Allgemeinmedizin – warum eigentlich nicht?

Allgemeinmedizin – warum eigentlich nicht?

Allgemein Hessen - Leben & Arbeiten Niederlassen! Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium Seminare Termine

Allgemeinmedizin – warum eigentlich nicht?

Wer Medizin studiert, für den stellt sich irgendwann zwangsläufig die Frage: Welches Fachgebiet soll es eigentlich mal werden? Hoch im Kurs bei Studierenden stehen seit Langem zum Beispiel die Chirurgie, die Innere Medizin oder auch die Anästhesiologie. Viele können sich auch gut vorstellen, Kinderärzt*in zu werden. Kaum aber jemand träumt von der Allgemeinmedizin. Warum eigentlich nicht?

Vielseitig und ganz nah dran

Fachärzt*innen sind echte Profis auf ihrem Gebiet. Das gilt für Allgemeinmediziner*innen ganz genauso wie für z. B. Radiolog*innen, Hautärzt*innen oder Orthopäd*innen. Während Letztere allerdings wirklich tief in das Spezialwissen ihres Fachgebiets eintauchen, eignen sich Allgemeinmediziner*innen während der Facharztausbildung grundlegende Kenntnisse aus zig Fachbereichen an. Dabei gehen sie natürlich inhaltlich nicht so sehr in die Tiefe wie ihre speziell ausgebildeten Fachkolleg*innen, erwerben aber ein breites medizinisches Wissen, aus dem sie im Alltag tagtäglich schöpfen können. Denn wenn die Allgemeinmedizin eines ist, dann unglaublich vielseitig und abwechslungsreich. Zu den am häufigsten behandelten Krankheitsbildern gehören Krankheiten des Muskel-, Skelett- und Bindegewebssystems, Krankheiten der Atemwege, Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychische Probleme und Verhaltensstörungen.

Die meisten Allgemeinmediziner*innen sind als Hausärzt*in tätig. Allein daraus ergibt sich das breite Behandlungsspektrum. Gerade in ländlichen Regionen ist der Weg in eine Facharztpraxis oft weit, sodass die Hausärztin oder der Hausarzt erste* Ansprechpartner*in bei medizinischen Problemen ist. Von der Erkältung über die Sportverletzung bis hin zu Demenz ist alles dabei. Wer sich für die Allgemeinmedizin entscheidet, den erwartet also ein abwechslungsreicher Alltag, in dem Menschen mit ganz unterschiedlichen Anliegen in der Praxis vorstellig werden. Oft baut sich im Laufe der Zeit eine echte Bindung zwischen Patient*in und Ärzt*in auf und beide lernen sich gut kennen. Gerade weil die Hausärztin bzw. der Hausarzt viel über die Krankengeschichte von Patient*innen weiß, kommt ihr oder ihm eine Schnitt- und Koordinationsfunktion zu, z. B. wenn Überweisungen zu Fachärzt*innen anderer Fachgebiete oder zu Therapeut*innen notwendig sind. Hausärzt*innen sollten also auch kommunikativ sein und Behandlungen gerne in Abstimmung mit anderen Praxen organiseren.

Beruf und Familie kombinieren

Schon bei der Berufswahl spielt für viele junge Menschen heutzutage die Frage nach der Vereinbarkeit von Karriere und Familie eine große Rolle – natürlich auch in der Medizin. Der Großteil der Medizinstudierenden ist weiblich, aber auch immer mehr angehende Ärzte haben keine Lust auf 80-Stunden-Arbeitswochen, Schichtdienste und Bereitschaften. Als Allgemeinmediziner*in in der ambulanten Versorgung ist es möglich, ein erfülltes Berufs- und Familienleben zu haben. Gerade wer eine eigene Praxis gründet, legt z. B. die Arbeitszeiten selbst fest. Immer mehr junge Ärzt*innen entscheiden sich außerdem für die Gründung einer Praxisgemeinschaft, in der auch problemlos in Teilzeit gearbeitet werden kann.

Und durch die Aufhebung der Residenzpflicht ist auch die Niederlassung als Allgemeinärzt*in im ländlichen Raum noch einmal deutlich attraktiver geworden. Wohnen in der Stadt, arbeiten auf dem Land – das geht inzwischen problemlos. Hinzu kommt: In den kommenden Jahren gehen auch in Hessen tausende Allgemeinmediziner*innen bzw. Hausärzt*innen in den Ruhestand und suchen Nachfolger*innen. Die Chancen, eine gut gehende Praxis zu übernehmen, sind aktuell also hervorragend.

Dein eigenes Ding machen

Aber nicht nur aufgrund der guten Berufsaussichten und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist es lohnenswert, eine Laufbahn als Allgemeinmediziner*in in Betracht zu ziehen. Auch finanziell rechnet es sich, denn Hausärzt*innen verdienen gutes Geld. Über 220.000 Euro an Honorarumsatz waren es durchschnittlich im Jahr 2015 in Hessen. Natürlich hängt der Verdienst auch mit dem Behandlungsspektrum zusammen. Hier bietet die Allgemeinmedizin Fachärzt*innen spannende Zusatzqualifikationen, z. B. in den Bereichen Sportmedizin, Suchtmedizin, Tropenmedizin oder Akupunktur. Damit könnt ihr auch als Allgemeinmediziner*in euer Profil schärfen und eure Praxis noch einmal weiterentwickeln.

Fazit: Allgemeinmedizin – viel spannender als ihr Ruf!

Als Allgemeinmediziner*in/Hausärzt*in in der ambulanten Versorgung zu arbeiten, hat leider immer noch keinen besonders guten Ruf. Dabei ist die Tätigkeit vielseitig und lässt sich gut mit dem Familienleben vereinbaren. Hinzu kommt die Langzeitbetreuung von Patient*innen, die viele Hausärzt*innen als sehr spannend und wertvoll beschreiben. Nicht zuletzt sind die Verdienstmöglichkeiten für niedergelassene Hausärzt*innen nicht zu verachten. Wer ein abwechslungsreiches Fachgebiet mit einem breiten Behandlungsspektrum sucht, sollte deshalb einen zweiten Blick auf die Allgemeinmedizin werfen!

Lust auf mehr zum Thema? Alle Beiträge zur Allgemeinmedizin findet ihr hier:  https://www.arzt-in-hessen.de/tag/allgemeinmedizin/

 

 

Fit für die Praxis – unsere EKG-Kurse!

Fit für die Praxis – unsere EKG-Kurse!

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Ein EKG schreiben und befunden – gar nicht so leicht. Vor allem nicht, wenn man noch im Medizinstudium steckt und in der Uni wenig Möglichkeiten hat, dies wirklich zu üben. Hier setzt unser kostenloser EKG-Kurs an, den wir letztes Jahr zum ersten Mal angeboten haben und der von Anfang an ein großer Erfolg war. Kein Wunder also, dass wir ihn auch 2020 fortsetzen möchten – allerdings in leicht veränderter Form. Unsere Erfahrung hat nämlich gezeigt, dass die Vorkenntnisse der MedWisser*innen sehr unterschiedlich sind. Darauf reagieren wir und bieten ab sofort die Kurse „EKG für Einsteiger“ sowie „EKG für Fortgeschrittene“ an. Der Anfängerkurs findet am Kurswochenende immer samstags statt, der Fortgeschrittenenkurs sonntags.

Themen und Inhalte der EKG-Kurse

Aufgrund der unterschiedlichen Ausrichtung unterscheiden sich natürlich auch die Inhalte der Kurse. Im Anfängerkurs geht es um die Basics: Die Teilnehmer*innen beschäftigen sich mit den Grundlagen und dem Aufbau eines EKGs, lernen alles über Befund und Beurteilung und darüber, wie man ein EKG schreibt. Weiter steht der Einstieg in die Themen Ischämie und Herzrhythmusstörungen auf dem Programm. Natürlich kommt auch die praktische Arbeit an echten Fällen nicht zu kurz. Am Ende des eintägigen Kurses können die Teilnehmer*innen sicher ein EKG schreiben und wenden das erlernte Befundungsschema selbstständig an. Außerdem erkennen sie typische Ischämiezeichen und Grundlagen von Herzrhythmusstörungen im EKG

Im Fortgeschrittenenkurs werden Grundlagenwissen zum Umgang mit dem EKG und über Ischämie und Herzrhythmusstörungen bereits vorausgesetzt. Hier dreht sich alles um die Themen EKG und Ischämie, tachykarde und bradykarde Herzrhythmusstörungen, Schrittmacher und EKG, EKG bei Synkopen und die praktische Befundung echter Fälle. Nach dem Kurs können die Teilnehmer*innen typische Ischämiezeichen im EKG erkennen, sie einzelnen Versorgungsgebieten zuordnen und mögliche Differentialdiagnosen benennen. Außerdem teilen sie tachykarde und bradykarde Herzrhythmusstörungen ein, differenzieren supraventrikuäre und ventrikuläre Herzrhythmusstörungen und benennen die häufigsten davon sicher im EKG benennen (u. a. Vorhofflimmern, Vorhofflattern, AT). Auch Schrittmacheraktionen werden nach dem Kurs im EKG erkannt und der Stimulationsort korrekt benannt.

Ablauf & Materialien

Die EKG-Kurse finden im Tagungszentrum des Hotels Essential by Dorint in der Hahnstraße 9 in 60528 Frankfurt (Niederrad). Es können maximal 20 Studierenden daran teilnehmen und von 9.00-16.00 Uhr (inkl. einstündiger Mittagspause) Praxiswissen sammeln. Für Verpflegung ist gesorgt und auch die benötigte Technik stellen wir natürlich zur Verfügung. Für die EKG-Kurse stehen den Teilnehmer*innen iPads zur Verfügung, sodass in kleinen Gruppen die während der Vorträge besprochenen EKGs verfolgt und die Fallbeispiele eigenständig bearbeitet werden können. Der praktische Übungsteil wird im Rotationsprinzip durchgeführt. An acht Stationen werden Fallbeispiele befundet. Jede*r Teilnehmer*in klebt und schreibt selbst ein EKG und schlüpft einmal in die Rolle der Patientin oder des Patienten. Am Ende erhalten alle Teilnehmer*innen ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme am EKG-Kurs.

Termine 2020

Aufgrund der aktuellen Situation können wir leider noch nicht abschätzen, wann die EKG-Kurse wieder stattfinden können. Über die nächsten Termine informieren wir euch natürlich, sobald sie feststehen. Schaut deshalb immer mal wieder hier auf der Website und auf Facebook und Instagram vorbei. Wir hoffen, unser Kursprogamm bald wieder aufnehmen zu können, um euch mit Praxiswissen zu unterstützen!

Praktisches Jahr: Das müsst ihr wissen!

Praktisches Jahr: Das müsst ihr wissen!

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Raus aus der Uni, rein in die Praxis – das ist das Motto des Praktischen Jahres (PJ). Es bildet den letzten Abschnitt des Medizinstudiums und stellt erstmals die Ausbildung an Patient*innen in den Mittelpunkt. Ihr vertieft und erweitert also die während des Studiums erworbenen ärztlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten und sammelt wertvolle Praxiserfahrung für eure nicht mehr weit entfernte Berufstätigkeit. Weil sich das Praktische Jahr doch sehr vom restlichen Medizinstudium unterscheidet, möchten wir euch an dieser Stelle ein paar grundlegende Infos zum Ablauf, den Startterminen und Förderungsmöglichkeiten mit auf den Weg geben.

Dauer und Ablauf des Praktischen Jahrs

Das Praktische Jahr findet immer in den letzten zwölf Monaten des Medizinstudiums statt. Wichtig zu wissen ist, dass ihr erst ins Praktische Jahr starten könnt, nachdem ihr den zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (schriftlicher Teil) bestanden habt. Das ist die Grundvoraussetzung. Ist diese erfüllt, liegen insgesamt 48 PJ-Wochen vor euch, die sich in drei Ausbildungsabschnitte (Tertiale) unterteilen lassen. Ihr verbringt je 16 Wochen im Fachgebiet Innere Medizin, Chirurgie und einem Wahlfach (Allgemeinmedizin oder eines der übrigen klinischpraktischen Fachgebiete). In welcher Reihenfolge ihr die Fachgebiete durchlauft, bleibt euch überlassen.

Start ins Praktische Jahr

Das Praktische Jahr kann immer im Mai oder November zu festgelegten Terminen begonnen werden. Die nächsten Termine sind der 18.05.2020 sowie der 16.11.2020. Wann das jeweilige zweite und dritte Tertial startet, lässt sich ganz leicht ausrechnen, indem ihr 16 bzw. 32 Wochen zu den genannten Startdaten addiert. Wer am 18.05.2020 das erste Tertial beginnt, wechselt am 07.09.2020 ins zweite und am 28.12.2020 ins dritte. Offizielles Ende des PJs ist dann der 18.04.2021.

Förderungsmöglichkeiten im Praktischen Jahr

Aktuell gibt es keine gesetzliche Pflicht, eine Vergütung für das Praktische Jahr zu gewähren. Manche Kliniken zahlen eine Aufwandsentschädigung, andere nicht. Aber auch im Praktischen Jahr stehen wir von der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) euch natürlich zur Seite und fördern euch mit 595 Euro pro Monat für die Dauer des Wahl-Tertials. Bei Vollzeitausbildung sind das insgesamt 2.380 Euro.

Beantragen könnt ihr die Förderung ganz unkompliziert. Allerdings ist der Zeitpunkt sehr wichtig: Den Antrag reicht ihr VOR Aufnahme der Tätigkeit in der akkreditierten akademischen Lehrpraxis gemeinsam mit folgenden Unterlagen bei der KVH ein:

  • Immatrikulationsbescheinigung einer deutschen Universität
  • Bescheinigung über die erfolgreiche Ablegung des Zweiten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung
  • Bestätigung durch eine akkreditierte akademische Lehrpraxis im Geltungsbereich der KVH über die Ableistung des Wahl-Tertials.

Mehr Informationen dazu findet ihr auch auf https://www.kvhessen.de/studium/praktisches-jahr/ und in unserem Merkblatt: https://www.kvhessen.de/fileadmin/user_upload/kvhessen/Berufseinsteiger/Studium/STUDIUM_PJ_Merkblatt_Foerderung_24052018.pdf   

Ihr möchtet noch mehr Infos zum Praktischen Jahr? Dann schaut mal in unserem MedWisser-Bereich vorbei. Dort beantworten wir häufige Fragen rund ums PJ oder geben euch ausführliche Tipps, was ihr vor der Bewerbung alles bedenken solltet. Einfach einloggen und mehr wissen: https://www.arzt-in-hessen.de/darum-medwisser/login/

Noch kein MedWisser? Kein Problem, die Registrierung ist kostenfrei und ganz einfach: https://www.arzt-in-hessen.de/darum-medwisser/anmelden/

Fit für die Praxis – unser Nahtkurs!

Fit für die Praxis – unser Nahtkurs!

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Egal für welches Fachgebiet ihr euch später entscheidet – in fast jedem sind Grundkenntnisse chirurgischer Nähte und Knoten gefragt. Trotzdem kommt dieses Thema im Medizinstudium oft zu kurz. Es fehlt vor allem an praktischen Übungsmöglichkeiten für Studierende. In unserem kostenlosen Nahtkurs möchten wir euch deshalb die Chance geben, Nähte und Knoten unter fachmännischer Anleitung selbst auszuprobieren. In diesem eintägigen Kurs bringen euch unsere Expert*innen die wichtigsten Grundlange innerhalb von sieben Stunden bei. So startet ihr richtig gut vorbereitet in das Praktische Jahr oder die Berufstätigkeit.

Themen und Inhalte des Nahtkurses

Wie in all unseren Kursen verzahnen wir auch im Nahtkurs Theorie und Praxis. Ihr erwerbt während des Kurses Grundkenntnisse in folgenden Bereichen:

  • Anatomischer Aufbau der Haut
  • Primäre und sekundäre Wundheilung
  • Chirurgische Instrumente
  • Verschiedene Nahtmaterialien
  • Indikation und Durchführung einer chirurgischen Naht

Im Praxisteil legt ihr dann an Modellen selbst los. Aber natürlich immer gut vorbereitet, denn alle Nähte und Knoten zeigen euch unsere Expert*innen vorab in ausführlichen Videodemonstrationen. Und auch im Praxisteil sind sie immer in eurer Nähe und helfen weiter, während ihr verschiedene Nahttechniken am Nahtkissen und Schweineohr übt. Dazu gehören unter anderem Einzelknopfnaht, Fortlaufende Naht, Subkutane Naht, Rückstichnaht nach Donati und Matratzennaht. Auch chirurgische Knotentechniken und Ligaturen stehen auf dem Praxisprogramm. Fortgeschrittene Teilnehmer*innen können außerdem lokale Lappenplastiken am Schweineohr durchführen.

Ablauf und Materialien

Der Nahtkurs findet im Tagungszentrum des Hotels Essential by Dorint in der Hahnstraße 9 in 60528 Frankfurt (Niederrad). Es können maximal 20 Studierende daran teilnehmen und von 9.00 bis 16.00 Uhr (inkl. einstündiger Mittagspause) Praxiswissen sammeln. Für Verpflegung ist gesorgt und auch die benötigten Materialen (Übungsnahtset, Nahtmaterial, Schweineohr) stellen wir natürlich zur Verfügung. In den Übungsnahtsets sind alle Instrumente inklusive eines Nahtkissens und eines Knotentrainers enthalten. Am Ende erhaltet ihr ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme am Nahtkurs.

Termine 2020

Aufgrund der aktuellen Situation können wir leider noch nicht abschätzen, wann der Nahtkurs wieder stattfinden kann. Über die nächsten Termine informieren wir euch natürlich, sobald sie feststehen. Schaut deshalb immer mal wieder hier auf der Website und auf Facebook und Instagram vorbei. Wir hoffen, unser Kursprogamm bald wieder aufnehmen zu können, um euch mit Praxiswissen zu unterstützen!

MedWisser-Kurse 2020: Das müsst ihr wissen!

MedWisser-Kurse 2020: Das müsst ihr wissen!

Allgemein Events MedWisser Niederlassen! Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium Seminare Seminare Termine

Von Anfang an waren unsere MedWisser-Kurse eines unserer beliebtesten Angebote. Mehrmals im Jahr bieten wir euch dort kompaktes Wissen inklusive Praxisteil zu Themen, die im Studium zu kurz kommen, aber für den Alltag von Ärzt*innen absolut relevant sind. Auch wenn wir aufgrund der aktuellen Situation noch nicht genau sagen können, wann unsere MedWisser-Kurse 2020 stattfinden, möchten wir euch trotzdem schon einmal über Themen, Ziele, Ablauf und Dozent*innen informieren.

Allgemeine Kursinfos

Alle unsere Kurse finden unabhängig vom Thema (Ausnahme: Medical English) im Tagungszentrum des Hotels Essential by Dorint in der Hahnstraße 9 in 60528 Frankfurt (Niederrad) statt. Los geht’s jeweils um 9.00 Uhr. Die Kurse enden um 16.00 Uhr. Pausenzeiten sind natürlich schon mit eingerechnet. Aufgrund der technischen Kapazitäten können wir leider nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung stellen:

  • EKG-Kurse: je 20 Plätze
  • Nahtkurse: je 20 Plätze
  • Sonografie-Kurse: je 18 Plätze

Kursziele

Die MedWisser-Kurse sind sehr praxisbezogen und sollen allen Teilnehmer*innen die Möglichkeit geben, intensiv zu üben. Sie zielen darauf ab, bestimmte Basiskompetenzen, die im klinischen Alltag (zum Beispiel im Praktischen Jahr) unerlässlich sind, insbesondere in der Notfallmedizin und der Allgemeinmedizin, nachzuholen, aufzufrischen oder zu festigen. Da wichtige Themen wie EKG, Sonografie und Naht- und Knotentechniken innerhalb des Medizinstudiums in der studentischen Lehre zu kurz kommen, möchten wir euch mit unseren Kursen fachlich unter die Arme greifen und euch auf die Herausforderungen im späteren Berufsalltag vorbereiten.

Kursthemen und Dozent*innen

In den letzten Jahren haben wir die Erfahrung gemacht, dass unsere Kurse euren Nerv treffen und Themenfelder aufgreifen, zu denen es sonst kaum praktische Übungsmöglichkeiten gibt. Aus diesem Grund führen wir folgende Angebote auch 2020 weiter:

  • EKG-Kurs (neu: Ausweitung des Angebots in EKG für Einsteiger und EKG für Fortgeschrittene)
  • Nahtkurs
  • Sonografiekurs
  • Medical English

In allen Kursen werdet ihr von erfahrenen Profis angeleitet, die euch nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch wertvolle Praxiserfahrung sowie Tipps und Tricks mit euch teilen. Zu unseren Dozent*innen gehören:

  • med. David Schaack (EKG- & Sonografie-Kurse): Kardiologie und Innere Medizin, Sana Klinikum Offenbach
  • med. Julian Sahm (EKG-& Sonografie-Kurse): Kardiologie und Innere Medizin, Sana Klinikum Offenbach
  • med. Lukas Seifert (Naht- & Sonografie-Kurse): Klinik für Mund-, Kiefer-, Plastische Gesichtschirurgie, Uniklinik Frankfurt
  • med. Julian Büssow (Naht- & Sonografie-Kurse): HNO, Klinikum Höchst
  • med. Sebastian Wolf (EKG- & Sonografie-Kurse): Hämatologie/Onkologie und Innere Medizin, Uniklinik Frankfurt
  • med. Alawia Coppola (Nahtkurse): Klinik für Mund-, Kiefer-, Plastische Gesichtschirurgie, Uniklinik Frankfurt

Auch wenn wir euch aktuell noch nicht sagen können, wann wir mit unseren Kursen wieder durchstarten, freuen wir uns schon jetzt, vielen von euch die Möglichkeit zu geben, sich kostenlos mit praxisrelevanten Themen zu beschäftigen. Sobald die neuen Termine für das laufende Jahr feststehen, teilen wir sie euch hier, bei Facebook und Instagram sowie über unseren Newsletter mit. Bis es soweit ist versorgen wir euch natürlich weiter digital mit hilfreichen Tipps und Infos rund um Medizinstudium und Weiterbildung in Hessen!

So war die „Arzt in Hessen Summerlounge“

So war die „Arzt in Hessen Summerlounge“

Allgemein Events Niederlassen! Rund ums Studium

Marburg, Frankfurt, Gießen – im Mai war „Sei Arzt. In Praxis. Leb Hessen!“ ­wieder mit der Summerlounge unterwegs. Bei unseren Stopps an den hessischen Universitäten trafen wir auf zahlreiche engagierte Medizinstudierende. Sie alle waren da, um sich über die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin, über Fördermöglichkeiten im Studium und über die Karrierechance
„Niederlassung“ zu informieren.

Förderung, Tipps und Torwandschießen

Los ging’s Mitte Mai im schönen Marburg. Dort stand das Team der KV Hessen interessierten Studierenden Rede und Antwort. Bei strahlendem Sonnenschein und begehrten Lunchboxen gab es unter andrem hilfreiche Tipps zu attraktiven Fördermöglichkeiten während der Famulatur und im Praktischen Jahr.

Von Marburg ging es an den Main nach Frankfurt und anschließend nach Gießen. Auch hier war das Interesse der Studierenden an der Summerlounge groß. So ergaben sich zahlreiche spannende Gespräche. Das Informationsmaterial war heiß begehrt und auch das beliebte Torwandschießen trug zur guten Stimmung bei. Zu gewinnen gab es übrigens die beliebten Kampagnen-Liegestühle, die auch dieses Mal den sportlichen Ehrgeiz der Studierenden weckten.

Zum ersten Mal, seit dem Start der Summerlounge, konnten sich die Medizinstudierenden vor Ort für das MedWisser-Team anmelden. Als MedWisser bekommen die künftigen Ärzte spannende Einblicke in die Praxis, echte Erfahrungen rund um den Alltag als Mediziner und natürlich viele Hintergrundinformationen von Experten. Dazu gibt es Updates sowie exklusive Events während des ganzen Jahres sowie zum Beispiel einen Medical-English- oder Sonografie-Kurs. Selbstverständlich kostenfrei.

5 Jahre Summerlounge

Bereits zum fünften Mal in Folge waren wir mit der Summerlounge vor Ort bei den Medizinern von morgen. Und der nicht abreißende Zulauf der Studierenden zeigt, dass es nach wie vor ein großes Informationsbedürfnis zur Karrierechance „Niederlassung“ und der Arbeit der KV Hessen gibt. Das freut uns sehr. Genau wie die vielen positiven Rückmeldungen von Seiten der Studierenden und das starke Interesse an unserem MedWisser-Team. Wir freuen uns schon auf die nächsten Aktionen!

Werde Teil des MedWisser-Teams

Du hast auch Lust, dich weiterzubilden? Als Teil des MedWisser-Teams profitierst du, neben den kostenlosen Kursen, noch von vielen weiteren praktischen Vorteilen.
Hier geht’s zu weiteren Infos und zur Anmeldung.

Winterschool 2018 – Infotainment für niederlassungsinteressierte Nachwuchsärzte

Winterschool 2018 – Infotainment für niederlassungsinteressierte Nachwuchsärzte

Allgemein Niederlassen!

Jungen Nachwuchsärzten, die sich eine Niederlassung im ambulanten Versorgungsbereich vorstellen können, bietet die KV Hessen mit der Winterschool die Gelegenheit, geballtes Wissen rund um die eigene Praxis zu sammeln. Begleitet wird das Kompaktseminar von einem abwechslungsreichen Aktivprogramm. Ein Angebot, das sehr gut ankommt.

Anfang März war es wieder soweit – im verschneiten Willingen fand die Winterschool 2018 statt. Dazu waren erneut viele niederlassungsinteressierte Nachwuchsmediziner ins Sauerland gekommen, um sich rund um die eigene Praxis zu informieren. Die KV Hessen (KVH) hatte auch dieses Mal ein abwechslungsreiches Seminarprogramm zusammengestellt, das die Niederlassung von allen Seiten beleuchtete und Wissen bereithielt, das den Studierenden im Medizinstudium nicht vermittelt wird.

Was bedeutet es eigentlich, Chef in der eigenen Praxis zu sein? Welche Rolle spiele ich als niedergelassener Arzt im Gesundheitssystem? Und welche wirtschaftlichen Herausforderungen bringt eine Praxisgründung mit sich? Um den Ärzte von Morgen ein möglichst umfassendes Bild von der Selbstständigkeit als Arzt zu geben, war das Seminar in verschiedene Themenschwerpunkte unterteilt. So führten einerseits die Referenten der KVH, Michelle Metz, Yvonne Bender und Sascha Ewald, die Studierenden in das Gesundheitswesen und die Rolle des niedergelassenen Arztes ein. Andererseits gaben externe Referenten wie Jürgen Hillerich von der ApoBank oder Dr. Claus Haeser, Facharzt für Allgemeinmedizin mit eigener Praxis in Diemelsee, Einblicke in die wirtschaftlichen Aspekte einer Niederlassung und den Alltag in der Praxis. Holger Haug, Die Seminarschneider, gab den Teilnehmern darüber hinaus wichtige Tipps für das spätere Chef-Sein.

Wer viel Neues lernt, braucht auch Entspannung. Um die rauchenden Köpfe etwas abzukühlen, standen daher an den Nachmittagen gemeinsame Freizeitaktivitäten auf dem Programm. Dabei kamen nicht nur die Kuvencracks beim Schlittschuhlaufen, sondern auch die treffsicheren Bogenschützen und mutigen Kletterer auf ihre Kosten. Gelegenheit, das Gelernte und Erlebte noch einmal gemeinsam Revue passieren zu lassen, boten die gemeinsamen Abende bei gutem Essen und dem ein oder anderen kühlen Erfrischungsgetränk.

Die Studierenden zeigten sich begeistert und waren sich einig: Die Winterschool ist ein ideales Angebot für niederlassungsinteressierte Nachwuchsärzte, das sie auf jeden Fall weiterempfehlen würden. Insbesondere weil die ambulante Versorgung während des Studiums nicht so sehr im Fokus steht, habe man aus den Vorträgen viel Neues und Wissenswertes mitnehmen können.

Übrigens: Anmeldungen für die Summerschool 2018 und die Winterschool 2019 sind schon jetzt möglich. Alle Infos zur Studentenakademie gibt es unter www.kvhessen.de/nachwuchs

 

Praxis.erleben!-Tour ein voller Erfolg

Praxis.erleben!-Tour ein voller Erfolg

Allgemein Niederlassen!

Medizinstudierende zeigen sich von der ersten Tour durch hessische Arztpraxen begeistert

Die Premiere ist geglückt. Einen Tag lang konnten Medizinstudierende von unterschiedlichen Universitäten in Hessen einen Blick in den Alltag ausgewählter Landärzte werfen, Fragen stellen und sich umfassend und aus erster Hand informieren. Die einhellige Meinung am Ende des Tages: Das hat sich mal so richtig gelohnt.

Es gibt Dinge, die stehen in keinem Lehrbuch. Echte Erfahrungen aus dem Leben eines Landarztes gehören definitiv dazu. Deshalb haben wir interessierten Studierenden die Möglichkeit gegeben, sich in drei ländlicheren Praxen umzusehen und einen Einblick in das (Praxis-)Leben und die Herausforderungen als Landarzt zu erhalten. Dazu ging es rund um Gießen zu verschiedenen Ärzten und in unterschiedliche Praxisformen.

Persönliche Einblicke – in der Landarztpraxis in Gemünden

Vor allem die Auswahl der Praxen kam bei den Teilnehmern richtig gut an. Für einen gelungenen Start und Begeisterung bei den Studierenden sorgte zunächst Michael Buff von der Hausärztepraxis Gleen-Felda. Der passionierte Hausarzt führte seine Gäste zunächst durch die Räumlichkeiten seiner Praxis in Gemünden im Vogelsbergkreis und nahm sich anschließend Zeit für eine Gesprächs- und Fragerunde mit den Nachwuchsärzten. Er erklärte, warum ihm die Arbeit als Hausarzt besonders gut gefällt, und beantwortete auch ganz persönliche Fragen. Ob enge Freundschaften mit schwer kranken Patienten, der Umgang mit eigenen Fehlern oder auch finanzielle Aspekte des Hausarzt-Daseins – Michael Buff zeigte sich offen, gewährte tiefe Einblicke in seinen Alltag und hatte für die Studierenden sogar einen guten Tipp: „Ein Hausarzt muss zuhören können und sich Zeit nehmen für seine Patienten“, so Buff, der zudem deutlich machte, dass die Niederlassung richtig Spaß macht: „Nicht immer, aber fast immer.“ Miriam Hesse, Medizinstudentin an der Universität Marburg, fasste zusammen: „Dass wir so viele Fragen stellen und derart offen mit Herrn Buff sprechen konnten, hat mir für meine Zukunft sehr viel gebracht.“

Spezialthemen – in der Kinder- und Jugendarztpraxis in Pohlheim

Interessant waren für die Ärzte von morgen auch die verschiedenen Sichtweisen der unterschiedlichen Ärzte. Während Michael Buff der Meinung ist, dass ein „normaler“ Hausarzt auch Kinder mit „Kleinigkeiten“ wie Husten, Schnupfen und Heiserkeit behandeln kann, sahen die Kinderärzte Dr. Peter Leitzmann und Dr. Florian Gamerdinger aus der Kinder- und Jugendarztpraxis Pohlheim, der zweiten Station der Tour, das völlig anders. Für die Medizinstudierenden ergab sich so eine spannende Fülle an Eindrücken.

Mit den beiden Kinderärzten sprachen die Studierenden vor allem über Themen wie die Gesprächsführung mit Eltern, die speziellen Herausforderungen bei der medizinischen Behandlung von Kindern und die große Verantwortung – beispielsweise gegenüber den Mitarbeitern –, die eine eigene Niederlassung mit sich bringt. Beide waren sich dennoch einig: „Den Gang in die Selbstständigkeit haben wir – wie auch die meisten unserer Kollegen – nie bereut.“ Da sich inzwischen vor allem weibliche Ärzte für die Kindermedizin entscheiden, ging es zudem um die Vereinbarkeit von Familie und Arztberuf. Dr. Leitzmann wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Frauen in der Klinik heute leider immer noch 150 Prozent geben müssten. Eine Niederlassung sei daher eine interessante Alternative.

Gemeinsam stark – in der Gemeinschaftspraxis in Dilltal

Die dritte und letzte Etappe der Tagestour beeindruckte dann schon allein durch die schiere Größe – denn eine Gemeinschaftspraxis mit insgesamt zehn Ärzten sieht man schließlich nicht alle Tage. Im Gespräch mit Ärztin Meike Müller und Praxismanagerin Manuela Gehrmann ging es daher insbesondere um den organisatorischen Aufwand in einer derart großen Praxis. Auch wegen des starken Kontrasts zu den ersten beiden eher kleineren Praxen ein perfekter Abschluss der ersten Praxis.erleben!-Tour. „Die Auswahl der Praxen war wirklich gut. Mir war vorher nicht klar, welche unterschiedlichen Möglichkeiten sich mir in der Niederlassung bieten“, freute sich Jessica Scheuermann, die ebenfalls in Marburg studiert, über die zahlreichen und intensiven Eindrücke und Erlebnisse des Tages. Beim abschließenden Essen im Dachcafé in Gießen konnte der Tag dann gemeinsam bei gutem Essen und intensiven Diskussionen entspannt ausklingen.

Nach der Tour ist vor der Tour

Wenn ihr jetzt auch Lust habt, echte Eindrücke vom Arbeitsalltag hessischer Landärzte zu erhalten oder eines der weiteren tollen Angebote der KV Hessen auszuprobieren, dann meldet euch an. Als Mitglieder des MedWisser Teams erwartet euch eine große Community, jede Menge Tipps und Hintergründe zu eurem Studium und immer wieder spannende Aktionen.

„Praxis.erleben!“ – live, vor Ort und in Farbe

„Praxis.erleben!“ – live, vor Ort und in Farbe

Niederlassen!

Echte Einblicke gibt’s nur im echten Leben. Deshalb nehmen wir euch jetzt mit in die Praxis. Wir zeigen euch, was es heißt, als Arzt jeden Tag für die Menschen und ihre Probleme, aber natürlich auch für ihre Krankheiten da zu sein.

Von kleinen Wehwehchen bis zum großen Check-Up – als selbstständiger Arzt ist man jeden Tag mit den verschiedensten Herausforderungen konfrontiert. Damit ihr euch jetzt schon einen ersten Eindruck vom Alltag eines praktizierenden Arztes machen könnt, bringen wir euch in verschiedene Praxen in ganz Hessen und ermöglichen euch so einen ersten intensiven Einblick.

Erlebt, was es bedeutet in einer Landarztpraxis zu arbeiten, schaut verschiedenen Ärzten einer Gemeinschaftspraxis über die Schultern und besucht einen hochmodernen Praxisneubau.

Macht euch ein eigenes Bild auf der „Praxis.erleben!“-Tour am 14.11.2017 in diesen Praxen:

Die Tour startet am 14.11.2017 in Gießen und ist für euch selbstverständlich kostenlos und all-inclusive. Das heißt für Transport, Transfer aus Frankfurt und Marburg nach Gießen, sowie die Verpflegung sorgen wir!

Du willst dich anmelden? Als Teil des MedWisser Teams ist das kostenlos möglich.

Hier geht’s zu weiteren Infos und der Anmeldung.

Die große Chance für den Ärztenachwuchs

Die große Chance für den Ärztenachwuchs

Allgemein Niederlassen!

Medizinstudierende von heute werden gebraucht, um den drohenden Ärztemangel von morgen zu verhindern.

Sicher habt auch ihr es schon mitbekommen: Die ambulante Versorgungslage in Hessen (und in Deutschland) wird sich in den nächsten Jahren verschlechtern, bis zum Jahr 2030 sogar dramatisch zuspitzen. Es drohen Ärztemangel und Unterversorgung – vor allem in den ländlicheren Gebieten. Zu dieser Prognose kommt unsere neue Publikationsreihe FOKUS: GESUNDHEIT (Download).

Wie aber ist es möglich, dass wir in Hessen trotz konstant wachsender Zahl der Medizinstudierenden in den nächsten Jahren zu wenige Ärztinnen und Ärzte haben? Ganz einfach: Immer weniger Nachwuchsärztinnen und -ärzte möchten, z. B. als Allgemeinmedizinerin oder -mediziner, in die ambulante Versorgung gehen. Sich mit einer eigenen Praxis niederzulassen oder als angestellter Haus- oder Facharzt zu praktizieren, ist für viele leider keine Option. Und das, wo der Bedarf an ambulanter Versorgung beinahe von Jahr zu Jahr größer wird. Ein weiterer wichtiger Aspekt: Die Medizin ist und wird zunehmend weiblich. Das seht ihr, wenn ihr euch in den Hörsälen umschaut. Und das wiederum bedeutet, dass Themen wie Teilzeitarbeit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine noch größere Rolle spielen als bisher.

Ohne Nachwuchs keine Praxen

Ihr, die Ärztinnen und Ärzte von morgen, werdet also dringend gebraucht. Wie dringend, macht eine Zahl aus dem hausärztlichen Bereich deutlich: 65 Prozent, also etwa sieben von zehn derzeitigen Praxisinhaberinnen und -inhabern, werden sich bis 2030 zur Ruhe setzen. Im Idealfall geben sie ihre Praxen an eine junge Nachfolgerin oder einen jungen Nachfolger ab. Und genau da kommt ihr ins Spiel.

Sicher, bis zum Jahr 2030 ist es noch eine ganze Weile hin. Und während eures Studiums habt ihr bestimmt erst einmal andere Sorgen. Aber: Ihr seid die nächste Ärztegeneration. Durch euch ist es möglich, die Versorgung in allen Regionen Hessens auch in den nächsten Jahren sicherzustellen.

Eigener Chef(-arzt) sein

Auch wenn ihr euch im Moment noch nicht vorstellen könnt, beispielsweise als Facharzt für Allgemeinmedizin zu praktizieren, solltet ihr wissen, dass die Situation für euch eine große Chance ist. Der Hausarztjob hat nämlich eine Menge zu bieten und ihr werdet Teil einer immer begehrteren, weil selteneren Berufsgruppe: Ihr könnt euer eigener Chef(-arzt) sein und habt die wirklich tolle Gelegenheit, eure Patienten über einen langen Zeitraum zu begleiten und eine enge Arzt-Patienten-Beziehung aufzubauen. Ihr habt es mit vielfältigen Krankheitsbildern zu tun und steht jeden Tag vor neuen Herausforderungen. Und, ihr verdient als Hausarzt wirklich gutes Geld. Über 220.000 Euro waren es durchschnittlich im Jahr 2015 in Hessen an Honorarumsatz. Ganz ohne Nacht- und 24-Stunden-Schichten.

Außerdem werdet ihr natürlich die Möglichkeit haben, euch unter super geführten und wirtschaftlich erfolgreichen Praxen die passende herauszusuchen. Noch dazu habt ihr wahrscheinlich die freie Wahl, wo in Hessen ihr euch niederlassen möchtet. Denn – ob Praxisübernahme oder Neugründung – in den nächsten Jahren warten viele freie Arztsitze auf euch.

Klingt gut, eine Praxis auf dem Land könnt ihr euch aber so gar nicht vorstellen? Dann überlegt doch einfach mal, was eigentlich dagegen spricht. Hat so eine Praxis nicht auch echte Vorteile? Sie hat! So ist beispielsweise die Konkurrenzsituation, sagen wir mal, ein wenig komfortabler, als in Frankfurt, Kassel oder Darmstadt. Denn während in den Großstädten die nächste Arztpraxis direkt um die Ecke ist, seid ihr in der Kleinstadt vielleicht sogar die einzige Ärztin bzw. der einzige Arzt. Und die Patienten werden nicht weniger. Kurzum: Eine „Landarztpraxis“ ist in vielerlei Hinsicht viel attraktiver, als die meisten von euch glauben.

 

Viele Informationen rund um die Niederlassung findet ihr auch in unserer Broschüre „Lass dich nieder!“ (Download).