Erste Liveaktion 2021: Holt euch euren Kittel!

Erste Liveaktion 2021: Holt euch euren Kittel!

Events Termine

Wir können es selbst noch gar nicht glauben, aber die niedrige Inzidenz macht es möglich: Nächste Woche starten wir die erste Liveaktion 2021! Und dafür haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht, denn wir schenken euch etwas, das wirklich jede*r Medizinstudierende gut gebrauchen kann: einen Kittel! Ob fürs Labor, die Famulatur oder das PJ – der Arzt-in-Hessen-Kittel ist euer treuer Begleiter durchs Studium (und natürlich auch danach!).

Vom 12.07. bis 14.07.2021 sind wir in den hessischen Universitätsstädten unterwegs und verteilen unsere Kittel an Medizinstudierende. Hier findet ihr uns:

12.07.2021 Frankfurt: 10:00-14:00 Uhr vor dem Dekanat (Haus 10 A).

13.07.2021 Gießen: 10.00-14.00 Uhr auf dem Gelände des medizinischen Lehrzentrums, Klinikstraße 29

14.07.2021 Marburg: 10.00-14.00 Uhr Studenteneingang beim Hörsaal 1+2 (Klinikum)

Damit die Aktion ein voller Erfolg wird, beachtet bitte die gültigen Hygiene- und Abstandsregeln vor Ort. Die Verteilung der Kittel erfolgt, solange der Vorrat reicht.

Wir freuen uns darauf, euch ganz bald wiederzusehen! Übrigens: Wir planen bereits weitere Aktionen für die zweite Jahreshälfte. Haltet unbedingt die Augen offen und schaut regelmäßig hier vorbei. Folgt uns auch gerne auf Instagram und Facebook, um keine Termine zu verpassen. 

Interview mit MedBike-Gewinnerin Pia-Marie

Interview mit MedBike-Gewinnerin Pia-Marie

Allgemein Hessen - Leben & Arbeiten KVH transparent MedWisser Niederlassen! Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium

Vor einigen Wochen haben wir auf unserem Instagram-Kanal ein MedBike im exklusiven und einzigartigen Arzt-in-Hessen-Design verlost. Die glückliche Gewinnerin ist Pia-Marie, 23, Medizinstudentin aus Gießen, die gerade an ihrer Doktorarbeit schreibt. Wir haben Sie gefragt, wofür Sie das Rad nutzen wird, welche Radtouren Sie besonders empfehlen kann und was ihr an den MedWisser-Angeboten so gut gefällt.

„Ich fahre in Gießen ausschließlich mit dem Fahrrad, runter in die Stadt, zum Bauhaus und natürlich zur Uni. Momentan arbeite ich allerdings im Labor an der Doktorarbeit, also wird das für die nächsten Monate meine Hauptstrecke werden. Mit meiner besten Freundin mache ich oft Touren durch die Felder, zur Burg Gleiberg oder zum Schiffenberger Kloster. Auch mal nach Wetzlar rüberzufahren ist schön. Außerdem ist momentan in Gießen das Stadtradeln fürs Klima, da setzt man natürlich noch mal einen drauf.

Aufs Gewinnspiel aufmerksam geworden bin ich durch eure Story. Ich glaube, ihr hattet eine Notification, dass der letzte Tag zum Mitmachen ist. Da habe ich erst gesehen, dass es um ein Fahrrad geht und da ich Fahrräder liebe, habe ich mitgemacht.

Im Medwisser Team bin ich seit der Vorklinik irgendwann. Kurse habe ich noch nicht viele genutzt, da bin ich nicht immer up to date und dann waren erstmal Physikum und Corona. Aber die Backboxen nutze ich jedes Jahr und auch eure Care-Paket-Box zuletzt. Die finde ich wirklich toll, jedes Jahr freut man sich wieder drauf. Ich bin auch gespannt auf die Events und Möglichkeiten, die ihr nach Corona noch so anbietet. Online ist für mich leider nichts. 

Ich habe auch schon zwei Kommilitonen als MedWisser angeworben, eine aus meinem Stipendium und einen von der Promotionsstelle. Vorrangig wegen der Backboxen tatsächlich.

Ich folge Arzt in Hessen übrigens vorrangig, weil ich tatsächlich Landärztin werden will. Ich weiß nicht, ob in Hessen, aber auch so finde ich eure Seite zu dem Thema sehr informativ.“

Ihr möchtet auch mal bei einem unserer Gewinnspiele teilnehmen oder generell keine Aktion mehr verpassen? Dann werdet jetzt kostenlos MedWisser und folgt uns auf Facebook und Instagram!

 

 

Schritt für Schritt zurück zu mehr Normalität

Schritt für Schritt zurück zu mehr Normalität

Allgemein Hessen - Leben & Arbeiten KVH transparent MedWisser Niederlassen! Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium

Auf einmal geht alles ganz schnell: Die Inzidenz sinkt, Kontaktbeschränkungen werden gelockert, Sport ist wieder möglich, Cafés und Restaurants öffnen, sogar kleine Veranstaltungen können schon wieder stattfinden. Nach anderthalb Jahren Pandemie und fast sechs Monaten Lockdown eine echte Umstellung. Und eine, die nicht für alle einfach zu bewältigen ist. Denn Isolation und Onlinestudium haben ihre Spuren hinterlassen – auch psychisch. Deshalb ist es vollkommen in Ordnung (und auch gesund!), sich der neuen Normalität schrittweise anzunähern.

Wohlfühlen steht an erster Stelle!

Die gute Nachricht ist ja: Nur weil im privaten Bereich nun vieles wieder erlaubt oder möglich ist, ergibt sich daraus keine Pflicht. Wer sich bei dem Gedanken an einen Kino- oder Cafébesuch unwohl fühlt, der kann damit einfach noch warten. Wichtig für das eigene Wohlbefinden ist es, in sich zu horchen, Gefühle und Ängste zu akzeptieren und sich nicht durch andere Personen zu Dingen überreden zu lassen, die man eigentlich (noch) nicht wieder machen möchte. Dabei kann offene Kommunikation helfen. Für Sätze wie „Ich möchte mich gerne mit dir treffen, aber lass uns doch was an der frischen Luft unternehmen. Drinnen fühle ich mich noch nicht wieder wohl.“ sollte in der aktuellen Situation wirklich jede*r Verständnis haben und sie anderen nicht übelnehmen.

In kleinen Schritten zurück zu mehr Normalität

Helfen kann es auch, eine Liste von Aktivitäten zu erstellen, die schon wieder vorstellbar erscheinen – und solche, die man lieber erst später in Angriff nehmen möchtet:

Zusammen mit einer Freundin joggen? Okay! Ins Fitnessstudio? Lieber noch nicht.

Picknick zu dritt im Park? Gerne! Mensa? Vielleicht im nächsten Semester.

Gerade jetzt im Sommer gibt es draußen viel zu erleben – ein toller und relativ risikoarmer Weg, in ein Leben mit mehr Kontakten zurückzufinden.

Nachholen ja – aber ohne Stress

Natürlich ist der Wunsch, all das Verpasste der letzten anderthalb Jahre aufzuholen, trotz aller Vorsicht groß: Partys, Geburtstagsfeiern, Grillen im Park, Konzerte, Reisen – wer hat darauf nach Monaten zu Hause schon keine Lust? Gerade das Studium sollte eine unbeschwerte Zeit sein, in der auch der Spaß nicht zu kurz kommt. Trotzdem: Niemand kann anderthalb Jahre in kurzer Zeit aufholen. Passt deshalb auf, dass der Wunsch nach Normalität und danach, „nichts zu verpassen“, nicht zum Stressfaktor wird. Vielleicht behaltet ihr einige Selfcare-Rituale bei, die ihr in den letzten Monaten für euch entdeckt habt? Auch das kann Teil der neuen Normalität sein – zusammen mit „echten“ Erlebnissen, auf die man lange verzichten musste.

Übrigens: Auch wir starten in den kommenden Monaten voraussichtlich wieder mit unseren Liveaktionen. Alle natürlich mit Hygienekonzept und unter Beachtung aktueller Beschränkungen. Schaut doch regelmäßig hier und auf unseren Social-Media-Kanälen vorbei und informiert euch über das Angebot. Bei unseren Events kommt ihr ganz einfach mal wieder mit Kommiliton*innen in Kontakt und nehmt dabei noch Infos rund um Studium und Karriere mit. Wir freuen uns auf euch!

 

 

Fachärzt*in werden in Praxis: Ambulante Weiterbildungschancen nutzen!

Fachärzt*in werden in Praxis: Ambulante Weiterbildungschancen nutzen!

Allgemein Hessen - Leben & Arbeiten KVH transparent MedWisser Niederlassen! Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium

Viele junge Ärzt*innen arbeiten nach dem Studium erst einmal in einer Klinik. Das hat diverse Gründe, die von dem Wunsch, möglichst vielen Erfahrungen zu sammeln über konkrete Karrierepläne bis zu persönlichen Präferenzen (z. B. Wohnort) reichen. Wer das weiß, wird nicht überrascht sein, dass Facharztausbildungen oft in stationären Einrichtungen stattfinden. Hat man sein Wunschgebiet gefunden und sich in der entsprechenden Abteilung einer Klinik eingearbeitet, dann liegt es schließlich nah, auch dort die Weiterbildung zu absolvieren. Dabei gibt es inzwischen diverse Möglichkeiten, auch ambulant Fachärzt*in zu werden – und das sogar noch gefördert von der KV Hessen!

Die Facharztweiterbildung

Die fachärztliche Weiterbildung unterscheidet sich von Fachgebiet zu Fachgebiet stark. Insgesamt könnt ihr aus 33 Gebieten wählen. Ein Gebiet ist ein definierter Teil einer medizinischen Fachrichtung und bestimmt auch die Grenzen für die Ausübung der fachärztlichen Tätigkeit – also ganz konkret: Was darf ein*e Fachärzt*in, was nicht? Auch die Weiterbildungsdauer ist sehr unterschiedlich: Während für Biochemie „nur“ 48 Monaten vorgesehen sind, sind es in der Neurochirurgie 71 Monate.

Die Weiterbildung kann – je nach Fachgebiet – nicht nur stationäre, sondern auch ambulante Ausbildungsabschnitte vorsehen. Gerade in Gebieten wie Allgemeinmedizin, Augenheilkunde oder Kinder- und Jugendmedizin, die oft von Ärzt*innen in Praxen ausgeübt werden, ist das auch sehr sinnvoll. So bekommt ihr als zukünftige Fachärzt*innen nämlich einen echten Eindruck davon, wie auch das ambulante „Alltagsgeschäft“ in eurem Fachgebiet aussieht. Eine ambulante Weiterbildung muss dabei nicht in einer Einzelpraxis stattfinden. Auch Berufsausübungsgemeinschaften (BAG) oder Medizinische Versorgungszentren (MVZ) sind geeignet. Wichtig ist, dass die Einrichtung die nötigen Voraussetzungen (LINK: https://www.kvhessen.de/facharzt/) erfüllt. Oft ist dies jedoch reine Formsache.

Ambulante Facharztausbildung: Von Förderung profitieren

Weil die ambulante Weiterbildung so sinnvoll ist, wird sie schon seit einiger Zeit von der KV Hessen gefördert. So kann nämlich sichergestellt werden, dass es sich z. B. auch kleinere Praxen leisten können, eine*n Ärzt*in in Weiterbildung (AiW) zu beschäftigen und dem oder der angehenden Fachärzt*in eine angemessene Vergütung zu zahlen. Die KV Hessen fördert die ambulante Weiterbildung aktuell in folgenden Gebieten: Allgemeinmedizin, Allgemeine Chirurgie, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Innere Medizin und Rheumatologie, Orthopädie, Psychiatrie, Augenheilkunde, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kinder- und Jugendmedizin, Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Neurologie sowie Urologie. Hier erhält die Praxis, in der der ambulante Teil der Weiterbildung absolviert wird, bis zu 42 Monate lang 5.000 € Förderung, die in voller Höhe als monatliches Bruttogehalt an euch als AiW ausgezahlt werden.

Aber der Vorteil der ambulanten Weiterbildung endet noch lange nicht damit, Erfahrungen für später zu sammeln und ein angemessenes Gehalt zu beziehen. Ärzt*innen in Weiterbildung in einer Praxis haben ihm Gegensatz zur Tätigkeit in der Klinik höchstwahrscheinlich sehr geregelte Arbeitszeiten ohne Schicht- und Wochenenddienst. Zieht ihr für eure ambulante Weiterbildung aufs Land, profitiert ihr außerdem von den dort im Vergleich mit der Stadt oft niedrigeren Lebenshaltungskosten. Und wer weiß – vielleicht gefällt euch die ambulante Tätigkeit sogar so gut, dass ihr euch danach vorstellen könnt, euch selbst niederzulassen. Eine Erkenntnis, die ihr ohne die Chance der ambulanten Weiterbildung vielleicht nie gehabt hättet.

Ambulante Weiterbildung: eine spannende Chance!

Die stationäre Versorgung von Patient*innen ist vielseitig – aber in vielen Fachgebieten spielt auch die ambulante Behandlung eine unglaublich wichtige Rolle. Gerade deshalb ist es für angehende Fachärzt*innen unglaublich wichtig, wenn möglich auch hier Erfahrungen zu sammeln. Die KV Hessen unterstützt dabei durch finanzielle Förderung sowie eine eigene Weiterbildungsjobbörse und steht euch auf bei konkreten Fragen natürlich immer zur Seite!

Frühlingsüberraschung: Wir verlosen ein MedBike!

Frühlingsüberraschung: Wir verlosen ein MedBike!

Allgemein Gewinnspiele MedWisser Niederlassen! Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium

Langsam wird es wärmer, die Tage werden länger und die Lust auf Bewegung an der frischen Luft steigt. Gleichzeitig haben immer mehr Menschen in den letzten Monaten entdeckt, dass sie für ihren Alltag vielleicht gar kein Auto mehr benötigen oder die öffentlichen Verkehrsmittel weniger nutzen. Stattdessen beliebtes Fortbewegungsmittel im Alltag und der Freizeit: das Fahrrad! Kein Wunder, denn damit kann man gerade in der Stadt kurze Strecken fix zurücklegen und gleichzeitig Bewegung in den Tag bringen. Und auch als Ausgleich an langen Uni- oder Lerntagen ist eine Fahrradtour eine tolle Sache.

Deshalb haben wir passend zur wärmeren Jahreszeit eine Überraschung für euch: Auf unserem Instagram-Account verlosen wir aktuell nämlich ein MedBike – ein exklusives Fahrrad im Arzt-in-Hessen-Design.

Schaut mal vorbei und macht mit. Teilnehmen können Medizinstudierende, die an einer hessischen Universität eingeschrieben sind und unserem Instagram-Account folgen. Die genauen Gewinnspielbedingungen könnt ihr hier nachlesen. Wir freuen uns, wenn ihr mitmacht und drücken euch die Daumen!

 

 

 

 

Wegen Covid-19: MedMobil-Aktion pausiert

Wegen Covid-19: MedMobil-Aktion pausiert

Allgemein MedWisser Niederlassen! Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium Seminare

Mit unseren MedMobilen machen wir euch normalerweise mobil. Ob zur Famulatur, dem PJ oder einfach in die Uni – in den letzten Jahren haben zahlreiche Medizinstudierende in Hessen von der Aktion profitiert. Aktuell müssen wir unsere Flitzer allerdings – wie schon im letzten Jahr – zweckentfremden. Die KV Hessen benötigt sie aufgrund der Covid-19-Situation für andere Zwecke, sodass die Autos leider bis auf Weiteres nicht von Studierenden genutzt werden können und die Verlosungen pausieren müssen.

Wir sind natürlich trotzdem weiterhin an eurer Seite und unterstützen euch zum Beispiel mit finanzieller Förderung, Beratung und bald auch wieder mit unseren Liveaktionen. Danke für euer Verständnis und bleibt gesund!   

 

 

 

 

Fünf Tipps für ein gelungenes digitales Vorstellungsgespräch

Fünf Tipps für ein gelungenes digitales Vorstellungsgespräch

Allgemein MedWisser Niederlassen! Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium Seminare

Das Praktische Jahr steht vor der Tür? Oder vielleicht sogar die Zeit als Assistenzärzt*in? Wer aktuell auf Praktikums- oder Jobsuche ist, wird häufig zu digitalen Bewerbungsgesprächen eingeladen. Egal ob via Zoom, Skype oder Teams – es gibt einige Dinge, die ihr bei einem Videointerview auf dem Zettel haben solltet. Wir haben ein paar Tipps für euch vorbereitet, damit es mit dem Gespräch und der Traumstelle auf jeden Fall klappt!

1.Technik & Einstellungen

Bei einem analogen Vorstellungsgespräch ist der Arbeitgeber in der Pflicht, für die richtigen Gesprächsbedingungen zu sorgen. Bei einem Videointerview seid ihr selbst dafür verantwortlich. Ist die Internetverbindung stabil? Funktionieren Kamera und Mikrofon? Sind Licht und Bildausschnitt angemessen? Nehmt euch auf jeden Fall ausreichend Zeit, um die Technik aufzusetzen und auszuprobieren. Macht unbedingt einen Probedurchgang bzw. -anruf mit einer Vertrauensperson und lasst euch Feedback zu eurem Set up geben. Denn nichts ist ärgerlicher, als wenn der Wunschjob daran scheitert, dass ihr im Videointerview nicht zu verstehen wart.

2.Hintergrund & Outfit

Auch wenn das Gespräch in eurem WG-Zimmer oder auf der Couch stattfindet: Es ist immer noch ein Bewerbungsgespräch. Wählt deshalb ein dem Anlass angemessenes Outfit. Und ja, das kann bedeuten, dass ihr zu Hause mit Hemd und Schlips vor der Kamera sitzt. Mit eurer Kleidung endet der optische Eindruck aber noch nicht. Auch auf den Hintergrund solltet ihr ein Auge haben. Im Idealfall ist er ruhig, neutral und enthält keine persönlichen Gegenstände (Poster, Fotos o. ä.). Gut geeignet sind helle Wände oder auch Bücherregale.

Viele Onlinetools bieten zudem die Möglichkeit, den Hintergrund via Kameraeffekt unscharf zu stellen. Solltet ihr solch ein Feature benutzen wollen, testet es unbedingt vorher und probiert aus, ob der Effekt auch bei Bewegung noch vorteilhaft wirkt. Im Zweifelsfall solltet ihr lieber darauf verzichten und einen anderen Ort mit geeigneterem Hintergrund wählen.

3.Ruhe & Konzentration

Natürlich habt ihr keinen Einfluss darauf, was eure Nachbarn in der Zeit eures Videointerviews machen. Aber trotzdem könnt ihr viele Faktoren für ein ungestörtes Gespräch kontrollieren. Informiert ggf. Mitbewohner*innen oder Familienangehörige über euren Termin und bittet darum, in dieser Zeit nicht gestört zu werden. Schließt Fenster und Türen und stellt euer Handy auf lautlos.

Um konzentriert und entspannt in das Gespräch gehen zu können, empfiehlt es sich außerdem, etwas mehr Zeit für die Vorbereitung sowie als Puffer danach einzuplanen. Wenn ein einstündiges Gespräch angesetzt ist, seid am besten schon 15 bis 30 Minuten vorher bereit und entspannt euch z. B. noch kurz mit einer Atemübung. Wer einen Zeitpuffer im Anschluss einplant, muss sich während des Gesprächs keine Gedanken darüber machen, am Ende in Zeitnot zu geraten oder das Gespräch gar selbst abbrechen zu müssen. Letzteres solltet ihr unbedingt vermeiden.

4.Gestik, Mimik und Körperhaltung

Im Videointerview wird man sich aufgrund der Kamera manchmal besonders seiner eigenen Gestik, Mimik und Körperhaltung bewusst. Versucht am besten, entspannt und dennoch aufrecht zu sitzen und durchgehend eine freundliche Mimik zu bewahren. Vorsichtig solltet ihr mit Gesten sein und sie nur sparsam einsetzen. Zu viel Bewegung, und sei es nur das mehrfache Zurückstreichen der Haare hinters Ohr, wirkt schnell hektisch oder unruhig und kann sich negativ auf die Gesprächsatmosphäre auswirken.

Konzentriert euch am besten auf euer Gegenüber und vermeidet es, ständig euer Aussehen in der Kamera zu kontrollieren. Ein kleiner Spickzettel, der euch an eine gerade Sitzposition oder ein Lächeln auf den Lippen erinnert, schadt aber natürlich nicht.   

5.Vorbereitung & Fokus

Ein digitales Vorstellungsgespräch ist immer noch das: ein Vorstellungsgespräch. Dementsprechend solltet ihr euch darauf genauso vorbereiten wie auf ein „echtes“ Gespräch vor Ort. Informiert euch über die Einrichtung, bei der ihr euch beworben habt, bereitet Antworten auf Standardfragen vor und überlegt euch Fragen an eure Gesprächspartner*innen.

Während des Gesprächs solltet ihr 100 % konzentriert sein und euch völlig darauf einlassen. Alles, was euch irgendwie ablenken könnte, entfernt ihr für diesen Zeitraum am besten aus eurer Reichweite und eurem Blickwinkel. Denn jetzt geht es gerade um einen Job, den ihr unbedingt wollt – und dafür sind voller Fokus und Einsatz gefordert!

Fazit: Digitales Vorstellungsgespräch – gute Vorbereitung ist alles!

Die gute Nachricht ist: Beim digitalen Vorstellungsgespräch sucht ihr euch die Location selbst aus und könnt für räumliche Bedingungen sorgen, in denen ihr euch wohlfühlt. Die schlechte Nachricht: Es bleibt trotz allem ein berufliches Gespräch, das eure Zukunft maßgeblich mitgestalten kann. Eine dementsprechend hohe Priorität solltet ihr ihm einräumen und euch angemessen vorbereiten – sowohl inhaltlich als auch technisch. Denn mit einem erfolgreichen digitalen Vorstellungsgespräch seid ihr eurer Wunschstelle wahrscheinlich schon ein ganzes Stückchen näher!

 

 

 

 

Hausarztfamulatur – Das musst du wissen!

Hausarztfamulatur – Das musst du wissen!

Allgemein MedWisser Niederlassen! Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium Seminare

Endlich Zeit für Praxis – Hausarztpraxis! Auch wenn die Hausarztfamulatur für viele nicht zu den liebsten Praxisstationen gehört, so ist sie doch Pflicht und ihr solltet die Chance nutzen, einmal unverbindlich in den Bereich Allgemeinmedizin bzw. hausärztliche Grundversorgung einzutauchen. Selbst wenn ihr euch später für eine Laufbahn in der Klinik entscheidet, könnt ihr hier viel lernen und ein grundlegendes Verständnis für Praxisabläufe erwerben. Denn in vielen Fachgebieten ist die Zusammenarbeit mit Hausärzt*innen wichtig für die optimale Versorgung von Patient*innen.  

Rechtliche Vorgaben der Hausarztfamulatur

Seit Änderung der Approbationsordnung vor einigen Jahren ist eine Famulatur im hausärztlichen Versorgungsbereich für alle Medizinstudierenden Pflicht. Im Klartext heißt das: Wer in Deutschland Ärzt*in werden möchte, der muss nachweisen, dass im klinischen Teil des Studiums vier Wochen in diesem Bereich hospitiert wurde. Nur dann ist eine Zulassung zur Zweiten Ärztlichen Prüfung (Hammerexamen) möglich.

Lernziele der Hausarztfamulatur

Warum eigentlich eine Hausarztfamulatur? Die Idee dahinter ist ganz einfach: Medizinstudent*innen sollen die Chance haben, die Freude an der Allgemeinmedizin zu entdecken und sie vielleicht sogar als ernsthafte berufliche Option in Erwägung zu ziehen. Fakt ist nämlich: In den nächsten Jahren gehen tausende von niedergelassenen Allgemeinmedziner*innen in den Ruhestand und Hessen bzw. ganz Deutschland droht eine hausärztliche Mangelversorgung. Mit der Hausarztfamulatur gibt es also die unverbindliche, aber verpflichtende Chance, einfach mal in das Tätigkeitsfeld hineinzuschnuppern und vielleicht ein Interesse daran zu entwickeln. Denn nur wer etwas ausprobiert, kann auch wirklich sagen, dass es nichts für sie oder ihn ist, oder?

Zeitpunkt und Durchführungsort der Hausarztfamulatur

Wann und wo ihr die Hausarztfamulatur durchführt, bleibt euch weitestgehend selbst überlassen. Wer sich noch nicht bereit für die Klink fühlt, wählt sie vielleicht als erste Famulatur zu Beginn des klinischen Studienteils. Genauso kann es sinnvoll sein, sie ans Ende zu setzen, wenn ihr konkrete Vorstellungen davon habt, was ihr in eurer Zeit in einer hausärztlichen Praxis lernen möchtet. Wichtig ist, dass die Famulatur rechtzeitig vor dem Hammerexamen beendet ist (Bescheinigung nicht vergessen!).

Es bietet sich an, die vierwöchige Phase in der vorlesungsfreien Zeit zu absolvieren. Bedenkt nämlich unbedingt, dass die Famulaturen Vollzeitpraktika an fünf Tagen die Woche sind. Sie neben den regulären Studienveranstaltungen zu absolvieren, wird deshalb schwierig. Natürlich könnt ihr auch ein Urlaubssemester nehmen und in dieser Zeit alle Famulaturen nacheinander absolvieren. Wie gesagt – hier seid ihr relativ flexibel.

Auch was den Durchführungsort anbelangt, habt ihr viele Wahlmöglichkeiten. Neben Allgemeinärzt*innen kommen auch Kinderärzt*innen oder Internist*innen ohne Schwerpunktbezeichnung für die Hausarztfamulatur in Frage. Wichtig ist, dass die Ausbilder*innen vom jeweiligen Landesprüfungsamt als solche anerkannt werden. Das ist in den meisten Fällen aber reine Formsache.

Macht euch unbedingt auch Gedanken, ob ihr eure Hausarztfamulatur in der Stadt oder im ländlichen Raum absolvieren möchtet. Gerade auf dem Land dürfte es einfacher sein, einen Platz zu finden. Außerdem gibt euch das die tolle Chance, einmal in den abwechslungsreichen Arbeitsalltag von Landärzt*innen hineinzuschnuppern – und das ganz unverbindlich.

Förderung der Hausarztfamulatur

Wie auch die anderen zu absolvierenden Famulaturen wird die Hausarztfamulatur eigentlich nicht vergütet. Weil sie aber Pflicht ist und wir sie unglaublich wichtig finden, bietet die KV Hessen Studierenden eine finanzielle Förderung von 595,00 € monatlich an, wenn sie die Famulatur in einer Einrichtung der hausärztlichen Versorgung im ländlichen Raum durchführen. Informiert euch gleich hier über die Bewerbung und alle Förderungsvoraussetzungen.

Bewerbung für die Hausarztfamulatur

Wenn ihr auf der Suche nach einem Platz für eure Hausarztfamulatur seid, dann findet ihr online Stellenbörsen, in denen Praxen Plätze ausschreiben. Habt ihr schon eine Praxis oder Einrichtung ins Auge gefasst? Dann fragt einfach einmal nach, ob generell Famulaturplätze angeboten werden. Im Idealfall könnt ihr bereits euren Wunschzeitraum benennen und so konkret erfahren, ob in dieser Praxis eine Chance auf einen Platz besteht. Übrigens: Es kann auch hilfreich sein, einfach mal bei Studierenden aus höheren Semestern zu fragen, wo sie ihre Famulaturen verbracht haben und ob sie die Praxis weiterempfehlen können. Solche Informationen aus erster Hand sind Gold wert!

Fazit: Hausarztfamulatur – Pflichtfamulatur mit Gestaltungsspielraum

Um die Hausarztfamulatur kommt niemand herum. Aber wer nach einer Praxis sucht, die zu den eigenen Lernwünschen passt, kann aus diesen vier Wochen viel mitnehmen. Hausärzt*innen leisten jeden Tag wichtige medizinische Basisversorgung und haben ein sehr breites Behandlungsspektrum, das viele Berührungspunkte mit anderen Fachgebieten aufweist. Auch wenn ihr später nicht in der Allgemeinmedizin arbeiten möchtet, könnt ihr in dieser Famulatur grundlegendes Wissen über Praxisabläufe und wichtige praktische, medizinische Grundlagen erwerben. Das wird euch nicht nur in weiteren Famulaturen, sondern auch im Praktischen Jahr oder eurer Zeit als Assistenzärzt*in nützlich sein.

Viele weitere Infos zu den Famulaturen findet ihr in unserem Blogbeitrag. Informiert euch auch unbedingt über unsere einfach zu beantragenden Fördermöglichkeiten für die Hausarztfamulatur.

 

 

 

Stadt oder Land – wo praktiziert es sich als Allgemeinmediziner*in besser?

Stadt oder Land – wo praktiziert es sich als Allgemeinmediziner*in besser?

Allgemein MedWisser Niederlassen! Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium Seminare

Nicht nur die Entscheidung für eine bestimmte Facharztausbildung prägt das Berufsleben von Ärzt*innen. Genauso wichtig ist die Frage danach, wo praktiziert wird. Gerade Allgemeinmediziner*innen stehen hier vor der Frage: Stadt oder Land? Beide Orte bieten Vor- und Nachteile, die Nachwuchsärzt*innen abwägen sollten.

Viele Möglichkeiten, große Konkurrenz – als Allgemeinmediziner*in in der Stadt

Kurze Wege und viele berufliche Möglichkeiten: Direkt nach dem Studium ist eine Tätigkeit in der Stadt für viele erstrebenswert. Schließlich gibt es hier nicht nur viele Freizeitmöglichkeiten – von Kultur bis Sport – sondern oft auch größere Kliniken oder Gemeinschaftspraxen, die spannende Berufschancen bieten. Konstante fachliche Weiterbildung ist durch die Nähe zu z. B. Unikliniken einfach in den Alltag zu integrieren. Auch die Zusammenarbeit mit Ärzt*innen anderer Fachgebiete ist dank der räumlichen Nähe oft einfacher als auf dem Land. Für Allgemeinmediziner*innen ist es in der Stadt zudem eher als auf dem Land möglich, sich dauerhaft auf Nischengebiete wie etwa Diabetologie zu konzentrieren – einfach weil die große Anzahl an Patient*innen vor Ort es zulässt.

Viele Allgemeinärzt*innen entscheiden sich auch für eine Tätigkeit in der Stadt aufgrund der (vermeintlich) besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Denn hier gibt es nicht nur potentiell mehr Jobs für den oder die Partner*in, sondern auch mehr Auswahl bei der Kinderbetreuung. Auch Aspekte wie ein gutes ÖPNV-Angebot, verschiedene Schularten und eine gute Internetanbindung sind vielen heute wichtig und sprechen für eine Tätigkeit in der Stadt. Die Tatsache, dass man ganz in der Nähe der Praxis wohnen und dennoch unerkannt einkaufen oder ausgehen kann, ist ein weiterer positiver Faktor.

Dennoch hat eine Tätigkeit in der Stadt auch andere Seiten. Was unbedingt bedacht werden sollte: Dort werden Ärzt*innen je nach Stadtteil auch mit (sozialen) Problemen konfrontiert, die auf dem Land weniger anzutreffen sind (Drogenkonsum, Wohnungslosigkeit). Bei der Übernahme oder Neugründung einer Praxis in der Stadt sollte außerdem die Konkurrenzsituation nicht außer Acht gelassen werden. Die Menschen in einem Stadtviertel müssen nicht direkt dort ihre*n Hausärzt*in wählen, sondern können auch in einen anderen Teil der Stadt fahren. Kurze Wege machen das Hopping zwischen Praxen leicht und erhöhen den Druck, den Patient*innen „etwas zu bieten“, um sie zu binden. Das gilt übrigens auch für Mitarbeiter*innen. Niedergelassene*r Ärzt*innen in der Stadt konkurrieren nicht nur um Patient*innen, sondern auch um Fachpersonal, das sich die attraktivste Stelle aussuchen kann.

Großes Behandlungsspektrum, weniger Anonymität – als Allgemeinmediziner*in auf dem Land

Allgemeinmediziner*innen, die sich für eine Tätigkeit auf dem Land entscheiden, tun dies oft, weil sie die langfristige Bindung zu ihren Patient*innen schätzen. Ärztehopping ist allein schon aufgrund der Entfernung zur nächsten Praxis oft kein Thema. Stattdessen sind Hausärzt*innen erste Ansprechpartner*innen für eine Vielzahl von medizinischen Anliegen – und das für alle Altersgruppen. Von den U-Untersuchungen bis zur Behandlung von Altersdemenz reicht das Behandlungsspektrum. Oft sind niedergelassene Allgemeinmediziner*innen auf dem Land echte Familienärzt*innen, die alle Generationen betreuen. Sie begleiten ihre Patient*innen teilweise über Jahrzehnte und übernehmen dabei auch Aufgaben, die teilweise in andere Fachgebiete fallen.

Besonders deshalb ist eine Tätigkeit als Hausärzt*in auf dem Land sehr abwechslungsreich, aber natürlich auch anspruchsvoll. Konstante Weiterbildung und selbstständige Aneignung spezifischer, im Alltag geforderter Kenntnisse sind an der Tagesordnung, denn auch der Austausch mit Kolleg*innen ergibt sich nicht so einfach wie in der Stadt. Fachärzt*innen arbeiten hier oft nicht niedergelassen und viele größere Untersuchungen finden direkt in Krankenhäusern oder in Praxen in weiter entfernten Städten statt.

Dafür ist es auf dem Land als Neuling oft einfacher als in der Stadt, private Kontakte zu knüpfen. Gerade als Hausärzt*in auf dem Dorf ist Anonymität praktisch ausgeschlossen. Dennoch muss man auch hier nicht 24 Stunden im Dienst sein. Klar geregelte Bereitschaftsdienste garantieren freie Abende und Wochenenden. Kein Wunder also, dass der Aspekt der Entspannung und die Nähe zur Natur wichtige Gründe sind, warum Ärzt*innen aufs Land ziehen. Mit dem Geld, das eine Dreizimmerwohnung in einer Großstadt verschlingt, bekommt man auf dem Dorf außerdem vielleicht sogar ein ganzes Haus mit Garten. Und das sogar schon in der Facharztweiterbildung, denn die ist in Praxen inzwischen genauso gut bezahlt wie in Krankenhäusern. Und dank guter Verdienstmöglichkeiten als niedergelassene*r Ärztin ist auch der Traum vom Eigenheim hier absolut realisierbar.

Abstriche müssen auf dem Land natürlich bei der Freizeitgestaltung und eventuell auch den Jobperspektiven für den oder die Partner*in sowie bei der Kinderbetreuung gemacht werden. Da niedergelassene Ärzt*innen ihre Sprechzeiten aber selbst bestimmen, ist auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie hier keinesfalls ausgeschlossen, sondern bedarf womöglich einfach sorgfältiger Organisation als in der Stadt.

Stadt oder Land – eine komplett individuelle Entscheidung

Die gute Nachricht ist: Allgemeinmedizier*innen sind gefragt – und zwar überall. Die Tätigkeitsschwerpunkte, das Behandlungsspektrum und auch die Altersstruktur der Patient*innen hingegen können in ländlichen und städtischen Regionen sehr unterschiedlich sein. Und auch die Freizeitgestaltung sowie die Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie gestalten sich je nach Wohn- und Arbeitsort ganz anders. Hier gilt es, die persönlichen Präferenzen abzuwägen, aber auch ein Auge auf die demographische Entwicklung zu haben. Denn: In den nächsten Jahren gehen auf dem Land eine Vielzahl von Hausärzt*innen in den Ruhestand – beste Chancen also, als Jungmediziner*in eine gut gehende Praxis zu übernehmen. Warum also nicht im Studium, PJ oder der Facharztweiterbildung mithilfe der Förderangebote der KV Hessen schon mal Landluft schnuppern und ganz unverbindlich echte Einblicke in den Arbeitsalltag dort bekommen? Denn nur wer beide Arbeitsorte kennt, kann den eigenen Favoriten herausfinden.

Quellen:

https://www.hausarzt.digital/politik/kbv-und-kven/stadt-land-arzt-55018.html

https://www.doctors.today/a/niederlassung-auf-s-land-oder-in-die-stadt-1872287

https://karriere.unicum.de/archiv/arztkarriere-stadt-oder-land

 

 

 

 

Den inneren Schweinehund überlisten: So klappt’s mit dem Lernen!

Den inneren Schweinehund überlisten: So klappt’s mit dem Lernen!

Allgemein MedWisser Niederlassen! Rund um die Weiterbildung Rund ums Studium Seminare

Jedes Semester das gleiche: Die Prüfungsphase kommt näher und die Lust, sich in Bücher und Mitschriften zu vertiefen, ist auf dem Tiefpunkt. Und das, obwohl dir das Studium eigentlich Spaß macht und du unbedingt Ärzt*in werden möchtest! Die beruhigende Nachricht: Es ist ganz normal, Motivationstiefs zu haben. Fast jede*r Student*in kennt das. Und oft braucht es gar keine großen Veränderungen, um sich dort wieder heraus zu manövrieren. Hier sind ein paar Tricks, mit denen du deinem inneren Schweinehund den Kampf ansagst und die Motivation fürs Lernen (wieder)findest.

Mach dir bewusst, warum du eigentlich studierst

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass du dich ganz bewusst für das Medizinstudium entschieden hast. Welche Gründe hattest du dafür? Warum möchtest du den Arztberuf ergreifen? Und was macht dir jetzt im Studium besonders großen Spaß? Liste alle Dinge auf, die dich motivieren, die dir Freude bereiten und auf die du dich in deinem Berufsleben freust. Benutz dafür positive Formulierung und häng dir die Liste am besten gut sichtbar in deinem Zimmer auf. So hast du immer vor Augen, wofür du eigentlich studierst, und es fällt dir leichter, die nötigen Schritte umzusetzen (also mit dem Lernen voranzukommen 😉).

Schaff die richtige Lernumgebung

Niemand setzt sich gern an einen unaufgeräumten Schreibtisch. Auch wenn aufräumen oft ein Zeichen von Prokrastination ist, ist es sinnvoll, vor dem Lernen für eine angenehme Atmosphäre zu sorgen und ein schönes Umfeld zu schaffen. Zuhause ist die Ablenkung trotz sauberer Wohnung einfach zu groß? Dann probier – wenn möglich – eine andere Umgebung aus. Vielleicht der Stillarbeitsbereich einer Bibliothek? Oder das sonnige Plätzchen im Hinterhof? Wenn du einen Lernplatz gefunden hast, an dem du dich wohlfühlst, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du dich dort öfter und länger aufhältst – eine gute Voraussetzung für Lernerfolg. 

Etabliere Routinen

Einer der besten und einfachsten Tricks, den Schweinehund auszutricksen, ist es, das Lernen als Routine zu etablieren – und zwar am besten auch außerhalb der Prüfungsvorbereitung. Die meisten Menschen sind Gewohnheitstiere und brauchen Struktur in ihrem Tagesablauf. Wenn du dir feste Lernkorridore einplanst und diese z. B. auch verbindlich in deinen Kalender einträgst, hilft dir das, Motivationstiefs zu vermeiden. Nach einiger Zeit haben sich diese Zeiten nämlich als Fixpunkte in deinem Alltag etabliert und das Lernen gehört ganz selbstverständlich dazu. Netter Nebeneffekt: So beugst du auch Zeitdruck vor Prüfungen vor, denn du verteilst die Lernzeit gleichmäßiger auf das Semester.

Such dir Gleichgesinnte

Zugegeben: Es ist gerade nicht die Zeit, um sich in Gruppen zu treffen. Trotzdem kann es helfen, dir Kommiliton*innen zu suchen, mit denen du eine Lerngruppe bildest. Vielleicht verabredet ihr euch digital zu einem regelmäßigen Termin und tauscht euch über Erfolge, Fortschritte oder Unklarheiten aus? Das stärkt die Motivation, aber auch die Verbindlichkeit. Denn wenn es klare Absprachen gibt, was bis dahin gelernt wird, hast du keine Ausrede, dich vor dem Lernen zu drücken. Du willst die anderen ja nicht hängenlassen, oder?

Sorg für Ausgleich und die richtige Balance

Viel hilft viel? Nicht unbedingt. Denn um die Motivation nicht zu verlieren, solltest du dir auch Lernpausen gönnen und aktiv für Ausgleich und Erholung sorgen. Geh am besten an die frische Luft und beweg dich. Egal ob spazieren gehen, joggen, skaten, Rad fahren – es ist wichtig, dass du mal abschaltest und den Kopf freibekommst. Auch ein flexibler Nebenjob kann für Ausgleich sorgen. Du musst deine Nase nicht 24/7 in Bücher stecken, um erfolgreich zu sein. Nutze deine Lernphasen lieber effektiv, sodass du noch Zeit für Schönes hast!

Setz dir realistische Ziele

Klar kannst du dir vornehmen, dass 500-Seiten-Lehrbuch in drei Tagen durchzuarbeiten. Das wird aber sehr wahrscheinlich nicht klappen. Setz dir deshalb lieber realistische Ziele und denke in Etappen. „Jeden Tag ein Kapitel“ ist viel besser umsetzbar als „Das ganze Buch bis Ende der Woche“. Das gleiche gilt übrigens auch für die Planung deines Semesters. Wenn du gerade ein Motivationstief hast und schon absehen kannst, dass die Kurs- und Arbeitsbelastung sehr hoch sein wird, ist es ratsam, lieber von Anfang an weniger Veranstaltungen zu besuchen – auch wenn es dir schwerfällt. So verhinderst du Überbelastung und bleibst bei deinen ausgewählten Kursen eher am Ball.   

Zu guter Letzt: Versuche zu akzeptieren, dass du keine „Lernmaschine“ bist und es immer wieder Momente geben wird, in denen es schwierig ist, Motivation zu finden. Wichtig ist, dass du dein Ziel nicht aus den Augen verlierst und dir bewusst machst, dass du gerade in einer solchen Phase steckst. So fällt es dir leichter, den Schweinehund auch wieder in seine Schranken zu weisen. Ganz wichtig dafür: Sei stolz darauf, was du schon geschafft hast und freu dich auf das, was du alles noch erreichen kannst, wenn du weiterhin an dich glaubst und auf dein Ziel hinarbeitest.

 

Quellen:

https://www.studienscheiss.de/tipps-lernen-anfangen/

https://www.studienscheiss.de/studienziele-erfolgssichere-schritte/#

https://www.unijobs.at/blog/motivationstief-im-studium-den-inneren-schweinehund-ueberlisten/

https://www.audimax.de/studienhilfe/lerntipps/schweinehund-ueberwinden-lernen/