. Wichtig ist, dass die Ausbilder*innen vom jeweiligen Landesprüfungsamt als solche anerkannt werden. Das ist in den meisten Fällen aber reine Formsache.

Macht euch unbedingt auch Gedanken, ob ihr eure Hausarztfamulatur in der Stadt oder im ländlichen Raum absolvieren möchtet. Gerade auf dem Land dürfte es einfacher sein, einen Platz zu finden. Außerdem gibt euch das die tolle Chance, einmal in den abwechslungsreichen Arbeitsalltag von Landärzt*innen hineinzuschnuppern – und das ganz unverbindlich.

Förderung der Hausarztfamulatur

Wie auch die anderen zu absolvierenden Famulaturen wird die Hausarztfamulatur eigentlich nicht vergütet. Weil sie aber Pflicht ist und wir sie unglaublich wichtig finden, bietet die KV Hessen Studierenden eine finanzielle Förderung von 595,00 € monatlich an, wenn sie die Famulatur in einer Einrichtung der hausärztlichen Versorgung im ländlichen Raum durchführen. Informiert euch gleich hier über die Bewerbung und alle Förderungsvoraussetzungen.

Bewerbung für die Hausarztfamulatur

Wenn ihr auf der Suche nach einem Platz für eure Hausarztfamulatur seid, dann findet ihr online Stellenbörsen, in denen Praxen Plätze ausschreiben. Habt ihr schon eine Praxis oder Einrichtung ins Auge gefasst? Dann fragt einfach einmal nach, ob generell Famulaturplätze angeboten werden. Im Idealfall könnt ihr bereits euren Wunschzeitraum benennen und so konkret erfahren, ob in dieser Praxis eine Chance auf einen Platz besteht. Übrigens: Es kann auch hilfreich sein, einfach mal bei Studierenden aus höheren Semestern zu fragen, wo sie ihre Famulaturen verbracht haben und ob sie die Praxis weiterempfehlen können. Solche Informationen aus erster Hand sind Gold wert!

Fazit: Hausarztfamulatur – Pflichtfamulatur mit Gestaltungsspielraum

Um die Hausarztfamulatur kommt niemand herum. Aber wer nach einer Praxis sucht, die zu den eigenen Lernwünschen passt, kann aus diesen vier Wochen viel mitnehmen. Hausärzt*innen leisten jeden Tag wichtige medizinische Basisversorgung und haben ein sehr breites Behandlungsspektrum, das viele Berührungspunkte mit anderen Fachgebieten aufweist. Auch wenn ihr später nicht in der Allgemeinmedizin arbeiten möchtet, könnt ihr in dieser Famulatur grundlegendes Wissen über Praxisabläufe und wichtige praktische, medizinische Grundlagen erwerben. Das wird euch nicht nur in weiteren Famulaturen, sondern auch im Praktischen Jahr oder eurer Zeit als Assistenzärzt*in nützlich sein.

Viele weitere Infos zu den Famulaturen findet ihr in unserem Blogbeitrag. Informiert euch auch unbedingt über unsere einfach zu beantragenden Fördermöglichkeiten für die Hausarztfamulatur.

 

 

 

Stadt oder Land – wo praktiziert es sich als Allgemeinmediziner*in besser?

Stadt oder Land – wo praktiziert es sich als Allgemeinmediziner*in besser?

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Nicht nur die Entscheidung für eine bestimmte Facharztausbildung prägt das Berufsleben von Ärzt*innen. Genauso wichtig ist die Frage danach, wo praktiziert wird. Gerade Allgemeinmediziner*innen stehen hier vor der Frage: Stadt oder Land? Beide Orte bieten Vor- und Nachteile, die Nachwuchsärzt*innen abwägen sollten.

Viele Möglichkeiten, große Konkurrenz – als Allgemeinmediziner*in in der Stadt

Kurze Wege und viele berufliche Möglichkeiten: Direkt nach dem Studium ist eine Tätigkeit in der Stadt für viele erstrebenswert. Schließlich gibt es hier nicht nur viele Freizeitmöglichkeiten – von Kultur bis Sport – sondern oft auch größere Kliniken oder Gemeinschaftspraxen, die spannende Berufschancen bieten. Konstante fachliche Weiterbildung ist durch die Nähe zu z. B. Unikliniken einfach in den Alltag zu integrieren. Auch die Zusammenarbeit mit Ärzt*innen anderer Fachgebiete ist dank der räumlichen Nähe oft einfacher als auf dem Land. Für Allgemeinmediziner*innen ist es in der Stadt zudem eher als auf dem Land möglich, sich dauerhaft auf Nischengebiete wie etwa Diabetologie zu konzentrieren – einfach weil die große Anzahl an Patient*innen vor Ort es zulässt.

Viele Allgemeinärzt*innen entscheiden sich auch für eine Tätigkeit in der Stadt aufgrund der (vermeintlich) besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Denn hier gibt es nicht nur potentiell mehr Jobs für den oder die Partner*in, sondern auch mehr Auswahl bei der Kinderbetreuung. Auch Aspekte wie ein gutes ÖPNV-Angebot, verschiedene Schularten und eine gute Internetanbindung sind vielen heute wichtig und sprechen für eine Tätigkeit in der Stadt. Die Tatsache, dass man ganz in der Nähe der Praxis wohnen und dennoch unerkannt einkaufen oder ausgehen kann, ist ein weiterer positiver Faktor.

Dennoch hat eine Tätigkeit in der Stadt auch andere Seiten. Was unbedingt bedacht werden sollte: Dort werden Ärzt*innen je nach Stadtteil auch mit (sozialen) Problemen konfrontiert, die auf dem Land weniger anzutreffen sind (Drogenkonsum, Wohnungslosigkeit). Bei der Übernahme oder Neugründung einer Praxis in der Stadt sollte außerdem die Konkurrenzsituation nicht außer Acht gelassen werden. Die Menschen in einem Stadtviertel müssen nicht direkt dort ihre*n Hausärzt*in wählen, sondern können auch in einen anderen Teil der Stadt fahren. Kurze Wege machen das Hopping zwischen Praxen leicht und erhöhen den Druck, den Patient*innen „etwas zu bieten“, um sie zu binden. Das gilt übrigens auch für Mitarbeiter*innen. Niedergelassene*r Ärzt*innen in der Stadt konkurrieren nicht nur um Patient*innen, sondern auch um Fachpersonal, das sich die attraktivste Stelle aussuchen kann.

Großes Behandlungsspektrum, weniger Anonymität – als Allgemeinmediziner*in auf dem Land

Allgemeinmediziner*innen, die sich für eine Tätigkeit auf dem Land entscheiden, tun dies oft, weil sie die langfristige Bindung zu ihren Patient*innen schätzen. Ärztehopping ist allein schon aufgrund der Entfernung zur nächsten Praxis oft kein Thema. Stattdessen sind Hausärzt*innen erste Ansprechpartner*innen für eine Vielzahl von medizinischen Anliegen – und das für alle Altersgruppen. Von den U-Untersuchungen bis zur Behandlung von Altersdemenz reicht das Behandlungsspektrum. Oft sind niedergelassene Allgemeinmediziner*innen auf dem Land echte Familienärzt*innen, die alle Generationen betreuen. Sie begleiten ihre Patient*innen teilweise über Jahrzehnte und übernehmen dabei auch Aufgaben, die teilweise in andere Fachgebiete fallen.

Besonders deshalb ist eine Tätigkeit als Hausärzt*in auf dem Land sehr abwechslungsreich, aber natürlich auch anspruchsvoll. Konstante Weiterbildung und selbstständige Aneignung spezifischer, im Alltag geforderter Kenntnisse sind an der Tagesordnung, denn auch der Austausch mit Kolleg*innen ergibt sich nicht so einfach wie in der Stadt. Fachärzt*innen arbeiten hier oft nicht niedergelassen und viele größere Untersuchungen finden direkt in Krankenhäusern oder in Praxen in weiter entfernten Städten statt.

Dafür ist es auf dem Land als Neuling oft einfacher als in der Stadt, private Kontakte zu knüpfen. Gerade als Hausärzt*in auf dem Dorf ist Anonymität praktisch ausgeschlossen. Dennoch muss man auch hier nicht 24 Stunden im Dienst sein. Klar geregelte Bereitschaftsdienste garantieren freie Abende und Wochenenden. Kein Wunder also, dass der Aspekt der Entspannung und die Nähe zur Natur wichtige Gründe sind, warum Ärzt*innen aufs Land ziehen. Mit dem Geld, das eine Dreizimmerwohnung in einer Großstadt verschlingt, bekommt man auf dem Dorf außerdem vielleicht sogar ein ganzes Haus mit Garten. Und das sogar schon in der Facharztweiterbildung, denn die ist in Praxen inzwischen genauso gut bezahlt wie in Krankenhäusern. Und dank guter Verdienstmöglichkeiten als niedergelassene*r Ärztin ist auch der Traum vom Eigenheim hier absolut realisierbar.

Abstriche müssen auf dem Land natürlich bei der Freizeitgestaltung und eventuell auch den Jobperspektiven für den oder die Partner*in sowie bei der Kinderbetreuung gemacht werden. Da niedergelassene Ärzt*innen ihre Sprechzeiten aber selbst bestimmen, ist auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie hier keinesfalls ausgeschlossen, sondern bedarf womöglich einfach sorgfältiger Organisation als in der Stadt.

Stadt oder Land – eine komplett individuelle Entscheidung

Die gute Nachricht ist: Allgemeinmedizier*innen sind gefragt – und zwar überall. Die Tätigkeitsschwerpunkte, das Behandlungsspektrum und auch die Altersstruktur der Patient*innen hingegen können in ländlichen und städtischen Regionen sehr unterschiedlich sein. Und auch die Freizeitgestaltung sowie die Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie gestalten sich je nach Wohn- und Arbeitsort ganz anders. Hier gilt es, die persönlichen Präferenzen abzuwägen, aber auch ein Auge auf die demographische Entwicklung zu haben. Denn: In den nächsten Jahren gehen auf dem Land eine Vielzahl von Hausärzt*innen in den Ruhestand – beste Chancen also, als Jungmediziner*in eine gut gehende Praxis zu übernehmen. Warum also nicht im Studium, PJ oder der Facharztweiterbildung mithilfe der Förderangebote der KV Hessen schon mal Landluft schnuppern und ganz unverbindlich echte Einblicke in den Arbeitsalltag dort bekommen? Denn nur wer beide Arbeitsorte kennt, kann den eigenen Favoriten herausfinden.

Quellen:

https://www.hausarzt.digital/politik/kbv-und-kven/stadt-land-arzt-55018.html

https://www.doctors.today/a/niederlassung-auf-s-land-oder-in-die-stadt-1872287

https://karriere.unicum.de/archiv/arztkarriere-stadt-oder-land

 

 

 

 

Den inneren Schweinehund überlisten: So klappt’s mit dem Lernen!

Den inneren Schweinehund überlisten: So klappt’s mit dem Lernen!

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Jedes Semester das gleiche: Die Prüfungsphase kommt näher und die Lust, sich in Bücher und Mitschriften zu vertiefen, ist auf dem Tiefpunkt. Und das, obwohl dir das Studium eigentlich Spaß macht und du unbedingt Ärzt*in werden möchtest! Die beruhigende Nachricht: Es ist ganz normal, Motivationstiefs zu haben. Fast jede*r Student*in kennt das. Und oft braucht es gar keine großen Veränderungen, um sich dort wieder heraus zu manövrieren. Hier sind ein paar Tricks, mit denen du deinem inneren Schweinehund den Kampf ansagst und die Motivation fürs Lernen (wieder)findest.

Mach dir bewusst, warum du eigentlich studierst

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass du dich ganz bewusst für das Medizinstudium entschieden hast. Welche Gründe hattest du dafür? Warum möchtest du den Arztberuf ergreifen? Und was macht dir jetzt im Studium besonders großen Spaß? Liste alle Dinge auf, die dich motivieren, die dir Freude bereiten und auf die du dich in deinem Berufsleben freust. Benutz dafür positive Formulierung und häng dir die Liste am besten gut sichtbar in deinem Zimmer auf. So hast du immer vor Augen, wofür du eigentlich studierst, und es fällt dir leichter, die nötigen Schritte umzusetzen (also mit dem Lernen voranzukommen 😉).

Schaff die richtige Lernumgebung

Niemand setzt sich gern an einen unaufgeräumten Schreibtisch. Auch wenn aufräumen oft ein Zeichen von Prokrastination ist, ist es sinnvoll, vor dem Lernen für eine angenehme Atmosphäre zu sorgen und ein schönes Umfeld zu schaffen. Zuhause ist die Ablenkung trotz sauberer Wohnung einfach zu groß? Dann probier – wenn möglich – eine andere Umgebung aus. Vielleicht der Stillarbeitsbereich einer Bibliothek? Oder das sonnige Plätzchen im Hinterhof? Wenn du einen Lernplatz gefunden hast, an dem du dich wohlfühlst, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du dich dort öfter und länger aufhältst – eine gute Voraussetzung für Lernerfolg. 

Etabliere Routinen

Einer der besten und einfachsten Tricks, den Schweinehund auszutricksen, ist es, das Lernen als Routine zu etablieren – und zwar am besten auch außerhalb der Prüfungsvorbereitung. Die meisten Menschen sind Gewohnheitstiere und brauchen Struktur in ihrem Tagesablauf. Wenn du dir feste Lernkorridore einplanst und diese z. B. auch verbindlich in deinen Kalender einträgst, hilft dir das, Motivationstiefs zu vermeiden. Nach einiger Zeit haben sich diese Zeiten nämlich als Fixpunkte in deinem Alltag etabliert und das Lernen gehört ganz selbstverständlich dazu. Netter Nebeneffekt: So beugst du auch Zeitdruck vor Prüfungen vor, denn du verteilst die Lernzeit gleichmäßiger auf das Semester.

Such dir Gleichgesinnte

Zugegeben: Es ist gerade nicht die Zeit, um sich in Gruppen zu treffen. Trotzdem kann es helfen, dir Kommiliton*innen zu suchen, mit denen du eine Lerngruppe bildest. Vielleicht verabredet ihr euch digital zu einem regelmäßigen Termin und tauscht euch über Erfolge, Fortschritte oder Unklarheiten aus? Das stärkt die Motivation, aber auch die Verbindlichkeit. Denn wenn es klare Absprachen gibt, was bis dahin gelernt wird, hast du keine Ausrede, dich vor dem Lernen zu drücken. Du willst die anderen ja nicht hängenlassen, oder?

Sorg für Ausgleich und die richtige Balance

Viel hilft viel? Nicht unbedingt. Denn um die Motivation nicht zu verlieren, solltest du dir auch Lernpausen gönnen und aktiv für Ausgleich und Erholung sorgen. Geh am besten an die frische Luft und beweg dich. Egal ob spazieren gehen, joggen, skaten, Rad fahren – es ist wichtig, dass du mal abschaltest und den Kopf freibekommst. Auch ein flexibler Nebenjob kann für Ausgleich sorgen. Du musst deine Nase nicht 24/7 in Bücher stecken, um erfolgreich zu sein. Nutze deine Lernphasen lieber effektiv, sodass du noch Zeit für Schönes hast!

Setz dir realistische Ziele

Klar kannst du dir vornehmen, dass 500-Seiten-Lehrbuch in drei Tagen durchzuarbeiten. Das wird aber sehr wahrscheinlich nicht klappen. Setz dir deshalb lieber realistische Ziele und denke in Etappen. „Jeden Tag ein Kapitel“ ist viel besser umsetzbar als „Das ganze Buch bis Ende der Woche“. Das gleiche gilt übrigens auch für die Planung deines Semesters. Wenn du gerade ein Motivationstief hast und schon absehen kannst, dass die Kurs- und Arbeitsbelastung sehr hoch sein wird, ist es ratsam, lieber von Anfang an weniger Veranstaltungen zu besuchen – auch wenn es dir schwerfällt. So verhinderst du Überbelastung und bleibst bei deinen ausgewählten Kursen eher am Ball.   

Zu guter Letzt: Versuche zu akzeptieren, dass du keine „Lernmaschine“ bist und es immer wieder Momente geben wird, in denen es schwierig ist, Motivation zu finden. Wichtig ist, dass du dein Ziel nicht aus den Augen verlierst und dir bewusst machst, dass du gerade in einer solchen Phase steckst. So fällt es dir leichter, den Schweinehund auch wieder in seine Schranken zu weisen. Ganz wichtig dafür: Sei stolz darauf, was du schon geschafft hast und freu dich auf das, was du alles noch erreichen kannst, wenn du weiterhin an dich glaubst und auf dein Ziel hinarbeitest.

 

Quellen:

https://www.studienscheiss.de/tipps-lernen-anfangen/

https://www.studienscheiss.de/studienziele-erfolgssichere-schritte/#

https://www.unijobs.at/blog/motivationstief-im-studium-den-inneren-schweinehund-ueberlisten/

https://www.audimax.de/studienhilfe/lerntipps/schweinehund-ueberwinden-lernen/

 

 

 

 

Nach dem Studium: So klappt’s mit dem Berufseinstieg

Nach dem Studium: So klappt’s mit dem Berufseinstieg

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Sechs Jahre Studium sind rum, das Staatsexamen geschafft – jetzt kann es losgehen mit der Karriere als Ärzt*in! Leider hält die Euphorie nach dem Abschluss oft nur kurz an, denn der Berufseinstieg ist für Mediziner*innen gar nicht so einfach. Die passende Stelle finden, mit der neuen Verantwortung klarkommen, sich in Arbeitsprozesse einfinden, an wechselnde Arbeitszeiten (Schichtdienst) gewöhnen, die eigene Weiterbildung organisieren und und und – die Liste an potentiell schwierigen Themen für Berufseinsteiger*innen ist lang. Dennoch kein Grund, um frustriert zu sein oder Angst vor der Zeit nach dem Studium zu haben. Wir haben einige Tipps für mehr Gelassenheit in den ersten Arbeitswochen als Assistenzärzt*in in der Klinik für euch!

1. Augen auf bei der Stellenwahl

Damit es mit dem Berufseinstieg klappt, überlegt euch unbedingt vorher, welche Klinikstelle zu euren Berufszielen passt. Möchtet ihr eine akademische Laufbahn einschlagen, ist ein Universitätsklinikum die richtige Wahl. Wer viele verschiedene Krankheitsbilder sehen möchte und vielleicht auch noch nicht genau weiß, wohin die Berufsreise gehen soll, ist in einem Haus mit Maximalversorgung sicherlich gut aufgehoben. Wer sich eher für Basisversorgung interessiert, wird in einer kleinen Klinik viel lernen.

Wenn die Zeit es erlaubt, kann eine Hospitation sinnvoll und sehr aufschlussreich sein. So könnt ihr herausfinden, ob die Aufgaben und das Team zu euren Wünschen passen. Habt ihr eine Stelle gefunden, die zu euch zusagt, lösen sich andere Probleme des Berufseinstiegs zwar nicht in Luft auf. Aber es ist deutlich einfacher, motiviert zu bleiben, wenn ihr euch bewusst für diesen Weg entschieden habt und wisst, dass er zu eurem beruflichen Ziel passt. 

2. Die neue Rolle annehmen

Vor dem ersten Tag solltet ihr euch auf jeden Fall die Zeit nehmen, eure neue Rolle und Position zu reflektieren. Ihr seid nun kein*e Student*innen mehr, sondern vollwertige Mitarbeiter*innen der Klinik. Auch wenn die Entscheidungsspielräume anfangs noch begrenzt sind, so tragt ihr echte Verantwortung für das Wohl der Patient*innen und müsst medizinische Entscheidungen treffen. Als Neulinge seid ihr trotzdem erst einmal das kleinste Rad im Getriebe und dementsprechend solltet ihr euch verhalten. Von Pflegekräften, die theoretisch weder über noch unter euch stehen, könnt ihr viel Organisatorisches lernen, was das Einfinden in die neue Arbeit und Umgebung erleichtert. Den Patient*innen hingegen ist es egal, dass ihr noch Anfänger*innen bist. Sie erwarten klare Kommunikation und verbindliche Diagnosen. Wenn ihr verinnerlicht habt, welche Rolle ihr in eurem neuen Job einnehmt und wie ihr euch Kolleg*innen und Patient*innen gegenüber am besten verhaltet, könnt ihr mit dem nötigen, aber nicht übertriebenen Selbstbewusstsein durchstarten!

3. Fragen stellen und Hilfe holen

Kein*e Assistenzärzt*in muss vom ersten Tag an alles wissen und alles alleine machen. Ohne Berufserfahrung ist es unmöglich, immer sofort eine Antwort parat zu haben. Deshalb solltet ihr Hilfe annehmen und akzeptieren, dass Nachfragen völlig in Ordnung sind. Vielleicht kann eine routinierte Pflegekraft weiterhelfen, vielleicht – bei Fragen zu Behandlungsschemata oder Routineabläufen – auch erfahrene Assistenzärzt*innen. Und wenn das alles nichts bringt, dann ist immer noch ein*e Oberärzt*in da, um euch ganz konkret zu unterstützen.

Kleiner Tipp: Statt zu jammern und langatmig Probleme zu schildern, stellt Vorgesetzten besser konkrete Fragen, z. B. zur Auswahl des passenden Medikaments oder dem nächsten Behandlungsschritt. So zeigt ihr, dass ihr fokussiert arbeitet, sinnvoll kommuniziert und etwas lernen möchtet.

4. Teamplayer*in sein und Verbündete suchen

Jede*r kämpft für sich allein? Auf keinen Fall. Gute Ärzt*innen sind Teamplayer*innen und unterstützen sich gegenseitig. Mit ihrer fachlichen Kompetenz, im Bereich Organisation oder einfach dadurch, dass sie aufeinander Acht geben und Hilfe anbieten (und zulassen!). Vielleicht gibt es in eurem Krankenhaus oder auf eurer Station ja einen Stammtisch oder ein anderes Forum, in dem Assistenzärzt*innen sich austauschen können? Ihr sitzt schließlich alle im selben Boot und eure Kolleg*innen haben bestimmt noch ein paar gute Tipps parat, die im Stationsalltag helfen.

Fazit: Gut vorbereiten, klare Ziele haben und nicht entmutigen lassen!

Der Berufseinstieg ist für Mediziner*innen keine einfache Phase. Wer sich über die eigenen beruflichen Wünsche und Ziele aber klare Gedanken macht, sich eine passende Stelle sucht und seine neue Rolle annimmt, hat schon große Hürden auf dem Weg genommen. Die Routine bei der Behandlung von Patient*innen kommt durch das stetig wachsende Fach- und Praxiswissen dann Im Laufe der Zeit ganz von selbst. Deshalb: Nicht entmutigen lassen, dranbleiben und euch freuen, dass ihr einen so spannenden und abwechslungsreichen Beruf gewählt habt!

Quellen:

https://www.praktischarzt.de/magazin/10-tipps-fuer-assistenzaerzte/

https://arztundkarriere.com/ratgeber/berufseinstieg-fuer-aerzte/

https://m.thieme.de/viamedici/arzt-im-beruf-weiterbildungs-coach-allgemeine-infos-1570/a/die-besten-tipps-zum-klinikeinstieg-26893.htm

 

 

 

Famulatur: Das musst du wissen!

Famulatur: Das musst du wissen!

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Jedes Studium sieht irgendeine Form von Praxis vor. Aber vermutlich gibt es nur wenige Studiengänge, in denen die praktischen Phasen so genau definiert und von vornherein festgelegt sind wie die Medizin. Gerade im zweiten, klinischen Abschnitt des Studiums wartet mit der Famulatur ein spannender Einblick in die Tätigkeit als Ärzt*in auf euch. Es lohnt sich also, sich Dauer, Aufbau und Ablauf der Famulatur einmal näher anzuschauen.

Ein Begriff, vier Phasen

Der Begriff „Famulatur“ kann in die Irre führen, denn er erweckt den Eindruck, es handele sich dabei nur um ein einziges Praktikum. Das stimmt so aber nicht. Denn darunter subsumieren sich vier Praxisphasen a 30 Tagen, also insgesamt 120 Tage belaufen. Achtet also unbedingt darauf, immer volle 30 Kalendertage (und nicht etwa 4 Wochen) abzuleisten und bescheinigt zu bekommen, denn sonst kann eure Famulatur als ungültig abgelehnt werden – und die Famulaturzeugnisse braucht ihr für die Anmeldung zum Praktischen Jahr. Alle Famulaturen sind in den vorlesungsfreien Zeiten, also den Semesterferien bzw. den offiziellen Ferien (etwa über Weihnachten) zu absolvieren. Alternativ könnt ihr dafür aber auch ein Urlaubssemester nehmen und die Famulaturen nacheinander am Stück ableisten.

Egal für welche Variante ihr euch entscheidet – bis zur Zweiten Ärztlichen Prüfung müsst ihr die Nachweise beisammenhaben. Ihr habt also gemessen an der Regelstudienzeit vier Jahre Zeit dafür. Was ihr bei der Planung und Organisation unbedingt bedenken solltet: Die Famulaturen sind Vollzeitpraktika, also ganztägig an fünf Tagen die Woche zu absolvieren, und im Normalfall nicht vergütet. Euren Nebenjob oder weitere in den vorlesungsfreien Zeiten zu erbringende Leistungen müsst ihr also darauf abstimmen bzw. vielleicht sogar eine Zeitlang verschieben.

Vier Phasen, drei Stationen

Aber nicht nur, wie lange die Famulaturen dauern und bis wann sie abzuleisten sind, ist klar geregelt. Auch das „Wo“ steht von vornherein fest. Ihr durchlauft in den Famulaturen nämlich insgesamt drei Stationen der Patientenversorgung:

Stationär: Zwei Famulaturen sind in einem Krankenhaus oder alternativ in einer stationären Rehabilitationseinrichtung zu absolvieren.

Ambulant: Eine Famulatur muss in einer ambulanten, ärztlich geleiteten Einrichtung abgeleistet werden. Darunter fallen nicht nur Arztpraxen, sondern auch Ambulanzen, Notaufnahmen oder Polikliniken.

Hausärztlich: Seit 2012 ist ein weiterer Monat der Famulatur im hausärztlichen Versorgungsbereich Pflicht. Dazu gehören neben Allgemeinärzten auch Kinderärzte sowie Internisten, die keine Schwerpunktbezeichnung aufweisen.

Spezielle Regeln einzelner Bundesländer und Auslandsaufenthalte

Für Medizinstudierende in Hessen gilt: Die Famulatur muss in vier Abschnitten von je 30 Tagen abgeleistet werden. Andere Bundesländer, zum Beispiel Baden-Württemberg oder Schleswig-Holstein, lassen hingegen auch eine Aufsplittung in Intervalle von 15 Tagen zu. Es lohnt sich also, sich vorab zu informieren, was an eurem Studienort bzw. in eurem Bundesland möglich ist oder nicht.

Famulaturen könnt ihr grundsätzlich auch im Ausland durchführen. Tatsächlich wählen jedes Jahr viele Studierende diesen Weg, praktische Erfahrung und Auslandsaufenthalt zu kombinieren. Informiert euch einfach mal an eurer Uni oder bei Austauschorganisationen. Die Anerkennung ist in der Regel problemlos möglich, wenn die oben genannten Regeln (Dauer, Station) erfüllt sind und ihr ein entsprechendes Zeugnis (auf Deutsch oder als beglaubigte Übersetzung) vorlegen könnt.

Unsere Unterstützung für eure Famulatur!

Die vier Famulaturabschnitte sind spannende Möglichkeiten, zum ersten Mal richtig in euren zukünftigen Beruf hineinzuschnuppern und vielleicht sogar schon Fachgebiete zu entdecken, mit denen ihr euch nach dem Studium vertieft beschäftigen möchtet. Nichtsdestotrotz ist die Organisation und Finanzierung der Famulaturen nicht immer einfach. Deshalb unterstützen wir euch dabei. Die KV Hessen fördert euch z. B. bei eurer Famulatur in einer hausärztlichen Praxis in einer ländlichen Region Hessens. Und das für bis zu 60 Tage, wenn ihr die Abschnitte ambulante und hausärztliche Patientenversorgung dort kombiniert absolviert. Informiert euch gleich hier über diese und alle weiteren unserer Förderungsmöglichkeiten für Medizinstudierende.

 

 

We care: Unsere Überraschungsbox für euch!

We care: Unsere Überraschungsbox für euch!

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Dass wir uns im letzten Jahr nicht wie üblich regelmäßig in Kursen oder bei Veranstaltungen an den hessischen Unis sehen konnten, finden wir immer noch sehr schade. Und wenn wir ehrlich sind, wissen wir auch jetzt noch nicht, was 2021 wieder möglich sein wird und was nicht. Trotzdem sind wir weiterhin mit unseren Angeboten – von Beratung bis Förderung – für euch da. Und weil wir wissen, wie schwierig und auch belastend die aktuelle Situation für Studierende ist, möchten wir unseren MedWissern gerne eine kleine Freude machen und euch eine kleine Selfcare-Box zuschicken. Was drin ist? Das verraten wir vorab natürlich nicht. Loggt euch einfach in euren MedWisser-Account ein, füllt unser Anmeldeformular aus und dann macht sich die We-care-Box schon bald auf den Weg zu euch.

Falls ihr euch fragt, warum ihr euch für die Box noch einmal anmelden müsst und wir sie nicht einfach an alle registrierten MedWisser schicken: Weil wir wollen, dass sie wirklich bei euch ankommt. Und weil einige Adressen vielleicht nicht mehr aktuell sind oder ihr euch eventuell gar nicht in eurer Unistadt aufhaltet im Moment, gehen wir diesen Weg. Das Ausfüllen des Formulars geht aber ratzfatz (versprochen!) und dann haltet ihr die Box schon bald in euren Händen. Erzählt auch gerne anderen Medizinstudierenden vom MedWisser-Angebot und unserer Aktion. Wir möchten schließlich, dass möglichst viele von euch sich über die Selfcare-Box freuen können.

Registriert euch als MedWisser oder loggt euch direkt ein: Zum Login

Niederlassung – so unterstützt die KV Hessen euch!

Niederlassung – so unterstützt die KV Hessen euch!

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Die Selbstständigkeit klingt reizvoll, ist aber ein großer Schritt, auf den ihr euch nicht vorbereitet fühlt und der auch finanziell riskant erscheint? Verständlich. Deshalb ist es uns wichtig, dass sich niemand bei der Niederlassung allein gelassen fühlt. Unsere kostenlosen Beratungsangebote sind für alle da, die sich unverbindlich und umfassend über Chancen und Risiken der Selbstständigkeit informieren möchten und Ängste nehmen. Und wenn ihr schon einen Schritt weiter seid, können wir euch mit finanziellen Hilfen unter die Arme greifen, die euch gerade in der Anfangszeit entlasten und Risiken minimieren. Hier ein kleiner Überblick über unsere Angebote:

 

Beratung

Summer- und Winterschool

Ein langes Wochenende voll mit geballtem Wissen rund um das Thema Niederlassung und einem abwechslungsreichen Freizeitprogramm: Die Summer- und Winterschool bieten zweimal im Jahr grundlegende Informationsmöglichkeiten für fortgeschrittene Studierende, die sich für eine Niederlassung interessieren. Außerdem gibt`s jede Menge Spaß und die Chance zum Austausch mit anderen.

Doc’s Camp

Zwei Wochenenden für eure Zukunftsplanung: Im Doc’s Camp erfahren Assistenzärzt*innen in Weiterbildung (ÄiW) alles, was sie schon jetzt über die Niederlassung wissen sollten. Außerdem habt ihr die Möglichkeit, dort eure Fragen mit qualifizierten Referent*innen und niedergelassenen Ärzten verschiedener Fachrichtungen zu diskutieren. Die perfekte Gelegenheit, sich vertieft mit der eigenen beruflichen Zukunft zu beschäftigen.

 

Finanzielle Förderung

Start gut!

Mit einer eigenen Praxis tragt ihr als Ärzt*in dazu bei, die ambulante medizinische Versorgung zu sichern. Es gibt allerdings immer wieder Regionen, in denen sich zu wenige Mediziner*innen bestimmter Fachrichtungen niederlassen. Wer einen besonderen Versorgungsbedarf deckt, kann dafür dank „Start gut!“ 24 Monate finanzielle Förderung erhalten – und das sogar schon während der Facharztweiterbildung.

Honorargarantie

Der Start in die Selbstständigkeit ist herausfordernd – gerade finanziell. Deshalb gibt es die Möglichkeit der Honorargarantie für die ersten zwei Quartale nach Praxisstart. Sie gilt für Ärzt*innen bestimmter Fachgebiete, die sich in Regionen mit besonderem Versorgungsbedarf niederlassen.

Umzugszuschuss

Ihr lasst euch zum ersten Mal nieder und müsst dafür umziehen? Dann könnt ihr unter bestimmten Voraussetzungen vom Umzugszuschuss der KV Hessen profitieren. Einzige Bedingung: Ihr lasst euch als Haus- oder Fachärzt*in einem Gebiet mit besonderem Versorgungsbedarf nieder.

Kinderbetreuung

Selbstständig mit Kind? Manchmal ein ganz schöner Spagat. Deshalb unterstützt die KV Hessen Ärzt*innen in Weiterbildung in einem Gebiet mit besonderem Versorgungsbedarf bzw. Haus- und Fachärzt*innen, die sich in einem solchen Gebiet erstmalig niederlassen besonders. Bis zu drei Jahre lang könnt ihr euch monatlich Kinderbetreuungskosten in Höhe von maximal 400 € erstatten lassen.

Lust auf noch mehr Infos zum Thema Niederlassung? Dann schaut mal auf unserem Blog vorbei!

Strukturiert im Homeoffice – So klappt’s mit dem Lernen zu Hause

Strukturiert im Homeoffice – So klappt’s mit dem Lernen zu Hause

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Neues Jahr, immer noch keine Präsenzveranstaltungen – auch an vielen hessischen Universitäten ist das nach wie vor Realität. Auch Medizinstudierende lernen deshalb weiterhin von zu Hause aus und nehmen digital an Vorlesungen und Co. teil. Und auch wenn ihr in den letzten Monaten Erfahrungen damit gemacht habt, können das Studieren von zu Hause und die Organisation des Alltags überfordernd sein. Wenn es euch so geht, seid euch sicher, ihr seid nicht allein. Vielleicht hilft der Gedanke schon, dass es Zehntausenden von anderen im ganzen Land genauso geht wie euch? Wenn ihr eher praktische Tipps benötigt, dann haben wir im Folgenden einige Ideen zusammengestellt, die euch den aktuellen Alltag und das Lernen von zu Hause erleichtern können.

Routinen beibehalten oder etablieren

Fest Abläufe geben euch Sicherheit und dem Tag Struktur. Versucht deshalb, möglichst immer etwa zur selben Zeit aufzustehen und schlafen zu gehen. Behaltet vielleicht auch im Homeoffice-Studium eure normale Morgenroutine bei. Es bietet sich außerdem an, Zeiten zu definieren, zu denen ihr euch fokussiert mit Uniaufgaben befasst (sofern sie nicht durch digitale Veranstaltungen eh schon festgelegt sind). Diese könnt ihr natürlich von eurem persönlichen Biorhythmus abhängig machen. Vielleicht habt ihr abends ein Konzentrationshoch und könnt dann besonders gut arbeiten? Dann los! Die zeitliche Flexibilität ist einer der großen Vorteile der aktuellen Situation, die ihr zu euren Gunsten nutzen könnt.

Extratipp: Wenn ihr euch allein schwer motivieren könnt, sucht euch eine*n Lernpartner*in, mit der*dem ihr euch zum gemeinsamen virtuellen Lernen verabredet. Zusammen bekämpft man den inneren Schweinehund schon viel leichter.

Einen festen Arbeitsplatz einrichten

Ein eigenes Arbeitszimmer ist purer Luxus, den die meisten Studierenden nicht haben. Trotzdem – oder gerade deswegen? – ist es wichtig, sich einen festen Arbeitsplatz einzurichten, an dem ihr euch wohlfühlt und auch längere Zeit gerne aufhaltet. Nur so könnt ihr dort nämlich auch produktiv lernen und arbeiten. Neben ausreichend Platz für Technik, Bücher und Notizen solltet ihr auch auf gute Beleuchtung achten. Vielleicht könnt ihr sogar natürliches Licht dafür nutzen, indem ihr den Arbeitsplatz in Fensternähe verlegt?

Extratipp: Wenn ihr im selben Zimmer schlaft, lebt und lernt und es euch stört, immer auf eure Bücher zu schauen, lasst sie nach dem Lernen doch im Rucksack, unterm Bett oder im Schrank verschwinden. Das ist übrigens auch ein perfektes Feierabendritual!

Ablenkungen eliminieren

Ein chaotisches Umfeld ist der Feind der Konzentration. Sorgt deshalb dafür, dass eure Lernumgebung möglichst aufgeräumt und ablenkungsfrei ist. Für echte Ruhe sorgen außerdem Kopfhörer mit Noise-Cancelling-Funktion. Jetzt noch das Handy in den Flugmodus schalten oder eine Fokus-App nutzen, die Zeitfresser wie Instagram oder YouTube zeitweise sperrt – und schon kann es produktiv losgehen.

Ziele setzen

Die To-Do-Liste ist endlos? Dann nehmt euch jeden Tag fünf Minuten Zeit, um zu planen, was heute wirklich wichtig ist. Schreibt einen Tagesplan und hakt jede Aufgabe ab, die geschafft ist. Das motiviert! Für größere Stoffmengen kann zusätzlich ein Lernplan hilfreich sein, der klar vorgibt, was wann gelernt bzw. wiederholt wird. So wird nichts vergessen und das Ziel bleibt klar im Blick.

Extratipp: Auf der To-Do-Liste steht etwas sehr Unangenehmes? Dann erledigt das am besten zuerst. Danach werdet ihr mit einem tollen Erfolgsgefühl belohnt!

Selbstfürsorge nicht vergessen

Bei all der Arbeit für die Uni solltet ihr nicht vergessen, auf euch selbst zu achten. Gerade in einer so außergewöhnlichen Situation wie aktuell sind Körper und Geist im Dauerstress. Baut deshalb bewusst Pausen ein und nutzt sie für Dinge, die euch guttun: einen Spaziergang, Mittagsschlaf, Stretching, eine Folge eurer Lieblingsserie – hier ist alles erlaubt. Außerdem wichtig: ausreichend Schlaf, eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Mahlzeiten. Wenn ihr allein lebt, haltet regelmäßig Kontakt zu Familie und Freund*innen und verabredet euch z. B. zu digitalen Spieleabenden. So kommt kein Gefühl von Einsamkeit auf und ihr habt einen Termin, auf den ihr euch freuen könnt.

Für noch mehr Tipps zum erfolgreichen Medizinstudium in Hessen folgt uns unbedingt auch bei Facebook und Instagram!

Dein Leben. Deine Praxis! – Niederlassung ganz individuell

Dein Leben. Deine Praxis! – Niederlassung ganz individuell

Allgemein Hessen - Leben & Arbeiten MedWisser Niederlassen! Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium

Jeden Tag Sprechstunde ab 8.00 Uhr, wenig Zeit für Pausen und keine Möglichkeit zum Austausch mit Kolleg*innen – so stellen sich viele den Arbeitsalltag als niedergelassene*r Ärzt*in immer noch vor. Dabei ist das Bild des Einzelkämpfers überholt und auch Behandlungszeiten orientieren sich längst nicht mehr nur an Frühaufstehern. Stattdessen haben Mediziner*innen, die sich niederlassen wollen, viele verschiedene Möglichkeiten, die sich mit ganz unterschiedlichen Lebensmodellen vereinbaren lassen. Denn als niedergelassene*r Ärz*tin muss heute niemand mehr alles alleine machen – und auch nicht unbedingt Vollzeit arbeiten.

Denn Fakt ist: Wer selbstständig tätig ist, hat deutlich mehr Kontrolle über Angebotsspektrum und Arbeitszeiten als jemand, der angestellt arbeitet. Trotzdem schließen sich beide Modelle nicht aus. Vielleicht ist es als Berufseinsteiger*in erst einmal attraktiv, als angestellte*r Ärzt*in zu arbeiten und in die ambulante Praxistätigkeit hineinzuschnuppern, bevor der Sprung in die Selbstständigkeit gewagt wird. So ähnlich funktioniert auch das Jobsharing, bei dem sich ein*e Seniorpartner*in und ein*e neu hinzukommende*r Juniorpartner*in der gleichen Fachrichtung einen Arztsitz teilen. Auch hier ist es möglich, als Juniorpartner*in zunächst oder sogar dauerhaft im Angestelltenverhältnis tätig zu sein.

Wer mehr Freiheiten sucht und wirklich sein*e eigene*r Chef*in sein will, für den gibt es ebenfalls diverse Lösungen. Hier gilt: Es gibt keine Praxisform, die für jede*n passt, sondern es sollte immer genau geschaut werden, welche fachlichen und organisatorischen Präferenzen jemand hat. Ob klassische Einzelpraxis, organisatorische Praxisgemeinschaft mit anderen oder fachrichtungsübergreifende Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) an einem oder mehreren Orten – es lohnt sich, sich über die Vor- und Nachteile all dieser Möglichkeiten genau zu informieren.

Denn eine Niederlassung ist eine langfristige Entscheidung und dabei sollten auch zukünftige berufliche Wünsche sowie mögliche Änderungen der privaten Situation bedacht werden: Gibt mir die gewählte Art der Niederlassung die Möglichkeit, mein Behandlungsspektrum zu erweitern/verändern? Was passiert mit der Praxis, wenn ich in Elternzeit gehe? Ist der Standort richtig für mich oder sehe ich mich in zehn Jahren an einem anderen Ort? Wer sich genau überlegt, wie das eigene Berufs- und Privatleben aussehen soll, für den wird sich mit der Zeit herauskristallisieren, welche Arbeits- und Praxisformen in Frage kommen und welche keine Option sind.

Die KV Hessen gibt gerne Starthilfe, damit der Schritt in die Selbstständigkeit so unkompliziert wie möglich gelingt. Die Berater*innen unterstützen in allen Fragen rund um Praxisform, Standort und Finanzierungsmöglichkeiten. Viele Informationen rund um die Niederlassung gibt es außerdem auf https://www.kvhessen.de/niederlassung/ sowie im Niederlassungsfahrplan: https://www.kvhessen.de/publikationen/niederlassungsfahrplan/

 

 

 

 

Niederlassung: Diese Möglichkeiten hast du!

Niederlassung: Diese Möglichkeiten hast du!

Allgemein Hessen - Leben & Arbeiten MedWisser Niederlassen! Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium

Eine Tätigkeit im Krankenhaus ist für junge Ärzt*innen eine tolle Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, ohne sich schon final auf eine Fachrichtung oder einen Ort festlegen zu müssen. Denn wer weiß nach dem Studium schon auf Anhieb, in welche Richtung das Berufsleben verlaufen soll oder wird? Dennoch gibt es neben der Karriere im Krankenhaus auch noch viele weitere spannende Berufsoptionen für Absolvent*innen – auch solche, die du als berufsanfänger*in ausüben kannst, ohne dich direkt niederlassen zu müssen. Welche Berufsoptionen außerhalb des Krankenhauses für dich passen, hängt maßgeblich von zwei Entscheidungen ab:

  1. Möchtest du lieber alleine oder mit anderen zusammen arbeiten?
  2. Möchtest du dein*e eigene*r Chef*in oder angestellt sein?

Nachfolgend haben wir die Möglichkeiten, ambulant als Ärzt*in zu arbeiten, einmal nach diesen beiden Faktoren zusammengestellt.

Allein & selbstständig: Einzelpraxis

Du willst dein eigenes Ding machen und selbst entscheiden, welche Leistungen du anbietest, wann du arbeitest und wie du deine Praxis einrichtest und organisierst? Wenn du dir viele Freiheiten wünschst und dir vorstellen kannst, das unternehmerische Risiko allein zu tragen, dann ist eine Einzelpraxis eine tolle berufliche Option für dich. Und auch wenn du keine anderen Ärzt*innen als direkte Kolleg*innen hast, kannst du dir ein tolles Team zusammenstellen und mit ihm zusammen richtig was für deine Patient*innen bewegen.

Zusammen & angestellt: Praxis, MVZ & Jobsharing

Kein finanzielles Risiko, kein dauerhaftes Festlegen auf einen Standort und ein direkter Draht zu anderen Ärzt*innen: Die Tätigkeit als Angestellte*r in einer Praxis oder einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) bringt einige Vorteile mit sich. Hier kannst du eigene Patient*innen ambulant behandeln, ohne selbst einen Arztsitz haben oder dich selbstständig machen zu müssen. Zwar hast du hier weniger Freiheiten als in deiner eigenen Praxis, trägst aber auch keinerlei finanzielles Risiko. Übrigens: Auch beim Jobsharing ist es möglich, als Juniorpartner*in angestellt zu arbeiten. Dafür benötigst du ebenfalls keine eigene Zulassung.

Zusammen & selbstständig mit eigener Praxis: Praxisgemeinschaft

Wer Lust auf Gemeinschaft hat und bereit ist, Kompromisse zu machen, für den bietet es sich an, Teil einer Praxisgemeinschaft zu werden. Hier nutzen mehrere Ärzt*innen Räume und Gerätschaften gemeinsam, betreiben aber rechtlich alle eine eigene Praxis und rechnen auch jedes Quartal getrennt ab. In einer Praxisgemeinschaft liegt der Vorteil darin, dass z. B. die Kosten für (oftmals teure) Untersuchungsgeräte oder die Miete der Praxisräume gemeinsam geschultert werden können. Andererseits musst du dir diese Geräte natürlich mit anderen teilen und hast ggf. nicht jederzeit Zugriff darauf. Auch bei der Praxisorganisation musst du dich mit deinen selbstständigen Kolleg*innen verständigen, um eine reibungslose Organisation für die Patient*innen zu ermöglichen. Dafür sind deine finanziellen Belastungen möglicherweise geringer als in einer Einzelpraxis.

Zusammen & gemeinsam selbstständig: Jobsharing, Berufsausübungsgemeinschaft

Du bist gerne Teil eines Teams und kannst dir auch gut vorstellen, Patient*innen gemeinsam mit Kolleg*innen zu behandeln? Dann ist die Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) für dich interessant. Denn hier kannst du dich mit anderen Ärzt*innen aus deinem Fachbereich oder sogar aus anderen Fachbereichen zusammenschließen. Das bietet dir spannende fachliche Möglichkeiten und Einblicke in andere medizinische Bereiche. Berufsausübungsgemeinschaften nutzen eine gemeinsame Patientenkartei und rechnen auch zusammen ab. Das finanzielle Risiko der Selbstständigkeit verteilt sich also auf mehrere Schultern. Besonders spannend: Die an einer BAG beteiligten Ärzt*innen müssen nicht alle in den gleichen Räumen arbeiten. Auch Jobsharing wird oft als Berufsausübungsgemeinschaft ausgeübt. Dabei teilen Senior- und Juniorpartner*in sich gleichberechtigt einen Arztsitz. Als Juniorpartner*in erhältst du bei dieser Variante eine beschränkte Zulassung, die an die BAG gebunden ist.

Ein Beruf – unglaublich viele Möglichkeiten!

Auch abseits des Krankenhauses warten für Ärzt*innen spannende berufliche Optionen. Von der Tätigkeit als Angestellte*r über die Einzelselbstständigkeit bis zum Jobsharing hast du vielfältige Möglichkeiten. Einige davon eignen sich auch perfekt, wenn du noch nicht genau weißt, ob eine ambulante Tätigkeit für dich die richtige Wahl ist oder du unsicher bist, ob du wirklich dein*e eigene*r Chef*in sein möchtest. Egal, für welche Variante du dich interessierst – die KV Hessen ist bei allen Fragen rund um Berufseinstieg und Niederlassung für dich da. Hier findest du viele Informationen und alle Ansprechpartner*innen: https://www.kvhessen.de/niederlassung/

Wir freuen uns, wenn wir dir weiterhelfen können!