Interview mit MedBike-Gewinnerin Pia-Marie

Interview mit MedBike-Gewinnerin Pia-Marie

Allgemein Hessen - Leben & Arbeiten KVH transparent MedWisser Niederlassen! Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium

Vor einigen Wochen haben wir auf unserem Instagram-Kanal ein MedBike im exklusiven und einzigartigen Arzt-in-Hessen-Design verlost. Die glückliche Gewinnerin ist Pia-Marie, 23, Medizinstudentin aus Gießen, die gerade an ihrer Doktorarbeit schreibt. Wir haben Sie gefragt, wofür Sie das Rad nutzen wird, welche Radtouren Sie besonders empfehlen kann und was ihr an den MedWisser-Angeboten so gut gefällt.

„Ich fahre in Gießen ausschließlich mit dem Fahrrad, runter in die Stadt, zum Bauhaus und natürlich zur Uni. Momentan arbeite ich allerdings im Labor an der Doktorarbeit, also wird das für die nächsten Monate meine Hauptstrecke werden. Mit meiner besten Freundin mache ich oft Touren durch die Felder, zur Burg Gleiberg oder zum Schiffenberger Kloster. Auch mal nach Wetzlar rüberzufahren ist schön. Außerdem ist momentan in Gießen das Stadtradeln fürs Klima, da setzt man natürlich noch mal einen drauf.

Aufs Gewinnspiel aufmerksam geworden bin ich durch eure Story. Ich glaube, ihr hattet eine Notification, dass der letzte Tag zum Mitmachen ist. Da habe ich erst gesehen, dass es um ein Fahrrad geht und da ich Fahrräder liebe, habe ich mitgemacht.

Im Medwisser Team bin ich seit der Vorklinik irgendwann. Kurse habe ich noch nicht viele genutzt, da bin ich nicht immer up to date und dann waren erstmal Physikum und Corona. Aber die Backboxen nutze ich jedes Jahr und auch eure Care-Paket-Box zuletzt. Die finde ich wirklich toll, jedes Jahr freut man sich wieder drauf. Ich bin auch gespannt auf die Events und Möglichkeiten, die ihr nach Corona noch so anbietet. Online ist für mich leider nichts. 

Ich habe auch schon zwei Kommilitonen als MedWisser angeworben, eine aus meinem Stipendium und einen von der Promotionsstelle. Vorrangig wegen der Backboxen tatsächlich.

Ich folge Arzt in Hessen übrigens vorrangig, weil ich tatsächlich Landärztin werden will. Ich weiß nicht, ob in Hessen, aber auch so finde ich eure Seite zu dem Thema sehr informativ.“

Ihr möchtet auch mal bei einem unserer Gewinnspiele teilnehmen oder generell keine Aktion mehr verpassen? Dann werdet jetzt kostenlos MedWisser und folgt uns auf Facebook und Instagram!

 

 

Schritt für Schritt zurück zu mehr Normalität

Schritt für Schritt zurück zu mehr Normalität

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Auf einmal geht alles ganz schnell: Die Inzidenz sinkt, Kontaktbeschränkungen werden gelockert, Sport ist wieder möglich, Cafés und Restaurants öffnen, sogar kleine Veranstaltungen können schon wieder stattfinden. Nach anderthalb Jahren Pandemie und fast sechs Monaten Lockdown eine echte Umstellung. Und eine, die nicht für alle einfach zu bewältigen ist. Denn Isolation und Onlinestudium haben ihre Spuren hinterlassen – auch psychisch. Deshalb ist es vollkommen in Ordnung (und auch gesund!), sich der neuen Normalität schrittweise anzunähern.

Wohlfühlen steht an erster Stelle!

Die gute Nachricht ist ja: Nur weil im privaten Bereich nun vieles wieder erlaubt oder möglich ist, ergibt sich daraus keine Pflicht. Wer sich bei dem Gedanken an einen Kino- oder Cafébesuch unwohl fühlt, der kann damit einfach noch warten. Wichtig für das eigene Wohlbefinden ist es, in sich zu horchen, Gefühle und Ängste zu akzeptieren und sich nicht durch andere Personen zu Dingen überreden zu lassen, die man eigentlich (noch) nicht wieder machen möchte. Dabei kann offene Kommunikation helfen. Für Sätze wie „Ich möchte mich gerne mit dir treffen, aber lass uns doch was an der frischen Luft unternehmen. Drinnen fühle ich mich noch nicht wieder wohl.“ sollte in der aktuellen Situation wirklich jede*r Verständnis haben und sie anderen nicht übelnehmen.

In kleinen Schritten zurück zu mehr Normalität

Helfen kann es auch, eine Liste von Aktivitäten zu erstellen, die schon wieder vorstellbar erscheinen – und solche, die man lieber erst später in Angriff nehmen möchtet:

Zusammen mit einer Freundin joggen? Okay! Ins Fitnessstudio? Lieber noch nicht.

Picknick zu dritt im Park? Gerne! Mensa? Vielleicht im nächsten Semester.

Gerade jetzt im Sommer gibt es draußen viel zu erleben – ein toller und relativ risikoarmer Weg, in ein Leben mit mehr Kontakten zurückzufinden.

Nachholen ja – aber ohne Stress

Natürlich ist der Wunsch, all das Verpasste der letzten anderthalb Jahre aufzuholen, trotz aller Vorsicht groß: Partys, Geburtstagsfeiern, Grillen im Park, Konzerte, Reisen – wer hat darauf nach Monaten zu Hause schon keine Lust? Gerade das Studium sollte eine unbeschwerte Zeit sein, in der auch der Spaß nicht zu kurz kommt. Trotzdem: Niemand kann anderthalb Jahre in kurzer Zeit aufholen. Passt deshalb auf, dass der Wunsch nach Normalität und danach, „nichts zu verpassen“, nicht zum Stressfaktor wird. Vielleicht behaltet ihr einige Selfcare-Rituale bei, die ihr in den letzten Monaten für euch entdeckt habt? Auch das kann Teil der neuen Normalität sein – zusammen mit „echten“ Erlebnissen, auf die man lange verzichten musste.

Übrigens: Auch wir starten in den kommenden Monaten voraussichtlich wieder mit unseren Liveaktionen. Alle natürlich mit Hygienekonzept und unter Beachtung aktueller Beschränkungen. Schaut doch regelmäßig hier und auf unseren Social-Media-Kanälen vorbei und informiert euch über das Angebot. Bei unseren Events kommt ihr ganz einfach mal wieder mit Kommiliton*innen in Kontakt und nehmt dabei noch Infos rund um Studium und Karriere mit. Wir freuen uns auf euch!

 

 

Fachärzt*in werden in Praxis: Ambulante Weiterbildungschancen nutzen!

Fachärzt*in werden in Praxis: Ambulante Weiterbildungschancen nutzen!

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Viele junge Ärzt*innen arbeiten nach dem Studium erst einmal in einer Klinik. Das hat diverse Gründe, die von dem Wunsch, möglichst vielen Erfahrungen zu sammeln über konkrete Karrierepläne bis zu persönlichen Präferenzen (z. B. Wohnort) reichen. Wer das weiß, wird nicht überrascht sein, dass Facharztausbildungen oft in stationären Einrichtungen stattfinden. Hat man sein Wunschgebiet gefunden und sich in der entsprechenden Abteilung einer Klinik eingearbeitet, dann liegt es schließlich nah, auch dort die Weiterbildung zu absolvieren. Dabei gibt es inzwischen diverse Möglichkeiten, auch ambulant Fachärzt*in zu werden – und das sogar noch gefördert von der KV Hessen!

Die Facharztweiterbildung

Die fachärztliche Weiterbildung unterscheidet sich von Fachgebiet zu Fachgebiet stark. Insgesamt könnt ihr aus 33 Gebieten wählen. Ein Gebiet ist ein definierter Teil einer medizinischen Fachrichtung und bestimmt auch die Grenzen für die Ausübung der fachärztlichen Tätigkeit – also ganz konkret: Was darf ein*e Fachärzt*in, was nicht? Auch die Weiterbildungsdauer ist sehr unterschiedlich: Während für Biochemie „nur“ 48 Monaten vorgesehen sind, sind es in der Neurochirurgie 71 Monate.

Die Weiterbildung kann – je nach Fachgebiet – nicht nur stationäre, sondern auch ambulante Ausbildungsabschnitte vorsehen. Gerade in Gebieten wie Allgemeinmedizin, Augenheilkunde oder Kinder- und Jugendmedizin, die oft von Ärzt*innen in Praxen ausgeübt werden, ist das auch sehr sinnvoll. So bekommt ihr als zukünftige Fachärzt*innen nämlich einen echten Eindruck davon, wie auch das ambulante „Alltagsgeschäft“ in eurem Fachgebiet aussieht. Eine ambulante Weiterbildung muss dabei nicht in einer Einzelpraxis stattfinden. Auch Berufsausübungsgemeinschaften (BAG) oder Medizinische Versorgungszentren (MVZ) sind geeignet. Wichtig ist, dass die Einrichtung die nötigen Voraussetzungen (LINK: https://www.kvhessen.de/facharzt/) erfüllt. Oft ist dies jedoch reine Formsache.

Ambulante Facharztausbildung: Von Förderung profitieren

Weil die ambulante Weiterbildung so sinnvoll ist, wird sie schon seit einiger Zeit von der KV Hessen gefördert. So kann nämlich sichergestellt werden, dass es sich z. B. auch kleinere Praxen leisten können, eine*n Ärzt*in in Weiterbildung (AiW) zu beschäftigen und dem oder der angehenden Fachärzt*in eine angemessene Vergütung zu zahlen. Die KV Hessen fördert die ambulante Weiterbildung aktuell in folgenden Gebieten: Allgemeinmedizin, Allgemeine Chirurgie, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Innere Medizin und Rheumatologie, Orthopädie, Psychiatrie, Augenheilkunde, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kinder- und Jugendmedizin, Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Neurologie sowie Urologie. Hier erhält die Praxis, in der der ambulante Teil der Weiterbildung absolviert wird, bis zu 42 Monate lang 5.000 € Förderung, die in voller Höhe als monatliches Bruttogehalt an euch als AiW ausgezahlt werden.

Aber der Vorteil der ambulanten Weiterbildung endet noch lange nicht damit, Erfahrungen für später zu sammeln und ein angemessenes Gehalt zu beziehen. Ärzt*innen in Weiterbildung in einer Praxis haben ihm Gegensatz zur Tätigkeit in der Klinik höchstwahrscheinlich sehr geregelte Arbeitszeiten ohne Schicht- und Wochenenddienst. Zieht ihr für eure ambulante Weiterbildung aufs Land, profitiert ihr außerdem von den dort im Vergleich mit der Stadt oft niedrigeren Lebenshaltungskosten. Und wer weiß – vielleicht gefällt euch die ambulante Tätigkeit sogar so gut, dass ihr euch danach vorstellen könnt, euch selbst niederzulassen. Eine Erkenntnis, die ihr ohne die Chance der ambulanten Weiterbildung vielleicht nie gehabt hättet.

Ambulante Weiterbildung: eine spannende Chance!

Die stationäre Versorgung von Patient*innen ist vielseitig – aber in vielen Fachgebieten spielt auch die ambulante Behandlung eine unglaublich wichtige Rolle. Gerade deshalb ist es für angehende Fachärzt*innen unglaublich wichtig, wenn möglich auch hier Erfahrungen zu sammeln. Die KV Hessen unterstützt dabei durch finanzielle Förderung sowie eine eigene Weiterbildungsjobbörse und steht euch auf bei konkreten Fragen natürlich immer zur Seite!

Nach dem Studium: So klappt’s mit dem Berufseinstieg

Nach dem Studium: So klappt’s mit dem Berufseinstieg

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Sechs Jahre Studium sind rum, das Staatsexamen geschafft – jetzt kann es losgehen mit der Karriere als Ärzt*in! Leider hält die Euphorie nach dem Abschluss oft nur kurz an, denn der Berufseinstieg ist für Mediziner*innen gar nicht so einfach. Die passende Stelle finden, mit der neuen Verantwortung klarkommen, sich in Arbeitsprozesse einfinden, an wechselnde Arbeitszeiten (Schichtdienst) gewöhnen, die eigene Weiterbildung organisieren und und und – die Liste an potentiell schwierigen Themen für Berufseinsteiger*innen ist lang. Dennoch kein Grund, um frustriert zu sein oder Angst vor der Zeit nach dem Studium zu haben. Wir haben einige Tipps für mehr Gelassenheit in den ersten Arbeitswochen als Assistenzärzt*in in der Klinik für euch!

1. Augen auf bei der Stellenwahl

Damit es mit dem Berufseinstieg klappt, überlegt euch unbedingt vorher, welche Klinikstelle zu euren Berufszielen passt. Möchtet ihr eine akademische Laufbahn einschlagen, ist ein Universitätsklinikum die richtige Wahl. Wer viele verschiedene Krankheitsbilder sehen möchte und vielleicht auch noch nicht genau weiß, wohin die Berufsreise gehen soll, ist in einem Haus mit Maximalversorgung sicherlich gut aufgehoben. Wer sich eher für Basisversorgung interessiert, wird in einer kleinen Klinik viel lernen.

Wenn die Zeit es erlaubt, kann eine Hospitation sinnvoll und sehr aufschlussreich sein. So könnt ihr herausfinden, ob die Aufgaben und das Team zu euren Wünschen passen. Habt ihr eine Stelle gefunden, die zu euch zusagt, lösen sich andere Probleme des Berufseinstiegs zwar nicht in Luft auf. Aber es ist deutlich einfacher, motiviert zu bleiben, wenn ihr euch bewusst für diesen Weg entschieden habt und wisst, dass er zu eurem beruflichen Ziel passt. 

2. Die neue Rolle annehmen

Vor dem ersten Tag solltet ihr euch auf jeden Fall die Zeit nehmen, eure neue Rolle und Position zu reflektieren. Ihr seid nun kein*e Student*innen mehr, sondern vollwertige Mitarbeiter*innen der Klinik. Auch wenn die Entscheidungsspielräume anfangs noch begrenzt sind, so tragt ihr echte Verantwortung für das Wohl der Patient*innen und müsst medizinische Entscheidungen treffen. Als Neulinge seid ihr trotzdem erst einmal das kleinste Rad im Getriebe und dementsprechend solltet ihr euch verhalten. Von Pflegekräften, die theoretisch weder über noch unter euch stehen, könnt ihr viel Organisatorisches lernen, was das Einfinden in die neue Arbeit und Umgebung erleichtert. Den Patient*innen hingegen ist es egal, dass ihr noch Anfänger*innen bist. Sie erwarten klare Kommunikation und verbindliche Diagnosen. Wenn ihr verinnerlicht habt, welche Rolle ihr in eurem neuen Job einnehmt und wie ihr euch Kolleg*innen und Patient*innen gegenüber am besten verhaltet, könnt ihr mit dem nötigen, aber nicht übertriebenen Selbstbewusstsein durchstarten!

3. Fragen stellen und Hilfe holen

Kein*e Assistenzärzt*in muss vom ersten Tag an alles wissen und alles alleine machen. Ohne Berufserfahrung ist es unmöglich, immer sofort eine Antwort parat zu haben. Deshalb solltet ihr Hilfe annehmen und akzeptieren, dass Nachfragen völlig in Ordnung sind. Vielleicht kann eine routinierte Pflegekraft weiterhelfen, vielleicht – bei Fragen zu Behandlungsschemata oder Routineabläufen – auch erfahrene Assistenzärzt*innen. Und wenn das alles nichts bringt, dann ist immer noch ein*e Oberärzt*in da, um euch ganz konkret zu unterstützen.

Kleiner Tipp: Statt zu jammern und langatmig Probleme zu schildern, stellt Vorgesetzten besser konkrete Fragen, z. B. zur Auswahl des passenden Medikaments oder dem nächsten Behandlungsschritt. So zeigt ihr, dass ihr fokussiert arbeitet, sinnvoll kommuniziert und etwas lernen möchtet.

4. Teamplayer*in sein und Verbündete suchen

Jede*r kämpft für sich allein? Auf keinen Fall. Gute Ärzt*innen sind Teamplayer*innen und unterstützen sich gegenseitig. Mit ihrer fachlichen Kompetenz, im Bereich Organisation oder einfach dadurch, dass sie aufeinander Acht geben und Hilfe anbieten (und zulassen!). Vielleicht gibt es in eurem Krankenhaus oder auf eurer Station ja einen Stammtisch oder ein anderes Forum, in dem Assistenzärzt*innen sich austauschen können? Ihr sitzt schließlich alle im selben Boot und eure Kolleg*innen haben bestimmt noch ein paar gute Tipps parat, die im Stationsalltag helfen.

Fazit: Gut vorbereiten, klare Ziele haben und nicht entmutigen lassen!

Der Berufseinstieg ist für Mediziner*innen keine einfache Phase. Wer sich über die eigenen beruflichen Wünsche und Ziele aber klare Gedanken macht, sich eine passende Stelle sucht und seine neue Rolle annimmt, hat schon große Hürden auf dem Weg genommen. Die Routine bei der Behandlung von Patient*innen kommt durch das stetig wachsende Fach- und Praxiswissen dann Im Laufe der Zeit ganz von selbst. Deshalb: Nicht entmutigen lassen, dranbleiben und euch freuen, dass ihr einen so spannenden und abwechslungsreichen Beruf gewählt habt!

Quellen:

https://www.praktischarzt.de/magazin/10-tipps-fuer-assistenzaerzte/

https://arztundkarriere.com/ratgeber/berufseinstieg-fuer-aerzte/

https://m.thieme.de/viamedici/arzt-im-beruf-weiterbildungs-coach-allgemeine-infos-1570/a/die-besten-tipps-zum-klinikeinstieg-26893.htm

 

 

 

Famulatur: Das musst du wissen!

Famulatur: Das musst du wissen!

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Jedes Studium sieht irgendeine Form von Praxis vor. Aber vermutlich gibt es nur wenige Studiengänge, in denen die praktischen Phasen so genau definiert und von vornherein festgelegt sind wie die Medizin. Gerade im zweiten, klinischen Abschnitt des Studiums wartet mit der Famulatur ein spannender Einblick in die Tätigkeit als Ärzt*in auf euch. Es lohnt sich also, sich Dauer, Aufbau und Ablauf der Famulatur einmal näher anzuschauen.

Ein Begriff, vier Phasen

Der Begriff „Famulatur“ kann in die Irre führen, denn er erweckt den Eindruck, es handele sich dabei nur um ein einziges Praktikum. Das stimmt so aber nicht. Denn darunter subsumieren sich vier Praxisphasen a 30 Tagen, also insgesamt 120 Tage belaufen. Achtet also unbedingt darauf, immer volle 30 Kalendertage (und nicht etwa 4 Wochen) abzuleisten und bescheinigt zu bekommen, denn sonst kann eure Famulatur als ungültig abgelehnt werden – und die Famulaturzeugnisse braucht ihr für die Anmeldung zum Praktischen Jahr. Alle Famulaturen sind in den vorlesungsfreien Zeiten, also den Semesterferien bzw. den offiziellen Ferien (etwa über Weihnachten) zu absolvieren. Alternativ könnt ihr dafür aber auch ein Urlaubssemester nehmen und die Famulaturen nacheinander am Stück ableisten.

Egal für welche Variante ihr euch entscheidet – bis zur Zweiten Ärztlichen Prüfung müsst ihr die Nachweise beisammenhaben. Ihr habt also gemessen an der Regelstudienzeit vier Jahre Zeit dafür. Was ihr bei der Planung und Organisation unbedingt bedenken solltet: Die Famulaturen sind Vollzeitpraktika, also ganztägig an fünf Tagen die Woche zu absolvieren, und im Normalfall nicht vergütet. Euren Nebenjob oder weitere in den vorlesungsfreien Zeiten zu erbringende Leistungen müsst ihr also darauf abstimmen bzw. vielleicht sogar eine Zeitlang verschieben.

Vier Phasen, drei Stationen

Aber nicht nur, wie lange die Famulaturen dauern und bis wann sie abzuleisten sind, ist klar geregelt. Auch das „Wo“ steht von vornherein fest. Ihr durchlauft in den Famulaturen nämlich insgesamt drei Stationen der Patientenversorgung:

Stationär: Zwei Famulaturen sind in einem Krankenhaus oder alternativ in einer stationären Rehabilitationseinrichtung zu absolvieren.

Ambulant: Eine Famulatur muss in einer ambulanten, ärztlich geleiteten Einrichtung abgeleistet werden. Darunter fallen nicht nur Arztpraxen, sondern auch Ambulanzen, Notaufnahmen oder Polikliniken.

Hausärztlich: Seit 2012 ist ein weiterer Monat der Famulatur im hausärztlichen Versorgungsbereich Pflicht. Dazu gehören neben Allgemeinärzten auch Kinderärzte sowie Internisten, die keine Schwerpunktbezeichnung aufweisen.

Spezielle Regeln einzelner Bundesländer und Auslandsaufenthalte

Für Medizinstudierende in Hessen gilt: Die Famulatur muss in vier Abschnitten von je 30 Tagen abgeleistet werden. Andere Bundesländer, zum Beispiel Baden-Württemberg oder Schleswig-Holstein, lassen hingegen auch eine Aufsplittung in Intervalle von 15 Tagen zu. Es lohnt sich also, sich vorab zu informieren, was an eurem Studienort bzw. in eurem Bundesland möglich ist oder nicht.

Famulaturen könnt ihr grundsätzlich auch im Ausland durchführen. Tatsächlich wählen jedes Jahr viele Studierende diesen Weg, praktische Erfahrung und Auslandsaufenthalt zu kombinieren. Informiert euch einfach mal an eurer Uni oder bei Austauschorganisationen. Die Anerkennung ist in der Regel problemlos möglich, wenn die oben genannten Regeln (Dauer, Station) erfüllt sind und ihr ein entsprechendes Zeugnis (auf Deutsch oder als beglaubigte Übersetzung) vorlegen könnt.

Unsere Unterstützung für eure Famulatur!

Die vier Famulaturabschnitte sind spannende Möglichkeiten, zum ersten Mal richtig in euren zukünftigen Beruf hineinzuschnuppern und vielleicht sogar schon Fachgebiete zu entdecken, mit denen ihr euch nach dem Studium vertieft beschäftigen möchtet. Nichtsdestotrotz ist die Organisation und Finanzierung der Famulaturen nicht immer einfach. Deshalb unterstützen wir euch dabei. Die KV Hessen fördert euch z. B. bei eurer Famulatur in einer hausärztlichen Praxis in einer ländlichen Region Hessens. Und das für bis zu 60 Tage, wenn ihr die Abschnitte ambulante und hausärztliche Patientenversorgung dort kombiniert absolviert. Informiert euch gleich hier über diese und alle weiteren unserer Förderungsmöglichkeiten für Medizinstudierende.

 

 

We care: Unsere Überraschungsbox für euch!

We care: Unsere Überraschungsbox für euch!

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Dass wir uns im letzten Jahr nicht wie üblich regelmäßig in Kursen oder bei Veranstaltungen an den hessischen Unis sehen konnten, finden wir immer noch sehr schade. Und wenn wir ehrlich sind, wissen wir auch jetzt noch nicht, was 2021 wieder möglich sein wird und was nicht. Trotzdem sind wir weiterhin mit unseren Angeboten – von Beratung bis Förderung – für euch da. Und weil wir wissen, wie schwierig und auch belastend die aktuelle Situation für Studierende ist, möchten wir unseren MedWissern gerne eine kleine Freude machen und euch eine kleine Selfcare-Box zuschicken. Was drin ist? Das verraten wir vorab natürlich nicht. Loggt euch einfach in euren MedWisser-Account ein, füllt unser Anmeldeformular aus und dann macht sich die We-care-Box schon bald auf den Weg zu euch.

Falls ihr euch fragt, warum ihr euch für die Box noch einmal anmelden müsst und wir sie nicht einfach an alle registrierten MedWisser schicken: Weil wir wollen, dass sie wirklich bei euch ankommt. Und weil einige Adressen vielleicht nicht mehr aktuell sind oder ihr euch eventuell gar nicht in eurer Unistadt aufhaltet im Moment, gehen wir diesen Weg. Das Ausfüllen des Formulars geht aber ratzfatz (versprochen!) und dann haltet ihr die Box schon bald in euren Händen. Erzählt auch gerne anderen Medizinstudierenden vom MedWisser-Angebot und unserer Aktion. Wir möchten schließlich, dass möglichst viele von euch sich über die Selfcare-Box freuen können.

Registriert euch als MedWisser oder loggt euch direkt ein: Zum Login

Niederlassung – so unterstützt die KV Hessen euch!

Niederlassung – so unterstützt die KV Hessen euch!

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Die Selbstständigkeit klingt reizvoll, ist aber ein großer Schritt, auf den ihr euch nicht vorbereitet fühlt und der auch finanziell riskant erscheint? Verständlich. Deshalb ist es uns wichtig, dass sich niemand bei der Niederlassung allein gelassen fühlt. Unsere kostenlosen Beratungsangebote sind für alle da, die sich unverbindlich und umfassend über Chancen und Risiken der Selbstständigkeit informieren möchten und Ängste nehmen. Und wenn ihr schon einen Schritt weiter seid, können wir euch mit finanziellen Hilfen unter die Arme greifen, die euch gerade in der Anfangszeit entlasten und Risiken minimieren. Hier ein kleiner Überblick über unsere Angebote:

 

Beratung

Summer- und Winterschool

Ein langes Wochenende voll mit geballtem Wissen rund um das Thema Niederlassung und einem abwechslungsreichen Freizeitprogramm: Die Summer- und Winterschool bieten zweimal im Jahr grundlegende Informationsmöglichkeiten für fortgeschrittene Studierende, die sich für eine Niederlassung interessieren. Außerdem gibt`s jede Menge Spaß und die Chance zum Austausch mit anderen.

Doc’s Camp

Zwei Wochenenden für eure Zukunftsplanung: Im Doc’s Camp erfahren Assistenzärzt*innen in Weiterbildung (ÄiW) alles, was sie schon jetzt über die Niederlassung wissen sollten. Außerdem habt ihr die Möglichkeit, dort eure Fragen mit qualifizierten Referent*innen und niedergelassenen Ärzten verschiedener Fachrichtungen zu diskutieren. Die perfekte Gelegenheit, sich vertieft mit der eigenen beruflichen Zukunft zu beschäftigen.

 

Finanzielle Förderung

Start gut!

Mit einer eigenen Praxis tragt ihr als Ärzt*in dazu bei, die ambulante medizinische Versorgung zu sichern. Es gibt allerdings immer wieder Regionen, in denen sich zu wenige Mediziner*innen bestimmter Fachrichtungen niederlassen. Wer einen besonderen Versorgungsbedarf deckt, kann dafür dank „Start gut!“ 24 Monate finanzielle Förderung erhalten – und das sogar schon während der Facharztweiterbildung.

Honorargarantie

Der Start in die Selbstständigkeit ist herausfordernd – gerade finanziell. Deshalb gibt es die Möglichkeit der Honorargarantie für die ersten zwei Quartale nach Praxisstart. Sie gilt für Ärzt*innen bestimmter Fachgebiete, die sich in Regionen mit besonderem Versorgungsbedarf niederlassen.

Umzugszuschuss

Ihr lasst euch zum ersten Mal nieder und müsst dafür umziehen? Dann könnt ihr unter bestimmten Voraussetzungen vom Umzugszuschuss der KV Hessen profitieren. Einzige Bedingung: Ihr lasst euch als Haus- oder Fachärzt*in einem Gebiet mit besonderem Versorgungsbedarf nieder.

Kinderbetreuung

Selbstständig mit Kind? Manchmal ein ganz schöner Spagat. Deshalb unterstützt die KV Hessen Ärzt*innen in Weiterbildung in einem Gebiet mit besonderem Versorgungsbedarf bzw. Haus- und Fachärzt*innen, die sich in einem solchen Gebiet erstmalig niederlassen besonders. Bis zu drei Jahre lang könnt ihr euch monatlich Kinderbetreuungskosten in Höhe von maximal 400 € erstatten lassen.

Lust auf noch mehr Infos zum Thema Niederlassung? Dann schaut mal auf unserem Blog vorbei!

Strukturiert im Homeoffice – So klappt’s mit dem Lernen zu Hause

Strukturiert im Homeoffice – So klappt’s mit dem Lernen zu Hause

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Neues Jahr, immer noch keine Präsenzveranstaltungen – auch an vielen hessischen Universitäten ist das nach wie vor Realität. Auch Medizinstudierende lernen deshalb weiterhin von zu Hause aus und nehmen digital an Vorlesungen und Co. teil. Und auch wenn ihr in den letzten Monaten Erfahrungen damit gemacht habt, können das Studieren von zu Hause und die Organisation des Alltags überfordernd sein. Wenn es euch so geht, seid euch sicher, ihr seid nicht allein. Vielleicht hilft der Gedanke schon, dass es Zehntausenden von anderen im ganzen Land genauso geht wie euch? Wenn ihr eher praktische Tipps benötigt, dann haben wir im Folgenden einige Ideen zusammengestellt, die euch den aktuellen Alltag und das Lernen von zu Hause erleichtern können.

Routinen beibehalten oder etablieren

Fest Abläufe geben euch Sicherheit und dem Tag Struktur. Versucht deshalb, möglichst immer etwa zur selben Zeit aufzustehen und schlafen zu gehen. Behaltet vielleicht auch im Homeoffice-Studium eure normale Morgenroutine bei. Es bietet sich außerdem an, Zeiten zu definieren, zu denen ihr euch fokussiert mit Uniaufgaben befasst (sofern sie nicht durch digitale Veranstaltungen eh schon festgelegt sind). Diese könnt ihr natürlich von eurem persönlichen Biorhythmus abhängig machen. Vielleicht habt ihr abends ein Konzentrationshoch und könnt dann besonders gut arbeiten? Dann los! Die zeitliche Flexibilität ist einer der großen Vorteile der aktuellen Situation, die ihr zu euren Gunsten nutzen könnt.

Extratipp: Wenn ihr euch allein schwer motivieren könnt, sucht euch eine*n Lernpartner*in, mit der*dem ihr euch zum gemeinsamen virtuellen Lernen verabredet. Zusammen bekämpft man den inneren Schweinehund schon viel leichter.

Einen festen Arbeitsplatz einrichten

Ein eigenes Arbeitszimmer ist purer Luxus, den die meisten Studierenden nicht haben. Trotzdem – oder gerade deswegen? – ist es wichtig, sich einen festen Arbeitsplatz einzurichten, an dem ihr euch wohlfühlt und auch längere Zeit gerne aufhaltet. Nur so könnt ihr dort nämlich auch produktiv lernen und arbeiten. Neben ausreichend Platz für Technik, Bücher und Notizen solltet ihr auch auf gute Beleuchtung achten. Vielleicht könnt ihr sogar natürliches Licht dafür nutzen, indem ihr den Arbeitsplatz in Fensternähe verlegt?

Extratipp: Wenn ihr im selben Zimmer schlaft, lebt und lernt und es euch stört, immer auf eure Bücher zu schauen, lasst sie nach dem Lernen doch im Rucksack, unterm Bett oder im Schrank verschwinden. Das ist übrigens auch ein perfektes Feierabendritual!

Ablenkungen eliminieren

Ein chaotisches Umfeld ist der Feind der Konzentration. Sorgt deshalb dafür, dass eure Lernumgebung möglichst aufgeräumt und ablenkungsfrei ist. Für echte Ruhe sorgen außerdem Kopfhörer mit Noise-Cancelling-Funktion. Jetzt noch das Handy in den Flugmodus schalten oder eine Fokus-App nutzen, die Zeitfresser wie Instagram oder YouTube zeitweise sperrt – und schon kann es produktiv losgehen.

Ziele setzen

Die To-Do-Liste ist endlos? Dann nehmt euch jeden Tag fünf Minuten Zeit, um zu planen, was heute wirklich wichtig ist. Schreibt einen Tagesplan und hakt jede Aufgabe ab, die geschafft ist. Das motiviert! Für größere Stoffmengen kann zusätzlich ein Lernplan hilfreich sein, der klar vorgibt, was wann gelernt bzw. wiederholt wird. So wird nichts vergessen und das Ziel bleibt klar im Blick.

Extratipp: Auf der To-Do-Liste steht etwas sehr Unangenehmes? Dann erledigt das am besten zuerst. Danach werdet ihr mit einem tollen Erfolgsgefühl belohnt!

Selbstfürsorge nicht vergessen

Bei all der Arbeit für die Uni solltet ihr nicht vergessen, auf euch selbst zu achten. Gerade in einer so außergewöhnlichen Situation wie aktuell sind Körper und Geist im Dauerstress. Baut deshalb bewusst Pausen ein und nutzt sie für Dinge, die euch guttun: einen Spaziergang, Mittagsschlaf, Stretching, eine Folge eurer Lieblingsserie – hier ist alles erlaubt. Außerdem wichtig: ausreichend Schlaf, eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Mahlzeiten. Wenn ihr allein lebt, haltet regelmäßig Kontakt zu Familie und Freund*innen und verabredet euch z. B. zu digitalen Spieleabenden. So kommt kein Gefühl von Einsamkeit auf und ihr habt einen Termin, auf den ihr euch freuen könnt.

Für noch mehr Tipps zum erfolgreichen Medizinstudium in Hessen folgt uns unbedingt auch bei Facebook und Instagram!

Dein Leben. Deine Praxis! – Niederlassung ganz individuell

Dein Leben. Deine Praxis! – Niederlassung ganz individuell

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Jeden Tag Sprechstunde ab 8.00 Uhr, wenig Zeit für Pausen und keine Möglichkeit zum Austausch mit Kolleg*innen – so stellen sich viele den Arbeitsalltag als niedergelassene*r Ärzt*in immer noch vor. Dabei ist das Bild des Einzelkämpfers überholt und auch Behandlungszeiten orientieren sich längst nicht mehr nur an Frühaufstehern. Stattdessen haben Mediziner*innen, die sich niederlassen wollen, viele verschiedene Möglichkeiten, die sich mit ganz unterschiedlichen Lebensmodellen vereinbaren lassen. Denn als niedergelassene*r Ärz*tin muss heute niemand mehr alles alleine machen – und auch nicht unbedingt Vollzeit arbeiten.

Denn Fakt ist: Wer selbstständig tätig ist, hat deutlich mehr Kontrolle über Angebotsspektrum und Arbeitszeiten als jemand, der angestellt arbeitet. Trotzdem schließen sich beide Modelle nicht aus. Vielleicht ist es als Berufseinsteiger*in erst einmal attraktiv, als angestellte*r Ärzt*in zu arbeiten und in die ambulante Praxistätigkeit hineinzuschnuppern, bevor der Sprung in die Selbstständigkeit gewagt wird. So ähnlich funktioniert auch das Jobsharing, bei dem sich ein*e Seniorpartner*in und ein*e neu hinzukommende*r Juniorpartner*in der gleichen Fachrichtung einen Arztsitz teilen. Auch hier ist es möglich, als Juniorpartner*in zunächst oder sogar dauerhaft im Angestelltenverhältnis tätig zu sein.

Wer mehr Freiheiten sucht und wirklich sein*e eigene*r Chef*in sein will, für den gibt es ebenfalls diverse Lösungen. Hier gilt: Es gibt keine Praxisform, die für jede*n passt, sondern es sollte immer genau geschaut werden, welche fachlichen und organisatorischen Präferenzen jemand hat. Ob klassische Einzelpraxis, organisatorische Praxisgemeinschaft mit anderen oder fachrichtungsübergreifende Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) an einem oder mehreren Orten – es lohnt sich, sich über die Vor- und Nachteile all dieser Möglichkeiten genau zu informieren.

Denn eine Niederlassung ist eine langfristige Entscheidung und dabei sollten auch zukünftige berufliche Wünsche sowie mögliche Änderungen der privaten Situation bedacht werden: Gibt mir die gewählte Art der Niederlassung die Möglichkeit, mein Behandlungsspektrum zu erweitern/verändern? Was passiert mit der Praxis, wenn ich in Elternzeit gehe? Ist der Standort richtig für mich oder sehe ich mich in zehn Jahren an einem anderen Ort? Wer sich genau überlegt, wie das eigene Berufs- und Privatleben aussehen soll, für den wird sich mit der Zeit herauskristallisieren, welche Arbeits- und Praxisformen in Frage kommen und welche keine Option sind.

Die KV Hessen gibt gerne Starthilfe, damit der Schritt in die Selbstständigkeit so unkompliziert wie möglich gelingt. Die Berater*innen unterstützen in allen Fragen rund um Praxisform, Standort und Finanzierungsmöglichkeiten. Viele Informationen rund um die Niederlassung gibt es außerdem auf https://www.kvhessen.de/niederlassung/ sowie im Niederlassungsfahrplan: https://www.kvhessen.de/publikationen/niederlassungsfahrplan/

 

 

 

 

Niederlassung: Diese Möglichkeiten hast du!

Niederlassung: Diese Möglichkeiten hast du!

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Eine Tätigkeit im Krankenhaus ist für junge Ärzt*innen eine tolle Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, ohne sich schon final auf eine Fachrichtung oder einen Ort festlegen zu müssen. Denn wer weiß nach dem Studium schon auf Anhieb, in welche Richtung das Berufsleben verlaufen soll oder wird? Dennoch gibt es neben der Karriere im Krankenhaus auch noch viele weitere spannende Berufsoptionen für Absolvent*innen – auch solche, die du als berufsanfänger*in ausüben kannst, ohne dich direkt niederlassen zu müssen. Welche Berufsoptionen außerhalb des Krankenhauses für dich passen, hängt maßgeblich von zwei Entscheidungen ab:

  1. Möchtest du lieber alleine oder mit anderen zusammen arbeiten?
  2. Möchtest du dein*e eigene*r Chef*in oder angestellt sein?

Nachfolgend haben wir die Möglichkeiten, ambulant als Ärzt*in zu arbeiten, einmal nach diesen beiden Faktoren zusammengestellt.

Allein & selbstständig: Einzelpraxis

Du willst dein eigenes Ding machen und selbst entscheiden, welche Leistungen du anbietest, wann du arbeitest und wie du deine Praxis einrichtest und organisierst? Wenn du dir viele Freiheiten wünschst und dir vorstellen kannst, das unternehmerische Risiko allein zu tragen, dann ist eine Einzelpraxis eine tolle berufliche Option für dich. Und auch wenn du keine anderen Ärzt*innen als direkte Kolleg*innen hast, kannst du dir ein tolles Team zusammenstellen und mit ihm zusammen richtig was für deine Patient*innen bewegen.

Zusammen & angestellt: Praxis, MVZ & Jobsharing

Kein finanzielles Risiko, kein dauerhaftes Festlegen auf einen Standort und ein direkter Draht zu anderen Ärzt*innen: Die Tätigkeit als Angestellte*r in einer Praxis oder einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) bringt einige Vorteile mit sich. Hier kannst du eigene Patient*innen ambulant behandeln, ohne selbst einen Arztsitz haben oder dich selbstständig machen zu müssen. Zwar hast du hier weniger Freiheiten als in deiner eigenen Praxis, trägst aber auch keinerlei finanzielles Risiko. Übrigens: Auch beim Jobsharing ist es möglich, als Juniorpartner*in angestellt zu arbeiten. Dafür benötigst du ebenfalls keine eigene Zulassung.

Zusammen & selbstständig mit eigener Praxis: Praxisgemeinschaft

Wer Lust auf Gemeinschaft hat und bereit ist, Kompromisse zu machen, für den bietet es sich an, Teil einer Praxisgemeinschaft zu werden. Hier nutzen mehrere Ärzt*innen Räume und Gerätschaften gemeinsam, betreiben aber rechtlich alle eine eigene Praxis und rechnen auch jedes Quartal getrennt ab. In einer Praxisgemeinschaft liegt der Vorteil darin, dass z. B. die Kosten für (oftmals teure) Untersuchungsgeräte oder die Miete der Praxisräume gemeinsam geschultert werden können. Andererseits musst du dir diese Geräte natürlich mit anderen teilen und hast ggf. nicht jederzeit Zugriff darauf. Auch bei der Praxisorganisation musst du dich mit deinen selbstständigen Kolleg*innen verständigen, um eine reibungslose Organisation für die Patient*innen zu ermöglichen. Dafür sind deine finanziellen Belastungen möglicherweise geringer als in einer Einzelpraxis.

Zusammen & gemeinsam selbstständig: Jobsharing, Berufsausübungsgemeinschaft

Du bist gerne Teil eines Teams und kannst dir auch gut vorstellen, Patient*innen gemeinsam mit Kolleg*innen zu behandeln? Dann ist die Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) für dich interessant. Denn hier kannst du dich mit anderen Ärzt*innen aus deinem Fachbereich oder sogar aus anderen Fachbereichen zusammenschließen. Das bietet dir spannende fachliche Möglichkeiten und Einblicke in andere medizinische Bereiche. Berufsausübungsgemeinschaften nutzen eine gemeinsame Patientenkartei und rechnen auch zusammen ab. Das finanzielle Risiko der Selbstständigkeit verteilt sich also auf mehrere Schultern. Besonders spannend: Die an einer BAG beteiligten Ärzt*innen müssen nicht alle in den gleichen Räumen arbeiten. Auch Jobsharing wird oft als Berufsausübungsgemeinschaft ausgeübt. Dabei teilen Senior- und Juniorpartner*in sich gleichberechtigt einen Arztsitz. Als Juniorpartner*in erhältst du bei dieser Variante eine beschränkte Zulassung, die an die BAG gebunden ist.

Ein Beruf – unglaublich viele Möglichkeiten!

Auch abseits des Krankenhauses warten für Ärzt*innen spannende berufliche Optionen. Von der Tätigkeit als Angestellte*r über die Einzelselbstständigkeit bis zum Jobsharing hast du vielfältige Möglichkeiten. Einige davon eignen sich auch perfekt, wenn du noch nicht genau weißt, ob eine ambulante Tätigkeit für dich die richtige Wahl ist oder du unsicher bist, ob du wirklich dein*e eigene*r Chef*in sein möchtest. Egal, für welche Variante du dich interessierst – die KV Hessen ist bei allen Fragen rund um Berufseinstieg und Niederlassung für dich da. Hier findest du viele Informationen und alle Ansprechpartner*innen: https://www.kvhessen.de/niederlassung/

Wir freuen uns, wenn wir dir weiterhelfen können!