So war die „Arzt in Hessen Summerlounge“

So war die „Arzt in Hessen Summerlounge“

Allgemein Events Niederlassen! Rund ums Studium

Marburg, Frankfurt, Gießen – im Mai war „Sei Arzt. In Praxis. Leb Hessen!“ ­wieder mit der Summerlounge unterwegs. Bei unseren Stopps an den hessischen Universitäten trafen wir auf zahlreiche engagierte Medizinstudierende. Sie alle waren da, um sich über die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin, über Fördermöglichkeiten im Studium und über die Karrierechance
„Niederlassung“ zu informieren.

Förderung, Tipps und Torwandschießen

Los ging’s Mitte Mai im schönen Marburg. Dort stand das Team der KV Hessen interessierten Studierenden Rede und Antwort. Bei strahlendem Sonnenschein und begehrten Lunchboxen gab es unter andrem hilfreiche Tipps zu attraktiven Fördermöglichkeiten während der Famulatur und im Praktischen Jahr.

Von Marburg ging es an den Main nach Frankfurt und anschließend nach Gießen. Auch hier war das Interesse der Studierenden an der Summerlounge groß. So ergaben sich zahlreiche spannende Gespräche. Das Informationsmaterial war heiß begehrt und auch das beliebte Torwandschießen trug zur guten Stimmung bei. Zu gewinnen gab es übrigens die beliebten Kampagnen-Liegestühle, die auch dieses Mal den sportlichen Ehrgeiz der Studierenden weckten.

Zum ersten Mal, seit dem Start der Summerlounge, konnten sich die Medizinstudierenden vor Ort für das MedWisser-Team anmelden. Als MedWisser bekommen die künftigen Ärzte spannende Einblicke in die Praxis, echte Erfahrungen rund um den Alltag als Mediziner und natürlich viele Hintergrundinformationen von Experten. Dazu gibt es Updates sowie exklusive Events während des ganzen Jahres sowie zum Beispiel einen Medical-English- oder Sonografie-Kurs. Selbstverständlich kostenfrei.

5 Jahre Summerlounge

Bereits zum fünften Mal in Folge waren wir mit der Summerlounge vor Ort bei den Medizinern von morgen. Und der nicht abreißende Zulauf der Studierenden zeigt, dass es nach wie vor ein großes Informationsbedürfnis zur Karrierechance „Niederlassung“ und der Arbeit der KV Hessen gibt. Das freut uns sehr. Genau wie die vielen positiven Rückmeldungen von Seiten der Studierenden und das starke Interesse an unserem MedWisser-Team. Wir freuen uns schon auf die nächsten Aktionen!

Werde Teil des MedWisser-Teams

Du hast auch Lust, dich weiterzubilden? Als Teil des MedWisser-Teams profitierst du, neben den kostenlosen Kursen, noch von vielen weiteren praktischen Vorteilen.
Hier geht’s zu weiteren Infos und zur Anmeldung.

Medical English – Lesson 1

Medical English – Lesson 1

Allgemein Rund ums Studium

Was machen engagierte Medizinstudierende am Wochenende bei bestem Wetter? Richtig – sie nehmen an unserem kostenlosen Seminar „Medical English“ in Frankfurt teil. Insgesamt neun hessische Nachwuchsärzte versammelten sich am vergangenen Samstag, um auch sprachlich „ready for their own surgery“ zu werden.

Eine Anamnese erheben, Beschwerden verstehen, eine Diagnose mitteilen und Therapiemöglichkeiten erläutern – und das alles im englischen Fachvokabular? Für die Teilnehmer unseres Seminars ab sofort kein Problem mehr. Denn nach sechs Stunden „Medical English“ mit Yvonne Ford, Leiterin Centre for Communication in Health Care, sind sie optimal auf den Arbeitsalltag in der Praxis vorbereitet.

Los ging es direkt mit einer kurzen Who-is-who-Runde. Natürlich auf Englisch. Wer sind die Teilnehmer, in welchem Semester befinden sie sich und gab es bereits erste „berufliche“ Aufenthalte in englischsprachigen Ländern bzw. sind Auslandsaufenthalte geplant. So unterschiedlich wie die Teilnehmer und ihre Erfahrungen waren dann auch die Gründe für den Besuch des Kurses. Ob als Vorbereitung für eine ärztliche Tätigkeit in Korea oder ein PJ in Schweden. Oder um einfach das eingerostete Englisch wieder auf Vordermann zu bringen – jeder hatte seine ganz eigene Motivation.

„Ich war während meines praktischen Jahrs in Houston, aber auf das gastrointestinale Fachgebiet beschränkt. Von daher hat sich auch das Fachvokabular auf diesen Bereich beschränkt. Das Seminar gibt die Gelegenheit, mein Wissen auch auf die anderen Körperregionen zu erweitern“, freute sich Studentin Sabrina Lautner. Genauso überzeugt wie sie, waren auch die anderen Teilnehmer, die das Seminar in der anschließenden Evaluation durchweg positiv bewerteten. Nach dem erfolgreichen Sonografie-Seminar im April, war damit auch der Englischkurs eine gelungene Veranstaltung, bei der die Teilnehmer eine Menge mitnehmen konnten.

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Mehr als ein gutes Bauchgefühl

Mehr als ein gutes Bauchgefühl

Allgemein Rund ums Studium

Gelungene Premiere für Seminar „Sonografie des Bauchraums“ / MedWisser blicken in den menschlichen Körper

Tiefe Einblicke in die Praxis und das auch noch umsonst – die Kursangebote für MedWisser der KV Hessen erfreuen sich von Beginn an großer Beliebtheit. Deshalb verwundert es nicht, dass auch die beiden Seminartage zum Thema „Die Sonografie des Bauchraums“ volle Erfolge waren.

Mit praktischen Übungen fit für die Zukunft als Arzt – das ist die Idee hinter den Kursangeboten des MedWisser-Teams der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen. Und das Konzept kommt immer besser an. Jetzt konnten 20 Studentinnen und Studenten in zwei ausgebuchten Kursen praktische Erfahrungen in der Sonografie sammeln.

Expertenwissen für MedWisser

Nach einer kurzen Einführung ging es gleich in die Praxis. Dr. Manfred Böger, langjähriger Facharzt für Innere Medizin und ehemaliger Oberarzt, und Assistenzarzt Lukas Seifert führten die Interessierten durch die spannende Welt der Ultraschalldiagnostik – mit viel Hintergrundwissen und praktischen Übungen. So gab es zwei Tage lang tiefe Einblicke in den menschlichen Körper.

Zufriedene Teilnehmer/innen

Und das Feedback war überragend: Durchschnittlich 4,5 von 5 möglichen Punkten gaben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dem Seminar. Besonders positives Feedback gab es für die fachlichen Inhalte der Veranstaltungen. Bei der Befragung bewerteten die Teilnehmer diese mit hervorragende 4,78 von 5 möglichen Punkten. Insbesondere der praktische Ansatz, aber auch die umfangreichen Möglichkeiten für Fragen, wurden von vielen Kursteilnehmern lobend hervorgehoben.

Die positiven Rückmeldungen zeigen eindrucksvoll, wie gut die Kursangebote des MedWisser-Teams ankommen. Deshalb laufen schon jetzt die ersten Vorbereitungen für weitere kostenlose Angebote. Interessiert? Dann melde dich jetzt im MedWisser-Team an!

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I will undersearch you now – medizinisches Englisch für den Praxisalltag

I will undersearch you now – medizinisches Englisch für den Praxisalltag

Allgemein Rund ums Studium

Nicht nur im täglichen Leben, vor allem in akademischen Berufen wird Englisch als Kommunikationsmittel immer wichtiger. Durch die sich immer weiter globalisierende Welt müssen vor allem in beratenden und erklärenden Berufen internationale Kunden und Patienten optimal behandelt werden können.

Um auch nicht deutschsprachigen Patienten die bestmögliche Behandlung und Beratung zu bieten, ist es deswegen besonders wichtige, Diagnosen und Krankheitsbilder verständlich und nachvollziehbar erklären zu können.

Damit ihr von Beginn an optimal vorbereitet seid, bereiten wir euch vor. In unserem kostenlosen Intensivkurs „Medical English“ lernt ihr alles, was für euren späteren Alltag als Arzt wichtig ist: Wie befrage ich einen Patienten? Wie stelle ich eine korrekte Diagnose? Und wie kommuniziere ich verständlich mit Patienten? Wir machen euch fit für die Zukunft.

Ihr lernt:

  • Fragen zu stellen, um eine Anamnese zu erheben
  • wie Patienten Beschwerden schildern und wie ihr damit umgehen könnt
  • Begriffe, um Untersuchungen zu beschreiben, evtl. um eine Diagnose mitzuteilen und Therapiemöglichkeiten zu erläutern
  • präventive Empfehlungen zu formulieren

Los geht’s am Samstag, 5. Mai 2018 um 9 Uhr bei der KVH Frankfurt. Diese Veranstaltung richtet sich an Medizinstudierende, die bisher kein Semester im englischsprachigen Ausland absolviert haben, und wird ausschließlich in englischer Sprache durchgeführt. Gute Vorkenntnisse in Englisch sind daher erforderlich.
Bitte bring ein Deutsch-Englisch-Wörterbuch zur Veranstaltung mit.

Du willst dich anmelden? Als Teil des MedWisser Teams ist das kostenlos möglich.

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Morgens Theorie, nachmittags Socializing – jetzt zur Studentenakademie anmelden

Morgens Theorie, nachmittags Socializing – jetzt zur Studentenakademie anmelden

Allgemein Rund ums Studium

Die Niederlassung interessiert euch zwar, richtig viel wisst ihr aber noch nicht darüber? Gar kein Problem! Meldet euch einfach zur Winter- oder Summerschool der KV Hessen an und holt euch viele Informationen rund um die Selbstständigkeit als Arzt.

Von Donnerstagabend bis Montagmorgen dreht sich bei der Winter- und Summerschool in verschiedenen Modulen und Vorträgen (fast) alles um die ambulante Tätigkeit in der eigenen Praxis. In den Fachvorträgen der eingeladenen Gast- sowie der KV-Referenten bekommt ihr nicht nur einen Eindruck vom Praxisalltag in der ambulanten Versorgung und von den Aufgaben als Praxischef, ihr nehmt gemeinsam auch die unternehmerischen Aspekte einer Niederlassung unter die Lupe und lernt die Rolle eines niedergelassenen Arztes im Gesundheitswesen ganz genau kennen.

Klingt nach ganz schön viel Input? Ist es auch. Genau deshalb haben wir uns zur Entspannung für euch ein sowohl actiongeladenes wie auch erholsames Freizeitprogramm ausgedacht. 

Ich wäre sofort wieder dabei! Die Teilnahme an der Summerschool ist auf jeden Fall sinnvoll, 
wenn man sich eine Niederlassung vorstellen kann und mehr darüber erfahren möchte. 
Die Organisation war perfekt und die Inhalte sowie das Rahmenprogramm waren klasse.

Ramazan Kartal, Medizinstudent und Summerschool-Teilnehmer 2016

Noch unsicher? Dann seht euch das Video zu unserer letzten Winterschool an. Es gibt euch einen guten Eindruck von unserer Studentenakademie.

Die nächsten Termine
Summerschool 2018: 6. bis 10. September 2018
Winterschool 2019: 7. bis 11. März 2019

Zur Anmeldung und zum detallierten Programm geht’s hier.

Winterschool 2018 – Infotainment für niederlassungsinteressierte Nachwuchsärzte

Winterschool 2018 – Infotainment für niederlassungsinteressierte Nachwuchsärzte

Allgemein Niederlassen!

Jungen Nachwuchsärzten, die sich eine Niederlassung im ambulanten Versorgungsbereich vorstellen können, bietet die KV Hessen mit der Winterschool die Gelegenheit, geballtes Wissen rund um die eigene Praxis zu sammeln. Begleitet wird das Kompaktseminar von einem abwechslungsreichen Aktivprogramm. Ein Angebot, das sehr gut ankommt.

Anfang März war es wieder soweit – im verschneiten Willingen fand die Winterschool 2018 statt. Dazu waren erneut viele niederlassungsinteressierte Nachwuchsmediziner ins Sauerland gekommen, um sich rund um die eigene Praxis zu informieren. Die KV Hessen (KVH) hatte auch dieses Mal ein abwechslungsreiches Seminarprogramm zusammengestellt, das die Niederlassung von allen Seiten beleuchtete und Wissen bereithielt, das den Studierenden im Medizinstudium nicht vermittelt wird.

Was bedeutet es eigentlich, Chef in der eigenen Praxis zu sein? Welche Rolle spiele ich als niedergelassener Arzt im Gesundheitssystem? Und welche wirtschaftlichen Herausforderungen bringt eine Praxisgründung mit sich? Um den Ärzte von Morgen ein möglichst umfassendes Bild von der Selbstständigkeit als Arzt zu geben, war das Seminar in verschiedene Themenschwerpunkte unterteilt. So führten einerseits die Referenten der KVH, Michelle Metz, Yvonne Bender und Sascha Ewald, die Studierenden in das Gesundheitswesen und die Rolle des niedergelassenen Arztes ein. Andererseits gaben externe Referenten wie Jürgen Hillerich von der ApoBank oder Dr. Claus Haeser, Facharzt für Allgemeinmedizin mit eigener Praxis in Diemelsee, Einblicke in die wirtschaftlichen Aspekte einer Niederlassung und den Alltag in der Praxis. Holger Haug, Die Seminarschneider, gab den Teilnehmern darüber hinaus wichtige Tipps für das spätere Chef-Sein.

Wer viel Neues lernt, braucht auch Entspannung. Um die rauchenden Köpfe etwas abzukühlen, standen daher an den Nachmittagen gemeinsame Freizeitaktivitäten auf dem Programm. Dabei kamen nicht nur die Kuvencracks beim Schlittschuhlaufen, sondern auch die treffsicheren Bogenschützen und mutigen Kletterer auf ihre Kosten. Gelegenheit, das Gelernte und Erlebte noch einmal gemeinsam Revue passieren zu lassen, boten die gemeinsamen Abende bei gutem Essen und dem ein oder anderen kühlen Erfrischungsgetränk.

Die Studierenden zeigten sich begeistert und waren sich einig: Die Winterschool ist ein ideales Angebot für niederlassungsinteressierte Nachwuchsärzte, das sie auf jeden Fall weiterempfehlen würden. Insbesondere weil die ambulante Versorgung während des Studiums nicht so sehr im Fokus steht, habe man aus den Vorträgen viel Neues und Wissenswertes mitnehmen können.

Übrigens: Anmeldungen für die Summerschool 2018 und die Winterschool 2019 sind schon jetzt möglich. Alle Infos zur Studentenakademie gibt es unter www.kvhessen.de/nachwuchs

 

Praxis.erleben!-Tour ein voller Erfolg

Praxis.erleben!-Tour ein voller Erfolg

Allgemein Niederlassen!

Medizinstudierende zeigen sich von der ersten Tour durch hessische Arztpraxen begeistert

Die Premiere ist geglückt. Einen Tag lang konnten Medizinstudierende von unterschiedlichen Universitäten in Hessen einen Blick in den Alltag ausgewählter Landärzte werfen, Fragen stellen und sich umfassend und aus erster Hand informieren. Die einhellige Meinung am Ende des Tages: Das hat sich mal so richtig gelohnt.

Es gibt Dinge, die stehen in keinem Lehrbuch. Echte Erfahrungen aus dem Leben eines Landarztes gehören definitiv dazu. Deshalb haben wir interessierten Studierenden die Möglichkeit gegeben, sich in drei ländlicheren Praxen umzusehen und einen Einblick in das (Praxis-)Leben und die Herausforderungen als Landarzt zu erhalten. Dazu ging es rund um Gießen zu verschiedenen Ärzten und in unterschiedliche Praxisformen.

Persönliche Einblicke – in der Landarztpraxis in Gemünden

Vor allem die Auswahl der Praxen kam bei den Teilnehmern richtig gut an. Für einen gelungenen Start und Begeisterung bei den Studierenden sorgte zunächst Michael Buff von der Hausärztepraxis Gleen-Felda. Der passionierte Hausarzt führte seine Gäste zunächst durch die Räumlichkeiten seiner Praxis in Gemünden im Vogelsbergkreis und nahm sich anschließend Zeit für eine Gesprächs- und Fragerunde mit den Nachwuchsärzten. Er erklärte, warum ihm die Arbeit als Hausarzt besonders gut gefällt, und beantwortete auch ganz persönliche Fragen. Ob enge Freundschaften mit schwer kranken Patienten, der Umgang mit eigenen Fehlern oder auch finanzielle Aspekte des Hausarzt-Daseins – Michael Buff zeigte sich offen, gewährte tiefe Einblicke in seinen Alltag und hatte für die Studierenden sogar einen guten Tipp: „Ein Hausarzt muss zuhören können und sich Zeit nehmen für seine Patienten“, so Buff, der zudem deutlich machte, dass die Niederlassung richtig Spaß macht: „Nicht immer, aber fast immer.“ Miriam Hesse, Medizinstudentin an der Universität Marburg, fasste zusammen: „Dass wir so viele Fragen stellen und derart offen mit Herrn Buff sprechen konnten, hat mir für meine Zukunft sehr viel gebracht.“

Spezialthemen – in der Kinder- und Jugendarztpraxis in Pohlheim

Interessant waren für die Ärzte von morgen auch die verschiedenen Sichtweisen der unterschiedlichen Ärzte. Während Michael Buff der Meinung ist, dass ein „normaler“ Hausarzt auch Kinder mit „Kleinigkeiten“ wie Husten, Schnupfen und Heiserkeit behandeln kann, sahen die Kinderärzte Dr. Peter Leitzmann und Dr. Florian Gamerdinger aus der Kinder- und Jugendarztpraxis Pohlheim, der zweiten Station der Tour, das völlig anders. Für die Medizinstudierenden ergab sich so eine spannende Fülle an Eindrücken.

Mit den beiden Kinderärzten sprachen die Studierenden vor allem über Themen wie die Gesprächsführung mit Eltern, die speziellen Herausforderungen bei der medizinischen Behandlung von Kindern und die große Verantwortung – beispielsweise gegenüber den Mitarbeitern –, die eine eigene Niederlassung mit sich bringt. Beide waren sich dennoch einig: „Den Gang in die Selbstständigkeit haben wir – wie auch die meisten unserer Kollegen – nie bereut.“ Da sich inzwischen vor allem weibliche Ärzte für die Kindermedizin entscheiden, ging es zudem um die Vereinbarkeit von Familie und Arztberuf. Dr. Leitzmann wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Frauen in der Klinik heute leider immer noch 150 Prozent geben müssten. Eine Niederlassung sei daher eine interessante Alternative.

Gemeinsam stark – in der Gemeinschaftspraxis in Dilltal

Die dritte und letzte Etappe der Tagestour beeindruckte dann schon allein durch die schiere Größe – denn eine Gemeinschaftspraxis mit insgesamt zehn Ärzten sieht man schließlich nicht alle Tage. Im Gespräch mit Ärztin Meike Müller und Praxismanagerin Manuela Gehrmann ging es daher insbesondere um den organisatorischen Aufwand in einer derart großen Praxis. Auch wegen des starken Kontrasts zu den ersten beiden eher kleineren Praxen ein perfekter Abschluss der ersten Praxis.erleben!-Tour. „Die Auswahl der Praxen war wirklich gut. Mir war vorher nicht klar, welche unterschiedlichen Möglichkeiten sich mir in der Niederlassung bieten“, freute sich Jessica Scheuermann, die ebenfalls in Marburg studiert, über die zahlreichen und intensiven Eindrücke und Erlebnisse des Tages. Beim abschließenden Essen im Dachcafé in Gießen konnte der Tag dann gemeinsam bei gutem Essen und intensiven Diskussionen entspannt ausklingen.

Nach der Tour ist vor der Tour

Wenn ihr jetzt auch Lust habt, echte Eindrücke vom Arbeitsalltag hessischer Landärzte zu erhalten oder eines der weiteren tollen Angebote der KV Hessen auszuprobieren, dann meldet euch an. Als Mitglieder des MedWisser Teams erwartet euch eine große Community, jede Menge Tipps und Hintergründe zu eurem Studium und immer wieder spannende Aktionen.

Ihr seid gefragt: Wie wollen junge Mediziner arbeiten?

Ihr seid gefragt: Wie wollen junge Mediziner arbeiten?

Allgemein Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium

Ärztemangel, Unterversorgung, Generation Y – die Liste der Schlagworte ist lang. Bei dem Thema Zukunft der ärztlichen Versorgung und den damit zusammenhängenden Ansichten angehender Mediziner fällt immer wieder auf: Vieles wird behauptet, das Wenigste jedoch ist belegt.

Die Landesärztekammer Hessen (LÄKH) beschäftigt sich deshalb seit Jahren mit Fragestellungen rund um den Beruf Arzt und erhebt unterschiedliche empirische Daten, um auch den ärztlichen Nachwuchs besser und vor allem belastbar zu beleuchten. Einige Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe von Auf den PUNKT. veröffentlicht, dem Mitgliedermagazin der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH). In Hessen sind beispielsweise 63 Prozent der Medizin-Absolventen weiblich.

Schaut’s euch an: Passen die Untersuchungsergebnisse auch zu euren Plänen? Erkennt ihr Parallelen zu euren Kommilitonen oder Kollegen? Download

Und hier geht’s zur Gesamtausgabe von Auf den PUNKT.

Die große Chance für den Ärztenachwuchs

Die große Chance für den Ärztenachwuchs

Allgemein Niederlassen!

Medizinstudierende von heute werden gebraucht, um den drohenden Ärztemangel von morgen zu verhindern.

Sicher habt auch ihr es schon mitbekommen: Die ambulante Versorgungslage in Hessen (und in Deutschland) wird sich in den nächsten Jahren verschlechtern, bis zum Jahr 2030 sogar dramatisch zuspitzen. Es drohen Ärztemangel und Unterversorgung – vor allem in den ländlicheren Gebieten. Zu dieser Prognose kommt unsere neue Publikationsreihe FOKUS: GESUNDHEIT (Download).

Wie aber ist es möglich, dass wir in Hessen trotz konstant wachsender Zahl der Medizinstudierenden in den nächsten Jahren zu wenige Ärztinnen und Ärzte haben? Ganz einfach: Immer weniger Nachwuchsärztinnen und -ärzte möchten, z. B. als Allgemeinmedizinerin oder -mediziner, in die ambulante Versorgung gehen. Sich mit einer eigenen Praxis niederzulassen oder als angestellter Haus- oder Facharzt zu praktizieren, ist für viele leider keine Option. Und das, wo der Bedarf an ambulanter Versorgung beinahe von Jahr zu Jahr größer wird. Ein weiterer wichtiger Aspekt: Die Medizin ist und wird zunehmend weiblich. Das seht ihr, wenn ihr euch in den Hörsälen umschaut. Und das wiederum bedeutet, dass Themen wie Teilzeitarbeit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine noch größere Rolle spielen als bisher.

Ohne Nachwuchs keine Praxen

Ihr, die Ärztinnen und Ärzte von morgen, werdet also dringend gebraucht. Wie dringend, macht eine Zahl aus dem hausärztlichen Bereich deutlich: 65 Prozent, also etwa sieben von zehn derzeitigen Praxisinhaberinnen und -inhabern, werden sich bis 2030 zur Ruhe setzen. Im Idealfall geben sie ihre Praxen an eine junge Nachfolgerin oder einen jungen Nachfolger ab. Und genau da kommt ihr ins Spiel.

Sicher, bis zum Jahr 2030 ist es noch eine ganze Weile hin. Und während eures Studiums habt ihr bestimmt erst einmal andere Sorgen. Aber: Ihr seid die nächste Ärztegeneration. Durch euch ist es möglich, die Versorgung in allen Regionen Hessens auch in den nächsten Jahren sicherzustellen.

Eigener Chef(-arzt) sein

Auch wenn ihr euch im Moment noch nicht vorstellen könnt, beispielsweise als Facharzt für Allgemeinmedizin zu praktizieren, solltet ihr wissen, dass die Situation für euch eine große Chance ist. Der Hausarztjob hat nämlich eine Menge zu bieten und ihr werdet Teil einer immer begehrteren, weil selteneren Berufsgruppe: Ihr könnt euer eigener Chef(-arzt) sein und habt die wirklich tolle Gelegenheit, eure Patienten über einen langen Zeitraum zu begleiten und eine enge Arzt-Patienten-Beziehung aufzubauen. Ihr habt es mit vielfältigen Krankheitsbildern zu tun und steht jeden Tag vor neuen Herausforderungen. Und, ihr verdient als Hausarzt wirklich gutes Geld. Über 220.000 Euro waren es durchschnittlich im Jahr 2015 in Hessen an Honorarumsatz. Ganz ohne Nacht- und 24-Stunden-Schichten.

Außerdem werdet ihr natürlich die Möglichkeit haben, euch unter super geführten und wirtschaftlich erfolgreichen Praxen die passende herauszusuchen. Noch dazu habt ihr wahrscheinlich die freie Wahl, wo in Hessen ihr euch niederlassen möchtet. Denn – ob Praxisübernahme oder Neugründung – in den nächsten Jahren warten viele freie Arztsitze auf euch.

Klingt gut, eine Praxis auf dem Land könnt ihr euch aber so gar nicht vorstellen? Dann überlegt doch einfach mal, was eigentlich dagegen spricht. Hat so eine Praxis nicht auch echte Vorteile? Sie hat! So ist beispielsweise die Konkurrenzsituation, sagen wir mal, ein wenig komfortabler, als in Frankfurt, Kassel oder Darmstadt. Denn während in den Großstädten die nächste Arztpraxis direkt um die Ecke ist, seid ihr in der Kleinstadt vielleicht sogar die einzige Ärztin bzw. der einzige Arzt. Und die Patienten werden nicht weniger. Kurzum: Eine „Landarztpraxis“ ist in vielerlei Hinsicht viel attraktiver, als die meisten von euch glauben.

 

Viele Informationen rund um die Niederlassung findet ihr auch in unserer Broschüre „Lass dich nieder!“ (Download).

„Man sollte die Chance nutzen!“

„Man sollte die Chance nutzen!“

Allgemein Rund ums Studium

Nicola Buß studiert Humanmedizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Während ihrer einmonatigen Famulatur in einer hausärztlichen Praxis schnupperte sie das erste Mal Praxisluft und begleitete eine Allgemeinmedizinerin und einen Internisten aus Münzenberg bei ihrer täglichen Arbeit. In unserem Interview berichtet sie über ihre guten Erfahrungen.

Welche Erwartungen hattest du an die Famulatur in der hausärztlichen Praxis?
Grundsätzlich wollte ich mich einfach überraschen lassen. Natürlich war ich vor Beginn meiner Famulatur sehr gespannt, die Arbeit eines niedergelassenen Arztes und die Unterschiede zwischen Klinik und Praxis – insbesondere im Hinblick auf den Arzt-Patientenkontakt – kennenzulernen.
Der Umgang mit den Patienten hat mich dann auch sehr beeindruckt. Die Ärzte kennen ihre Patienten sehr gut, es besteht ein großes Vertrauensverhältnis. Viele Patienten haben wir gesagt, dass sie sich in der Praxis wohl und gut aufgehoben fühlen.

Wie genau sah denn dein Arbeitstag aus?
Los ging es jeden Morgen um 8 Uhr. Ich habe dann erst einmal bei den Blutabnahmen unterstützt. Gut war, dass ich die Gelegenheit hatte, in zwei Bereiche – also in die Allgemeinmedizin und die Innere Medizin – hinein zu schnuppern. So konnte ich jeden Tag entscheiden, welchen der beiden Praxisinhaber ich begleiten möchte.

Welche Aufgaben hattest du neben der Blutabnahme?
Ich durfte mit dem Stethoskop Patienten abhören und Venenzugänge legen. Außerdem konnte ich EKGs schreiben und im letzten Teil der Famulatur sogar eigenständig Gesundheitschecks durchführen. Besonders gut hat mir gefallen, dass ich auch bei den Hausbesuchen dabei sein durfte.

Nicola konnte ihre praktischen Fähigkeiten während der Famulatur u. a. beim Blutabnehmen und beim EKG schreiben verbessern.
Nicola konnte ihre praktischen Fähigkeiten während der Famulatur u. a. beim Blutabnehmen und beim EKG schreiben verbessern.

Hört sich an, als hätte dir der Monat in der Praxis gefallen. Konntest du denn auch etwas aus deiner Famulatur mitnehmen?
Mir hat es Spaß gemacht, das Erlernte aus zweieinhalb Jahren Studium endlich anwenden zu können. Theorie und Praxis sind eben doch zwei verschiedene Paar Schuhe. Definitiv verbessern konnte ich meine praktischen Fähigkeiten, zum Beispiel das Blutabnehmen oder das Abhören von Herz und Lunge.

Und, kannst du dir auch vorstellen, später in der Allgemeinmedizin zu arbeiten?
Ich kann mir – auch dank der Famulatur – gut vorstellen, Allgemeinmedizinerin zu werden und mich in einer ländlichen Region niederzulassen. Wirklich festgelegt habe ich mich aber noch nicht. Die Medizin bietet ja auch ein sehr breites Spektrum.

Hast Du zum Abschluss einen Tipp für andere Famulanten?
Man sollte die Chance nutzen, den oder die Praxisinhaber viel zu fragen. Durch den intensiven Austausch habe ich in der kurzen Zeit wirklich viel gelernt. Außerdem ist es wichtig, einen guten Kontakt zum Praxisteam aufzubauen, denn die Patienten registrieren den freundlichen Umgang und die positive Stimmung und fühlen sich gleich wohl in der Praxis.