Ihr seid gefragt: Wie wollen junge Mediziner arbeiten?

Ihr seid gefragt: Wie wollen junge Mediziner arbeiten?

Allgemein Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium

Ärztemangel, Unterversorgung, Generation Y – die Liste der Schlagworte ist lang. Bei dem Thema Zukunft der ärztlichen Versorgung und den damit zusammenhängenden Ansichten angehender Mediziner fällt immer wieder auf: Vieles wird behauptet, das Wenigste jedoch ist belegt.

Die Landesärztekammer Hessen (LÄKH) beschäftigt sich deshalb seit Jahren mit Fragestellungen rund um den Beruf Arzt und erhebt unterschiedliche empirische Daten, um auch den ärztlichen Nachwuchs besser und vor allem belastbar zu beleuchten. Einige Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe von Auf den PUNKT. veröffentlicht, dem Mitgliedermagazin der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH). In Hessen sind beispielsweise 63 Prozent der Medizin-Absolventen weiblich.

Schaut’s euch an: Passen die Untersuchungsergebnisse auch zu euren Plänen? Erkennt ihr Parallelen zu euren Kommilitonen oder Kollegen? Download

Und hier geht’s zur Gesamtausgabe von Auf den PUNKT.

Weiterbildung zum Facharzt – hier gibt’s alle Infos

Weiterbildung zum Facharzt – hier gibt’s alle Infos

Rund um die Weiterbildung

Der Abschluss des Medizinstudiums kommt mit jedem erfolgreich gemeisterten Semester einen großen Schritt näher. Viele von euch machen sich bestimmt auch schon Gedanken darüber, wie es nach dem Studium weitergehen soll. Eine Weiterbildung zum Facharzt steht dabei sicherlich bei den meisten von euch hoch im Kurs.

Genau deshalb haben wir unter www.kvhessen.de/facharzt alle wichtigen Infos rund um die Weiterbildung für euch zusammengestellt. Dort findet ihr alles über den Weg zum Facharzt, die Inhalte der Weiterbildung und – das ist für euch ganz besonders interessant – unsere Förderangebote während der Weiterbildung.

Außerdem gibt’s die FAQ, die Kontaktdaten unserer Ansprechpartner und viele Dokumente zum Download, in denen ihr viel Wissenswertes über die Weiterbildung erfahren könnt.

Neu für euch: bis zu 42 Monate Förderung in der Weiterbildung Allgemeinmedizin

Neu für euch: bis zu 42 Monate Förderung in der Weiterbildung Allgemeinmedizin

Allgemein Rund um die Weiterbildung

Habt ihr schon gewusst? Seit 1. Juli 2016 gelten die neue Bundesvereinbarung zur Förderung der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner und die dazu gehörige hessische Richtlinie – und ihr könnt von den Änderungen profitieren!

Die wichtigste Neuerung für euch –  wenn ihr Ärztin oder Arzt in Weiterbildung seid bzw. werden wollt – ist die Verlängerung der Förderdauer. Denn seit Juli werden nicht mehr nur die 24 Monate ambulante Weiterbildungszeit, sondern noch weitere 18 Monate, die gemäß der Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer Hessen zusätzlich im ambulanten Bereich abgeleistet werden dürfen, von der KV Hessen gefördert. Die Zeit, in der eure Weiterbildung gefördert wird, erhöht sich damit auf bis zu 42 Monate. Also ganze dreieinhalb Jahre.

Jetzt gibt’s monatlich 4.800 Euro
Ebenfalls erhöht ist der Förderbetrag. So bekommen die Weiterbildungspraxen statt bisher 3.500 Euro jetzt 4.800 Euro pro Monat. Wichtig für euch: Die 4.800 Euro sind als monatliches Bruttogehalt in voller Höhe an die Ärztin oder den Arzt in Weiterbildung, also euch, auszuzahlen. Im vierten und fünften Jahr eurer Weiterbildung wird das Bruttogehalt zudem auf das im Krankenhaus übliche Tarifniveau angehoben. So seid ihr genauso gut gestellt wie eure Kollegen im stationären Bereich.

Euer Interesse für eine Weiterbildung ist geweckt? Dann besucht unsere Website www.kvhessen.de/foerderung_allgemeinmedizin und informiert euch über die neue Förderung. Außerdem findet ihr dort alle erforderlichen Anträge und Merkblätter, um die Förderung zu beantragen.

Bei Fragen rund um das Thema Förderung der Weiterbildung steht euch auch unser Team Förderung Weiterbildung gerne zur Verfügung.

Tel.: 069 24741-6682 oder 069 24741-6991
Fax: 069 24741-68843
E-Mail: foerderung-allgemeinmedizin@kvhessen.de

Eine (leider) seltene Ausnahme – die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin

Eine (leider) seltene Ausnahme – die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin

Rund um die Weiterbildung

Rund 90 Prozent der Medizinstudierenden machen ihre Facharztausbildung ausschließlich in der Klinik. Gerade einmal zehn Prozent der Nachwuchsmediziner können sich vorstellen, später hausärztlich tätig zu sein. Zu ihnen gehört Kathrin Müller. Die 34-jährige absolviert eine Weiterbildung in Allgemeinmedizin in einer ambulanten Praxis und hat sich ganz bewusst dazu entschieden, Hausärztin zu werden.

In der aktuellen Ausgabe des KBV Klartext geben die junge Ärztin und ihr Chef Dr. Thomas Maibaum einen Einblick in den Alltag in einer hausärztlichen Praxis und berichten, welche Fähigkeiten Allgemeinmediziner mitbringen müssen. Außerdem gibt der Artikel einen Überblick über die Zukunft und Förderung der Allgemeinmedizin. Wir finden: Absolut lesenswert!

Hier geht’s zum Artikel.

Fotos: Kristin Kahl

Medizin mal anders: Der Rechtsmediziner

Medizin mal anders: Der Rechtsmediziner

Rund um die Weiterbildung

Der Arztberuf bietet viele spannende Facetten. In unserem Blog stellen wir deshalb regelmäßig Ärztinnen und Ärzte vor, deren Arbeitsalltag sich von dem vieler Berufskollegen unterscheidet. Heute erklärt Prof. Marcel Verhoff, Leiter der Rechtsmedizin in Frankfurt, wie er bei der Überführung des „Kuhmörders“ half und warum er lieber zu Fuß geht.

Von Tod oder Verwesung ist nichts zu spüren, wenn Professor Marcel Verhoff über seine Anfänge in der Rechtsmedizin spricht, sondern viel Begeisterung. Schon als Kind haben beim Schatzsuchen Tierknochen sein Interesse geweckt. Eine weitere Weichenstellung erfolgte im Medizinstudium: Nach einer Famulatur in der Pathologie, bei der er entgegen seiner Erwartung nicht auf Erstochene oder Erschossene traf, machte er sich auf die Suche danach und wurde fündig: in der Rechtsmedizin.

Plötzlich im Mittelpunkt

Überhaupt merkt man ihm die Begeisterung für „sein“ Fach jederzeit an: „Die Rechtsmedizin ist ein extrem vielseitiges Fach, denn im Gegensatz zu manch anderem Fach haben wir über unser ganzes Berufsleben mit dem gesamten Spektrum der Medizin zu tun. Und damit stehen wir ziemlich allein.“ Mit dem gängigen Vorurteil, dass Rechtsmediziner vorrangig mit Toten zu tun haben, räumt der 45-Jährige gleich zu Beginn des Gesprächs auf. Es sind die Lebendigen und nicht die Leichen, mit denen man sich als Rechtsmediziner vorrangig beschäftigt. In zahlreichen Gerichtsverfahren, in denen es zum Beispiel um Fragen der Verkehrstüchtigkeit geht, tritt Verhoff als Gutachter auf. Aber auch bei Fällen mit hohem Medieninteresse wie die Tötung der Studentin Tugce, die für bundesweite Schlagzeilen sorgte: „Medizinisch war dies gar keine so komplizierte Fragestellung. Die Frage, ob ein Sturz oder ein Schlag für den späteren Tod verantwortlich ist, kommt sogar recht häufig vor. Entscheidend war und ist für uns gerade in einem Fall mit so hohem Medieninteresse, uns von Emotionen und den medialen Begleiterscheinungen nicht beeinflussen zu lassen. Und das gelingt uns auch.“

Der letzte Zeuge

Dabei versteht sich Verhoff gemeinsam mit seinen Fachkollegen als „letzte Stimme“ der Toten. In Deutschland, wo für jeden Verstorbenen eine Leichenschau vorgeschrieben ist, komme es viel zu oft vor, dass die nur oberflächlich durchgeführt werde. Studierenden und Ärzten ein sicheres Gefühl für den Umgang mit den Verstorbenen zu geben, darin sieht er eine der Hauptbedeutungen der Rechtsmedizin. Laut hessischem Friedhofs- und Bestattungsgesetz besteht die Verpflichtung, bei Hinweisen oder Zweifeln an einem nicht natürlichen Tod, die Polizei zu informieren. Das löst dann Ermittlungen der Staatsanwaltschaft aus, die gegebenenfalls eine Obduktion beantragt bzw. anordnet. Durch Untersuchungen in der Rechtsmedizin klären die Experten dann die Frage nach der Todesursache. „Das“, so Verhoff, „ist unser Tagesgeschäft und ich bin froh, dass ich trotz der administrativen Tätigkeiten als Leiter des Instituts nach wie vor dazu komme, zu obduzieren.“

Dem „Kuhmörder“ auf der Spur

Vor einigen Jahren war der 45-Jährige gar an der Aufklärung eines Falls beteiligt, der alle Zutaten eines Krimis trug. Dabei ging es um einen hessischen Landwirt, der nicht nur mutmaßlich seine Eltern getötet hatte, sondern auch unter Verdacht geriet, einen weiteren Angestellten des Hofs trotz dessen mutmaßlich nicht natürlichen Todes mit Lügen und Legenden am Leben zu halten, um dessen Rente zu kassieren. Nachdem dieser Angestellte vermeintlich in einer Urne beigesetzt wurde, in der de facto nur Blumenerde war, begannen Ermittlungen, an deren Ende die Eltern des Verdächtigen exhumiert und deren Ermordung nachgewiesen werden konnte. Basis dafür: Die Analysen von Prof. Verhoff, der die Behauptung, der Vater sei an einem Kuhtritt und die Mutter an einer Leberzirrhose verstorben, durch forensische Beweise widerlegen konnte: „Die knöchernen Verletzungen am Schädel des Vaters und dem Kehlkopf der Mutter waren der Beleg für die Taten, und der Angeklagte konnte so überführt werden.“

„Ich gehe lieber zu Fuß“

Dass sich sein Arbeitsalltag auf die Gestaltung seines Privatlebens auswirkt, kann Prof. Verhoff nicht bestreiten. Sind die zu überwindenden Strecken beispielsweise kurz, geht er lieber zu Fuß. Der Grund dafür: zu viele Radfahrer, mit denen er nach schweren Unfällen zu tun hatte. Auch das Motorrad ist deshalb kein Verkehrsmittel der Wahl. Zu dem meidet er Lokalitäten mit Türstehern: „Wenn ich weiß, dass es an bestimmten Orten Probleme geben kann, dann meide ich die. Dafür habe ich schon zu viel gesehen.“

Doc’s Camp – Dein Wegbegleiter in die eigene Praxis

Doc’s Camp – Dein Wegbegleiter in die eigene Praxis

Niederlassen! Rund um die Weiterbildung

Das Medizinstudium liegt hinter dir und als Arzt in Weiterbildung oder Assistenzarzt stehst du schon mitten im Arztberuf? Du kannst dich mit dem Gedanken einer Niederlassung anfreunden, bist dir aber unsicher, wie du den Weg in die eigene Praxis am besten gehst? Dann ist das Doc’s Camp der KV Hessen vielleicht etwas für dich!

Im Rahmen des Doc’s Camps begleitet dich die KV Hessen über zwei Jahre lang und macht dich so fit für die eigene Praxis. Bestandteil des Programms sind zwölf modulare Blockveranstaltungen, bei denen dir Fachreferenten wichtige Grundlagen vermitteln, die du für deine zukünftige Rolle als niedergelassener Arzt und Chef brauchst – und die im Medizinstudium eher selten Thema sind. Dabei spielen zum Beispiel wirtschaftliche, rechtliche und technische Aspekte eine Rolle.

Lernen von den Profis!

Neben den Fachvorträgen bietet dir die KV Hessen außerdem ein Mentoringprogramm mit niedergelassenen Ärzten verschiedener Fachrichtungen. So kannst du von den Erfahrungen derer profitieren, die den Schritt in die eigene Praxis bereits erfolgreich gemeistert haben. Los geht das Doc’s Camp übrigens am 1. September 2016. Außerdem gut zu wissen: Die Teilnahme ist für dich kostenfrei.

Du willst mehr über das Programm wissen und dich anmelden? Hier geht’s lang:

Infos und Anmeldung zum Doc’s Camp 2016 – 2018

Weiterbildung Allgemeinmedizin

Weiterbildung Allgemeinmedizin

Rund um die Weiterbildung

Förderung Weiterbildung Allgemeinmedizin: Unser Rundum-Sorglos-Paket

Patrick Zuber ist Mitarbeiter der Koordinierungsstelle Weiterbildung Allgemeinmedizin und erklärt euch, was es damit auf sich hat:

„Bis Mitte 2011 gab es noch keine Koordinierungsstelle. Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung mussten sich selbst organisieren. Es gab kein einheitliches Curriculum und keine strukturierte Organisation für die Weiterbildung zum Facharzt Allgemeinmedizin.“ Mittlerweile kümmern sich KV Hessen, Ärztekammer Hessen und die hessische Krankenhausgesellschaft darum – als Koordinierungsstelle Weiterbildung Allgemeinmedizin. Mit im Boot sind in Hessen außerdem noch die allgemeinmedizinischen Lehrstühle der Universitäten aus Frankfurt, Marburg und Gießen.“

„Die Vorteile für dich …

… liegen auf der Hand: du kannst dich kontinuierlich weiterbilden, hast finanzielle und zeitliche Planungssicherheit und kannst so problemlos die Mindestweiterbildungszeit von fünf Jahren einhalten. Wir unterstützen dich in allen Fragen dazu, auch schon vorher. Den Kontakt findest du unten, ebenso wie den Link auf unsere Homepage, wo du alle Infos findest. Damit alles wie am Schnürchen läuft und du dich ganz auf den erfolgreichen Abschluss konzentrieren kannst, bieten wir dir umfassende Beratung, kompetente Ansprechpartner und ein starkes Netzwerk.“

Das gemeinsame Ziel

„Alle Beteiligten wollen, dass mehr Allgemeinmediziner ausgebildet und damit mehr Niederlassungen geschaffen werden. Das Besondere: das Beratungsangebot der Koordinierungsstelle richtet sich nicht nur an Studenten der Humanmedizin, die am Ende ihres Studiums stehen, sondern auch an Quereinsteiger mit abgeschlossener Weiterbildung in einem Fach der unmittelbaren Patientenversorgung.“

Mehr erfährst du unter www.allgemeinmedizinhessen.de

Du willst mit uns in Kontakt kommen?
Koordinierungsstelle Weiterbildung Allgemeinmedizin
Tel: 069 79502-707
E-Mail: koordinierungsstelle(at)kvhessen.de